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Veröffentlicht am 31.01.2025

Ein Zusammentreffen und so viel mehr

Gefährliches Spiel mit Homer
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„Gefährliches Spiel mit Homer“ von Faruk Međedović erzählt von einem ungewöhnlichen Treffen zwischen Millman Perry, ein Forscher der Harvard Universität und dem Metzger Avdo Međedović.

Der Handlungsort ...


„Gefährliches Spiel mit Homer“ von Faruk Međedović erzählt von einem ungewöhnlichen Treffen zwischen Millman Perry, ein Forscher der Harvard Universität und dem Metzger Avdo Međedović.

Der Handlungsort der Geschichte ist Bijelo Polje in Monenegro.
Montenegro ist ein Land von dem ich wenig weiß und das in den vielen Büchern, die ich gelesen habe, nie zur Sprache kam. Ein Grund warum ich Interesse an diesem Büchlein hatte.

Faruk Međedović hat nicht zufällig den gleichen Nachnamen wie sein Protagonist. Der Autor erzählt hier die Geschichte seines Vorfahren.
Es ist das Jahr 1935, Millman Perry sucht eine Person, die, die Gedichte von Homer gesanglich vortragen kann. Da stößt er auf den eher ungebildeten Metzger und Dichter Avdo Međedović, der ihn durch seine Gesangskunst begeistert.
Die Geschichte ist eine Unterhaltung zwischen Millman Perry und Avdo Međedović.
Dabei zeichnet Faruk Međedović ein realistisches Bild von den Menschen und den Traditionen in Montenegro.
Das Treffen zwischen den zwei Protagonisten hat es wirklich gegeben. Der einzelne Wortlaut ist natürlich nicht überliefert. Hier war die Fantasie des Autors gefragt.
Faruk Međedović hat in seiner Geschichte Realität und Fiktion sehr eng verwoben so, dass man es nicht mehr zu trenne vermag.
Besonders gefällt mir die Sprache des Autors, die man als poetisch bezeichnen kann.

„Gefährliches Spiel mit Homer“ ist eine kurze Geschichte über ein Zusammentreffen, über Kunst und über alte Traditionen, die ich gerne gelesen habe.

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Veröffentlicht am 10.12.2023

Gelungener Cosy Krimi mit tollem historischem Setting

Aurelia und die Melodie des Todes
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Wien 1871: Es ist Herbst geworden in der Donaumetropole, und die Stadt versinkt im Nebel. Als der Ziegelbaron Meinrad Auerbach aus dem Fenster stürzt, deutet alles auf einen Selbstmord hin. Er wäre nicht ...

Wien 1871: Es ist Herbst geworden in der Donaumetropole, und die Stadt versinkt im Nebel. Als der Ziegelbaron Meinrad Auerbach aus dem Fenster stürzt, deutet alles auf einen Selbstmord hin. Er wäre nicht der Erste, der sich bei der Vergabe der Aufträge zur nahenden Weltausstellung verkalkuliert hätte. Doch sein Tod bringt in den feinen Palais der Stadt so einiges ins Rollen. Die junge Gräfin Aurelia wittert falsches Spiel und stolpert wieder einmal Hals über Kopf in die Ermittlungen des attraktiven Polizeiagenten Janek Pokorny.

„Aurelia und die Melodie des Todes“ ist der 2. Band der historischen Krimireihe „Ein Fall für Aurelia von Kolowitz“ von Beate Maly.

Von Beate Maly habe ich schon einige Historische Romane gelesen, jetzt begibt die Autorin sich in das Genre Spannung aber der Historik ist sie treu geblieben.

Beate Maly schickt ihre Leserinnen nach Wien ins 19.Jahrhundert.
Im Mittelpunkt steht Aurelia von Kolowitz, eine kluge Grafentochter die sich von den strengen Konventionen lösen möchte und heimlich Karikaturen zeichnet.
Und der junge Polizeiagent Janek Pokorny, der aus einer ärmeren Familie stammt.
Janek Pokorny ist bemüht ansehen und Achtung bei der kaiserlichen Polizei zu gewinnen.
Wenn er auf Aurelia von Kolowitz trifft, ahnt er schon, dass er es wieder mit einem komplizierten Mordfall zu tun bekommt.

Der Ziegelbaron Meinrad Auerbach ist aus dem Fenster gestürzt. Man geht von Selbstmord aus. Oder etwa doch nicht?
Schon kurz nach Auerbachs Tod wird ein Werkelmann (Drehorgelspieler) unweit der Stelle wo Auerbach aus dem Fenster gestürzt ist mit einem Wiener Würfel erschlagen.
Janek Pokorny ermittelt. Dabei trifft er wieder auf die kluge und schöne Gräfin Aurelia für die er heimlich Gefühle hat. Auch Aurelia hegt Gefühle für den Polizisten. Doch da liegen unüberwindbare Standesgrenzen dazwischen.

Beate Maly besticht in diesem Historischen Krimi wieder mit ihrer detailgetreuen Beschreibung.
Die prächtigen Herrenhäuser in Wien werden genauso gut beschrieben wie die dunklen Viertel die es in Wien gibt.
Auch die Atmosphäre mit dem Nebel über der Stadt sorgt für eine gewissen Gänsehaut.
Die Charaktere sind gut gezeichnet und mir schnell sympathisch gewesen.
Nicht nur Aurelia und Janek, auch die Nebenfiguren bereichern die Geschichte.

Die Autorin erzählt die Geschichte aus der Sicht von Aurelia und aus der Sicht von Janek Pokorny. Die Leser
innen begleiten also beide bei ihren Ermittlungen.
Der Fall ist spannend und die Ermittler haben es nicht einfach den Fall zu lösen. Aber wieder einmal ist Aurelia Janek eine Nasenlänge voraus.
Aurelia und Janek sind ein ungewöhnliches Ermittlerpaar und gefallen mir zusammen sehr gut.

„Aurelia und die Melodie des Todes“ ist ein gelungener Historischer Kriminalroman der in einer prächtigen Kulisse spielt.

Ich hoffe sehr, dass noch viele weitere Bände folgen.

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Veröffentlicht am 05.12.2019

Französischer Krimi der begeistert

Winteraustern
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Langsam wird es ruhiger im Aquitaine, Weihnachten steht vor der Tür.
Nur die Austernzüchter haben Hochbetrieb, den im Advent und an Weihnachten kommt die Delikatesse bei so gut wie jedem Franzosen auf ...

Langsam wird es ruhiger im Aquitaine, Weihnachten steht vor der Tür.
Nur die Austernzüchter haben Hochbetrieb, den im Advent und an Weihnachten kommt die Delikatesse bei so gut wie jedem Franzosen auf den Tisch.
Aber auch die Austerndiebe haben Hochkonjunktur.
Als Luc Verlain mit seinem Vater einen Bootsausflug zu den Austernbänken macht entdecken sie 2 tote Austernzüchter.
Ein Fall der Luc und sein Team fast an seine Grenzen bringt.
Nach seinem erfolgreichen Debüt „Retour“ und dem nachfolgenden Krimi „Château Mort“ mit dem sympathischen Kommissar Luc Verlain hat Alexander Oetker jetzt nachgelegt und den 3. Fall „Winteraustern“ veröffentlicht.
Ich habe mich schon lange darauf gefreut wieder in die Provinz Aquitaine zu reisen und Luc wieder zu treffen.
War es im letzten Krimi der Wein so sind es in diesem Buch die Austern die im Mittelpunkt stehen.
Der Autor hat die Gabe die Landschaft und die Orte so lebendig zu beschreiben, dass man es richtig vor seinem inneren Auge sehen kann, ohne sich durch seitenlange Beschreibungen zu kämpfen die oft eher ermüdend sind. So erfährt man auch in diesem Buch so einiges über die zeitraubende Austernzucht.
Luc Verlain ist mir schon im 1. Buch ans Herz gewachsen genau wie sein Vater und Anouk seine Partnerin bei der Polizei und mittlerweile auch privat.
„Winteraustern“ ist ein Krimi der sehr spannend geschrieben ist. Mich hat das Buch von der ersten bis zur letzten Seite in seinen Bann gezogen.
Als ich das letzte Kapitel gelesen habe dachte ich nur, nein, nein so kann das Buch nicht enden.
Ein Cliffhanger par excellence.
„Winteraustern“ ist eine glatte Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 07.08.2019

Eine wahre Begebenheit mitfühlend und fesselnd erzählt

Träume von Freiheit - Flammen am Meer
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Bremerhaven im Dezember 1875.
Am Hafen von Bremerhaven herrscht viel Betrieb, den die Mosel, ein Auswandererschiff steht kurz vor dem Auslaufen.
Viele Angehörige bringen ihre Lieben zum Hafen und verabschieden ...

Bremerhaven im Dezember 1875.
Am Hafen von Bremerhaven herrscht viel Betrieb, den die Mosel, ein Auswandererschiff steht kurz vor dem Auslaufen.
Viele Angehörige bringen ihre Lieben zum Hafen und verabschieden sich.
Plötzlich gibt es einen lauten Knall und eine Erschütterung lässt die Erde erbeben. Ein Fass voll mit Dynamit ist beim Beladen explodiert. Es gibt viele Tote und Verletzte.
Es ist die Tat eines einzelnen Mannes, der sich danach selbst richtet und geht als „Thomas Katastrophe“ in die Geschichte ein.
Dieses Buch erzählt wie es für Cecelia, die Frau des Attentäters und für Johanne, eine junge Frau die fast ihre ganze Familie verloren hat weitergeht.
In „Träume von Freiheit“ hat Silke Böschen über die „Thomas Katastrophe“ von 1875 und ihre Folgen geschrieben.
Denn wie geht es für die Opfer nach so einer Katastrophe weiter?
Johanne gerade einmal 20 Jahre ist Mutter von einem Säugling.
Sie verliert bei der Katastrophe ihren Mann, ihre Brüder, ihren Vater und ihre Stiefmutter.
Ihr Leben verdankt sie ihrer Tochter, die in dem Gedränge so unruhig wurde, dass Johanne vorzeitig mit ihr nach Hause wollte.
Johanne selbst verliert ihre rechte Hand. Nur ihre Tochter ist wie durch ein Wunder unverletzt.
Auf der anderen Seite ist Cecelia, die Frau von William King Thomas dem Attentäter.
Auch sie steht plötzlich mit ihren 4 Kindern alleine da.
Ein Leben im Überfluss wie sie es gewohnt ist kann sie sich eigentlich schon lange nicht mehr leisten.
Jetzt wurde sie auch noch zu einer Persona non grata. Die Menschen zeigen mit dem Finger auf sie und die Gläubiger rennen ihr das Haus ein.
Cecelia fasst den Entschluss nach Amerika zurückzukehren wo ihr Vater und ihre Schwester leben.
Ich habe mich lange gefragt, sind beide Frauen Opfer oder hatte Cecelia mit ihrem Lebenswandel zur Tat beigetragen. Aber ich denke, dass muss jeder Leser für sich entscheiden.
Das Buch ist sehr fesselnd geschrieben, ich konnte es oft gar nicht aus der Hand legen.
Die beiden Frauen werden sehr authentisch dargestellt. Johanne ist mir natürlich wesentlich sympathischer als Cecelia. Ich bewundere wie sie versucht ihr Leben irgendwie wieder in den Griff zu bekommen auch wenn sie sich schwertut damit.
Aber auch Cecelia verdient Bewunderung. Sie schlägt sich in Amerika mit ihren Kindern durch und versucht sich eine neue Existenz aufzubauen.
Am Ende des Buches gibt es noch ein Personenregister in dem die Autorin alle Details die sie bei ihrer Recherche zu den realen Personen aufgetan hat dokumentiert hat.
Man erkennt welch eine Recherchearbeit in diesem Buch stecken, wieviel Liebe und Enthusiasmus Silke Böschen in das Buch gesteckt hat.
Natürlich muss um dieses Gerüst aus Daten eine Geschichte gesponnen werden und ich bin der Meinung das hat Silke Böschen bravurös gemeistert.
Für dieses Buch muss ich einfach 5 Sterne vergeben (mehr gibt es leider nicht).

Veröffentlicht am 03.04.2019

Ermittlungen auf Sylt

Dünengeister
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Auf Sylt wurde in einer Düne die zum Grundstück der Familie Melander gehört 2 Leichen gefunden.
Offenbar sind sie schon vor langer Zeit zu Tode gekommen.
Kurz daraus werden Yvonne Melander und ihr kleiner ...

Auf Sylt wurde in einer Düne die zum Grundstück der Familie Melander gehört 2 Leichen gefunden.
Offenbar sind sie schon vor langer Zeit zu Tode gekommen.
Kurz daraus werden Yvonne Melander und ihr kleiner Sohn Nicky vergiftet.
Es besteht der Verdacht, dass der Giftanschlag Adeline Melander, dem Familienoberhaupt gegolten hat. Bei den Ermittlungen stoßen John Benthien und seine Kollegen darauf, dass es in der Familie ungewöhnlich viele tödliche Unfälle gab.

„Dünengeister“ ist der 6. Nordsee Krimi mit Hauptkommissar John Benthien und seinem Team aus der Feder von Nina Ohlandt.
Es gibt am Anfang eine Personenliste der Kripo Flensburg und am Ende des Buches einen Überblick über die Familie Melander und andere Personen.
Das ist sehr hilfreich so behält man gut den Überblick.
Es beginnt mit der Vorgeschichte der Familie Melander, einmal im Jahre 1778 und dann in den Jahren 1914/1915.
So bekommt man schon einmal ein Gefühl wie alteingesessen und bekannt die Familie auf Sylt ist.
Von der ersten Seite an war ich von der Story gefangen, der Beginn war schon sehr spannend und ich kann versprechen, die Spannung hält sich auch bis zum Ende des Buches aufrecht.
Lange Zeit weiß man nicht ob der Giftanschlag nicht Adeline Melander gegolten hat, es gibt immer wieder Hinweise, dass sie in Gefahr ist, außerdem gibt es einen Stalker.
Zwischen den Kapiteln gibt es dann manchmal die Gedanken des Beobachters von Adeline der ER genannt wird.
Die Mitglieder der Familie Melander sind alle sehr unterschiedlich. Tristan, der Sohn von Theo und Evi Melander hat mir gut gefallen aber auch leidgetan.
Der Junge hat ein Defizit mit Kontakten, ist ein Einzelgänger.
Anstatt ihn zu fördern wird er sich selbstüberlassen.
Es scheint sich keiner um ihn zu kümmern. Der Einzige der ihn zu verstehen scheint ist Justus Melander, der Bruder von Adeline.
Überhaupt scheint Justus der einzige Mensch in der Familie zu sein der nett und herzlich sein kann.
Von der Familie hatte ich den einen oder anderen schon in Verdacht, habe es dann wieder verworfen um ihn dann erneut zu verdächtigen.
Die Auflösung war dann auch sehr ungewöhnlich und spektakulär.
Das Ermittlerteam kennt man ja als Leser der Krimis von Nina Ohlandt schon.
Mir sind John Benthien und Lilly sehr sympathisch und es ist schön, nachdem es im letzten Buch in der Beziehung gekriselt hat, dass wieder alles im Lot ist. Auch bei Tommy scheint sich das Privatleben zu stabilisieren.
Eine Person muss noch erwähnt werden, Ben, der Vater von John. Er betreibt einen Foodblog und denkt sich die kuriosesten Rezepte aus.
Natürlich müssen John und Lilly das Ganze verkosten und ihre Meinung dazu sagen.
„Dünengeister“ ist für mich ein gelungener, spannungsgeladener Krimi den ich uneingeschränkt empfehlen möchte.

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