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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.10.2019

Die Familie Alter

Die Altruisten
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Arthur Alter, Universitätsprofessor,
schrullig, eigenbrötlerisch, egoistisch, ohne feste Anstellung, ist seit zwei Jahren Witwer.
Seit langem kämpft er um eine Festanstellung an der Universität,
damit ...

Arthur Alter, Universitätsprofessor,
schrullig, eigenbrötlerisch, egoistisch, ohne feste Anstellung, ist seit zwei Jahren Witwer.
Seit langem kämpft er um eine Festanstellung an der Universität,
damit seine finanzielle Situation endlich gefestigt ist. Francine, die Mutter, hat ihre
Kinder als alleinige Erben eingesetzt.
Als die Bank ihm die Hypothek von seinem Haus aufzukündigen droht,
reißt ihn das aus seiner Lethargie und er beschließt, zu handeln.
Er plant Kontakt mit seinen Kindern aufzunehmen und sich mit ihnen
– vordergründig – zu versöhnen. Beiläufig sollen sie dann über seine missliche Situation
aufgeklärt werden und er möchte sie zum Verzicht auf ihr Erbe überreden.
Dies allein ist der Grund für das dreitägige Familienwochenende. Zuversichtlich
und mit ungewohnter Akribie macht er sich an die Vorbereitungen.

Dieser Roman lässt sich schwer in eine Schublade stecken.
Die Schreibweise ist zwar recht gefällig, aber sehr amerikanisiert.
Jede Seite strotzt vor amerikanischen Begriffen.
Dazu springt der Autor pausenlos zwischen den Zeiten und verliert sich
immer wieder in Nebensächlichkeiten. Das alles bremst den Lesefluss gewaltig.
Dazu kommen die Charaktere. Sie sind zwar gut gezeichnet, aber man kann sich
nur schwer mit ihnen identifizieren.
Hochintelligente Menschen, verwoben und verstrickt in ihren Problemen und Sorgen,
scheinen sie manchmal nicht alltagstauglich.
Sie alle kommen recht abstrus daher.
Die angekündigte Ironie und den Witz konnte ich nirgends entdecken.
Auch sehe ich dieses Buch nicht als Gesellschaftsroman, sondern eher als Familienroman über eine völlig verkorkste Familie.
Ein recht ungewöhnlicher Roman, der zeigt, was eine Familie alles aushalten muss bzw. kann.
Zudem hat das Buch hat ziemliche Längen und das Ende überzeugt leider auch nicht.

Veröffentlicht am 14.10.2019

Elsas Geheimnis

Die Hoffnung zwischen den Zeilen
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Dieses Thema hat mich sehr neugierig auf dieses Buch gemacht.
Die 50er Jahre, kurz nach dem 2. Weltkrieg, Ulrike die Verlobte sucht nach den letzten Spuren ihres gefallenen Geliebten Hans. Sie reist nach ...

Dieses Thema hat mich sehr neugierig auf dieses Buch gemacht.
Die 50er Jahre, kurz nach dem 2. Weltkrieg, Ulrike die Verlobte sucht nach den letzten Spuren ihres gefallenen Geliebten Hans. Sie reist nach Schweden zu einer ihr unbekannten Frau. Mit dieser Frau hatte Hans in Kriegszeiten jahrelang Briefkontakt. Von ihr erfährt Ulrike ein Geheimnis, das ihr Leben für immer verändern wird.

Angekündigt wird eine raffinierte und spannende Geschichte die ich
leider nirgends entdecken konnte.
Die Geschichte ist verworren, der ganze Aufbau zu gewollt.
Die Thematik ist recht originell, einen Spannungsbogen gibt es nirgends.
Die Schreibweise ist sehr bedächtig und sehr unterkühlt.
Mit den Charakteren warm zu werden ist fast unmöglich. Sie kommen alle sehr distanziert rüber und bleiben einen Fremd.
Es gibt so gut wie keinen Lokalkolorit in diesem Roman.
So bleibt die Umgebung sehr abstrakt. Auch das Leben der Mitmenschen ihre Sorgen und Ansichten in diesen schweren Zeiten hätte der Geschichte gut getan.
Die Handlung oft unlogisch und der Schluss nimmt recht groteske Züge an.
Dadurch konnte mich der Roman nicht so recht begeistern und überzeugen und hat mich eher enttäuscht zurückgelassen.

Veröffentlicht am 06.07.2019

Mal ein Liebesroman, mal etwas Krimi.

Linstows Geheimnis
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Die Schreibweise der Autorin ist sehr gefällig
und fließend. Die Figuren sind wirklich gut charakterisiert.
Die Beschreibung der schönen Insel Rügen gelungen.
Man hat das Gefühl mitten im Geschehen ...

Die Schreibweise der Autorin ist sehr gefällig
und fließend. Die Figuren sind wirklich gut charakterisiert.
Die Beschreibung der schönen Insel Rügen gelungen.
Man hat das Gefühl mitten im Geschehen zu sein.

Der Inhalt selber ist leider weder Fisch noch Fleisch.
Mal ein Liebesroman, mal etwas Krimi.
Eine junge Frau, unsicher und sehr selbstkritisch, verliebt sich in den falschen Mann.
Fast bis zum Ende hadert sie mit sich und ihrem Misstrauen. Es gibt zwar einen Todesfall und es wird auch so nebenbei ermittelt, aber wirklich spannend ist es nicht.
Es gibt einige Wendungen aber wenig Überraschendes.
Auch in einem Kriminalroman erwarte ich wenigstens etwas Spannung.
Hier handelt es sich um einen gut zu lesenden leichten Roman.
Mehr aber auch nicht.

Veröffentlicht am 13.12.2017

Ein solider Krimi, von dem ich mir mehr erwartet habe

Wer Sünde sät
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Wer Sünde sät
von Hans W. Cramer
erschienen am 3. Februar 2016
im Gmeiner Verlag

Bad Sobernheim, ein Ehemaligentreffen einer Abschlussklasse
aus dem Internat steht bevor. Nach 3o Jahren treffen sich
die ...

Wer Sünde sät
von Hans W. Cramer
erschienen am 3. Februar 2016
im Gmeiner Verlag

Bad Sobernheim, ein Ehemaligentreffen einer Abschlussklasse
aus dem Internat steht bevor. Nach 3o Jahren treffen sich
die Freunde von damals wieder. Doch schon bald fallen Schatten
auf dieses Treffen. Eine Frau verschwindet
einfach, ein 30-Jähriger sucht seine wirkliche Mutter, auf dem
Golfplatz wird eine 30 Jahre alte Leiche gefunden.
Schon bald werden Zusammenhänge entdeckt.
Doch so mancher wünscht sich das die Vergangenheit vergangen bleibt.

Der Schreibstil ist gut und flüssig.
Es hat mir sehr gut gefallen, dass der Autor den Erzählstil
den jeweiligen Personen angepasst hat.
Die Charaktere werden sehr gut beschrieben.
Man kann sich sehr gut in sie hineinversetzen.
Die Personen sind wie aus dem Leben gegriffen.
Das Thema ist auch nicht schlecht.
Leider ist die Umsetzung nicht besonders gut gelungen.
Es baut sich keine richtige Spannung auf.
Auf dem Cover steht Thriller, doch davon ist diese Geschichte hier
meilenweit von entfernt.
Es ist ein solider Krimi, von dem ich doch mehr erwartet hätte.

Veröffentlicht am 01.10.2025

Nette Unterhaltung

Knäckeblut
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Das Cover ist sehr hübsch und verspricht gute Unterhaltung.

Der Prolog fängt auch spannend an.
Nachdem man sich durch sämtliche Charaktere durch gearbeitet
hat, kann man den angenehmen Schreibstil genießen.

Nur ...

Das Cover ist sehr hübsch und verspricht gute Unterhaltung.

Der Prolog fängt auch spannend an.
Nachdem man sich durch sämtliche Charaktere durch gearbeitet
hat, kann man den angenehmen Schreibstil genießen.

Nur kommt leider überhaupt keine Spannung auf.
Zudem gibt es Unstimmigkeiten, die sich durch das ganze Buch
ziehen. Die wirren Ermittlungen lassen kein Mitraten zu.
Es gibt viele lose Fäden, die am Ende aber nicht verknüpft werden.
Die Hauptcharaktere blieben mir fremd, genau wie ihr Verhalten und die daraus
resultierenden Konsequenzen. Außerdem fehlt mir die Spannung.
Zusammenfassend konnte mich das Buch bedauerlicherweise nicht überzeugen.
Ein netter Krimi, von dem ich doch mehr erwartet hätte.

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