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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.07.2019

Schöne Liebesgeschichte mit gut ausgearbeiteten Charakteren

Lotus House - Lustvolles Erwachen (Die Lotus House-Serie 1)
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"Lustvolles Erwachen" ist der erste Band einer Reihe, in der erotische Liebesgeschichten mit Yoga kombiniert werden, und da ich noch kein Buch mit einem ähnlichen Konzept gelesen hatte, war ich sehr gespannt ...

"Lustvolles Erwachen" ist der erste Band einer Reihe, in der erotische Liebesgeschichten mit Yoga kombiniert werden, und da ich noch kein Buch mit einem ähnlichen Konzept gelesen hatte, war ich sehr gespannt auf die Erzählung. Alles in allem konnte sie mich überzeugen; ich fand es ganz besonders interessant, wie die Yogastunden dargestellt wurden und die verschiedenen Informationen, gerade über das Wurzel-Chakra, aber auch über die Übungen an sich, waren faszinierend. Nach dem Lesen bekommt man auf jeden Fall Lust darauf, sich selbst für Kurse anzumelden ;)

Die Charaktere selbst waren mir sympathisch, vor allem Genevieve, die sich seit dem Tod ihrer Eltern aufopferungsvoll um ihre Geschwister kümmert. Carlan zeigt, dass ihre Situation alles andere als leicht ist, aber die Liebe zwischen den Figuren wurde auf jeden Fall deutlich und ihre Familiendynamik hat mir sehr gut gefallen. Ich mochte allerdings auch, wie Trent sich den dreien gegenüber verhalten hat - eine Beziehung zwischen ihm und Genevieve könnte nicht funktionieren, wenn er nicht mit ihrer Familie zurecht käme, also war es schön zu sehen, dass er sich darum bemüht hat, sich zu integrieren. Alleine schon deshalb fand ich ihn die meiste Zeit sehr sympathisch, obwohl es Momente gab, in denen sein Handeln ein wenig fragwürdig war.

Die Chemie zwischen den Protagonisten stimmt auf jeden Fall und das Knistern zwischen ihnen ist offensichtlich, sodass es einige aufgeladene, erotische Szenen gibt, doch es wird ebenfalls deutlich, dass sie darüber hinausgehend zusammen passen würden und einander gut tun. Auf den ersten Blick haben sie nicht viel gemeinsam, aber ihre sich entwickelnde Beziehung funktioniert einfach und sie war für mich absolut glaubwürdig. Ich mochte, wie die beiden miteinander agiert haben und mir hat alles in allem auch gefallen, wie sie mit ihren Problemen umgegangen sind. Gegen Ende war dies allerdings nicht immer der Fall - für meinen Geschmack gab es hier zu viel Drama und es kam zu viel auf einmal. Unter den gegebenen Umständen kam mir der Konflikt ein wenig konstruiert vor, vor allem, da er vergleichsweise rasch aufgelöst wurde und in der Folge wieder andere Aspekte in den Vordergrund rückten.

Von diesem Punkt abgesehen hat das Buch mich gut unterhalten und es hat mir angenehme Lesestunden beschert. Ich mochte beide Protagonisten sehr gerne, die Entwicklung ihrer körperlichen Beziehung sowie der tiefer gehenden Gefühle konnte mich überzeugen und die Kombination der Liebesgeschichte mit Yoga war interessant. Daher vergebe ich 3,5 Sterne.

Veröffentlicht am 23.06.2019

Liebesgeschichte voller innerer Konflikte und Gefühlschaos

Zane & Lennon – A San Francisco College Romance
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"Zane & Lennon" hat mir, wie schon die ersten beiden Bände, ziemlich gut gefallen. Ich fand die Protagonisten weitgehend sympathisch, die Charaktere waren gut ausgearbeitet und ich mochte, dass die Freundschaft ...

"Zane & Lennon" hat mir, wie schon die ersten beiden Bände, ziemlich gut gefallen. Ich fand die Protagonisten weitgehend sympathisch, die Charaktere waren gut ausgearbeitet und ich mochte, dass die Freundschaft der WG-Mitbewohner sowie ihre jeweiligen Beziehungen eine große Rolle gespielt haben. Allerdings gab es auch ein paar Aspekte, die mich nicht hundertprozentig überzeugen konnten.

Das Buch erzählt, wie der Titel bereits verrät, die Liebesgeschichte von Zane und Lennon, die sich schon bei ihrer ersten Begegnung zueinander hingezogen fühlen. Das Problem dabei ist nur, dass Zane - der aus gutem Hause kommt, aber ein eher lockeres Leben führt und sich gerne mit verschiedenen Frauen vergnügt - sich nicht zu einem Mann hingezogen fühlen möchte, weshalb er die Chemie und alle Anzeichen, dass mehr zwischen ihnen sein könnte, am liebsten ignorieren würde. Dies gelingt ihm allerdings nicht und deshalb hat er den Eindruck, hin und her gerissen zu sein, was das Verhältnis zu Lennon nicht gerade leichter oder entspannter macht.

Die Autorin hat dieses Gefühlschaos meiner Meinung nach sehr gut und eindringlich dargestellt. Es war zwar nicht immer leicht zu lesen, was in Zane vor sich ging, doch es kam mir realistisch vor, dass ein junger Mann mit seiner Erziehung und vor allem mit einem Vater wie dem seinen Probleme damit haben könnte, an anderen Männern interessiert zu sein - auch wenn es schade ist, dass Homophobie nach wie vor so präsent ist, gerade, wenn sie verinnerlicht ist. Es wird offensichtlich, dass er leidet und nicht weiß, was er tun soll, vor allem, weil er viel Zeit mit Lennon verbringt und ihm nicht weh tun, jedoch auch keine Beziehung mit ihm beginnen möchte. Seine Äußerungen waren teilweise sehr verletzend und Lennon hat in meinen Augen beinahe übermenschliche Geduld bewiesen, aber wie bereits erwähnt war nachvollziehbar, wieso Zane so gehandelt hat.

Seine Entwicklung im Lauf der Handlung hat mir gefallen und ich fand gut, dass deutlich wurde, wie schwer der Prozess ist. Dennoch gab es Momente, in denen ich Schwierigkeiten damit hatte mit ihm zu fühlen, vor allem, wenn deutlich wurde, was in Lennon vor sich geht. In diesem Zusammenhang fand ich es auch ein bisschen schade, dass es einige Zeitsprünge gab; es war gut, dass weniger wichtige Ereignisse zusammengefasst wurden und die Handlung voranging, doch zugleich hatte ich so das Gefühl, etwas zu verpassen. Zudem kam mir die Entwicklung der tiefer gehenden Beziehung der beiden ein wenig zu kurz, da oftmals die körperliche Verbindung im Vordergrund zu stehen schien. Dennoch merkt der Leser, wie sich die beiden langsam, aber sicher näher kommen, dass sie sich verstehen und dass sie beginnen, einander zu vertrauen, was ich sehr schön fand.

Das Ende war mir persönlich etwas zu offen und es sind noch ein paar Fragen ungeklärt, aber da es im nächsten Band um Zanes Cousine gehen wird, habe ich die Hoffnung, dass man in "Madison & Sam" mehr erfahren wird. "Zane & Lennon" an sich bekommt von mir 3,5 Sterne. Die Geschichte hat mich trotz der genannten Kritikpunkte gut unterhalten, sie war oftmals emotional und ich mochte die Charaktere sowohl alleine als auch zusammen sehr gerne.

Veröffentlicht am 31.05.2019

Guter, wenn auch etwas zu komplexer Krimi

Erbsünde
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"Erbsünde" war mein viertes Buch der Autorin und wie die anderen Bände hat mir auch dieser Teil ziemlich gut gefallen. Der Fall war gut konstruiert, auch wenn er recht komplex war, und ich fand die Protagonisten ...

"Erbsünde" war mein viertes Buch der Autorin und wie die anderen Bände hat mir auch dieser Teil ziemlich gut gefallen. Der Fall war gut konstruiert, auch wenn er recht komplex war, und ich fand die Protagonisten wieder sehr sympathisch. Ein wenig schade war, dass Rina vergleichsweise wenig vorkam, doch dafür waren die wichtigen Nebenfiguren meiner Meinung nach gut ausgearbeitet.

Besonders positiv zu erwähnen ist, dass die Ermittlungen realistisch und zugleich interessant dargestellt wurden. Es geht nicht immer voran, es gibt Sackgassen und Phasen, in denen nichts zu passieren scheint, doch das kam mir glaubwürdig vor, gerade, da Decker auch Vorkommnisse untersucht, die schon lange vergangen sind. Es wäre einfach nicht realistisch gewesen, wenn die Charaktere schon in kurzer Zeit alles durchschaut hätten, insbesondere, da niemand weiß, ob und wenn ja inwiefern die damaligen Ereignisse für den aktuellen Fall relevant sind. Deshalb fand ich es auch gut, dass seine Kollegen ihn nicht hundertprozentig unterstützt haben.

Ein Kritikpunkt ist jedoch, dass der Fall recht komplex und kompliziert war. Normalerweise stört mich dies nicht, aber in "Erbsünde" gibt es sehr viele Figuren, die irgendwie in die Geschehnisse verwickelt sein könnten, und es werden quasi mehrere Ermittlungen gleichzeitig geführt. Ich konnte der Handlung weitgehend folgen, doch gerade, weil mehrere Charaktere ähnliche Namen haben, war es nicht immer ganz einfach. Das fand ich schade, da ich unbedingt wissen wollte, was passiert ist und ich es spannend fand zu spekulieren, welche Ereignisse bedeutsam sein könnten, es mir aber manchmal schwer gefallen ist, alle Einzelheiten im Gedächtnis zu behalten. Außerdem fand ich das Ende ein wenig unbefriedigend, obwohl ich zugleich anerkennen muss, dass es realistisch war.

Davon abgesehen mochte ich das Buch. Wie immer hat mir gefallen, wie das Privatleben der Protagonisten in die Handlung eingegliedert wurde und die Balance zwischen diesen Momenten und der Mordermittlung war gelungen. Zudem gab es eine gewisse Spannung, gerade gegen Ende, obwohl es sich um einen eher ruhigen Krimi handelt. Ich fand auch toll, dass Deckers Stärken und Schwächen beide beleuchtet wurden und er nicht vollkommen freie Hand hatte; die Polizeiarbeit kam mir, wie bereits erwähnt, überzeugend vor und ich fand die Geschichte weitgehend fesselnd, sodass ich das Buch kaum beiseite legen wollte. Da der Fall mir aber teilweise etwas zu verstrickt war, habe ich einen halben Stern abgezogen.

Veröffentlicht am 30.05.2019

Guter Abschluss der Reihe

Dream Maker - Liebe (The Dream Maker 4)
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"Liebe" ist ein sehr gelungener Abschluss der "Dream Maker"-Reihe. Ich fand es zwar schade, dass mehr oder weniger offen blieb, was noch alles mit Parkers und Skylers Freunden passiert ist, weil das Buch ...

"Liebe" ist ein sehr gelungener Abschluss der "Dream Maker"-Reihe. Ich fand es zwar schade, dass mehr oder weniger offen blieb, was noch alles mit Parkers und Skylers Freunden passiert ist, weil das Buch sich so irgendwie unfertig anfühlt, doch die Autorin macht am Ende dieses Sammelbandes darauf aufmerksam, dass sie die Geschichten der Nebencharaktere irgendwann noch erzählen möchte, der Fokus hier aber auf Parker und Skyler lag. Da die Handlungsstränge von Royce, Bo und Wendy gerade in "Los Angeles" eine größere Rolle spielten und die Figuren mir ans Herz gewachsen sind, hoffe ich, dass Carlan wirklich noch mehr über sie schreiben wird - ich würde gerne erfahren, wie es weiter ging.

Die Liebesgeschichte von Parker und Skyler wurde gut beendet. In allen drei Erzählungen konnte man sehen, wie gut sie zusammen passen, dass sie füreinander da sind und sich in schweren Zeiten Halt geben. Sie mussten hier wirklich einiges durchstehen und es war schön, dass sie zusammen trotz allem glücklich waren. Ein paar der Szenen waren zwar ein bisschen kitschig, aber in Anbetracht dessen, was die beiden zuvor erlitten hatten, hat mich das überhaupt nicht gestört und ich fand das Ende des Buches wirklich schön; es war ein guter Ausgleich zu all den Ärgernissen und furchtbaren Erlebnissen, die ihr Leben zuvor zu dominieren schienen.

Schon im vorherigen Band mussten die Charaktere sich schwierigen, potentiell gefährlichen Situationen stellen und in "Liebe" hat die Lage sich noch einmal zugespitzt. Zwar wurde für mich schnell ersichtlich, wer hinter all dem stecken könnte, doch die Reaktion der Protagonisten war für mich trotzdem glaubwürdig und ich mochte, dass die Autorin realistisch mit den widerstreitenden Emotionen der Figuren umgegangen ist. Zudem gab es in diesem Zusammenhang ein paar sehr spannende Szenen und ich wollte mir gar nicht ausmalen, was noch alles hätte passieren können. Die angespannte Stimmung und die Ängste der Beteiligten wirkten beinahe greifbar und die Balance von Sorge und schönen, entspannten Momenten oder auch der Arbeit an den Aufträgen ist Carlan gut gelungen, selbst wenn ich einen etwas größeren Fokus auf der Arbeit von 'International Guy' begrüßt hätte; letztlich ging es aber um die Beziehungen der Protagonisten untereinander und ihre Erlebnisse, was mich überhaupt nicht gestört hat.

Im Gegensatz dazu hatte ich zunächst ein paar Probleme mit der Entwicklung eines Charakters, die für mich aus dem Nichts zu kommen schien, doch rückblickend ergab die Darstellung Sinn und ich frage mich nun, ob es bereits in vorherigen Geschichten Andeutungen gab, die ich einfach überlesen oder als unwichtig abgetan habe. Es könnte interessant sein, die Reihe mit diesem neuen Wissen erneut zu lesen. Davon abgesehen hat mir auch gefallen, dass viele bereits bekannte Personen in diesen drei Erzählungen erneut aufgetreten sind und wie sie alle auf ihre Art die Erzählung bereichert haben.

Alles in allem würde ich "Liebe" mit 3,5 Sternen bewerten. Die drei Geschichten haben mich gut unterhalten, die einzelnen Handlungsstränge wurden angemessen beendet und es gab sowohl überraschende Wendungen, dramatische Entwicklungen als auch wirklich schöne Momente, sodass ich das Buch - ebenso wie die ganze Reihe - gerne gelesen habe.

Veröffentlicht am 20.04.2019

An sich schöne und unterhaltsame Liebesgeschichte

Weil es Liebe ist
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"Weil es Liebe ist" erzählt eine an sich schöne Liebesgeschichte, aber ich muss sagen, dass ich von der Inhaltsangabe her etwas anderes erwartet hatte. Ich war natürlich neugierig darauf, wieso Holland ...

"Weil es Liebe ist" erzählt eine an sich schöne Liebesgeschichte, aber ich muss sagen, dass ich von der Inhaltsangabe her etwas anderes erwartet hatte. Ich war natürlich neugierig darauf, wieso Holland und Calvin sich eine Wohnung teilen würden, doch den Grund, der dahinter steckt, hätte ich nie vermutet; die englische Zusammenfassung geht darauf ein, die deutsche jedoch nicht, weshalb ich sehr davon überrascht war, in welche Richtung die Geschichte sich entwickelt hat. Meiner Meinung nach sind die Autorinnen zunächst gut mit den Problemen umgegangen, die sich durch die Entscheidung der Protagonisten ergeben haben, doch dafür, dass es schwerwiegende Konsequenzen hätte geben können, wurde mir das ganze viel zu leicht aufgelöst. Natürlich wollte ich, dass für die Charaktere alles gut wird, aber das war mir leider zu einfach und dadurch unrealistisch.

Ein weiterer Kritikpunkt sind die Missverständnisse, die sich im letzten Drittel häufen. Mir hat sehr gut gefallen, dass Holland und Calvin oft miteinander kommuniziert und auch thematisiert haben, was sie belastet, doch dann passierte in den letzten Kapiteln sehr viel auf einmal und das war für mich ein bisschen überflüssig, insbesondere, da mir das eigentliche Ende dann zu abrupt vorkam. Zudem ist es mir schwer gefallen, Calvins Verhalten zu verstehen, da das Buch ausschließlich aus Hollands Sicht erzählt wird. Es wäre gut gewesen, auch ein paar Einblicke in das Denken und Fühlen ihres potentiellen Partners zu bekommen, da er mir zwar sehr sympathisch war, ich aber gerne mehr darüber erfahren hätte, was in ihm vor sich geht.

Davon abgesehen habe ich das Buch gerne gelesen. Der Schreibstil passt gut zur Handlung, die Charaktere sind alles in allem gut ausgearbeitet und wie bereits erwähnt ist es eine wirklich schöne Liebesgeschichte. Ich fand auch, dass die Protagonisten sehr gut zusammen passen. Ich mochte, dass es zwar zwischen ihnen geknistert hat, der Fokus jedoch darauf lag, wie sie sich besser kennen gelernt haben und einander emotional näher gekommen sind. Es wurde deutlich, dass sie sich sehr gut verstehen und die Entwicklung ihrer Beziehung kam mir trotz der ungewöhnlichen Umstände glaubwürdig vor. Außerdem gab es humorvolle Momente, die die Geschichte aufgelockert haben, und die Nebencharaktere haben die Erzählung bereichert, vor allem die Onkel von Holland.

"Weil es Liebe ist" bekommt von mir knappe 3,5 Sterne. Das Buch hat mich gut unterhalten und mir angenehme Lesestunden beschert, allerdings konnte die Handlung mich im letzten Drittel mich nicht mehr hundertprozentig überzeugen und ich fand es schade, dass nach all den Konflikten das Ende recht knapp war.