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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.11.2019

Rache?

The Black Coats - ... denn wir vergeben keine Schuld
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Thea ist eine gute Sprinterin, bzw. sie war es, denn seit ihre Freundin und Cousine Nathalie ermordet wurde, hat sie den Lebenswillen verloren und verkriecht sich in den Pausen, macht keinen Sport mehr ...

Thea ist eine gute Sprinterin, bzw. sie war es, denn seit ihre Freundin und Cousine Nathalie ermordet wurde, hat sie den Lebenswillen verloren und verkriecht sich in den Pausen, macht keinen Sport mehr und auch sonst nichts. Einzig und allein die Trauer bestimmt ihr Leben. Bis sie eines Tages einen mysteriösen Brief erhält, der sie - wie bei einer Schnitzeljagd - zu einem alten Haus führt und zu der Organisation der Black Coats. Wenn sie hier mitmacht, im Team besteht und einige Missionen, sogenannte Balancings, durchführt, dann wird sie eines Tages die Gelegenheit dazu bekommen, sich am Mörder ihrer Cousine zu rächen. Doch bis dahin ist es ein weiter Weg. Aber ist Rache wirklich die Lösung? Dürfen sich die Mädchen/Frauen an den Männern vergehen? Wie sieht es mit Lynch- oder Selbstjustiz aus? Wieviel Gewalt ist erlaubt - ist sie überhaupt erlaubt. Und manches Mal sieht es anders aus als man denkt. Ein Jugendbuch, das nicht nur unterhält, sondern auch nachdenklich stimmt. Allerdings habe ich mich doch an dem falschen französischen Spruch gestört, denn das Verb "soulever" muss hier reflexiv verwendet werden, wenn es "Erhebt euch" heißen soll.

Veröffentlicht am 01.10.2019

Witzig

Nenne drei Streichinstrumente: Geige, Bratsche, Limoncello
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Dies ist nun schon der dritte Band aus der Feder des Autorinnenduos Lena Greiner und Caroloa Padberg. Auch hier haben die beiden wieder einmal eine herrliche Sammlung an kuriosen, witzigen, absurden, ...


Dies ist nun schon der dritte Band aus der Feder des Autorinnenduos Lena Greiner und Caroloa Padberg. Auch hier haben die beiden wieder einmal eine herrliche Sammlung an kuriosen, witzigen, absurden, interessanten, abwegigen, um-die-Ecke-gedachten Antworten zusammen gestellt. An den Schulalltag können wir uns alle erinnern, denn egal, wie lange die Schulzeit her ist, es waren einfach prägende Jahre und so hat jeder sicherlich so manch eine Anekdote im Kopf. Viele Antworten von Schülern - oder auch Lehrern - gehen jedoch schnell wieder verloren und so finden wir hier wieder Lesestoff für so manch eine amüsante Stunde. Das Buch lässt sich sehr gut nach und nach lesen, Unterbrechungen waren für mich jedenfalls auch immer erwünscht, denn so konnte ich die Sprüche einfach besser genießen. Das Buch gliedert sich in die diversen Fächer, zu denen es Anmerkungen gibt und im einem zweiten Teil geht es dieses Mal um das, was Lehrer so von sich geben - kommentiert von Kollegen oder eben von Schülern.

Veröffentlicht am 15.09.2019

Eve

Eve of Man (I)
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In einer gar nicht so weit entfernten Zukunft werden auf einmal keine Mädchen mehr geboren. Erst fällt es gar nicht so sehr auch, doch dann wird es immer gravierender. Die Menschheit betreibt in der Zeit ...

In einer gar nicht so weit entfernten Zukunft werden auf einmal keine Mädchen mehr geboren. Erst fällt es gar nicht so sehr auch, doch dann wird es immer gravierender. Die Menschheit betreibt in der Zeit Raubbau mit der Erde, die Klimakatastrophe nimmt ungeahnte Formen an - doch viele Menschen denken sich, warum noch ressourcenschonend leben, wenn die Menschheit eh ausstirbt. Doch dann, nach fünfzig Jahren, wird wieder ein Mädchen geboren. Eve heißt es passenderweise. Sie wächst in der Kuppel auf, isoliert von den Männern. Lediglich die "Mütter" begleiten ihren Alltag; ältere Frauen (jüngere gibt es ja nicht mehr), die ihr alles beibringen und sie umsorgen. Und dann ist da noch Holly, ihre "Freundin", die jedoch nur eine Projektion ist und von sogenannten Piloten gesteuert wird. Einer von ihnen ist Bram.
Nun ist Eve 16 Jahre alt und soll unter drei Kandidaten einen auswählen. Doch das geht ordentlich schief. Und dann verlieben sie und Bram sich ineinander, was nicht sein darf.

Veröffentlicht am 23.07.2019

Barudi

Die geheime Mission des Kardinals
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Ich war schon sehr gespannt auf den neuesten Roman von Rafik Schami und entsprechend hoch war da natürlich meine Erwartungshaltung.

Syrien, 2010, der schreckliche Bürgerkrieg hat noch nicht begonnen, ...

Ich war schon sehr gespannt auf den neuesten Roman von Rafik Schami und entsprechend hoch war da natürlich meine Erwartungshaltung.

Syrien, 2010, der schreckliche Bürgerkrieg hat noch nicht begonnen, doch die Anzeichen für den Konflikt mehren sich. Kommissar Barudi steht kurz vor seiner Pensionierung und erhält nun seinen vermutlich letzten Fall. Ein Kardinal wurde ermordet und in Olivenöl an die italienische - nicht an die vatikanische - Botschaft geliefert. Es gibt so einige Unstimmigkeiten. Der Kardinal war auf dem Weg zu einem Wunderheiler und wurde dann nicht mehr gesehen. Barudi erhält Unterstützung von einem italienischen Kollegen. Mancini ist ein großer Kenner des Orients und hat auch schon in Syrien gelebt und spricht fließend arabisch. Die beiden schließen von jetzt auf gleich Freundschaft - und das, obwohl Barudi sonst so zurückhaltend ist. Dann verliebt er sich auch noch von einem Moment auf den anderen. Diese beiden Aspekte haben mich doch gestört. Was mir gefiel, waren die Beschreibungen des Alltagslebens und der Esskultur sowie die politischen Verstrickungen. Allerdings bin ich insgesamt enttäsucht, da das Buch hinter meinen Erwartungen zurück blieb, auch sprachlich fand ich es dieses Mal nicht so überragend wie sonst.

Veröffentlicht am 02.07.2019

Doppelband

Die schwarzen Wasser von Venedig
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In diesem Doppelband sind zwei Fälle von Commissario Gorin enthalten, der in Venedig ermittelt. Zielgruppe sind Jungen und Mädchen ab 13 Jahren, aber auch erwachsene Leser können sich durchaus angesprochen ...

In diesem Doppelband sind zwei Fälle von Commissario Gorin enthalten, der in Venedig ermittelt. Zielgruppe sind Jungen und Mädchen ab 13 Jahren, aber auch erwachsene Leser können sich durchaus angesprochen fühlen von den Ermittlungen, die vielleicht für manche 13jährige zu komplex erscheinen können. Der Schreibstil der Autorin war anfangs etwas ungewohnt und ich musste mich erst einlesen. Die Auflösung der beiden Fälle war durchaus originell und nachvollziehbar. Der erste Fall führt den Commissario nach New Mexico, jedoch die meisten Beschreibungen handeln von Venedig und ließen vor meinem inneren Auge diese Stadt erstehen. Hier werden auch durchaus negative Seiten der Stadt erwähnt und nichts wird glorifiziert. Allerdings wäre - vor allem angesichts der Zielgruppe - eine Übersetzung der italienischen Ausdrücke eine sinnvolle Ergänzung gewesen. Auch der Commissario mit seinen Problemen und seiner Geschichte ist vielleicht nicht für jeden aus der Zielgruppe interessant.