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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.06.2019

Nette Geschichte für Kinder und sehr schön illustriert

Der magische Blumenladen für Erstleser, Band 1: Die verschwundenen Katzen
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Das Cover ist wunderschön und sehr passend zum Inhalt der Geschichte gestaltet. Die beiden Mädchen auf dem Cover könnten schon ein Hinweis darauf sein, dass das Buch eher was für Mädchen sein könnte. Auch ...

Das Cover ist wunderschön und sehr passend zum Inhalt der Geschichte gestaltet. Die beiden Mädchen auf dem Cover könnten schon ein Hinweis darauf sein, dass das Buch eher was für Mädchen sein könnte. Auch innerhalb des Buches gibt es immer wieder hübsche Zeichnungen. Dadurch wird die Geschichte noch anschaulicher – sowohl für Kinder, die es selbst lesen als auch für Kinder, die es vorgelesen bekommen.

Die Geschichte ist kindgerecht erzählt und enthält alles was ein kleines Kinderherz höher schlagen lässt: Spannung, Tiere und Zauberei.

Das Buch ist für Erstleser gedacht und die große Schrift vereinfacht den Kindern das Lesen. Meiner Meinung nach hätte man aber andere Namen für die Protagonisten wählen sollen, denn ein Erstleser tut sich mit Violet oder gar Abigail meiner Meinung nach doch sehr schwer.

Aufgrund kleinerer Abstriche vergebe ich vier Sterne.

Veröffentlicht am 13.06.2019

Schwierige Aufklärung eines alten Verbrechens

Schneewittchensarg
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Ich liebe skandinavische Krimis, weil sie meist völlig anders daher kommen als z. B. Krimis deutscher Autoren. Das ist auch hier der Fall. Das Autoren-Duo lässt in diesem Fall die Leiche einer seit fast ...

Ich liebe skandinavische Krimis, weil sie meist völlig anders daher kommen als z. B. Krimis deutscher Autoren. Das ist auch hier der Fall. Das Autoren-Duo lässt in diesem Fall die Leiche einer seit fast fünfzig Jahren vermissten Frau auf spektakuläre Weise auftauchen.

In diesem Krimi gibt es keine blutüberströmte Leiche , stattdessen erleben wir wie frustrierend Ermittlungsarbeit sein kann, aber auch welche Möglichkeiten es gibt, nach so langer Zeit einen Fall aufzuklären.

Im Ermittlerteam herrschen untereinander Spannungen, die auf Vorkommnisse eines Vorgängerbandes beruhen. Wenn man den Vorgänger noch lesen möchte, sollte man es vor diesem Buch machen, denn sonst wird man m. E. gespoilert. Das Buch kann aber auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden, denn der Fall ist in sich abgeschlossen.

Die beiden Ermittlerinnen sind ziemlich speziell und es fiel mir schwer Sympathien für sie zu entwickeln. Ihre persönlichen Befindlichkeiten machen sie zwar menschlich, sind aber nicht gut für das Team.

Interessant fand ich die Fakten zu der Geschichte der Glashütten in Schweden, denn das war für mich Neuland.

Ein ungewöhnlicher Krimi mit interessanten Ermittlungsansätzen, der mich gut unterhalten hat. Für mein Empfinden hat es aber etwas an Spannung gefehlt. Lediglich zum Ende kommt es zu einer unerwarteten Aktion, bei der sich mein Pulsschlag erhöhte. Daher vergebe ich vier Sterne.

Veröffentlicht am 06.06.2019

Nicht so gut wie ihre vorherigen historischen Romane, aber durchaus lesenswert

Wir sehen uns unter den Linden
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Vorherige historische Romane von Charlotte Roth haben mich begeistert, so dass ich mich freudig auf diesen Roman gestürzt habe. Der Einstieg in diese Geschichte ist mir indes nicht leicht gefallen. Dabei ...

Vorherige historische Romane von Charlotte Roth haben mich begeistert, so dass ich mich freudig auf diesen Roman gestürzt habe. Der Einstieg in diese Geschichte ist mir indes nicht leicht gefallen. Dabei kann ich gar nicht sagen woran es gelegen hat. Im weiteren Verlauf hat sich das jedoch gegeben.

Die Geschichte spielt in Berlin in dem Zeitraum von 1928 bis zum späteren Mauerbau – hauptsächlich im sogenannten Ostsektor. Die Erzählung erfolgt nicht chronologisch sondern springt mal vor und dann wieder zurück.

Am Beispiel der Protagonisten erfahren wir viel über die Lebensumstände der Bevölkerung und der Methoden der Regierung der späteren DDR. Die Unterschiede zum westlichen Teil Berlins sind sehr drastisch.

Apropos Protagonisten – mit diesen bin ich überhaupt nicht warm geworden. Für mein Empfinden waren sie meist zu extrem und uneinsichtig. Mir ist zwar klar, dass es auch solche Menschen gegeben haben wird, aber in der Geschichte war es mir zu einseitig dargestellt. Verblüfft hat mich das so nicht vorhersehbare und offene Ende.

Aus vorherigen Büchern war mir der Schreibstil der Autorin bekannt und ich hatte damit keinerlei Probleme auch wenn manche Formulierungen etwas seltsam wirkten.

Vielleicht waren meine Erwartungen aufgrund der vorherigen historischen Romane von Charlotte Roth zu groß, ich weiß es nicht. Meiner Meinung nach kommt dieses Buch nicht an die vorherigen historischen Werke heran. Ich fand es trotzdem lesenswert und vergebe dieses Mal vier Sterne.

Veröffentlicht am 17.05.2019

Island - Land der Hoffnung

Das Versprechen der Islandschwestern
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Karin Baldvinsson nimmt uns in dieser unterhaltsamen Familiengeschichte mit nach Island. Wir erleben die Schwestern Margarete und Helga im Jahr 1949 auf ihrem Weg nach Island und bei einem Wiedersehen ...

Karin Baldvinsson nimmt uns in dieser unterhaltsamen Familiengeschichte mit nach Island. Wir erleben die Schwestern Margarete und Helga im Jahr 1949 auf ihrem Weg nach Island und bei einem Wiedersehen nach 60 Jahren im Jahr 2017.

Der Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit macht den Esprit dieser Geschichte aus. Mir hat besonders der Teil der Geschichte in der Vergangenheit gefallen. Wir erfahren von der Abgeschiedenheit der kleineren Ortschaften und wie schwer es die bäuerlichen Familien haben, ihren Unterhalt zu erwirtschaften. Hinzu kommen das oft unwirtliche Wetter und die monatelange Dunkelheit. Ohne den Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft wäre es schier unerträglich.

Auch in der Gegenwart bringt uns die Autorin die Lebensumstände der Isländer z. B. anhand eines Pferdehofes näher. Trotz der nicht gerade einfachen Lebensbedingungen lieben die Menschen ihre Heimat. Sie sind ein glückliches und gastfreundliches Land.

Auch Karin Baldvinsson muss Island lieben, anders kann ich mir ihre detaillierte und überschwängliche Beschreibung der Natur Islands nicht erklären. Ich durfte dieses tolle Land auch schon in natura kennen lernen und fühlte mich oft an Pias Seite mit dem Wind in den Haaren und dem Schwefelgeruch in der Nase.

Die Charaktere der Protagonisten sind sehr liebevoll, aber auch mit Fehlern und persönlichen Problemen gezeichnet und sind damit sehr authentisch.

Der Schreibstil ist angenehm flüssig zu lesen. Die Wechsel zwischen den Zeitebenen sind geschickt angelegt, ohne dass ich den Eindruck eines Bruchs in der Geschichte hatte.

Mir hat das Buch einige unterhaltsame Stunden beschert und ich vergebe gerne vier Sterne.

Veröffentlicht am 07.05.2019

Eine traurige Familiengeschichte

Gelateria Paradiso
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Durch einen Zufall lernen sich Francesca und Susanne kennen, ohne zu wissen, dass sie Halbschwestern sind. Die beiden nicht mehr ganz so jungen Frauen sind sowohl vom Charakter als auch vom Aussehen wie ...

Durch einen Zufall lernen sich Francesca und Susanne kennen, ohne zu wissen, dass sie Halbschwestern sind. Die beiden nicht mehr ganz so jungen Frauen sind sowohl vom Charakter als auch vom Aussehen wie es unterschiedlich er kaum sein kann. Eins haben sie jedoch gemeinsam – eine verkorkste Kindheit ohne Liebe.

Der Vater der beiden Frauen ist Lucio, der in den 60er Jahren als Gastarbeiter nach Deutschland kam und sich hier einen Traum mit seiner eigenen Eisdiele erfüllen wollte.

Erzählt wird die Geschichte aus den unterschiedlichen Perspektiven der Protagonisten und in verschiedenen Zeitebenen. Bei den Erzählungen von Lucio erhalten wir einen Einblick in die Lebensumstände der Gastarbeiter im damaligen Deutschland. Den Italienern erschien es verlockend nach Deutschland zu kommen, aber ihre Lebensumstände waren alles andere als rosig. Mir war gar nicht bewusst wie schlecht sie es teilweise angetroffen hatten.

Hatte ich aufgrund des Covers und des Titels mit einer leichten Geschichte mit italienischem Flair und dolce vita gerechnet, so wurden meine Erwartungen nur an wenigen Stellen erfüllt. Die Geschichte legt sich im Gegenteil auf das Gemüt. Noch betroffener macht mich, dass es sich teilweise um wahre Begebenheiten handelt.

Zum Schmunzeln hat mit Lennart mit seiner direkten Art gebracht. Er leidet an einer Form des Asberger Syndroms und bezeichnet sich selbst als I-di-ot. In diesen Charakter habe ich mich sofort verliebt. Aber auch alle anderen Charaktere sind sehr realistisch dargestellt und Handlung und Charaktereigenschaften passen zusammen.

Eine Überraschung war für mich der Handlungsort Gummersbach, denn dort kenne ich mich sehr gut aus. Dadurch war ich noch mehr in der Geschichte als sonst.

Der Schreibstil von Stefanie Gerstenberger ist angenehm und flüssig zu lesen. Durch die eingestreuten italienischen Begriffe kam dann doch noch italienisches Flair auf.

Auch wenn ich mit falschen Voraussetzungen an dieses Buch herangegangen bin, so hat es mir doch gut gefallen und ich bin froh, es gelesen zu haben. Gerne vergebe ich vier wohlverdiente Sterne.