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Veröffentlicht am 01.08.2019

Schräger als Teil 2 ...

König Guu 2: Um Mitternacht, wenn die Mumie erwacht
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König Guu ist zurück. Eltern! Schnappt Euch das Buch! Lest es! Und gebt es dann euren Kindern! Oder lest es und lest es dann euren Kindern vor.
König Guu war gut, aber im Vergleich zu Um Mitternacht, wenn ...

König Guu ist zurück. Eltern! Schnappt Euch das Buch! Lest es! Und gebt es dann euren Kindern! Oder lest es und lest es dann euren Kindern vor.
König Guu war gut, aber im Vergleich zu Um Mitternacht, wenn die Mumie erwacht ist es nett. König Gu 2 ist skurril (wirklich skurril, mit lustigen erklärenden Bildern, merkwürdigen Fallen und einer „echten“ Mumie … neben bösen Flüchen und verkokelten Würstchen, die explodieren, aber doch eine wichtige Rolle spielen … irgendwie) und liebenswert zugleich. Und ich habe mich königlich amüsiert. Natürlich sind die Hauptpersonen liebenswert (und zum Knuddeln), die Bösewichte so wie Bösewichte sein sollen (aber nicht sooo böse, immerhin ist es ein Kinderbuch … also bleibt alles Kindgerecht und außer Lachmuskeln werden höchstens Würstchen und Haferflocken gequält ….
Wem König Guu gefallen hat wird mit der Fortsetzung auch seinen Spaß haben, und wer König Guu noch nicht kennt, kann das natürlich nachholen, aber es ist nicht unbedingt nötig, die Vorgeschichte zu kennen.

Und ich persönlich hoffe noch auf viele weitere Abenteuer von König Guu und ihren Freunden.

Veröffentlicht am 25.07.2019

Ein Buch, das jeder Zoofreund besitzen sollte

Hauptstadt der Tiere
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Chroniken über den Zoo Berlin gibt es zahlreiche (tatsächlich habe ich den Eindruck, dass zumindest alle Direktoren nach Katharina Heinroth mindestens ein Buch über die Geschichte des Berliner Zoos geschrieben ...

Chroniken über den Zoo Berlin gibt es zahlreiche (tatsächlich habe ich den Eindruck, dass zumindest alle Direktoren nach Katharina Heinroth mindestens ein Buch über die Geschichte des Berliner Zoos geschrieben haben.
Hauptstadt der Tiere ist das neueste Werk, diesmal von Historiker Clemens Maier-Wolthausen. Reich bebildert erfährt man Bekanntes und weniger Bekanntes aus den Anfängen des Zoos, wobei das Hauptaugenmerk bei den Menschen und dem Zoo als solchen liegt und die Tiere (mit wenigen Ausnahmen wie die Persönlichkeiten Bobby, Knautschke, Knut und Co.) eher eine Nebenrolle spielen. Aber wer denkt, dass man das alles schon mal irgendwo gelesen hat, wird angenehm überrascht sein. Natürlich endet das Buch in der Gegenwart und wirft einen kleinen Blick in die Zukunft, aber auch was die Vergangenheit betrifft kann der Leser sein Wissen vertiefen.
Das Buch ist in Kapitel eingeteilt, die nicht nur eine bestimmte Ära des Zoos darstellen, sondern auch bedeutende Tierarten (u. a. Gorilla, Asiatische Elefanten, Giraffen aber auch Quallen und Picassodrückerfisch) vorstellt.
Vor allem was die NS-Zeit des Zoos (und seines damaligen Direktors Lutz Heck) anbelangt ist das Buch schonungslos offen. Es ist erstaunlich, dass man der Chronik des Zoos noch neue interessante Aspekte abgewinnen kann und alleine dadurch sollte Hauptstadt der Tiere ein Buch darstellen, das in keiner Zoo-Bibliothek fehlen sollte.

Veröffentlicht am 25.07.2019

Ein Buch, das auch für Eltern/Erwachsene informativ ist

Was macht das Wildschwein im Garten?
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Es gibt Bücher, die sich zwar an Kinder wenden (und Wie kommt das Wildschwein in den Garten ist ein solches, empfohlen für Kinder zwischen 8 – 10 Jahren), aber für Erwachsene nicht weniger interessant ...

Es gibt Bücher, die sich zwar an Kinder wenden (und Wie kommt das Wildschwein in den Garten ist ein solches, empfohlen für Kinder zwischen 8 – 10 Jahren), aber für Erwachsene nicht weniger interessant und informativ sind. Dieses Buch sollten auch Eltern lesen, wenn sie nicht wollen, dass ihre Kinder besser Bescheid wissen als sie. Und das Buch ist voller Informationen zu Tieren, die es früher vielleicht nicht gegeben hat und die den Alteingesessenen (sprich: den Eltern …) nicht bekannt sind. Und Kinder stellen manchmal Fragen, die man als Erziehungsberechtigter beantworten sollte ohne „blöd dazustehen“.
Langer Rede kurzer Sinn: Wie kommt das Wildschwein in den Garten ist ein Buch für jeden, der sich für die Tierwelt interessiert und wissen will, was sich neuerdings in den Städten herumtreibt.
Dabei wird der Text auf bunten Seiten präsentiert und jedes Tier wird in Wort und Bild vorgestellt, wobei die Informationen kurz gehalten sind (um mehr Tierarten vorzustellen).
Neben neuen Einwanderern wie Halsbandsittiche, Nutrias oder Nilgänse werden auch „neue“ Stadtbewohner vorgestellt: Wildschwein (natürlich), Rotfuchs und Falken …

Was ich etwas unnötig fand, war das sogenannte Gefahrenpotential der Tiere. Jedes Tier aus dem Buch hat dieses Potential. Damit kann die Gefährlichkeit eines Tieres für einzelne oder mehrere Menschen oder die Gefährlichkeit der gesamten Tierart für die Umwelt gemeint sein.
Das Potential geht von 1 bis 5 (keine oder nur geringe Gefahr bis zu Lebensgefahr, sehr gefährliche Tierart)
Zu den eher harmlosen Tieren gehören z. B. Mauersegler und Rotkehlchen (wer hätte das gedacht), Gefahrenpotential 4 hat der Dornfinger, eine Spinnenart, obwohl dessen Biss nicht gefährlicher oder schmerzhafter als ein Wespenstich ist (ich habe allerdings nicht das Bedürfnis mich freiwillig beissen zu lassen), Ratten (Haus- und Wander…) haben ein Gefahrenpotential von 5.

Abgesehen von dieser Kleinigkeit ist das Buch zu empfehlen. Jedem.

Veröffentlicht am 10.07.2019

Was man über seine Ernährung wissen sollte

Der Ernährungskompass
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Der Ernährungskompass ist (und darüber kann man froh sein) keine Diät.
Bas Kast erklärt vielmehr auf verständliche Weise unsere Ernährung, gibt Tipps was man Essen darf (und soll) und warum (oder warum ...

Der Ernährungskompass ist (und darüber kann man froh sein) keine Diät.
Bas Kast erklärt vielmehr auf verständliche Weise unsere Ernährung, gibt Tipps was man Essen darf (und soll) und warum (oder warum nicht). Er beschreibt anhand neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse was wir essen dürfen, erlaubt sich aber auch diese Studien zu hinterfragen.
Interessante Dinge weiß Kast zu berichten, Dinge, die man wusste oder verdrängte, aber auch Neues.
Das Buch hilft, die eigene Ernährung genauer zu betrachten und herum zu experimentieren. Nicht alles was gesund ist schmeckt nicht. Und Freunde von Kaffee und Wein werden auch beruhigt aufatmen können, sofern sie beide Genussmittel in Maßen zu sich nehmen.
Vielleicht hätte man das Buch anders aufbauen sollen, Die zwölf Ernährungstipps am Anfang und danach die ausführlichere Erklärung.
Im Großen und Ganzen kann man das Buch empfehlen, denn es hilft seine eigene Ernährung zu hinterfragen. Ob man sich dann an das hält was Kast sagt, muss der Leser selbst entscheiden.
Was hat mir das Buch gebracht?
In manchen Dingen wurde ich bestätigt, ich bin auf dem richtigen Weg. Bei anderen Dingen wusste ich, dass ich mich ungesund ernähre und andere Erkenntnisse waren neu für mich. Eine kleine Ernährungsumstellung wird das Buch wohl bei mir bewirken und mein Wissen in Bezug auf Kohlehydrate, Fette und Proteine wurde auch erweitert.
Und was ich nicht verschweigen darf: Es hat Spaß gemacht, das Buch zu lesen

Veröffentlicht am 04.07.2019

Nicht nur für Kinder

Die Entstehung des Lebens. Evolution
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Empfohlenes Lesealter ab 8, aber es ist mehr als ein Kinderbuch.
Mit einfachen Worten kann der Leser der Entstehung des Lebens folgen und macht dabei die Bekanntschaft einiger Vertreter ausgestorbener ...

Empfohlenes Lesealter ab 8, aber es ist mehr als ein Kinderbuch.
Mit einfachen Worten kann der Leser der Entstehung des Lebens folgen und macht dabei die Bekanntschaft einiger Vertreter ausgestorbener Tiere (und Pflanzen) mit unaussprechlichen Namen wie Anomalocaris oder Ambulocetus. Der Weg durch das literarische Museum beginnt bei der Entstehung des Lebens im Präkambrium und endet mit dem Erscheinen des Menschen.
Unterstützung findet der Text in den liebevollen Illustrationen von Katie Scott, die man allerdings eher unter dem Aspekt künstlerisch sehen muss als realitätsnah.
Aber das schadet dem Lesevergnügen nicht, ganz im Gegenteil: Die Zeichnungen verleiten dazu das Buch immer wieder in die Hand zu nehmen … man muss nicht nur lesen, man kann sich auch an den Bildern erfreuen.
Informativ und verständlich: Für Kinder und Erwachsene, die Interesse am Leben vor uns haben.