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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2016

Harter Stoff

Der Menschenmacher
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Cody McFayden beweist mit seinem neuen Buch, dem ersten außerhalb der Smoky-Barrett-Reihe, das er den härtesten Stoff liefert, der derzeit auf dem Thrillermarkt zu bekommen ist.

Schonungslos erzählt er ...

Cody McFayden beweist mit seinem neuen Buch, dem ersten außerhalb der Smoky-Barrett-Reihe, das er den härtesten Stoff liefert, der derzeit auf dem Thrillermarkt zu bekommen ist.

Schonungslos erzählt er die Geschichte von 3 Kindern, die von ihrem Adoptivater zu unmenschlichen Prüfungen gezwungen werden, um zu "evolvieren". Dieser Hölle können sie nur entkommen, indem sie ihren Peiniger töten.

Doch hier fängt die Geschichte gerade erst an. 20 Jahre später, alle drei schlagen sich noch mit den Folgen der Greuel von damals herum, erhalten sie Nachrichten, die nur einen Schluss lassen: Ihr Vater ist zurück und der Wahnsinn beginnt von vorne. Die drei müssen sich ihrer Vergangenheit und damit auch ihren persönlichen Monstern stellen.

Der Autor schon seine Leser nicht, die Gräuel von damals und heute werden detailiert beschrieben. Dennoch bleibt auch Platz für Zwischentöne, die Figuren sind gut und glaubwürdig gezeichnet. Die Geschichte wartet mit einigen Überraschungen auf und hält die Spannung konstant hoch.

Nicht für schwache Nerven.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Genialer Thriller mit einer blinden Ermittlerin im Zentrum einer furiosen Story

Endgültig
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Jenny Aaron ist Mitglied einer Spezialeinheit der Polizei, bis ein verdeckter Einsatz in Barcelona aus dem Ruder läuft und sie ihr Augenlicht verliert. 5 Jahre später hat sie sich als Verhörspezialistin ...

Jenny Aaron ist Mitglied einer Spezialeinheit der Polizei, bis ein verdeckter Einsatz in Barcelona aus dem Ruder läuft und sie ihr Augenlicht verliert. 5 Jahre später hat sie sich als Verhörspezialistin beim BKA einen Namen gemacht. Als in Berlin ein Häftling eine Gefängnispsychologin ermordet und nur mit Jenny sprechen will, macht sie sich von Wiesbaden aus auf den Weg zurück in ihr altes Einsatzgebiet und Umfeld. Schnell erkennt sie, das der Mord nur der Auftakt zu einem grausamen Plan darstellt, in dessen Mittelpunkt Jenny steht. Und sie bekommt es mit einem Gegner zu tun, dem sie schon als Sehende nicht gewachsen war ...

Mit diesem Buch gelingt Andreas Pflüger ein fulminanter Thriller, der einem beim Lesen kaum Zeit zum Luftholen lässt. Interessante und glaubwürdige Charaktere, eine ausgeklügelte Geschichte und überraschende Wendungen sind die Zutaten, aus denen der Autor seine Story strickt, die auf ganzer Linie überzeugt und mich begeistert hat, wie nur wenige Thriller zuvor. Mit seiner bildhaften Sprache gelingt es dem erfahrenden Drehbuchautoren dabei ganz hervorragend, das Geschehen vor dem geistigen Auge erscheinen zu lassen. Ein genialer Thriller !!!

Schön, das der Autor im Nachwort andeutet, das es mit Jenny und Co. weitergehen wird. Ich warte schon jetzt voller Ungeduld.

Veröffentlicht am 09.07.2026

Packender und vielschichtiger Polit-Thriller aus Südamerika

Verkohlte Balken
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In diesem Polit-Thriller schickt der Autor Heiko Flemming seinen Protagonisten David Thomsen in seinen zweiten Einsatz. Dabei konnte er sich gegenüber dem ersten Band deutlich steigern, für die weiteren ...

In diesem Polit-Thriller schickt der Autor Heiko Flemming seinen Protagonisten David Thomsen in seinen zweiten Einsatz. Dabei konnte er sich gegenüber dem ersten Band deutlich steigern, für die weiteren Bände bleibt aber weiterhin noch ein wenig Luft nach oben.

Man kann dieses Buch grundsätzlich auch ohne Vorkenntnisse aus dem ersten Band lesen und verstehen. Alle dafür erforderlichen Informationen zu den Protagonisten und ihrer Vorgeschichte werden gut in die laufende Handlung eingebunden, ohne dabei den Lesefluss zu stören. Um die Entwicklung der Figuren und die eine oder andere Anspielung auf frühere Ereignisse in Gänze genießen und nachvollziehen zu können, empfiehlt es sich aber schon, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen.

Eigentlich wollte David Thomsen nach den dramatischen Ereignissen vor einem Jahr, bei denen er seine große Liebe Maria verloren hat und zum Mörder geworden ist, nie wieder nach Südamerika zurückkehren. Doch dann bitten ihn ausgerechnet die Bewohner des Dorfes, die ihn damals gerettet haben, um Hilfe. Diese Bitte kann er einfach nicht abschlagen und so ist er fest entschlossen, noch einmal das Risiko einzugehen. Doch dafür muss er zunächst sein altes Team reaktivieren und das erweist sich nicht gerade als einfach.

Mit einem packenden Schreibstil, einem hohen Erzähltempo und einigen überraschenden Wendungen treibt der Autor seine gut aufgebaute und recht komplex angelegte Geschichte, die von wahren Ereignissen inspiriert wurde, voran. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Neben den aktuellen Ereignissen um David, die im Jahr 2013 angesiedelt sind, gibt es immer wieder Rückblenden, in denen Entwicklungen beleuchtet werden, die plötzlich in der Gegenwart eine größere Bedeutung erlangen. Und auch wenn das Ganze an der einen oder anderen Stelle vielleicht doch ein wenig überkonstruiert wirkt, bietet es doch durchgehend Spannung, die bis zum finalen Showdown hält. Auch diesmal merkt man dem Buch jederzeit an, wie intensiv der Autor zu den Hintergründen seiner Geschichte recherchiert hat. Dies verleiht dem Ganzen eine gewisse Authentizität, die die Wirkung der perfiden Hintergründe, die hier nach und nach aufgedeckt werden, noch einmal deutlich verstärkt.

Wer auf spannende Thriller mit politischen Bezügen steht, wird hier insgesamt gut bedient und unterhalten. Und die böse Schlusspointe im Epilog macht auch gleich große Lust auf die Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 19.06.2026

Launiger Kriminalroman mit sympathischen Ermittlern und einem kniffeligen Fall

Der Tod wischt mit
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In diesem launigen Kriminalroman schickt der Autor Andreas Suchanek seine Ermittlerin Tilly Blich in ihren zweiten Fall und konnte mich dabei auf ganzer Linie überzeugen und begeistern.

Für mich war es ...

In diesem launigen Kriminalroman schickt der Autor Andreas Suchanek seine Ermittlerin Tilly Blich in ihren zweiten Fall und konnte mich dabei auf ganzer Linie überzeugen und begeistern.

Für mich war es die erste Begegnung mit der sympathischen Ermittlerin und ich hatte nicht das Gefühl, dass mir Vorkenntnisse aus dem ersten Band fehlen würden, obwohl es hier mit dem Fall rund um das spurlose Verschwinden des Vorbesitzers ihrer Reinigungsfirma „Plitz und Blank“ einen roten Faden gibt, der sich durch die Reihe zieht. Alle für das Verständnis erforderlichen Informationen zu den Protagonisten und ihrer Vorgeschichte werden gut in die laufende Handlung eingebunden, ohne dabei den Lesefluss zu stören. Und der Kriminalfall, der im Mittelpunkt der Geschichte steht, ist dann auch in sich abgeschlossen.

Eigentlich sind Tilly und ihr Teilzeit-Mitarbeiter Leon nur zum Probeputzen an der Schule in Untertannbach. Doch als Tilly in der Sporthalle auf die Leiche des Schuldirektors stößt, steckt sie gleich mitten in ihrem nächsten Fall. Und so nimmt sie zusammen mit Leon, ihrer Sekretärin Gerdy und ihrer Freundin Antonia die Ermittlungen auf, zumal Kriminalhauptkommissar Stubs ihrer Meinung nach mal wieder auf einer völlig falschen Fährte unterwegs ist. Und auch der Basset Muffin mischt hier wieder kräftig mit und drückt der Geschichte seine Pfotenabdrücke auf.

Mit einem lockeren, aber dennoch packenden Schreibstil und einigen überraschenden Wendungen treibt der Autor seine gut aufgebaute Geschichte voran und garniert sie mit jeder Menge Humor und skurrilen Momenten. Geschickt legt er dabei einige falsche Fährten und bietet am Ende eine verblüffende, aber dennoch schlüssige Auflösung, die keine wesentlichen Fragen offenlässt. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Charakteren in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Fein dosierte Ausflüge in das turbulente Privatleben der Protagonisten lockern das Geschehen immer wieder ein wenig auf, die Krimihandlung steht dabei aber jederzeit im Mittelpunkt der Geschichte.

Wer auf launige Kriminalromane mit sympathischen Ermittlern und einer ordentlichen Prise Humor steht, wird hier bestens bedient und unterhalten. Und der Epilog mach auch bereits mächtig Lust auf den nächsten Band.

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Veröffentlicht am 17.06.2026

Dystopischer und atmosphärisch dichter Thriller aus dem Berlin des Jahres 2122

Dogma der Wahrheit
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Bei seinem Debüt legt der Autor E.X. Behemoff einen dystopischen Thriller mit Cyberpunk-Elementen vor, der uns in das Berlin des Jahres 2122 führt und mich gut und spannend unterhalten konnte. Zugleich ...

Bei seinem Debüt legt der Autor E.X. Behemoff einen dystopischen Thriller mit Cyberpunk-Elementen vor, der uns in das Berlin des Jahres 2122 führt und mich gut und spannend unterhalten konnte. Zugleich handelt es sich um den ersten Band der Reihe „Das Honeypot Protokoll“, dessen Fortsetzung noch in diesem Jahr erscheinen soll.

Das Zentrum von Berlin liegt nach einer verheerenden Explosion, die sich vor vielen Jahren ereignet hat, immer noch unter einem riesigen Sarkophag verborgen, der die Menschen vor den Folgen schützen soll. Hagen hat seine Eltern in den letzten 5 Jahren dabei unterstützt, eine Ausstellung zu erstellen, die das alte Berlin wieder zum Leben erwecken soll. Doch dann sind seine Eltern plötzlich tot und Hagen gerät ins Visier des mächtigen Moebius-Konzerns, der die Menschheit über den Grid, einem digital-sozialen Käfig, kontrolliert. Warum sieht der Konzern in ihm plötzlich einen Feind für das System ? Und ist der mysteriöse Root-Chip, den Hagen zunächst nur für einen Mythos hält, wirklich der Schlüssel zur absoluten Kontrolle ?

Mit einem packenden Schreibstil und bildhaften Beschreibungen, die das Kopfkino beim Lesen ordentlich ankurbeln, erschafft der Autor hier mit viel Liebe zum Detail eine bedrückende und ziemlich komplexe Welt voller Überraschungen und bestückt sie mit gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Der übliche Spagat eines Auftaktbandes, zum einen eine interessante Geschichte zu erzählen, die Lust auf weitere Bände macht, und zum anderen das Setting und die Protagonisten, die diese Geschichten tragen sollen, sorgfältig einzuführen, gelingt sehr gut, lässt für die weiteren Bände aber durchaus noch etwas Luft nach oben. Der Auftaktband ist zwar grundsätzlich in sich abgeschlossen, deutet am Ende aber schon den einen oder anderen Pfad zur Fortsetzung an.

Wer auf düstere und atmosphärisch dichte Dystopien steht, wird hier gut bedient und zudem noch spannend unterhalten.

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