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Veröffentlicht am 28.07.2019

Schöne und berührende Liebesgeschichte

Just three words (Just-Love 3)
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In "Just three words" geht es um Patricia und Ben, zwei Menschen, die auf den ersten Blick sehr verschieden sind. Als sie sich auf einer Party begegnen, hält Patricia ihn für einen langweiligen Spießer, ...

In "Just three words" geht es um Patricia und Ben, zwei Menschen, die auf den ersten Blick sehr verschieden sind. Als sie sich auf einer Party begegnen, hält Patricia ihn für einen langweiligen Spießer, also einen Mann, an dem sie nie Interesse haben könnte - doch als sie mehr Zeit miteinander verbringen muss sie feststellen, dass tatsächlich das Gegenteil der Fall ist und Ben sie sogar sehr interessiert, obwohl er ganz andere Vorstellungen hat als sie.

Ich muss zugeben, dass es mir in den ersten ein, zwei Kapiteln schwer gefallen ist, mich in Patricia hineinzuversetzen, da sie mir sehr oberflächlich vorkam und ich ihre Gedankengänge nicht immer verstehen konnte, aber man lernt sie schnell besser kennen und dann ist es mir auch rasch leicht gefallen, sie sympathisch zu finden. In ihr steckt viel mehr, als man zuerst vermuten könnte und ihre Charakterentwicklung im Lauf des Buches hat mir sehr gefallen. Ben mochte ich ebenfalls gerne; ich fand toll, dass er sich zwar verändert, seinen Prinzipien aber treu bleibt und es nicht so dargestellt wird, als sei er zu langweilig, selbst wenn einige Figuren dies zunächst denken.

Auch die Entwicklung der Beziehung zwischen den Protagonisten hat mir gefallen. Ich fand es schön zu sehen, wie die beiden sich nach und nach näher gekommen sind und wie sie sich besser kennen gelernt haben, vor allem, da ihr erster Eindruck vom jeweils anderen nicht hundertprozentig positiv war. Ihre Liebesgeschichte kam mir glaubwürdig vor und ich fand sie durchaus emotional. Die beiden waren füreinander da, sie haben sich immer mehr vertraut und auch die Chemie stimmte definitiv.

Neben der Romanze spielt noch eine große Rolle, wie die Protagonisten sich weiterentwickeln und gerade der Handlungsstrang um Bens Familie war sehr bewegend - ich habe hier sogar ein paar Tränen vergossen. Dagegen hat Maik, auf den Patricia sich zu Beginn des Buches eingelassen hat, für ein paar dramatische Momente gesorgt und mir hat sehr gefallen, wie die Geschichten miteinander verknüpft wurden. Die Mischung ist der Autorin gelungen und ich mochte, wie all das dazu beigetragen hat, die Verbindung zwischen den Charakteren zu festigen. Ebenso fand ich gut, dass die bereits bekannten Figuren aus den vorherigen Bänden wieder eine Rolle gespielt haben.

"Just three words" bekommt von mir 4 Sterne. Die Liebesgeschichte ist wirklich schön, ich mochte die beiden Protagonisten sowie die Nebencharaktere und die Handlung selbst hat mir ebenfalls gefallen.

Veröffentlicht am 12.07.2019

Voller Sinnlichkeit und knisternder Spannung

Lotus House - Sanfte Hingabe (Die Lotus House-Serie 2)
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"Sanfte Hingabe" erzählt die Liebesgeschichte von Amber, einer jungen Medizinstudentin, die aus religiösen Gründen noch Jungfrau ist, und Dash, der Tantra-Kurse gibt und mit seiner Sexualität absolut im ...

"Sanfte Hingabe" erzählt die Liebesgeschichte von Amber, einer jungen Medizinstudentin, die aus religiösen Gründen noch Jungfrau ist, und Dash, der Tantra-Kurse gibt und mit seiner Sexualität absolut im Reinen ist. Die beiden fühlen sich sehr zueinander hingezogen, weshalb es bei den Yogastunden, bei denen Amber ihm assistiert, gewaltig knistert.

Wie schon beim ersten Band hat mir auch in diesem Buch gut gefallen, dass Yoga für die Liebesgeschichte eine große Rolle gespielt hat. Abgesehen davon, dass die Protagonisten sich bei der Ausübung von Yoga näher kommen, gibt es zu Beginn jedes Kapitels Informationen über verschiedene Positionen und das Sakral-Chakra, um das sich dieser Band dreht. Es steht unter anderem für Sinnlichkeit und die Handlung lässt sich auf jeden Fall mit diesem Wort beschreiben. Obwohl die emotionale Verbindung der Charaktere sehr wichtig ist, liegt der Fokus oftmals auf den erotischen Szenen, wobei ich hier vor allem interessant fand, wie die Protagonisten mit ihren unterschiedlichen Ansichten umgegangen sind und diese vereint haben. Beide müssen Kompromisse schließen und ich fand gut, dass dies nicht immer leicht war, aber auch, dass sie an ihren Problemen arbeiten wollten.

Die romantischen Gefühle von Amber und Dash entwickeln sich ziemlich schnell und die Annäherung der beiden hat eine sehr spirituelle Komponente, aber das hat meiner Meinung nach gut zu der restlichen Erzählung und gerade zu den Charakteren gepasst. Ich fand es dennoch schön, dass man im Anschluss auch sehen kann, wie viel Zeit sie zusammen verbringen, dass sie füreinander da sind und über alles reden können, da dies ihre Beziehung gefestigt und glaubwürdig gemacht hat.

Es ist noch wichtig zu erwähnen, dass Ambers Religiosität eine große Rolle für die Geschichte spielt. Mich persönlich hat dies nicht gestört, da es sich für mich in Grenzen hielt, es zu ihrer Charakterisierung gehörte und es gut zur irgendwie spirituellen Grundstimmung gepasst hat, aber einige Leser könnten sich daran stören, vor allem, da dies Einfluss auf die Beziehung der Protagonisten und gerade ihr Sexleben hat. Die Autorin ist jedoch meiner Ansicht nach gut mit dieser Dynamik umgegangen und ich fand das Ende, das sich daraus ergeben hat, passend und durchaus schön; es war auf jeden Fall interessant zu sehen, wie das Thema in einer erotischen Liebesgeschichte behandelt wurde.

"Sanfte Hingabe" bekommt von mir 4 Sterne. Das Buch hat mich gut unterhalten, ich fand die Protagonisten sympathisch und die Entwicklung der Beziehung von Dash und Amber konnte mich überzeugen. Außerdem hat es mir sehr gefallen, dass das Paar aus dem ersten Band hier wieder vorkam und man mehr über die Romanze der beiden erfahren hat.

Veröffentlicht am 30.06.2019

Eine schöne Liebesgeschichte und ein guter Abschluss der Reihe

Drei Gänge für die Liebe
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"Drei Gänge für die Liebe" erzählt eine schöne, gefühlvolle Liebesgeschichte. Es geht um Mia und Camden, die bereits vor Jahren eine Beziehung hatten, sich aber seit ihrer Trennung nie wieder gesehen haben. ...

"Drei Gänge für die Liebe" erzählt eine schöne, gefühlvolle Liebesgeschichte. Es geht um Mia und Camden, die bereits vor Jahren eine Beziehung hatten, sich aber seit ihrer Trennung nie wieder gesehen haben. Nun werden sie im Zug ihrer Arbeit erneut zusammen geführt und es ist schnell offensichtlich, dass sie sich auch nach all den Jahren noch zueinander hingezogen fühlen.

Da Camden in der Inhaltsangabe als "der größte Fehler ihres Lebens" bezeichnet wird, war ich natürlich neugierig darauf zu erfahren, was Mia und ihn auseinander gebracht hatte. Die Umstände werden dem Leser sehr schnell enthüllt und sie waren vollkommen anders, als ich erwartet hatte, doch noch interessanter fand ich, wie die Protagonisten selbst damit umgingen, sobald sie beide die vollständigen Informationen hatten. Sie waren darum bemüht, besser miteinander zu kommunizieren und das hat mir gut gefallen, da es so in der Gegenwart zwar nach wie vor Unstimmigkeiten gab, diese sich aber in der Folge klären ließen, anstatt durch mangelnde Gespräche aufgebauscht zu werden. Die mangelnde Kommunikation in der Vergangenheit war in ihrem Umfang tatsächlich ein wenig frustrierend.

Die Charaktere selbst waren mir beide sehr sympathisch und die Autorin hat sowohl die Chemie als auch die romantischen Gefühle zwischen ihnen gut dargestellt. Man kann sehen, dass sie nach wie vor zusammen passen und einander ergänzen, doch obwohl sie nach wie vor etwas füreinander empfinden, wird ebenfalls betont, dass sie sich nach all den Jahren erst wieder neu kennen lernen müssen. Das hat mir sehr gefallen, da es realistisch war. Ich mochte ebenfalls, wie sie miteinander umgegangen sind, da deutlich wurde, wie viel sie einander bedeuten und dass sie bemüht waren, für den jeweils anderen da zu sein. Dabei verläuft keineswegs alles perfekt und es gibt Hindernisse, die sie gemeinsam überwinden müssen, aber die Entwicklung ihrer Beziehung zueinander verlief recht unaufgeregt und weitgehend ohne größere Dramen, was ich angenehm fand. Proby hat dennoch eine Geschichte erzählt, die meiner Meinung nach fesselnd war und so lag der Fokus vollständig auf den Figuren, ihren Freundschaften und ihrem Verhältnis zueinander, was für mich gut funktioniert hat.

Gegen Ende gab es eine Entwicklung, die noch etwas ausführlicher hätte thematisiert werden können, und die Kochsendung stand letztlich ein wenig zu sehr im Hintergrund, aber alles in allem hat mir die Handlung gefallen und ich fand auch den Epilog schön - allerdings hat sich mir die Frage gestellt, wieso das Buch um Riley, die fünfte Freundin, nicht übersetzt wurde, da mit dem Epilog die ganze Serie abgeschlossen wird. Ich hoffe, dass wir das letzte Buch noch bekommen werden, da ich es schade finde, dass hier ein Band fehlt. Nichtsdestotrotz hat "Drei Gänge für die Liebe" mir sehr gefallen und es ist ein gutes Ende für die "Fusion"-Reihe. Die Liebesgeschichte konnte mich überzeugen, ich mochte die Charaktere und die Freundschaft der Frauen wurde wieder toll dargestellt.

Veröffentlicht am 27.06.2019

Hat mich gut unterhalten

Die kleine Parfümerie der Liebe
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In "Die kleine Parfümerie der Liebe" geht es um Del, die nach Paris gekommen ist, um an einem Wettbewerb für Parfümeure teilzunehmen. Seit dem Tod ihrer Großmutter fällt es ihr schwer, eigene Mixturen ...

In "Die kleine Parfümerie der Liebe" geht es um Del, die nach Paris gekommen ist, um an einem Wettbewerb für Parfümeure teilzunehmen. Seit dem Tod ihrer Großmutter fällt es ihr schwer, eigene Mixturen herzustellen, aber wenn sie sich ihre Träume von einer eigenen Parfümerie erfüllen möchte, ist der Gewinn des Wettstreites und des damit verbundenen Preisgeldes für sie unerlässlich. Verkompliziert wird ihre Lage noch dadurch, dass sie vor Ort den gutaussehenden Sébastien kennen lernt, hinter dem viel mehr steckt, als sie auf den ersten Blick vermutet hätte... doch unter den gegebenen Umständen scheint eine Romanze zwischen ihnen aussichtslos zu sein.

Obwohl die Liebesgeschichte selbst mir gut gefallen hat, hatte ich das Gefühl, dass sie oftmals in den Hintergrund trat. Das hat mich aber überhaupt nicht gestört; Del ist eine interessante, gut ausgearbeitete Protagonistin und es war schön zu sehen, wie sie sich im Lauf der Handlung weiter entwickelt hat. Sie erfährt nach und nach immer mehr über die Herstellung von Parfüms, doch auch über sich selbst und ihre Mitmenschen und die Autorin hat diesen Prozess sehr gelungen dargestellt. Ebenso fand ich die Schilderungen der verschiedenen Düfte und welche Emotionen die Charaktere mit ihnen verbanden wirklich gelungen und auch die Beschreibungen von Paris, der Stadt der Lichter (oder vielleicht der Liebe...?) waren atmosphärisch dicht. Es kam mir so vor, als würde ich mit den Figuren durch die Straßen spazieren und die Welt mit ihren Augen wahrnehmen, was mir sehr gefallen hat.

Die verschiedenen Nebencharaktere haben die Erzählung alle auf ihre Art bereichert und auch wenn es einige Personen gab, die ich eher unsympathisch fand, gab es doch ein paar, die nicht nur der Protagonistin ans Herz gewachsen sind. Die Freundschaften, die sie im Lauf des Wettbewerbs knüpft, spielen eine gewisse Rolle für die Geschichte, allerdings steht natürlich ihre sich entwickelnde Beziehung zu Sébastien besonders im Vordergrund - selbst wenn sie aufgrund der Umstände zunächst versucht zu verleugnen, dass sie sich zu ihm hingezogen fühlt. Ihre Annäherung wurde toll dargestellt; der Leser sieht, dass sie nach und nach beginnen, einander zu vertrauen und tiefsinnigere Gespräche zu führen, aber auch ein gewisses Knistern war von Anfang an präsent und diese Mischung hat mir gut gefallen. Besonders mochte ich, dass die Liebe zur Parfümerie, die die beiden teilen, auch für ihre Romanze relevant war.

"Die kleine Parfümerie der Liebe" bekommt von mir 4 Sterne. Das Buch hat mich von der ersten Seite an gut unterhalten, ich mochte die Charaktere sehr gerne und die Liebesgeschichte war, obwohl sie gelegentlich im Hintergrund zu stehen schien, wirklich schön.

Veröffentlicht am 09.06.2019

Ein guter erster Band

Magisterium - Der Weg ins Labyrinth
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Auf "Magisterium: Der Weg ins Labyrinth" war ich sehr gespannt; ich wusste, dass das Buch gemischte Bewertungen erhalten hat, doch da ich von beiden Autorinnen bereits andere Werke kenne und diese mochte, ...

Auf "Magisterium: Der Weg ins Labyrinth" war ich sehr gespannt; ich wusste, dass das Buch gemischte Bewertungen erhalten hat, doch da ich von beiden Autorinnen bereits andere Werke kenne und diese mochte, hatte ich Hoffnungen, dass ich die Geschichte mögen würde. Letztlich war dies auch der Fall; es gab zwar einige Aspekte, die mich nicht richtig überzeugen konnten beziehungsweise die noch weiter hätten beleuchtet werden können, aber ich fand die Handlung interessant, es gibt sehr spannende Ansätze im World Building und ich mochte, wie der Protagonist versucht hat, mehr über die ihm recht unbekannte Welt und seine eigene Familie herauszufinden.

Den Beginn der Erzählung fand ich ein wenig anstrengend. Da der Vater des Hauptcharakters keine gute Meinung über die Magie und sogar gehofft hat, dass sein Sohn nicht im Magisterium aufgenommen werden würde, ist Callum zunächst nicht begeistert darüber, dass er bei der Aufnahmeprüfung ausgewählt wurde. Einerseits fand ich seine eher negative Einstellung interessant und sogar erfrischend, da die Protagonisten in ähnlichen Situationen oftmals sehr begeistert sind und Callums Ablehnung daher eine nette Abwechslung war, doch andererseits war dies nach einiger Zeit ermüdend, sodass ich über die weitere Entwicklung seines Charakters erleichtert war. Die Nebenfiguren sind teilweise noch ein wenig blass geblieben, aber alles in allem schienen sie mir gut ausgearbeitet zu sein.

Obwohl teilweise nicht besonders viel passiert, fand ich die Handlung weitgehend fesselnd. Sie ist ein wenig vorhersehbar, doch gegen Ende gibt es eine Enthüllung, mit der ich überhaupt nicht gerechnet hatte und die alles auf den Kopf stellt. Zuvor hätte ich das Buch mit 3,5 Sternen bewertet, da ich es zwar gerne gelesen habe, ich aber gerne noch vertiefende Informationen über so einige Bereiche erhalten hätte. Danach habe ich mich jedoch für 4 Sterne entschieden, weil ich diese Wendung wirklich gut fand; rückblickend gab es einige Andeutungen, aber beim Lesen war ich ahnungslos, weshalb ich gemeinsam mit dem Protagonisten überrascht wurde und das hat mir gut gefallen. Diese Entwicklung eröffnet sehr viel Potential für die nachfolgenden Bände und ich bin gespannt darauf, wie es weiter geht.