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Veröffentlicht am 02.03.2020

Die geheime Drachenschule 3

Die geheime Drachenschule - Die Rückkehr des siebten Clans
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In diesem 3. Band der geheimen Drachenschule haben Henry und seine Freunde die schwierige Aufgabe, den Reiter bzw. die Reiterin für Anonymous, den Drachen des 7. Clans, zu finden und zur Schule zu bringen. ...

In diesem 3. Band der geheimen Drachenschule haben Henry und seine Freunde die schwierige Aufgabe, den Reiter bzw. die Reiterin für Anonymous, den Drachen des 7. Clans, zu finden und zur Schule zu bringen. Doch das klingt einfacher als es ist.

Als ich dieses Buch las, kannte ich zwar den ersten Band der Reihe, den zweiten allerdings noch nicht. Ich bin mit der Geschichte trotzdem gut klar gekommen, allerdings haben mir einige Infos gefehlt. Es wäre also schon ratsam, die Vorgänger-Bände vorher zu lesen.
Mir hat das Buch insgesamt sehr gut gefallen. Der Einstieg war relativ ruhig und zog sich etwas, allerdings fand ich es schön, das Zusammenleben in der Schule und den Alltag dort dadurch näher kennenzulernen. Spannung kam spätestens ab der Abschiedsfeier für die 7.-Klässler auf und spätestens ab da war ich auch gefesselt.
Ich mochte Henry und seine Freunde ja von Anfang an sehr gern. Mir gefällt, dass sie alle sehr unterschiedliche Charaktere sind, alle ihre Eigenheiten haben, aber trotzdem als Gruppe sehr gut harmonieren und sich gegenseitig unterstützen. Und dass auch die Drachen charakterlich so gut ausgearbeitet sind, fand ich richtig gut. Gerade Happy mit seiner brummigen Art hat es mir angetan.
Die Geschichte an sich ist spannend und flüssig erzählt und sorgt dafür, dass man sich gut "hineinträumen" kann. Der Cliffhanger am Schluss ist natürlich fies für alle, die bis dahin mitgefiebert haben, aber zumindest bei mir hat er die Vorfreude auf den nächsten Teil auch sehr erhöht. Ich möchte auf jeden Fall wissen, wie es weitergeht.

Die Aufmachnung des Buchs, das Cover sowie die vielen Zeichnungen im Inneren und den Abschlussteil mit den passenden Rätseln und dem Basteltipp ist wirklich wunderschön und kommt bei meinen Kindern besonders gut an. Mit ihnen entdecke ich gerade die vorherigen Bände und sie sind auch schon ganz große Fans. Wir können die Reihe auf alle Fälle weiterempfehlen.

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  • Cover
  • Geschichte
  • Charaktere
  • Fantasie
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 20.02.2020

Tierisch spannendes Abenteuer

Internat der bösen Tiere, Band 1 - Die Prüfung
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Noël macht gerade keine gute Zeit durch. Nicht nur, dass er erfahren musste, dass seine Eltern gar nicht seine richtigen Eltern sind. Nicht nur, dass er in der Schule ziemlich herumgeschubst wird und dank ...

Noël macht gerade keine gute Zeit durch. Nicht nur, dass er erfahren musste, dass seine Eltern gar nicht seine richtigen Eltern sind. Nicht nur, dass er in der Schule ziemlich herumgeschubst wird und dank eines gemeinen Streichs seiner Mitschüler und reichlich Pech das Schulgebäude abfackelt. Nein, er wird auch noch von gefährlichen Tieren verfolgt und hört Stimmen, wo es keine geben dürfte. Nachdem er sich in eine scheinbar aussichtslose Situation manövriert hat, folgt er den merkwürdigen sprechenden Tieren und landet auf einer geheimen Inselgruppe, dem "Internat der bösen Tiere"...
Für meine Töchter und mich war das Buch ein richtiges Leseabenteuer. Spannend von der ersten bis zur letzten Seite haben wir oft länger vorgelesen als eigentlich beabsichtigt, weil wir unbedingt noch wissen mussten, wie es weitergeht. Noël ist ein Held, der mal nicht so perfekt ist und in den wir uns gerade deswegen gut hineinversetzen konnten. Der Schreibstil ist toll und liest sich sehr flüssig, die Idee mit den verschiedenen Tieren, denen wir in anderen Bücher nur sehr selten begegnet sind, und den unterschiedlichen Fähigkeiten fanden wir großartig. Besonders gut war auch, die Welt mal aus der Sicht der Tiere zu sehen, die ganz anders als unsere eigene war. Z. B. als die Ratte auf dem Schiff gestand, dass sie Menschen und den Müll, den sie hinterlassen, eklig findet.
Das Buch selbst ist unheimlich schön gestaltet, ein richtiger Hingucker, der einen schon beim Ansehen zum Lesen verlockt.
Wir können das Buch für abenteuerlustige Kinder ab ca. 7 oder 8 Jahren und auch für jugendbücher-lesende Erwachsene unbedingt weiterempfehlen und freuen uns schon sehr auf die Fortsetzung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.01.2020

Fantasy-Steampunk-Krimi

Witchmark. World Fantasy Award für den besten Fantasy-Roman des Jahres 2019
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Dr. Miles Singer hat magische Fähigkeiten, die er jedoch verstecken muss, um nicht als Hexe angeklagt zu werden. Sowohl während seiner Zeit im Krieg als auch bisher als Arzt in einer Klinik ist ihm das ...

Dr. Miles Singer hat magische Fähigkeiten, die er jedoch verstecken muss, um nicht als Hexe angeklagt zu werden. Sowohl während seiner Zeit im Krieg als auch bisher als Arzt in einer Klinik ist ihm das ganz gut gelungen, doch dann erkennt ein sterbender Patient, was und wer er ist und verwickelt ihn außerdem in einen merkwürdigen Kriminalfall, hinter dem eine große Verschwörung steckt.
Mich hat nicht nur das tolle grün-schwarz gehaltene und im Dunkeln leuchtende Cover gefesselt, sondern auch diese toll geschriebene Geschichte. Sie ist, besonders zu Anfang, etwas anspruchsvoller, da man ohne große Erklärung mitten in eine Parallelwelt gesetzt wird, in dem die Elektrizität von "Aether" erzeugt wird, statt Autos vor allem Fahrräder unterwegs sind und die in den letzten Zügen eines Krieges mit dem Nachbarland zu sein scheint. Magie existiert, doch die, die sie beherrschen, müssen bzw. wollen sich verstecken. Auch der Schreibstil ist hier und da ein wenig verwirrend. Es gab ein paar Stellen, an denen ich noch einmal zurückgeblättert habe, da ich kurz den Faden verloren hatte. Das hat mich aber insgesamt kaum gestört.
Mich hat diese halb vertraute, halb fremde Welt sehr fasziniert. Und die Charaktere sind mir im Laufe der Geschichte sehr ans Herz gewachsen. Nicht nur Miles, sondern auch der geheimnisvolle Tristan, und Miles Schwester, die sich meine Sympathien erst erkämpfen musste....
Nachdem ich erst davon ausging, dass es sich vor allem um einen fantasybehafteten Krimi mit einem Mord handelt, entpuppte sich die Geschichte nach einiger Zeit als etwas viel größeres und die Spannung nahm immer weiter zu, so dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.
Die kleine Liebesgeschichte, die sich zart als Nebenhandlung herauskristallisierte, war auch sehr schön. Allerdings hat sie die Story nicht dominiert und war für wie das Sahnetüpfelchen oben auf. Sie war nicht unbedingt notwendig, aber sie hat das Buch sehr schön abgerundet.
Für mich war Witchmark das erste große Highlight des Jahres und ich kann das Buch nur wärmstens weiter empfehlen. Jetzt warte ich sehnsüchtig auf Teil 2.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.10.2019

Romantische Komödie und mehr

Effi liest
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Das wunderhübsche Cover hat mich auf das Buch aufmerksam gemacht und nach der Leseprobe war klar, dass ich das Buch unbedingt lesen wollte. Und ich wurde nicht enttäuscht.

Die Geschichte handelt von ...

Das wunderhübsche Cover hat mich auf das Buch aufmerksam gemacht und nach der Leseprobe war klar, dass ich das Buch unbedingt lesen wollte. Und ich wurde nicht enttäuscht.

Die Geschichte handelt von einer jungen Frau im ausgehenden 19. Jahrhundert in Berlin. Effi ist für ihre damalige Zeit ungewöhnlich wissbegierig und bekommt gleich zu Beginn genau dadurch Ärger: Sie findet bei einem Klassenausflug ihres Mädchenpensionats ein Buch, welches für diese Zeit sehr ungewöhnlich das Thema Liebe und körperlichen Genuss zum Thema zu haben scheint. Ob dies tatsächlich so ist, kann Effi nur vermuten, denn sie bekommt keine Gelegenheit, das Buch zu lesen, sondern handelt sich allein dadurch, dass sie es an sich nimmt, schon eine Menge Ärger ein. Aber ihre Neugier ist natürlich geweckt und sie lässt sich in ihren Bemühungen, mehr über das Buch und die Liebe und was es sonst noch zu wissen gibt zu erfahren, nicht aufhalten.
In all dem Trubel, den sie verursacht, begegnet sie selbst der Liebe, was sie sehr viel mehr durcheinander bringt als ein Buch es jemals könnte und bekommt eine geheimnisvolle Krankheit.

Ich habe das Buch sehr genossen. Schon die Aufmachung war toll. Zu Beginn gibt es eine Aufzählung der zur Geschichte passenden historischen Ereignisse, die in dieser Zeit stattfanden. Dann gibt es zu jedem Kapitel passende Zitate anderer Autoren/bekannter Persönlichkeiten.
Die Geschichte selbst wird abwechselnd aus Effis und Max Sicht erzählt, wobei Max, der junge Arzt, der Effis Herz erobern möchte, seinen Anteil in Form von Briefen an seinen jüngeren Bruder wiedergibt, was für mich das Lesen sehr auflockerte und mich noch weiter als sowieso schon in diese Welt hineinzog.

Die Liebesgeschichte nimmt allerdings nicht den größten Teil der Handlung ein. Hauptsächlich geht es darum, wie Effi es schafft, sich in dieser Zeit, in der Frauen sehr unterdrückt, "klein" und "dumm" gehalten werden, zu behaupten. Sie möchte emanzipiert ihren eigenen Weg gehen, studieren, eine sinnvolle Aufgabe haben und sogar Auto fahren und geht dabei ihren eigenen Weg, auch wenn sie dabei selbst immer mal wieder zweifelt und ängstlich ist.

Ich war vom ersten bis zum letzten Satz wirklich begeistert von diesem Buch und konnte es kaum aus der Hand legen. Der Schreibstil ist flüssig, die handelnden Personen gut beschrieben und die Entwicklungen, die die wichtigsten von Ihnen durchmachen, war gut nachzuvollziehen. Sogar Max, den ich zunächst eher einfältig fand, hat sich zum Ende hin sehr zum Positiven verändert.
Das Nachwort, dass die Handlung dann auch noch historisch zurechtrückt, hat das Buch noch richtig abgerundet, so dass ich es nun vollends zufrieden zurück ins Regal gestellt habe und herzlich gern weiterempfehle.

Veröffentlicht am 17.06.2019

Das Geheimnis einer jungen Hofdame

Lady Annes Geheimnis
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Zu Beginn des 18. Jahrhunderts in England ist es nicht leicht, eine junge Frau zu sein. Anne verliebt sich nicht nur in den „falschen“ Mann, sondern wird auch noch unverheiratet schwanger und darum von ...

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts in England ist es nicht leicht, eine junge Frau zu sein. Anne verliebt sich nicht nur in den „falschen“ Mann, sondern wird auch noch unverheiratet schwanger und darum von ihrer Familie schnell nach Deutschland zu ihrer Tante abgeschoben. Ihr Sohn wird bei Fremden untergebracht, ihr Geliebter ist auf hoher See verschollen bzw. tot und sie selbst landet als Hofdame in Hannover bei der Familie des Kurfürsten Georg Ludwig.
Im Prinzip geht es ihr dort gut, doch die Sehnsucht nach ihrem Kind lässt ihr keine Ruhe. Unaufhörlich schmiedet sie Pläne, wie sie zurück nach England kommen und ihn wieder bei sich haben könnte. Als die englische Königin stirbt und der Kurfürst ihre Nachfolge antritt, bietet sich ihr endlich eine Chance.

Diese Geschichte hat mich von der ersten bis zur letzten Seite sehr in ihren Bann gezogen. Martha Sophie Marcus erzählt so farbenfroh und detailliert, dass ich das Gefühl hatte, mitten dabei zu sein und mir sogar die Gerüche und Geräusche passend dazu vorstellen konnte.
Die Protagonistin Anne hat mich sehr beeindruckt. Sie ist so gradlinig und ehrlich, hat dabei aber nie ihr Ziel aus den Augen verloren. Mit sehr viel Geschick und List schafft sie es, ihren Sohn und ihr Glück zu finden und ganz nebenbei die Sympathien ihrer Mitmenschen zu gewinnen. Dabei hat sie sehr viele Hürden zu überwinden, von denen die größte wohl die Sturheit und der Machthunger der sie umgebenden Männer ist.
Aber auch die Nebenfiguren wirkten lebendig und gut geschildert. Ihre junge Begleiterin May war eine meiner Lieblingsfiguren, Gräfin Johanna ebenso. Annes Vater dagegen absolut fies. Und Will, ihr Freund aus Jugendtagen, in meinen Augen bis zum Schluss unberechenbar.
Ganz nebenbei erfährt der Leser auch noch eine ganze Menge über die damalige Zeit und die Lebensumstände der Menschen. Nicht nur der Adeligen und besser gestellten, sondern auch von denen, die eher am Rande der Gesellschaft stehen und sich durchschlagen müssen.
Meiner Meinung nach hätte lediglich die Romantik noch ein klein wenig mehr Beachtung finden dürfen, aber das ist ja Geschmackssache. Ich kann das Buch auf jeden Fall nur weiterempfehlen.

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