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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.08.2019

"Anleitung für ein echt gutes Leben"

Glücklich ist, wer vergisst, dass hier alles kacke ist
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In ihrem humorvoll geschriebenen Ratgeber erklärt Autorin Victoria Bindrum, warum wir uns von der klassischen Vorstellung vom Glück verabschieden sollten, um das wahre Glück zu finden – allerdings ohne ...

In ihrem humorvoll geschriebenen Ratgeber erklärt Autorin Victoria Bindrum, warum wir uns von der klassischen Vorstellung vom Glück verabschieden sollten, um das wahre Glück zu finden – allerdings ohne danach zu suchen. Alles klar?!

Bereits der freche, leicht provokante und definitiv Wiedererkennungswert aufweisende Titel, der auf dem knallig-farbigen Cover prangt, lässt einen eher unkonventionellen Inhalt vermuten – nämlich nicht das übliche Sachbuch nach dem Schema F. Das tiefenentspannte Lama macht’s vor: 'Einfach mal abschalten!', 'Mut zum Nichtstun!' heißt die Devise.

Alles andere als ein trockener Ratgeber bietet dieses Werk einen Einblick in die Art und Weise, wie – zumindest in der westlichen Gesellschaft – kollektiv nach dem Glück gestrebt wird und erklärt, warum die Suche nach dem großen Glück zwangsläufig in einer Enttäuschung enden wird. "Je mehr wir uns anstrengen, desto mehr Energie und Zeit verschwenden wir auf ein Ziel, das wir niemals erreichen werden, weil es nicht existiert." Klingt deprimierend – ist es aber eigentlich gar nicht. Zum Glück gibt es jede Menge praktische Tipps und Tricks, um dem Hamsterrad zu entkommen. Die Autorin beleuchtet die verschiedensten Bereiche unseres Lebens, vom Berufsleben, dem Wunsch nach finanzieller Sorglosigkeit bis hin zu Partnerschaften, Eltern-Kind-Beziehungen…und die Erwartungen, welche wir an die jeweilige Situation knüpfen.

Der locker-leichte, aber niemals oberflächliche Schreibstil ließ mich an manchen Stellen vergessen, dass ich gerade ein Sachbuch lese – es war vielmehr wie ein Roman, in dem man selbst die Hauptfigur ist und sich von der Autorin persönlich angesprochen fühlt.

Ich habe mich in vielen Beispielen wiedererkennen und aufgrund der angeführten Übungen einige hilfreiche Ansätze für meinen Alltag mitnehmen können. Speziell das Werte-Mantra kann ich empfehlen, da ich es mittlerweile erfolgreich in mein Leben integriert habe. Ebenso die Übung 'Gedanken begrüßen' hat sich für mich als enorm positiv erwiesen.

Ein Anhang mit weiterführender Literatur rundet diese angenehme Lektüre ab, die nicht nur inspiriert und zum Nachdenken anregt, sondern auch richtig gute Laune macht! Definitiv empfehlenswert!!

Veröffentlicht am 02.08.2019

Romantisch-humorvoller Frauen-/ Familien-/ Wohlfühlroman – genial geschrieben!

Schokolade aufs Brot
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Ich kann Autorin Simona Pindeus nur beglückwünschen zu diesem wundervoll gelungenen Roman, bei dem ich häufig schmunzeln und noch öfter laut auflachen musste…und sie inständig bitten, noch viele, viele ...

Ich kann Autorin Simona Pindeus nur beglückwünschen zu diesem wundervoll gelungenen Roman, bei dem ich häufig schmunzeln und noch öfter laut auflachen musste…und sie inständig bitten, noch viele, viele weitere Bücher zu schreiben! Dieses Werk hat alles, was das Leserherz begehrt: eine Bandbreite an Emotionen, reizende Figuren, jede Menge Humor und einen interessanten Plot voller unerwarteter Wendungen.

Die junge Kinderärztin Flora Sandig hat noch immer an der Trennung von ihrem Ehemann Eric zu knabbern, als sie mit ihren zwei kleinen Kindern Unterschlupf bei ihren Eltern findet. Eigentlich hatte sie sich ihr Leben so ganz und gar anders vorgestellt. Zum Glück ist Flora von Natur aus Optimistin und fackelt nicht lange: ein Neuanfang muss her! – Leichter gesagt als getan, wenn man Kindergartenprojekte zu betreuen hat, sich an einem neuen Arbeitsplatz behaupten muss und die ungewohnte Wohnsituation am Nervenkostüm zerrt. Und dann taucht auch noch ein unverschämt irritierender Kollege auf – Julian Klee sieht zwar gut aus, gehört aber leider zur Kategorie "eingebildeter Schnösel". Seine direkte Art bringt Flora schnell auf die Palme…und ihr Herz zum Klopfen. Wer nun glaubt, die weitere Entwicklung vorhersagen zu können, darf sich auf ein paar Überraschungen freuen – ich selbst habe den Roman in einem Rutsch durchlesen müssen, weil ich mich vor Neugier nicht losreißen konnte!

Am meisten begeistert hat mich der herrlich originelle, witzig-freche Schreibstil, der nie ins Übertriebene abgleitet, auf Kitsch verzichtet und auch hier und da leise Töne anklingen lässt, die zum Nachdenken anregen. In vielen Situationen zeichnen sich die Charaktere durch ihre emotionale Reife und Authentizität aus. Auch die Dialoge sind so überzeugend, dass sie direkt aus dem echten Leben stammen könnten. Die Glaubwürdigkeit dieses Romans insgesamt hat mich ungemein beeindruckt!

Der weibliche Hauptcharakter Flora ist eine sympathische junge Mutter, die sich - wie überhaupt alle Figuren - durch Ecken und Kanten auszeichnet. Ich habe mich wunderbar in sie hineinversetzen können und bis zum Schluss mit ihr mitgefiebert. Auch die Nebenfiguren sind durch und durch liebenswert; man muss die Charaktere einfach ins Herz schließen! Vor allem Floras Eltern sind zum Knuddeln!

Fazit: So witzig und lebensbejahend wie Susanne Fröhlich, so warmherzig und emotional wie Anne Hertz. Ich bin wirklich begeistert! Unbedingte Leseempfehlung!!

Veröffentlicht am 23.07.2019

Wer historische Frauenromane mag, wird dieses Werk LIEBEN!

Aufbruch in ein neues Leben
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Linda Winterbergs Auftakt zur großen Hebammen-Saga um drei junge Frauen, die gegen Ende des Ersten Weltkriegs in der Neuköllner Hebammenschule ihre Ausbildung zur Geburtshelferin durchlaufen, hat mich ...

Linda Winterbergs Auftakt zur großen Hebammen-Saga um drei junge Frauen, die gegen Ende des Ersten Weltkriegs in der Neuköllner Hebammenschule ihre Ausbildung zur Geburtshelferin durchlaufen, hat mich von der ersten Seite an gefesselt – noch während der Lektüre habe ich in der Verlagsvorschau nach den Folgebänden gestöbert und sie sogleich auf meine Wunschliste gesetzt. Selten hat mich ein historischer Roman so selbstverständlich in vergangene Zeiten eintauchen lassen; nicht nur, dass hier fundierte Recherche auf einen mitreißenden Erzählstil trifft – trotz völligem Verzicht auf Kitsch werden solch tiefe Emotionen beim Lesen erweckt, wie nur das wahre Leben es vermag…wenn man es denn so grandios und realitätsnah abzubilden vermag wie die Autorin.

Es sind harte Zeiten, in denen Edith, Margot und Luise sich begegnen: der Erste Weltkrieg wütet und reißt erbarmungslos Familien auseinander.

"Bald drei Jahre tobte nun dieser unsägliche Krieg, in dem es nur Verlierer geben würde." (S. 7)

Während die Männer an der Front einen sinnlosen Tod sterben, versinkt der Großteil der daheimgebliebenen Bevölkerung in bitterer Armut. Trotz stundenlangem Warten in Lebensmittelschlangen ist das Essen Mangelware; Hunger, Krankheit und desillusionierte, verbitterte Invaliden bestimmen das Stadtbild, als die junge Luise Mertens ihr kleines Heimatdorf in Ostpreußen verlässt, um im großen Berlin eine Ausbildung zur Hebamme zu beginnen. Sie möchte eines Tages in die Fußstapfen ihrer geliebten Großmutter Else treten, der Eckersberger Dorfhebamme – eine weise Frau, der es wichtig ist, dass ihre Enkelin eine gescheite Ausbildung mit einem offiziellen Abschlusszertifikat erhält. Nur widerwillig lässt Luise sich dazu überreden, ihre Heimat zu verlassen. Die hübsche und aus vornehmem Hause stammende Jüdin Edith Stern hingegen kann es gar nicht erwarten, die kalten Gemäuer ihrer noblen Familienvilla hinter sich zu lassen und ihre Lehre in Neukölln anzutreten. Sie versucht alles, um ihre an alten Konventionen festhaltenden Eltern, die sie am liebsten vorteilhaft verheiratet sehen möchten, für ihren Traum (- Hebamme zu werden -) zu begeistern. Und dann ist da noch die aus gänzlich ärmlichen Verhältnissen stammende Margot Bach, die ihren Ausbildungsplatz lediglich aufgrund eines Empfehlungsschreibens des Vaterländischen Frauenvereins erhalten soll – es ist eine einzigartige Chance für sie, ihrer kriegsgebeutelten Familie finanziell unter die Arme zu greifen. Alle drei jungen Frauen werden in den kommenden achtzehn Monaten sowohl unsagbar berauschende Momente des Glücks als auch herzzerreißende, tragische Erlebnisse erfahren – immer wieder überstrahlt vom Wunder des Lebens, wenn sie einem weiteren kleinen Erdenbürger auf die Welt helfen, von der sie verbindenden Freundschaft und der Hoffnung, dass am Ende alles gut werden wird…weil es einfach muss.

So authentisch und unheimlich atmosphärisch die Autorin den Alltag in der Lehranstalt sowie die Lebenssituation der Bevölkerung im Kriegsdeutschland geschildert hat, so intensiv hat sie sich auch mit der Ausarbeitung der überaus sympathischen Charaktere - einschließlich herzensguter Nebenfiguren – beschäftigt. Jede der Hauptfiguren kann ich als absolut liebenswert und klug bezeichnen, alle von ihnen haben Ecken und Kanten und glänzen mit Facettenreichtum. Obwohl ernste Themen wie eine hohe Kindersterblichkeitsrate und katastrophale Missstände während des Krieges angesprochen werden, nimmt zu keinem Zeitpunkt die Negativität Überhand, im Gegenteil – es ist ein wundervoll lebensbejahender, hoffnungsvoller Roman. Die Faszination und Begeisterung, die mit dem Beruf der Hebamme einhergehen, sind hier so ansteckend und emotional eingefangen worden, dass man nur ehrfürchtig staunen und diesem Beruf Respekt zollen kann.

Auch der Schreibstil ist dermaßen bildreich und einladend, dass ich das Werk in einem Rutsch durchgelesen habe und mich tatsächlich nicht losreißen konnte, bis ich bei der letzten Seite angelangt war – eine schlaflose Nacht, die sich gelohnt hat! Die gekonnt gesetzten, unvorhergesehenen Wendungen haben den Spannungsbogen bis zuletzt aufrechtgehalten. Mühelos lässt die Autorin die damalige Zeit lebendig werden und zeigt, wie hart die Lebensumstände waren. Ich habe so sehr mit den Figuren mitgefiebert, mitgelitten und durchaus einige Tränen verdrückt; vor allem aber war ich ergriffen und zutiefst beeindruckt davon, wie viel Stärke insbesondere die Frauen an den Tag legten und wie gewillt die Menschen waren, das Beste aus allem zu machen.

Fazit: Ein Muss für Fans von historischen Frauenromanen! Herausragend gut, einfach wunderschön geschrieben!

Veröffentlicht am 18.07.2019

Ein in jeglicher Hinsicht "köstlicher" Roman!

Ein Sommer voller Himbeereis
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Mit ihrem Debütroman hat die Autorin Persephone Haasis ein wundervolles Werk geschaffen, das Sommerfeeling pur und jede Menge Herzklopfen verspricht!

Mit der Eröffnung eines eigenen Eiscafés hat sich ...

Mit ihrem Debütroman hat die Autorin Persephone Haasis ein wundervolles Werk geschaffen, das Sommerfeeling pur und jede Menge Herzklopfen verspricht!

Mit der Eröffnung eines eigenen Eiscafés hat sich die sympathische Pauline einen Lebenstraum erfüllt – nicht nur, dass sie nach einer gescheiterten Liebe einen Neuanfang in der Heimat gewagt hat, durch ihr Eisgeschäft "Paulines Eishimmel" fühlt sie sich auch auf ganz besondere Weise mit ihrer geliebten Oma Toni verbunden, die stets an sie geglaubt und sie darin unterstützt hatte, ihr einzigartiges Talent für köstliche Eiskreationen zum Beruf zu machen. Auch wenn Pauline mittlerweile schweren Herzens Abschied nehmen musste von Toni, bemüht sich deren gute Freundin Anna (- die Betreiberin eines nahegelegenen urig-gemütlichen Antiquitätengeschäfts und eine Seele von Mensch -), die Rolle der Ersatzoma mit aller Liebenswürdigkeit auszufüllen.

So kreativ und originell Pauline bei der Erschaffung neuer Eissorten vorgeht, so hart ist der Kampf im Geschäftsleben, neben den großen Franchiseketten zu bestehen. Leider rennen die Kunden der Konkurrenz (- der kürzlich im selben Ort eröffneten Frozen-&-Friends Filiale -) die Bude ein, während es im "Eishimmel" trotz aller Bemühungen eher mau aussieht. Normalerweise würde die lebensfrohe Pauline einfach optimistisch bleiben und darauf vertrauen, dass Qualität und individueller Kundenservice sich auf Dauer durchsetzen werden…doch leider sitzt sie auf einem Schuldenberg und die Bank drängt auf Tilgung, denn ein Investor hat es auf das Grundstück des kleinen Lokals abgesehen. Zu allem Überfluss taucht plötzlich noch Annas Enkel Christian auf – ein arroganter Schnösel par excellence! Zur Ablenkung von ihren Alltagssorgen und Existenzängsten verfasst Pauline gelegentlich kleine Botschaften und versteckt diese in Anna Geschäft – der Gedanke, den Käufern der Antiquitäten durch die Entdeckung der Nachrichten eine Überraschung zu bereiten, erfüllt sie mit Freude. Nie hätte Pauline erwartet, dass sie eines Tages eine Antwort darauf erhalten würde…

Bereits das farbenfrohe Cover suggeriert: Wohlfühlroman - zurücklehnen, entspannen und einfach genießen! Der wunderbar sommerlich-leichte Schreibstil lässt die Seiten nur so dahinfliegen; mühelos bindet die Autorin detaillierte Beschreibungen zur Zubereitung von Eisspeisen mit in die Handlung ein, ohne dass es erzwungen, aufgesetzt oder lediglich wie eine Auflistung der entsprechenden Arbeitsschritte wirkt. Überhaupt besticht dieser Roman mit seiner Natürlichkeit – in den realitätsnahen Dialogen und Gedankengängen der Figuren, der einladenden Beschreibung der Stadt Bamberg (- der lokale Tourismusverband wird es der Autorin danken -), einer allgemein emotionsgeladenen Wortwahl und vor allem aufgrund der Tatsache, dass auf gängige Klischees verzichtet wurde, was ich als ausgesprochen erfrischend empfunden habe; die Annäherung der Charaktere, ihr Alltag und die einzelnen Handlungselemente könnten kaum authentischer sein. Nicht nur, dass ich mich im wahren Leben sofort mit Pauline anfreunden würde, auch Anna würde ich direkt als 'Zweitoma' adoptieren – die ältere Dame war mir mit ihrem herzlichen Wesen so vertraut und hat mich häufig an meine eigene Oma erinnert. All die liebevoll gestalteten Figuren würden sich gewiss auch gut in einem Fortsetzungsroman machen – man möchte sich als Leser einfach nicht von ihnen verabschieden.

Hier und da gibt es ein paar unerwartete Wendungen, es kommt also nie Langeweile auf – und auch für Fans von Familiengeheimnissen ist etwas dabei. Für alle Leser, die während der Lektüre nun Heißhunger auf ein leckeres Eis bekommen haben, hat die Autorin im Innencover ein besonderes Schmankerl parat: das Rezept für Paulines Himbeereis!

Fazit: Eine traumhafte Geschichte über Freundschaft und Familie, die Liebe und das Leben (- mit all seinen Höhen und Tiefen -), die Lust auf Sommer macht und einen himbeersüßen Nachgeschmack hinterlässt...

Veröffentlicht am 25.06.2019

Auf nach Fire Island!

Sommer unter Sternen
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Dieses war mein erstes Werk der Autorin Miriam Covi und es werden definitiv noch viele weitere folgen (– "Sommer in Atlantikblau" steht als nächstes auf der Liste -), da ich restlos begeistert bin! Was ...

Dieses war mein erstes Werk der Autorin Miriam Covi und es werden definitiv noch viele weitere folgen (– "Sommer in Atlantikblau" steht als nächstes auf der Liste -), da ich restlos begeistert bin! Was für ein Glücksgriff ist dieses Buch!

Auch wenn das wunderschöne Cover förmlich 'Sommerurlaub' und 'Zeit zum Entspannen' schreit, steckt in dieser bezaubernden Geschichte so viel mehr als nur eine leichte Feel-Good-Romanze. Im Gegenteil, die beiden Hauptfiguren, Ella und Nathan, sind unheimlich tiefgründige Charaktere voller Facetten. Gekonnt lässt die Autorin auch ernste Töne (- klassische Probleme in unserer Gesellschaft, die oft ein Tabuthema darstellen -), anklingen, ohne dass diese jedoch die Story in irgendeiner Form überschatten. Vielmehr lassen sie die Figuren ausgereift und authentisch erscheinen. Diese Gestaltung hat mir besonders gut gefallen, da ich es nicht nur als herrlich erfrischend in einem ansonsten vor teilweise weltfremden Plots triefenden Genre empfunden habe, sondern auch, weil es zum Nachdenken über den eigenen Alltag anregt. Ich persönlich habe beispielsweise sehr viele Denkanstöße zum Thema Beziehungsdynamik erhalten.

Ella ist eine liebenswerte Protagonistin, mit der ich zu gerne mal einen Kaffee trinken gehen würde. Sie opfert sich auf für ihre Kinder, hat ihr Herz am rechten Fleck und einen Humor, der seinesgleichen sucht. Die Dialoge zwischen ihr und Nathan sind ein Knüller – ich habe des Öfteren schmunzeln oder auflachen müssen. Dabei ist Ella selbst zu Beginn der Handlung rein gar nicht zum Lachen zumute: frisch verlassen steht sie vor den Scherben ihrer Ehe und fragt sich, wie ihre Zukunft nun – als alleinerziehende Mutter von Zwillingen im Kleinkindalter – aussehen soll. Die Einladung ihrer besten Freundin Maggie in deren Sommerhaus gibt Ella die Möglichkeit, der katastrophalen Situation zunächst einmal zu entfliehen, um einen klaren Kopf zu gewinnen. Mit Fire Island, dem idyllischen kleinen Inselchen vor der Küste New Yorks, verbindet sie angenehm tröstende Erinnerungen an unbeschwerte Sommer ihrer Teenagerzeit…und an Nathan, Maggies charismatischen älteren Bruder und Ellas Jugendschwarm…der ihr plötzlich unerwartet im Ferienhaus gegenübersteht und alles andere als begeistert ist, sie wiederzusehen…

Der unterhaltsame, luftig-leichte Schreibstil ließ mich komplett in die Handlung eintauchen und den Alltag vergessen. Man spürt, dass die Autorin mit der für den Roman ausgewählten Region vertraut ist. Fire Island ist so bildhaft, atmosphärisch und einladend beschrieben, dass man förmlich das Rauschen des Meeres hört, den Wind in den Haaren spürt und am liebsten direkt einen Urlaub dorthin buchen möchte! Auch der Alltag mit zwei kleinen Kindern wird glaubhaft widergegeben - samt allen nervenaufreibenden und glückseligen Momenten. Ein weiteres Highlight sind die in die Handlung eingebundenen Musikhits, die sind sehr treffend gewählt worden sind – Achtung, Ohrwurmgefahr! Speziell Elvis Costello’s Song "She" werde ich in Zukunft immer mit diesem herzerwärmenden Roman verbinden.

Fazit: Einfühlsam und witzig, entspannend und mitreißend zugleich! Ein wunderbarer Wohlfühlroman mit sympathischen Figuren, die man am liebsten nicht verlassen möchte.