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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.08.2019

Ein Buch, das zum Nachdenken anregt

Das Versprechen des Bienenhüters
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"Das Versprechen des Bienenhüters" handelt von Nuri, seiner Frau Afra und seinem Sohn Sami aus Aleppo. Zusammen mit Mustafa haben sie bisher ein glückliches Leben geführt. Doch der Krieg holt sie ein. ...

"Das Versprechen des Bienenhüters" handelt von Nuri, seiner Frau Afra und seinem Sohn Sami aus Aleppo. Zusammen mit Mustafa haben sie bisher ein glückliches Leben geführt. Doch der Krieg holt sie ein. Nachdem Sami bei einem Bombenanschlag stirbt und Afra erblindet, geht es bergab. Mustafa ist bereits nach England geflüchtet. Und auch Nuri und Afra machen sich über Griechenland auf den beschwerlichen Weg dorthin.

Dieser Roman schildert ihre Flucht, schildert, was ihnen auf diesem Weg geschehen ist und wie es ihnen dabei körperlich und seelisch geht. Auf der anderen Seite schildert er aber auch die Zeit, in der sie in Südengland Asyl beantragen und auf die Genehmigung warten.

Das Cover finde ich sehr interessant und hat mich direkt dazu verleitet, dieses Buch näher zu betrachten. Es zeigt einen Jungen, wahrscheinlich in Syrien, der rennt und rennt.

Auch der Schreibstil der Autorin ist interessant und anders als die bisherigen Romane, die man kennt. Die Perspektiven wechseln zwischen der Gegenwart in England und der Erzählung der Flucht von Nuri und Afra.

Dabei passiert in diesem Roman, verglichen mit dem Zeitraum über die vielen Monate, gar nicht soviel. Streckenweise waren die Seiten etwas langatmig. Und doch sagt dieses Buch soviel aus! 

Es öffnet einem ein Stück weit die Augen und lässt einen anders über die Geflüchteten denken. Es regt zum Nachdenken an und zeigt nicht nur die wagen Punkte, die man aus den Nachrichten kennt, sondern vermittelt auch sehr viel über die Gefühle. Es macht einen traurig, gibt aber auch Hoffnung.

Es bewegt mich, solch eine Geschichte zu lesen und lässt mich über die Schicksale der vielen Menschen aus Syrien, Afghanistan und anderen Kriegsgebieten nachdenken.

Veröffentlicht am 14.07.2019

Buch mit Suchtfaktor

Kiss the Bodyguard, Band 1 - Kiss Me Once
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Da die Bewertungen von "Kiss me once" so gut waren, bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden. Das Cover hätte mich nicht unbedingt zum Kauf animiert. Dies ist eher unscheinbar und einfach nur pink gehalten ...

Da die Bewertungen von "Kiss me once" so gut waren, bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden. Das Cover hätte mich nicht unbedingt zum Kauf animiert. Dies ist eher unscheinbar und einfach nur pink gehalten - sagt also wegen über den Inhalt oder Stil aus.

"Sein geheimer Auftrag: dich zu beschützen. Das einzige Verbot: sich in dich zu verlieben" (Zitat)

Die Inhaltsangabe klingt allerdings nach mehr, nach einer tollen Liebesgeschichte.
Es geht um Ivy, die Tochter aus reichem Haus, und um Ryan, ihr geheimer Bodyguard. Und wie soll es anders sein, verlieben sich die beiden an der Uni ineinander und kämpfen mit ihren Gefühlen.

Der Schreibstil der Autorin gefällt mir im Großen und Ganzen sehr gut. Er ist flüssig, gut zu lesen und lebhaft. Was mich allerdings unglaublich gestört hat, waren diese Ausdrücke wie "Holy Moly" und "Shrimp". Meiner Meinung nach passen die Floskeln einfach überhaupt nicht in den Kontext und bei der Übersetzung hätte man dies auch irgendwie ins Deutsche übertragen sollen. Ich habe dann einfach irgendwann darüber weg gelesen.

Inhaltlich vorhersehbar, aber total schön. Dieses Buch macht süchtig und man sollte sich auf jeden Fall genug Zeit einplanen, wenn man damit anfängt. Man kann nämlich nicht wieder damit aufhören und es können kurze Nächte werden! :)

Ein Buch mit Suchtfaktor!

Veröffentlicht am 06.07.2019

Kurzweilig und humorvoll

Überleben ist ein guter Anfang
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"Überleben ist ein guter Anfang" ist weniger ein Buch über den Krebs als eine lustige, aufmunternde, flüssig zu lesende Geschichte von fünf Frauen, die eine kleine Weltreise machen und einen Ort auf jedem ...

"Überleben ist ein guter Anfang" ist weniger ein Buch über den Krebs als eine lustige, aufmunternde, flüssig zu lesende Geschichte von fünf Frauen, die eine kleine Weltreise machen und einen Ort auf jedem Kontinent bereisen. 

Die Frauen lernen sich in einer Krebs Selbsthilfegruppe kennen. Nach dem Tod von Sieglinde reisen sie ihr zur Erinnerung unter anderem nach Amerika, Peru und Indien. 

Die Geschichte ist leicht und schnell zu lesen. Mit viel Humor wird das Thema Krebs zur Nebensache. Der Schwerpunkt liegt auf dieser Reise und die Erlebnisse und Erfahrungen, die die Frauen machen. 

Teilweise wird die Geschichte etwas schnell abgehandelt. Hier hätte ich mir eine Vertiefung der Erlebnisse gewünscht. Durch die eher allgemeine Erzählung wird das Buch allerdings zu keinem Zeitpunkt langweilig, ist aber auch sehr schnell durchgelesen. 

Das Richtige beispielsweise für eine Bahnfahrt!

Veröffentlicht am 06.07.2019

Berührend - erinnert stark an "Ein ganzes halbes Jahr"

Mein Jahr mit Dir
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Das Cover von "Mein Jahr mit Dir" verspricht einen schönen Schmöker. Und dieses Versprechen wird nicht gebrochen. 

Julia Whelan erzählt die berührende Geschichte von Ella und Jamie, die intensiv und oberflächlich ...

Das Cover von "Mein Jahr mit Dir" verspricht einen schönen Schmöker. Und dieses Versprechen wird nicht gebrochen. 

Julia Whelan erzählt die berührende Geschichte von Ella und Jamie, die intensiv und oberflächlich beginnt und tiefgründig endet. Es erzählt DIE eine Liebesgeschichte, die Frau sich wünscht.

Das Buch beginnt humorvoll und neckisch. Zuerst habe ich einen typischen Liebesroman erwartet. Doch die Geschichte wendet sich. Auf einmal befindet sich der Leser in einer traurigen und zugleich hoffnungsvollen Lebens- und Leidensgeschichte wieder.

Ein Jahr mit einem geliebten Menschen, der unheilvoll krank ist - das hat mich sehr stark an "Ein ganzes halbes Jahr" erinnert. Und dieses Buch von Jojo Moyes habe ich geliebt! Auch wenn "Mein Jahr mit dir" nicht an Jojo Moyes herankommt - dieses Buch hat Suchtfaktor! In nur drei Tagen habe ich die Seiten verschlungen, brennend darauf, wie es zwischen Ella und Jamie weitergeht.

Einen kleinen Minuspunkt gibt es für den Schreibstil. Diesen empfinde ich teils zu überheblich, zu literarisch. Hier hätte ich mir ein wenig mehr Leichtigkeit gewünscht.

Alles in allem aber ein schönes, humorvolles, trauriges, hoffnungsvolles und berührendes Buch!

Veröffentlicht am 29.05.2026

Eine originelle Grundidee

If Books Could Kill
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Die Grundidee gefällt mir unheimlich gut. Sie ist wirklich originell. Roxie landet plötzlich in dem neuen Buch ihrer Lieblingsautorin - und findet sich in einem Thriller wieder! Zusammen mit dem zunächst ...

Die Grundidee gefällt mir unheimlich gut. Sie ist wirklich originell. Roxie landet plötzlich in dem neuen Buch ihrer Lieblingsautorin - und findet sich in einem Thriller wieder! Zusammen mit dem zunächst von ihr entführten Grant versucht sie sich durch Mordfälle zu kämpfen - und nicht selbst dabei draufzugehen.

Roxie ist eine liebenswürdige, lustige und tollpatschige Frau, die das Ruder in die Hand nimmt und sich vor keinem Trope scheut, in dem sie sich selbst wiederfindet. Grant ist ein belesener, besserwisserischer Typ, der gar nicht weiß, wie ihm geschieht - und irgendwie fasziniert von Roxie ist. Die beiden sind ein gutes Ermittlerduo, und vielleicht auch mehr.

Die Geschichte ist vor allem humorvoll. Für mich ist es vor allem eine RomCom.

Ich persönlich bin nicht so richtig warm geworden mit diesem Buch und habe mich dabei ertappt, zwischendurch Seiten zu überfliegen. Die Story ist etwas vorhersehbar und sehr unrealistisch. Inhaltlich fehlte mir ein wenig der Spannungsbogen. Aber den Humor fand ich absolut klasse!

Wenn man sich von der Erwartung einer wirklichen Mischung aus Thriller und Romant löst, erwartet einen eine kurzweilige und unterhaltsame Geschichte. Ich persönlich habe mich allerdings etwas schwergetan.

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