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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.06.2019

Gefangen im Nirgendwo

Niemalswelt
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Roman Niemalswelt von Marisha Pessl erschienen am 22.03.2019 im Carlsen Verlag, geb. Ausgabe 384 Seiten

Das Cover hat mich sehr angesprochen und obwohl die Meinungen hier sehr auseinander gehen, wollte ...

Roman Niemalswelt von Marisha Pessl erschienen am 22.03.2019 im Carlsen Verlag, geb. Ausgabe 384 Seiten

Das Cover hat mich sehr angesprochen und obwohl die Meinungen hier sehr auseinander gehen, wollte ich mir selbst ein Bild machen.

Der Einstieg ins Geschehen fällt leicht, der Schreibstil ist flüssig. Man lernt Beatrice Freunde kennen und bekommt Einblick in deren verschiedene Charaktere. Vor allem Whitley ist mit ihren Wutausbrüchen sehr extrem und ein wenig exzentrisch.

Sobald die Freunde in die Niemalswelt geraten, verliert die Story ihren Reiz. Marthas Monolog zur Niemalswelt macht das Ganze nicht besser und auch nicht wirklich verständlicher. Man erfährt letzten Endes nicht, wie lange die Kids in der Schleife gefangen sind. Alle paar Minuten sterben sie einen Tod, um anschließend wieder quicklebendig dort weiter zu machen, wo sie vorher aufgehört haben. Bei einigen Passagen habe ich den Überblick verloren, was Vergangenheit und Fiktion ist. Die Handlung zieht sich unnötig in die Länge und man sehnt sich dringend nach Abwechslung. Mit der Auflösung des Rätsels hätte ich zwar so nicht gerechnet. Dennoch bleibt mir das Buch in keiner positiver Erinnerung.

Fazit: Leider ist ein schönes Cover kein Garant für einen guten Plot. Ich habe mich hier blenden lassen. Die Charaktere wirken farblos und die Geschichte zu gewollt und konstruiert. Es gibt zwar einige unerwartete Wendungen und die Kernaussage der Erzählung hat eine tiefergehende Bedeutung. Doch diese gerät im Hinblick auf die zahlreichen Fantastereien und Wiederholungen sehr in den Hintergrund.

Veröffentlicht am 06.12.2018

Spannung geht schnell verloren

Der Tod uns scheidet
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Thriller Der Tod uns scheidet von Melisa Schwermer erschienen am 13.11.2018 im Edition M Verlag, eBook 267 Seiten

Ein sehr ungleiches Ermittlerduo, mit dem ich nicht richtig warm werden konnte, ermittelt ...

Thriller Der Tod uns scheidet von Melisa Schwermer erschienen am 13.11.2018 im Edition M Verlag, eBook 267 Seiten

Ein sehr ungleiches Ermittlerduo, mit dem ich nicht richtig warm werden konnte, ermittelt in dem eigentlich sehr spannenden Fall. Kommissarin Helga ist ein burschikoser Typ und macht gerne auch mal einen Alleingang. Ihr Partner ist älteren Jahrgangs und seine Ermittlungsmethoden mehr rüde. Ihre „Zusammenarbeit“ besteht überwiegend aus gegenseitigen Sticheleien, vor allem wegen Helgas sexueller Gesinnung. Diese beherrscht im Übrigen den gesamten Plot, was ich als störend empfunden habe.

Die weiteren Charaktere wirken abgestumpft und mechanisch. Ich konnte keine wirkliche Leidenschaft bei den dargestellten Gefühlen entdecken.

Als aufmerksamer Leser ist einem bereits nach der Hälfte des Buches klar, wer der Täter ist. Darunter leidet die Spannung enorm und die Auflösung des Falles ist mehr Pflicht als Kür. Außerdem kann ich mir nicht vorstellen, dass sich sowas in der Realität so zutragen würde.

Fazit: Der Fokus liegt hier mehr auf dem Privatleben von Kommissarin Helga als auf Spannung und Finesse. Von daher bin ich mehr als enttäuscht, denn unter einem Thriller verstehe ich etwas anderes.

Mein ganz herzlicher Dank geht an den Edition M Verlag und NetGalley für die Zurverfügungstellung des Rezensionsexemplars.

Veröffentlicht am 28.11.2018

Zu kurz für einen Thriller

Wie ein Blatt im Wind
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Thriller Wie ein Blatt im Wind von Margarete van Marvik erschienen am 30.10.2018 im IVC-Verlag, geb. Ausgabe 99 Seiten

Das wunderschöne farbenfrohe Cover ist mir sofort ins Auge gefallen. Der Plot ist ...

Thriller Wie ein Blatt im Wind von Margarete van Marvik erschienen am 30.10.2018 im IVC-Verlag, geb. Ausgabe 99 Seiten

Das wunderschöne farbenfrohe Cover ist mir sofort ins Auge gefallen. Der Plot ist gut gewählt und der Schreibstil sehr eigen. Leider können in Anbetracht der Kürze der Geschichte die Charaktere nicht an Tiefe gewinnen. Sie wirken eher oberflächlich, die Polizisten zu Beginn sogar überfordert und unsensibel. Protagonistin Anita dagegen zu forsch und übereifrig. Die Spannung ist nicht thrillertypisch, die Auflösung wirkt überstürzt.

Fazit: Hier wurde deutlich Potenzial verschenkt. Der Handlungsspielraum hätte durch ein paar Twists und Irreführungen deutlich mehr Spannung erhalten und sich besser entfalten können. Eine Ausarbeitung der Charaktere hätte dem ganzen Geschehen mehr Ausdruck verliehen. So bleibt die Story entgegen des bildhaften Covers leider farblos in Erinnerung.

Mein ganz herzlicher Dank geht an den IVC-Verlag und LovelyBooks für die Zurverfügungstellung des Rezensionsexemplars.

Veröffentlicht am 21.08.2018

Gespaltene Persönlichkeit

Töte, was du liebst
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Psychothriller Töte, was du liebst von Christian Kraus erschienen am 01.08.2018 im Droemer Verlag, geb. Ausgabe 376 Seiten

Der Plot besticht durch kurze Kapitel. Einige aus Sicht des Mörders, der die ...

Psychothriller Töte, was du liebst von Christian Kraus erschienen am 01.08.2018 im Droemer Verlag, geb. Ausgabe 376 Seiten

Der Plot besticht durch kurze Kapitel. Einige aus Sicht des Mörders, der die Leser direkt anspricht, um sie für sich einzunehmen. Die Geschichte startet sehr brutal mit dem Mord, kommt dann aber zum Erliegen. Der Mittelteil gibt viel Aufschluss und wirkt mitreißend. Allerdings ist das Ende fast schon klischeehaft und vorhersehbar, somit nichts Neues.

Einige bedeutende Charaktere werden nicht genügend ausgeleuchtet. Sie werden lediglich nur „angeschnitten“, doch relevante Dinge bleiben offen. Somit bleiben viele Fragen zurück. Kommissar Pustin hat mit seinen Dämonen aus der Vergangenheit zu kämpfen, die für die Geschichte jedoch nicht von Belang sind.

Fazit: Vom Experten für gestörte Seelen hatte ich mir deutlich mehr Hintergrundwissen bzgl. des Themas gewünscht sowie eine andere Herangehensweise. Leider wurden meine Erwartungen nicht erfüllt. Ich hätte mir weniger Blut und dafür mehr Psyche gewünscht. Ich habe schon andere Bücher mit dem Thema gelesen, die besser umgesetzt wurden. Aus dem Plot hätte deutlich mehr herausgeholt werden können. Sehr schade, weil ich diese Erkrankung höchst faszinierend finde und gerne mehr darüber erfahren hätte.

Mein ganz herzlicher Dank geht an den Droemer Verlag und Was liest du für die Zurverfügungstellung des Rezensionsexemplars.

Veröffentlicht am 10.08.2018

Hier fehlt jegliche Spannung

Tief unter die Haut
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Romantic Thriller Tief unter die Haut von Sharon Sala erschienen am 01.08.2018 im Bastei Lübbe Verlag, eBook 231 Seiten

Kurz nach ihrem ersten Hochzeitstag verschwindet Francesca für zwei Jahre spurlos. ...

Romantic Thriller Tief unter die Haut von Sharon Sala erschienen am 01.08.2018 im Bastei Lübbe Verlag, eBook 231 Seiten

Kurz nach ihrem ersten Hochzeitstag verschwindet Francesca für zwei Jahre spurlos. Ihr plötzliches Wiederauftauchen birgt viele Rätsel, doch Francesca leidet unter Gedächtnisverlust.

Dies ist mein erster Roman der Autorin und auch erst der zweite aus dem Genre Romantic Thriller. Positiv hervorzuheben sind der flüssige Schreibstil und der direkte Einstieg in die Geschichte. Alles in allem bleibt der Plot aber fade und plätschert vor sich hin. Von Spannungsmomenten fehlt jede Spur. Die meisten Situationen sind vorhersehbar. Das Liebesleben der Protagonisten wirkt mir für einen Thriller zu übertrieben und hervorgehoben. Die Charaktere sind nicht besonders sondern eher oberflächlich. Selbst die Kriminalbeamten sind eher laue Typen als knallharte Ermittler. Lediglich Clays Mutter sticht ein wenig hervor, sie hat mir gut gefallen. Sie ist sehr fürsorglich, behält stets den Überblick und steht beratend zur Seite.

Fazit: Vom Klappentext und der Leseprobe war ich sehr angetan, wurde letztlich jedoch sehr enttäuscht. Dem Genre Thriller entspricht der Plot in keiner Weise. Die Liebesgeschichte steht eindeutig im Vordergrund und die lauen Spannungselemente überzeugen nicht. Aufgrund der Thematik hätte man deutlich mehr herausholen können. Als Thriller Fan kann ich leider keine Leseempfehlung vergeben.

Mein ganz herzlicher Dank geht an den Bastei Lübbe Verlag und die Lesejury für die Zurverfügungstellung des Rezensionsexemplars.

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