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Veröffentlicht am 23.06.2019

Der Würger von Triest

Der Würger von Triest
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In der wunderschönen Stadt Triest finden in kurzer Zeit mehrere Morde statt. Die Bürger werden in Angst und Schrecken versetzt und es ist die Aufgabe von Commissario Vossi und seinem Team den Mörder zu ...

In der wunderschönen Stadt Triest finden in kurzer Zeit mehrere Morde statt. Die Bürger werden in Angst und Schrecken versetzt und es ist die Aufgabe von Commissario Vossi und seinem Team den Mörder zu stellen. Die Ermittlungen gestalten sich äußerst Schwierig und zudem stehen die Ermittler unter großem Zeitdruck, schließlich wollen sie weitere Morde verhindern. Doch sie finden weder Hinweise auf den Täter noch auf sein Motiv oder eine Verbindung zwischen den Opfern. Bald stellen sich die Ermittler die Frage, ob die Fälle überhaupt von ein und demselben Täter verübt wurden. Letztendlich gibt Vossis Frau einen Hinweis, der für die Ermittlungen wichtig erscheint.

Werner Stanzls Schreibstil ist flüssig und fesselnd. Ich konnte sofort in die Handlung einsteigen und dieser problemlos bis zum Ende folgen. Der Autor kann schnell Spannung aufbauen und diese durchgehend aufrecht erhalten, aber trotzdem wird sie nie nervenzerreißend. Im Buch finden scih einige unerwartete Wendungen, welche mich komplett überraschen und begeistern konnten. Vor allem die Auflösung konnte mich begeistern. Mit dieser Auflösung hätte ich nicht gerechnet, aber trotzdem war sie komplett überzeugend und schlüssig.

Die einzelnen Protagonsiten sind authentisch und als Leser kann man sich schnell ein Bild machen und Sympathie oder Antipathie entwickeln. Vor allem Comissario Vossi konnte mich einmal mehr mit seiner sympathischen und liebenswerten Art überzeugen. Aber auch die anderen Charaktere wirkten gut ausgearbeitet und dadurch äußerst glaubwürdig.

„Der Würger von Triest“ ist bereits der zweite Fall für den sympathischen Commissario Vossi. Ich kenne den Vorgängerband, welcher mich restlos begeistern konnte und finde, dass der aktuelle Fall diesem in nichts nachsteht. Für das Verständnis ist es allerdings nicht notwendig den ersten Teil zu kennen. Beide Bücher sind in sich abgeschlossen und können daher eigenständig gelesen werden. Ich hoffe auf weitere Fälle für Vossi!

FAZIT:

„Der Würger von Triest“ ist ein lesenswerter Kriminalroman, der mich fesseln und gut unterhalten konnte. Trotz mit rätseln wurde ich von der Auflösung komplett überrascht und vor allem der sympathische Vossi konnte mich einmal mehr überzeugen. Daher vergebe ich 5 Sterne!

Veröffentlicht am 23.06.2019

111 Orte in Nordfrankreich

111 Orte in Nordfrankreich, die man gesehen haben muss
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Nordfrankreich ist immer einen Urlaub wert. Die Gegend besticht durch wunderschöne Landschaften, architektonische Meisterwerke, idyllische Dörfer und unglaublich gutes Essen. In den meisten Reiseführern ...

Nordfrankreich ist immer einen Urlaub wert. Die Gegend besticht durch wunderschöne Landschaften, architektonische Meisterwerke, idyllische Dörfer und unglaublich gutes Essen. In den meisten Reiseführern findet man ein und dieselben Sehenswürdigkeiten und Tipps. Voller Erwartungen fährt man hin um dann enttäuscht festzustellen, dass diese Sehenswürdigkeiten von Touristen total überlaufen sind und man nichts von dem „typischen“ Flair der Gegend mitbekommt. Der Autor Georg Renöckl, der gerne und viel Zeit in Nordfrankreich verbringt, zeigt in seinem Buch „111 Orte in Nordfrankreich die man gesehen haben muss“ dem Leser viele Geheimtipps rund um die dortige Gegend. Diese reichen von landschaftlichen Geheimtipps über architektonische Bauten bis hin zu Werkstätten von Einheimischen (wie z.B. einem Marionettenschnitzer) und Restaurants.
Ausnahmslos alle dieser Sehenswürdigkeiten sind auf einer Seite ausführlich beschrieben. Hierbei finden sich Infos zur Geschichte und historische Fakten, zur Erreichbarkeit und dazu, was diese Sehenswürdigkeit so besonders macht. Zusätzlich findet sich neben jeder Beschreibung ein Foto, welches dem Leser einen Vorgeschmack auf die Sehenswürdigkeit gibt. Georg Renöckls Beschreibungen der Sehenswürdigkeiten sind unglaublich begeistert und liebevoll verfasst. Beim Lesen merkt man sofort, dass er jeden Tipp sorgfältig ausgewählt hat und komplett hinter dieser Empfehlung steckt. Diese Begeisterung hat mich beim Lesen komplett angesteckt und ich würde am liebsten sofort meine Tasche packen und nach Nordfrankreich reisen! Besonders gut gefällt mir zudem, dass sich am Ende des Buches eine Karte befindet, auf welcher die Tipps eingezeichnet sind. Dadurch hatte ich sofort einen super Überblick, wo sich die Tipps befinden und welche ich miteinander verbinden kann.
Im Buch „111 Orte in Nordfrankreich die man gesehen haben muss“ sind sowohl bekannte Sehenswürdigkeiten als auch viele Geheimtipps beschrieben, die man in keinem normalen Reiseführer finden kann. Beim Lesen hatte ich oft das Gefühl, dass ein Einheimischer auf Geheimtipps verweist, die kein Tourist sonst zu sehen bekommt. Daher werde ich dieses Bcuh gerne mit in meinen kommenden Urlaub nehmen und die eine oder andere Sehenswürdigkeit besuchen.
FAZIT:
„111 Orte in Nordfrankreich die man gesehen haben muss“ ist für alle zu empfehlen, die zusätzlich zu den typischen Touristenattraktionen auch Geheimtipps und das dortige Flair jenseits der Touristenströme kennenlernen wollen. Die Sehenswürdigkeiten sind gut gemischt und meiner Meinung nach ist für jeden Geschmack der ein oder andere Ausflugstipp im Buch. Ich bin total begeistert und vergebe daher 5 Sterne!

Veröffentlicht am 13.06.2019

Löwenzahnkind

Löwenzahnkind
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In einer schwedischen Kleinstadt verschwindet ein Mädchen spurlos. Da die dortige Polizei den Fall nicht lösen kann fordern sie Verstärkung aus Stockholm an. Was zu diesem Zeitpunkt noch niemand weiß ist, ...

In einer schwedischen Kleinstadt verschwindet ein Mädchen spurlos. Da die dortige Polizei den Fall nicht lösen kann fordern sie Verstärkung aus Stockholm an. Was zu diesem Zeitpunkt noch niemand weiß ist, dass die zusätzliche Ermittlerin Charlie selbst in dieser Stadt aufgewachsen ist. Charlie versucht fieberhaft den Vermisstenfall zu lösen. Doch dabei muss sich Charlie nicht nur ihrer eigenen Vergangenheit stellen, sondern sie lüftet auch ein schockierendes Familiengeheimnis, welches besser im Verborgenen geblieben wäre.



Lina Bengtsdotter kann sehr schnell Spannung aufbauen und diese durchgehend sehr hoch halten. Im Zusammenspiel mit dem flüssigen und fesselnden Schreibstil entsteht eine unfassbar mitreißende Handlung, welche man binnen kürzester Zeit lesen muss. Obwohl das Buch meiner Meinung nach kein Thriller ist, konnte mich die Handlung komplett mitreißen und begeistern. Ich wurde von der ersten bis zur letzten Seite in den Bann der Handlung gezogen und konnte das Buch kaum zur Seite legen. Besonders die wechselnden Handlungsstränge und deren Zusammenführung haben mich überzeugt, da es dadurch viele unerwartete Wendungen und zusätzliche Spannung gab. Auch das Ende konnte mich einerseits überraschen und andererseits auch überzeugen.



Die einzelnen Protagonisten erschienen wirklich authentisch und menschlich. Besonders gut gefallen mir hierbei die wechselnden Perspektiven, beispielsweise zwischen Charlies Ermittlungen und Annabells Tag des Verschwindens. Dies ermöglicht dem Leser alle Charaktere kennen zu lernen und einen Einblick ihre Leben, Motive und Ängste zu bekommen. Allen voran Charlie konnte mich wirklich überzeugen, da sie ihre schwere Kindheit nicht unbeschadet überstanden hat und auch im Erwachsenenalter noch mit Alkoholismus zu kämpfen hat.



FAZIT:
„Löwenzahnkind“ ist zwar kein Thriller, aber dennoch unfassbar fesselnd, mitreißend und gelungen. Besonders überzeugen konnten mich die überraschenden Wendungen und erschreckenden Offenbarungen sowie die authentischen Protagonisten. Ich hoffe auf weitere Bücher der Autorin und kann dieses absolut weiterempfehlen. Daher vergebe ich 5 Sterne!

Veröffentlicht am 10.06.2019

Tod am Strand

Tod am Strand
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Melbourne in den 20er Jahren: Die Hobbydetektivin Miss Phryne Fisher wird beauftragt ein vermisstes Mädchen zu finden. Während sie ermittelt verschwindet auch ihre Ziehtochter spurlos. Phryne versucht ...

Melbourne in den 20er Jahren: Die Hobbydetektivin Miss Phryne Fisher wird beauftragt ein vermisstes Mädchen zu finden. Während sie ermittelt verschwindet auch ihre Ziehtochter spurlos. Phryne versucht beide Fälle zu lösen, aber auch ihr gesellschaftliches Leben soll nicht zu kurz kommen. Zwischen einem Zirkus mit Elefanten, zwielichtigen Gestalten und der Blumenparade ermittelt Miss Fisher mit viel Witz und Charme.

Kerry Greenwoods Schreibstil ist flüssig, fesselnd und allen voran unglaublich bildlich. Als Leser kann man sofort in die Handlung eintauchen und dieser problemlos bis zum Ende folgen. Obwohl für einen Krimi erst relativ spät Spannung aufkommt und diese nie nervenzerreißend ist, konnte mich das Buch dennoch von der ersten Seite an fesseln, mitreißen und begeistern. Dies liegt vor allem an den bildgewaltigen und atmosphärischen Beschreibungen, welche die Handlung besonders authentisch machen. Ich konnte sofort in das Buch eintauchen und hatte aufgrund der bildlichen und detailreichen Beschreibungen sofort großes Kopfkino.

Die einzelnen Protagonisten sind etwas ganz Besonderes und heben sich deutlich von jenen aus anderen Kriminalromanen ab. Sie sind authentisch und wirken glaubwürdig. Ihre Ängste und Sorgen sind menschlich und dadurch mehr als nachvollziehbar. Allen voran die Hobbydetektivin Phryne Fisher ist liebenswürdig, lebenslustig und sehr modern, obwohl die Handlung in den 20er Jahren spielt.

„Miss Fishers mysteriöse Mordfälle“ kannte ich bisher als Netflix-Serie und ich finde diese sehr gelungen. Da ich die Serie wirklich gern mag war ich richtig gespannt auf das Buch und dieses hat meine Erwartungen komplett übertroffen! Das Buch ist noch besser als die Serie und ich freue mich weitere Fälle von Miss Phryne Fisher zu lesen.

FAZIT:
„Tod am Strand- Miss Fishers mysteriöse Mordfälle“ überzeugt vor allem durch die atmosphärischen und bildgewaltigen Beschreibungen und die äußerst interessanten Protagonisten. Da mich das Buch restlos begeistern konnte und mir das Buch noch besser gefällt als die Serie, vergebe ich 5 Sterne!

Veröffentlicht am 16.05.2019

Tod im Abendrot

Tod im Abendrot
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In München werden ein Mann und seine schwangere Freundin auf offener Straße ermordet. Dennoch finden sich weder glaubwürdige Zeugen oder ein Motiv. Die ermittelnden Beamten suchen auf Hochtouren nach dem ...

In München werden ein Mann und seine schwangere Freundin auf offener Straße ermordet. Dennoch finden sich weder glaubwürdige Zeugen oder ein Motiv. Die ermittelnden Beamten suchen auf Hochtouren nach dem Mörder, aber diese Ermittlungen gestalten sich äußerst schwierig. Als wäre dieser Fall nicht schon genug wird auch noch eine Freundin des LKA Präsidenten Karl Zimmerschied mit einem schlüpfrigen Video erpresst und er begibt sich auf eigene Faust im Darknet auf die Suche nach dem Erpresser. Doch dabei gerät Karl selbst in große Gefahr.

Jörg Steinleitners Schreibstil ist flüssig und mitreißend. Der Autor konnte bereits mit der ersten Seite in den Bann der Handlung ziehen und bis zum Ende begeistern. Die Spannung ist durchgehend hoch und wird durch unerwartete Wendungen auch immer wieder gesteigert. Der Autor schafft es sehr gelungen die unterschiedlichen Ermittlungen zu verbinden und mit humorvollen Szenen zu verbinden. Ich fand das Buch sowohl spannend als auch äußerst unterhaltsam und hatte viel Freude beim Lesen dieses kurzweiligen Krimis. Besonders gelungen finde ich die zum Teil sehr interessanten und zum Teil wirklich lustigen Infos zu Beginn jedes Kapitels und deren Verbindung mit der Handlung.

Die einzelnen Protagonisten sind authentisch und heben sich deutlich von jenen Ermittlerin aus anderen Büchern dieses Genres ab. Vor allem der blinde Hensch und der liebenswerte Karl Zimmerschied und deren unkonventionelle Ermittlungsmethoden konnten mich begeistern. Zudem fand ich die Verbindung der Kriminalfälle mit dem Chaos in Karls Liebesleben sehr gelungen und der Autor hat es geschafft dabei die perfekte Balance zu finden.

„Tod im Abendrot“ ist bereits der zweite Fall für Karl Zimmerschied. Ich kenne bereits das erste Buch und finde, dass der aktuelle Band diesem in nichts nachsteht und ebenso gelungen ist. Für das Verständnis ist es allerdings nicht notwendig den ersten Teil zu kennen, da beide Bücher unabhängig voneinander gelesen werden können. Ich hoffe auf weitere Fälle für den sympathischen LKA Präsidenten und seine zum Teil unkonventionellen Ermittlungsmethoden.

FAZIT:
„Tod im Abendrot“ ist eine unglaublich gelungene Fortsetzung, welche allerdings problemlos eigenständig gelesen werden kann. Besonders überzeugen konnten mich einerseits die äußerst gelungene Mischung aus Spannung und Humor und andererseits die wirklich liebenswerten Protagonisten, die alles andere als 0815 sind. Ich vergebe daher 5 Sterne!