Auftakt einer fesselnden Reihe
Lava und Wellen: Tod auf dem VulkanNach dem Unfalltod seines Sohnes, an dem er sich eine Mitschuld gibt, quittiert der erfolgreiche Pariser Polizeibeamte Lucien Mahé seinen Dienst und kehrt in seine Heimat, auf die Insel La Réunion, zurück. ...
Nach dem Unfalltod seines Sohnes, an dem er sich eine Mitschuld gibt, quittiert der erfolgreiche Pariser Polizeibeamte Lucien Mahé seinen Dienst und kehrt in seine Heimat, auf die Insel La Réunion, zurück. Doch mit dem ersehnten Abstand von der Ermittlungsarbeit wird es nichts, denn der bekannte Vulkanologe Xavier Lèfevre wird am Rand, des kurz vor dem Ausbruch stehenden, Piton de la Forunaise tot aufgefunden. Schnell ist klar, dass es hier ein Mord vorliegt.
Obwohl Mahé weder sein übliches Team, noch über irgendwelche Befugnisse verfügt, übernimmt er auf Melissas Bitten hin, die Recherchen, denn Melissa ist eine alte Schulkollegin.
Die Witwe und Yannick, der Sohn des Ermordeten geraten ins Visier des ermittelnden Beamten Pascal Talon. Andere mögliche Spuren negiert Talon hartnäckig, denn mit Melissa und ihrer Familie ist Talon seit längerem verfeindet. Zum einen hat er von Melissa einst eine massive Abfuhr erhalten und zweitens ist ihr Bruder Denis der Liebhaber seiner Frau. Liebend gerne würde er den beiden den Mord in die Schuhe schieben.
Doch da hat er die Rechnung ohne den Wirt, in Form von Lucien, gemacht.
Meine Meinung:
Dieser erste Krimi aus einer Reihe, die auf der exotischen Insel spielt, ist ein klassisch angelegter Kriminalfall. Das gefällt mir recht gut. Die Beschreibung der Personen, ihre möglichen Motive und der wunderschönen Insel lesen sich ausgezeichnet. Man erfährt so nebenbei einiges über Land und Leute. Außerdem dürfen die Leser den Protagonisten beim Kochen kreolischer Gerichte in den Topf schauen. Der Duft von Vanille zieht sich durch das ganze Buch.
Der Krimi besticht durch die beiden gegensätzlichen Polizisten. Da der unbestechliche Lucien, dort der rachsüchtige Pascal, der vor lauter Wut auf Melissa und ihre Familie das Wesentliche übersieht. Auch die anderen Mitwirkenden sind gut gezeichnete Charaktere, die ihre Ecken und Kanten haben.
Der Spannungsbogen ist durchgehend hoch und hat noch einen extra Peak, als Luciens Tochter Alizée überraschend auf der Insel auftaucht.
Der Schreibstil ist flüssig und das Buch hat erfreulich wenig Tippfehler. Das gut durchdachte Ende lässt auf einen Verbleib Lucien Mahés auf der schönen Insel hoffen.
Fazit:
Dieser Auftakt einer neuen Krimi-Reihe ist sehr gut gelungen. Fans von klassischen Krimis kommen hier voll auf ihre Rechnung. Gerne gebe ich hier 4 Sterne.