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HexeLilli

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.09.2019

Zweiter Fall für Tom Babylon

Zimmer 19
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Es dauerte fast 200 Seiten, bis ich mit dem Buch warm wurde. Wenig Spannung, viele Rückblicke auf den ersten Fall und immer wieder Toms Gedanken an seine verschwundene Schwester Viola. Er hat doch jetzt ...

Es dauerte fast 200 Seiten, bis ich mit dem Buch warm wurde. Wenig Spannung, viele Rückblicke auf den ersten Fall und immer wieder Toms Gedanken an seine verschwundene Schwester Viola. Er hat doch jetzt Frau und Kind und sollte nach 20 Jahren langsam anfangen zu vergessen. Irgend wie nervte es mich. Dann wurde es besser und die Geschichte bereitete mir noch einige spannende Stunden.
Während im ersten Fall die Vergangenheit von Tom eine große Rolle spielte, erzählt hier der zweite Erzählstrang Erlebnisse aus der Jugend der Psychologin Sita. Es spielt auf zwei Zeitebenen und zwar im Jahre 2001 und 2019.
Bei der Eröffnungsfeier der Berlinale zeigt ein Snuf Film die Ermordung der Tochter des Berliner Bürgermeisters Otto Keller. Bald darauf ist noch ein junges Mädchen verschwunden, und es gibt einen Toten. Tom Babylon vom LKA hat es nicht leicht mit seinen Ermittlungen, denn eine Gruppe Prominenter, allen voran Otto Keller mauert. Was haben sie zu verbergen? Plötzlich stellt Sita Johanns fest, es gibt eine Verbindung, zu ihr und der Zahl 19. Sie muss mit Tom zusammenarbeiten, wollen sie den Fall lösen.
Hier packt der Autor ein brisantes Thema aus der DDR Vergangenheit an, Zwangsadoption. Tom und Sita arbeiten wieder super zusammen. Jeder lässt dem Anderen seine Geheimnisse. Beide gefallen mir in ihrer Art.
Am Schluss bleibt eine Frage offen, klärt sich in Band 3 dann endlich die Frage was vor 20 Jahren mit Tom´s kleiner Schwester geschah? Ein gut zu lesender Thriller, den ich gerne empfehle.

Veröffentlicht am 17.08.2019

Am Mississippi

Verratenes Land
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Lange habe ich kein Buch gelesen, das so viele Seiten hat (832). Ich hatte allerdings nicht den Eindruck dass man auf viel Text verzichten konnte. Es wird in der Ich Form erzählt, aus der Vergangenheit ...

Lange habe ich kein Buch gelesen, das so viele Seiten hat (832). Ich hatte allerdings nicht den Eindruck dass man auf viel Text verzichten konnte. Es wird in der Ich Form erzählt, aus der Vergangenheit und in der Gegenwart. Die Geschichte spielt im Süden der USA in Mississippi im kleinen Städtchen Bienville.
Hierher kehrt der Journalist Marshall McEwan nach über 30 Jahren zurück um seine Mutter bei der Pflege des totkranken Vaters zu unterstützen und dessen Zeitung zu leiten. Er verlies damals seine Heimat, weil der Vater ihn für den Tod des Bruders verantwortlich machte. Nach 5 Monaten wird sein Ziehvater Buck Ferris ermordet. Der Archäologe unternahm Ausgrabungen auf dem Gelände wo eine Papierfabrik geplant wird. Hat hier der Poker Club (ein Zusammenschluss der Reichen und Mächtigen) seine Hand im Spiel? McEwan stößt in ein Wespennest.
Ein großes Kompliment dem Autoren. Tolle Recherche hat er hier zu Tage gefördert. Auf jeder Seite verspürt man hier die Liebe zu seinem Land. Im letzten Drittel nahm die Spannung stetig zu. Es ging von einer Überraschung zur Nächsten. Hier ging es um Freundschaft, Lüge, Liebe, Intrigen, Betrug, Kuroption und Mord.
Punktabzug gibt es allerdings für drei gravierende Fehler im Buch.
Auf Seite 144 tauchen zwei Junkies auf, eine Seite weiter sind es drei.
Auf Seite 167 Buck Holland wurde nicht umgebracht, sondern Buck Ferris.
Seite 397, Max Matherson hat angedeutet, dass das was Max Familie zugestoßen ist, muss heißen Duncan oder Dad.
Ansonsten hat mir das Buch sehr gut gefallen und die Geschichte wird bei mir sicher noch einige Tage nachwirken. Danke, dass ich Vorablesen durfte.

Veröffentlicht am 06.08.2019

Brutal und schockierend

Opfer
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Dieser Erstlings Thriller hat mich ein Wochenende super unterhalten. Schon das düstere Cover und der Klappentext haben mich sofort angesprochen. Durch die kurzen Kapitel gut zu lesen.

Die Geschichte ...

Dieser Erstlings Thriller hat mich ein Wochenende super unterhalten. Schon das düstere Cover und der Klappentext haben mich sofort angesprochen. Durch die kurzen Kapitel gut zu lesen.

Die Geschichte spielt in Schweden in der Nähe von Stockholm. Das Buch besteht aus drei Teilen. Im ersten geht es um die brutalen Morde an Kriminellen. Kommissar Carl Edson und sein Team ermitteln fieberhaft. Im zweiten Teil kommt die Journalistin Alexandra Bengtsson zu Wort. Hier lässt die Spannung etwas nach, aber nun will man erst recht wissen, wie es weitergeht. Der dritte Teil endet dann mit der überraschenden Aufklärung.

Ich kann nur warnen, dieses Buch ist nichts für empfindliche Leser. Der Autor spart nicht mit brutalen Folterszenen. Ob die unbedingt sein müssen, sei dahingestellt. Obwohl die Lösung des Falls schnell feststeht, tut dass der Spannung keinen Abbruch. Die Ermittlerarbeit kann man gut nachvollziehen, die brutalen Morde allerdings nicht.
Wenn man nicht alles auf die Goldwaage legt, ein spannender und unterhaltsamer Thriller. Ich denke, die Fortsetzung lässt sicher nicht lange auf sich warten.

Veröffentlicht am 25.07.2019

Zwei plus Eins

Die Stille des Todes
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Das Cover passt prima zu dem Buch. Auch der Klappentext hat mich sofort überzeugt. Nach den vielen skandinavischen Thrillern eine tolle Abwechslung.

Die Geschichte spielt in Spanien im Baskenland, in ...

Das Cover passt prima zu dem Buch. Auch der Klappentext hat mich sofort überzeugt. Nach den vielen skandinavischen Thrillern eine tolle Abwechslung.

Die Geschichte spielt in Spanien im Baskenland, in der Stadt Vitoria. In kurzen Abständen tauchen Leichen auf. Mann und Frau, vollkommen nackt, die Hände an der Wange des Anderen. Es wird etwas aus der baskischen Mythologie nachgespielt. Die letzten Morde liegen 20 Jahre zurück, und der Täter sitzt in Einzelhaft. Hat man damals den Falschen erwischt, oder gibt es einen Nachahmer? Inspector Ayala genannt Kraken mit seinem Team ist gefordert.
Nachdem ich mich an die vielen unbekannten Namen im Spanischen gewöhnt hatte ließ sich das Buch sehr gut lesen. Geholfen hat mir das Personenregister, das Glossar und die Karte der Stadt. Man merkt gleich, dass die Autorin hier zu Hause ist, so detailgetreu sind die Beschreibungen des Ortes und die Erläuterungen. Die Protagonisten waren mir allesamt sehr sympathisch. Es fehlte nicht an Spannung, obwohl man sich ab letztem Drittel denken konnte, wie es ausgeht. Der einzige Manko den ich auszusetzen habe, wie gelang es dem Täter die Leichen unbemerkt zu platzieren, da kommen mir doch einige Zweifel.
Ansonsten vier von fünf Punkten. Zum Glück lässt die Fortsetzung nicht lange auf sich warten und ich bin sicher wieder dabei.

Veröffentlicht am 30.06.2019

Racheengel

R.I.P.
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Dieses Buch aus dem grauen, kalten Island hat mich bei unseren heißen Temperaturen 3 Tage bestens unterhalten.
Es geht um ein sehr aktuelles Thema "Mobbing" bei Jugendlichen. Was die Täter als Scherz ...

Dieses Buch aus dem grauen, kalten Island hat mich bei unseren heißen Temperaturen 3 Tage bestens unterhalten.
Es geht um ein sehr aktuelles Thema "Mobbing" bei Jugendlichen. Was die Täter als Scherz abtun, treibt die Opfer teilweise in den Selbstmord.
Zwei ermordete Teenager, die Morde detailgetreu über Handy verschickt. Kommissar Huldar und sein Team, mit Unterstützung der Psychologin Freya ermitteln rund um die Uhr. Wer kommt als Täter in Frage? Hier kommen auch die Opfer zu Wort. Kaum vorstellbar, was sie durch Mobbing erleiden müssen.
Auch ohne die Vorgängerbücher zu kennen, kommt man sehr gut in die Geschichte hinein. Die unterschiedlichen Charaktere lockern das Ganze sehr gut auf. Huldar ein Kommissar mit Ecken und Kanten und seine neue Chefin Erla die ihm zeigt, dass sie nicht gut auf ihn zu sprechen ist. Freya super in ihrem Job, voller Ehrgeiz aber totale Bindungsangst.
Nur der Schluss hat mich enttäuscht. Leicht verwirrend, bei der Auflösung fehlte mir der Wow Effekt.
Aber alles in allem ein guter, empfehlenswerter Thriller.