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Veröffentlicht am 03.07.2019

Sehr gelungener Abschluss der Reihe

Bad Billionaire (New York Bachelors 3)
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„Bad Billionaire“ ist der dritte und abschließende Teil der New York Bachelors Trilogie der Erfolgsautorin Stefanie London.
In diesem Teil ist Annie die Protagonistin. Nun geht es endlich um die Erfinderin ...

„Bad Billionaire“ ist der dritte und abschließende Teil der New York Bachelors Trilogie der Erfolgsautorin Stefanie London.
In diesem Teil ist Annie die Protagonistin. Nun geht es endlich um die Erfinderin der Bad Bachelors App höchst selbst.
Annie stand vor drei Jahren vor einer schwierigen Entscheidung. Kurz vor dem Umzug mit ihrem Freund Joseph nach Singapur erfuhr sie von der Krebsdiagnose ihrer Mutter. Ohne ihn in die Entscheidung mit einzubeziehen, beschloss sie, in New York zu bleiben. Joseph ging ohne sie ins Ausland und ließ Annie tief verletzt zurück.
Jetzt drei Jahre später ist Joseph zurück in New York. Dies stellt Annie fest, als sie ihn im Park quasi umrennt. Die ungeplante Begegnung reißt die alten Wunden bei beiden sofort wieder auf. Joseph ist zurückgekommen, um seine Fehler wieder gut zu machen und die Vergangenheit hinter sich zu lassen. Überraschend bekommt er sofort die Gelegenheit dazu, denn Annie benötigt dringend seine Hilfe.
Ich habe bereits die beiden Vorgängerteile gelesen und war sehr gespannt auf Annies Geschichte. Bislang fand ich ihren Charakter nicht sonderlich sympathisch. Ihre Bad Bachelor App ist zu einem unkontrollierbaren Monster geworden, das zwar einigen Frauen hilft, aber gleichzeitig auch zu Missbrauch einlädt und vielen Menschen schadet. Annie hat die App sogar über ihre Freundinnen Darcy und Remi gestellt. Dieses zwanghafte Festhalten an der App, obwohl damit Menschen aus ihrem Umfeld geschadet wird, wirkt hart und verbittert.
Mit diesem Band wird nun eine andere Annie gezeigt. Man kann ihre Beweggründe mittlerweile verstehen, wenn auch nicht dieses unbedingte Festhalten daran. Ihre weiche und verletzliche Seite lässt sie viel menschlicher wirken als bisher.
Joseph ist einer von den Guten, obwohl der erste Eindruck von ihm überhaupt nicht so erscheint. Die Autorin erzählt die Annäherung der beiden Protagonisten sehr leidenschaftlich und emotional. Mir gefällt, wie die Weiterentwicklung der zwei Charaktere beschrieben wird. Die Wendungen im Buch sind für mich authentisch und nachvollziehbar.
Wie in allen drei Teilen liest sich der Schreibstil von Stefanie London hervorragend. Meiner Meinung nach ist dieser Abschluss der Trilogie der beste der drei Bände. Mit diesem Teil wird die Geschichte abgerundet und zu einem guten Ende gebracht.
Ich kann die gesamte Reihe nur wärmstens weiterempfehlen und vergebe volle Punktzahl.

Veröffentlicht am 30.06.2019

Gefährliche Ermittlungen

Die Morde von Kinloch
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„Die Morde von Kinloch“ ist schon der dritte Teil, in dem DCI Jim Daley im malerischen Schottland ermitteln darf.
Direkt auf dem Pier von Kinloch übergießt sich ein Mann mit Benzin und zündet sich an. ...

„Die Morde von Kinloch“ ist schon der dritte Teil, in dem DCI Jim Daley im malerischen Schottland ermitteln darf.
Direkt auf dem Pier von Kinloch übergießt sich ein Mann mit Benzin und zündet sich an. Da es sich um einen hochrangigen Mitarbeiter der schottischen Regierung handelt, erregt der offensichtliche Selbstmord ziemliches Aufsehen. Doch DCI Daley bleibt nicht viel Zeit zum Ermitteln, denn kurz danach werden zwei weitere äußerst brutal zugerichtete Leichen gefunden. Der schottische Küstenort scheint der Schauplatz eines blutigen Feldzuges zu werden. DCI Daley tappt noch im Dunkeln, warum sich in seinem Zuständigkeitsbereich die Leichen stapeln.
DCI Jim Daley ist eine meiner liebsten Ermittlerfiguren. Der große, pflichtbewusste Mann hat eine außerordentlich gute Intuition. Auch wenn er von seinen jüngeren Kollegen als Dinosaurier betrachtet wird, ist er absolut unverzichtbar. Sein seit dem letzten Fall angeschlagener bester Freund und Kollege DC Brian Scott ist auch wieder mit von der Partie.
Denzil Meyrick beschreibt seine Figuren mit viel Liebe zum Detail. Man merkt ihm seine Liebe zu seiner Heimat Schottland und den schottischen Einwohnern an. Gerade die Nebenfiguren sind hier die heimlichen Stars, wie der schrullige und äußerst gewitzte Hamish. Aber es kommen auch die harten alltäglichen Probleme zur Sprache, die nicht geschönt werden und auch zur Realität in Schottland gehören.
In diesem Krimi muss DCI Daley an verschiedenen Fronten kämpfen. Manchmal verliert man fast den Überblick, aber am Ende laufen die Handlungsfäden wieder zusammen. Der Schreibstil hatte mich wieder ab den ersten Seiten total gepackt, so dass ich das Buch gar nicht zur Seite legen wollte.
Die Handlung ist hochspannend, komplex und stellenweise sehr brutal. Die Geschichte ist noch lange nicht zu Ende erzählt und ich freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung.
Für mich ist diese Krimireihe eine der besten, die es derzeit gibt. Von mir bekommt dieser Teil volle Punktzahl und eine klare Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 26.06.2019

Witzig, romantisch und einfach gut

Herz sucht Callboy
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„Herz sucht Callboy“ von Anna Fischer ist ein witziger und sehr unterhaltsamer Liebesroman, der genau die richtige Lektüre für den Sommer ist.
Paula hat mit der Liebe abgeschlossen. Nachdem sie bei ihrer ...

„Herz sucht Callboy“ von Anna Fischer ist ein witziger und sehr unterhaltsamer Liebesroman, der genau die richtige Lektüre für den Sommer ist.
Paula hat mit der Liebe abgeschlossen. Nachdem sie bei ihrer vermeintlichen Traumhochzeit von ihrem vermeintlichen Traummann direkt vor dem Altar stehen gelassen wurde, bricht sie ihre Zelte in Berlin ab und zieht kurzerhand nach New York. Als Scheidungsanwältin legt sie innerhalb der nächsten sieben Jahre einen rasanten Aufstieg hin und steht kurz vor einer Partnerschaft in einer renommierten Anwaltskanzlei. Leider legt ihr konservativer Chef großen Wert darauf, dass nur verheiratete Anwärter auch Partner werden dürfen. Doch wie kommt Paula nun in kurzer Zeit zu einem vorzeigbaren Ehemann? Der Callboy Scott scheint da die perfekte Lösung zu sein. Die Täuschung funktioniert überraschenderweise zu Anfang auch recht gut – bis alles aus dem Ruder läuft und eine Lawine in Gang setzt, die Paula nicht mehr aufhalten kann.
Paula ist ein liebenswerter Charakter und hat sich trotz ihres Hochzeitstraumas nicht unterkriegen lassen. Sie ist stark, ehrgeizig und versucht als Anwältin, betrogenen Frauen zu ihrem Recht zu verhelfen. Der chaotische Lebenskünstler Scott ist der perfekte Gegenpart für sie. Er gibt ihr die Leichtigkeit zurück, die ihr im Laufe der Zeit abhanden gekommen ist. Der wahnwitzige Plan lässt eine skurrile Szene auf die nächste folgen, so dass es neben der weiträumig geschwungenen Romantikkeule auch jede Menge zu lachen gibt. Die Charaktere sind in ihren Eigenarten immer liebevoll beschrieben, auch in den lächerlichsten Situationen.
Anna Fischer ist diese sommerleichte Liebeskomödie sehr gut gelungen. Das Buch macht beim Lesen großen Spaß und ich kann es nur wärmstens weiterempfehlen.

Veröffentlicht am 18.06.2019

Knallharter Thriller

River of Violence
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Die junge Harley McKenna wächst in einem Umfeld der Gewalt auf. Ihre Mutter wurde getötet, als Harley gerade einmal acht Jahre alt war. Seitdem wird sie von ihrem Vater Duke, dem brutalen Drogenbaron und ...

Die junge Harley McKenna wächst in einem Umfeld der Gewalt auf. Ihre Mutter wurde getötet, als Harley gerade einmal acht Jahre alt war. Seitdem wird sie von ihrem Vater Duke, dem brutalen Drogenbaron und Familienoberhaupt des Clans der McKenna, zu seiner Nachfolgerin ausgebildet. Schon als Kind lernt sie die knallharten Regeln des Überlebens und des Tötens. Als der Mörder ihre Mutter, Carl Springfield, den fragilen Waffenstillstand zwischen den verfeindeten Familien bricht, ist es für Harley Zeit, sich zu entscheiden. Will sie den tödlichen Weg ihres Vaters weiterführen und in der Spirale der Gewalt untergehen, oder ist vielleicht doch eine andere Zukunft für sie möglich?
„River of Violence“ ist sowohl in der Sprache als auch im Erzählstil knallhart und unerbittlich. Die Story wird komplett aus der Perspektive von Harley erzählt. Dadurch fühlt man intensiv mit der Figur mit und kann ihre Entscheidungen nachvollziehen. Die Handlung spielt in der Gegenwart und wird immer wieder von Rückblenden in Harleys Vergangenheit unterbrochen. Durch diese Rückblicke auf prägnante Ereignisse in ihrem Leben wird langsam aufgedeckt, warum Harley nun an diesem bestimmten Wendepunkt steht.
Man kann sich dem intensiven Erzählstil fast nicht entziehen. Es ist erschreckend, was Harley bisher durchmachen musste und wie es sie verändert hat. Ihr Charakter ist sicher kontrovers, aber hochspannend angelegt. Die Spannung ist das ganze Buch greifbar und schraubt sich bis zum Finale immer weiter hoch. Der fesselnde Schreibstil lässt den Leser kaum zum Luftholen kommen.
Mir hat der Thriller von Tess Sharpe sehr gut gefallen. Der brutale Inhalt wird vielleicht nicht für jeden Leser geeignet sein, aber für mich persönlich absolut lesenswert.

Veröffentlicht am 16.06.2019

Toller Auftaktband

Hurentochter - Die Distel von Glasgow
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„Hurentochter – Die Distel von Glasgow“ ist der Auftakt einer Trilogie von Tabea Koenig, die im viktorianischen Schottland angesiedelt ist.
Hauptfigur im ersten Band ist die junge Emily. Als Tochter einer ...

„Hurentochter – Die Distel von Glasgow“ ist der Auftakt einer Trilogie von Tabea Koenig, die im viktorianischen Schottland angesiedelt ist.
Hauptfigur im ersten Band ist die junge Emily. Als Tochter einer Hure versucht sie alles, ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen und ein ehrbares Leben zu führen. Trotz ihres von der Gesellschaft verachteten Umfelds, wächst Emily dank ihrer Mutter Ines im Bordell relativ behütet auf. Ihre Welt bricht zusammen, als ihre Mutter ermordet wird und das Geheimnis ihrer Abstammung mit ins Grab nimmt. Mithilfe ihres Liebsten Liam und ihrer Freundin Christine sucht sie nach dem Schuldigen und schwebt dadurch selbst weiter in Gefahr.
Ich bin ein großer Fan historischer Liebesromane und daher ist mir dieses Buch sofort ins Auge gefallen. Tabea Koenig versetzt den Leser erfolgreich zurück ins Jahr 1876. Die detailreichen und anschaulichen Beschreibungen lassen die zwielichtigen Glasgower Gassen lebendig werden.
Emily war mir gleich sympathisch. Zielstrebig sucht sie nach einem achtbaren Leben und lässt sich auch von Rückschlägen nicht unterkriegen. Ihr unerschütterlicher Glaube an eine bessere Zukunft ist herzerwärmend.
Die Autorin legt natürlich den Fokus auf Emily, aber auch die Nebencharaktere sind äußerst interessant und vielversprechend gestaltet.
Emilys Suche nach dem Mörder ihrer Mutter und nach ihrer Herkunft bleibt bis zum Ende der Geschichte spannend, so dass ich das Buch gar nicht zur Seite legen wollte.
Hochinteressant waren für mich die in die Handlung eingebetteten Ausführungen zur schottischen Historie. Das gab es einiges, was mir bisher so nicht bekannt war. Das Buch ist eine lesenswerte Abwechslung zu den üblichen Schottlandromanen, die sich inhaltlich meist nur den Highlandern widmen. Für ihre historische Recherche kann man die Autorin nur loben.
Auch wenn es sich um eine Trilogie handelt, ist der erste Teil in sich logisch abgeschlossen. Das ändert natürlich nichts daran, dass ich mich gern von den nächsten beiden Bänden wieder in die Vergangenheit entführen lassen möchte.
Von mir gibt es für diesen gelungenen Auftakt volle Punktzahl.