Profilbild von StephanieP

StephanieP

Lesejury Star
offline

StephanieP ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit StephanieP über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.10.2019

Wien abseits der Pfade

Wien abseits der Pfade (Jumboband)
0

Wien ist immer eine Reise wert, aber in den meisten Reiseführern stehen die immer selben und oftmals sehr überlaufenen Sehenswürdigkeiten. Nicht so im Buch „Wien abseits der Pfade“. Dieser Reiseführer ...

Wien ist immer eine Reise wert, aber in den meisten Reiseführern stehen die immer selben und oftmals sehr überlaufenen Sehenswürdigkeiten. Nicht so im Buch „Wien abseits der Pfade“. Dieser Reiseführer bietet unterschiedliche Spaziergänge abseits des Massentourismus und viele Sehenswürdigkeiten, welche man in keinem anderen Reiseführer findet.

Georg Renöckls Schreibstil ist flüssig und man merkt beim Lesen sofort seine große Begeisterung für Wien und die beschriebenen Sehenswürdigkeiten. Diese große Begeisterung springt sofort auf den Leser über und macht richtig Neugierig auf die beschriebenen Häuser, Lokale, Parks, etc. Der Autor lässt in die Texte auch historische Fakten sehr gelungen und informativ einfließen, ohne den Leser dabei zu langweilen. Besonders gut gefällt mir zudem der Aufbau des Buches. Es finden sich vierzehn Spaziergänge zu den unterschiedlichen Stadtvierteln und der Autor schafft es dem Leser jeden einzelnen der Spaziergänge ans Herz zu legen. Ich werde mich bei meinem nächsten Wien Aufenthalt nur sehr schwer entscheiden können, welche der Spaziergänge ich mache. Kleine Anekdoten und auf den Text abgestimmte Rezepte werten den Reiseführer zusätzlich auf und machen aus ihm etwas ganz besonderes.

Leider gibt es auch einen Kritikpunkt, welcher allerdings der Finanzierung geschuldet ist. Im Buch finden sich mehrere Karten und zahlreiche Bilder. Die Karten sind oftmals nur sehr klein und kaum lesbar, weshalb sie eher unbrauchbar sind, da man nichts erkennt. Besonders gut hingegen gefällt mir, dass auch viele Fotos der Sehenswürdigkeiten im Buch sind. Diese sind allerdings nur schwarz- weiß, weshalb leider der Flair etwas verloren geht.

FAZIT:
„Wien abseits der Pfade“ ist ein etwas anderer Reiseführer, welcher sich von anderen deutlich abhebt. Wer dem Massentourismus ausweichen und dennoch echte Wiener Sehenswürdigkeiten erleben will, wird mit diesem Reiseführer seine Freude haben. Mich begleitet er in zwei Wochen nach Wien und ich freue mich schon jetzt auf den einen oder anderen Spaziergang. Aufgrund der schlecht lesbaren Karten, vergebe ich 4 Sterne!

Veröffentlicht am 21.08.2019

Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle

Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle
0

Die Familie Hardcastle feiert einen Maskenball mit vielen geladenen Gästen. Was zu diesem Zeitpunkt noch niemand ahnt: Der Abend wird mit dem Tod der Tochter Evelyn eine tragische Wendung nehmen. Doch ...

Die Familie Hardcastle feiert einen Maskenball mit vielen geladenen Gästen. Was zu diesem Zeitpunkt noch niemand ahnt: Der Abend wird mit dem Tod der Tochter Evelyn eine tragische Wendung nehmen. Doch damit nicht genug. Dieser Tag wird sich so oft wiederholen, bis der Täter gestellt wird.

Stuart Turtons Kriminalroman ist, wie schon im Klappentext angekündigt, die perfekte Mischung aus Agathie Christie und „täglich grüßt das Murmeltier“. Besonders gelungen finde ich die Idee, dass der Hauptprotagonist den Tag des Balls nicht nur ständig wieder erleben muss, sondern hierzu auch immer in den Körper von anderen Ballgästen und deren Sichtweisen und Erlebnisse fährt. Leider konnte mich genau diese Umsetzung aber nicht hundertprozentig überzeugen. Durch die vielen Perspektiven- und Tageswechsel ist das Buch hin und wieder etwas mühselig zu lesen. Stuart Turtons Schreibstil ist fesselnd aber dennoch unaufgeregt. Obwohl die Suche nach dem Täter im Vordergrund steht, kommen auch Brutalität, Geheimnisse und seelische Abgründe nicht zu kurz. Der Autor kann bereits in den ersten paar Seiten sehr hohe Spannung aufbauen und diese zunehmen steigern, bis sie nervenzerreißend wird. Ich musste das Buch binnen weniger Tage fertig lesen.

Die einzelnen Protagonisten sind interessant, facettenreich und hegen oftmals die eine oder andere Überraschung. Hierbei gefällt mir besonders gut, dass man die Charaktere erst nach und nach besser kennen lernt, was mit den Perspektivenwechseln zusammenhängt, und somit deren wohl gehütete Geheimnisse erst im Laufe des Kriminalromans enthüllt werden. Dies hat zur Folge, dass es einige unerwartete Wendungen und schockierende Auflösungen gibt.

FAZIT:
„Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle“ hat eine Grundidee, die ich so noch nie gelesen habe und wirklich überzeugen kann. Zudem finde ich die nervenzerreißende Spannung sehr gelungen und mitreißend. Da ich die zahlreichen Perspektiven- und Tageswechsel hin und wieder etwas mühselig fand, vergebe ich 4 Sterne und hoffe auf weitere Bücher des Autors.

Veröffentlicht am 08.08.2019

Die im Dunkeln sieht man nicht

Die im Dunkeln sieht man nicht
0

München in den fünfziger Jahren: Karl, der lange Zeit in Berlin gelebt hat und einen schweren Verlust verarbeiten muss, kehrt nach München zurück um eine Arbeit als Journalist anzunehmen. Dort begegnet ...

München in den fünfziger Jahren: Karl, der lange Zeit in Berlin gelebt hat und einen schweren Verlust verarbeiten muss, kehrt nach München zurück um eine Arbeit als Journalist anzunehmen. Dort begegnet er seiner Nichte Magda, welche er seit Jahren nicht mehr gesehen hat. Gemeinsam recherchieren sie bezüglich jener Raubkunst, welche im Krieg aus dem Führerbau verschwunden ist. Die beiden geraten dabei in ein Netz aus Intrigen und große Gefahr.

Andreas Götz hat einen flüssigen und fesselnden Roman verfasst, welcher vor allem die gesellschaftlichen Entwicklungen in den fünfziger Jahren und den Münchner Lokalkolorit sehr glaubwürdig wiederspiegelt. Der Autor konnte mich binnen weniger Seiten in den Bann der Handlung ziehen und ich fand Karls und Magdas Recherchen äußerst interessant. Das Buch ist dem Genre Kriminalroman zugeordnet, was meiner Meinung nach nur bedingt der Fall ist. In der ersten Hälfte des Buches findet sich kaum Spannung sondern vielmehr eine gesellschaftliche Studie. Diese war zwar interessant und fesselnd zu lesen, aber hatte nichts mit einem Krimi zu tun. Erst in der zweiten Hälfte kann der Autor Spannung aufbauen und Krimielemente in die Handlung einfließen. Trotz der fehelenden Spannung im ersten Teil fand ich die Handlung durchgehend fesselnd und ich hatte nie den Eindruck gelangweilt zu werden.

Die einzelnen Protagonisten sind äußerst authentisch und glaubhaft an die Zeit angepasst. Alle geschichtlichen Fakten wirken sehr gut und ausführlich recherchiert und machen die Handlung dadurch besonders glaubwürdig. Besonders faszinierend finde ich, dass sehr viel Münchner Lokalkolorit aus den fünfziger Jahren einfließt. Allen voran Magda und ihren Onkel Karl fand ich wirklich sympathisch und daher habe ich ihre Jagd nach den Bildern sehr gerne und begeistert verfolgt.

Fazit:
„Die im Dunkeln sieht man nicht“ ist ein solider Kriminalroman, der erst ab der Hälfte Spannung aufbaut. Allerdings fand ich die Beschreibungen der Gesellschaft und den historischen Hintergrund äußerst atmosphärisch und faszinierend. Daher vergebe ich 4 Sterne!

Veröffentlicht am 06.08.2019

Jagd auf die Bestie

Jagd auf die Bestie (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller 10)
0

Der brutale und psychopathische Serienmörder Lucien entkommt aus einem Hochsicherheitsgefängnis und hinterlässt auf seiner Flucht viele brutal zugerichtete Leichen. Robert Hunter beschließt ihn erneut ...

Der brutale und psychopathische Serienmörder Lucien entkommt aus einem Hochsicherheitsgefängnis und hinterlässt auf seiner Flucht viele brutal zugerichtete Leichen. Robert Hunter beschließt ihn erneut zu stellen und gerät dabei in dessen Fadenkreuz, denn Lucien will Rache für seine Verhaftung.

„Jagd auf die Bestie“ ist der mittlerweile zehnte Band rund um Robert Hunter und die Fortsetzung von „Die stille Bestie“. Meiner Meinung nach ist es für das Verständnis nicht zwingend notwendig den Vorgänger zu kennen, allerdings ist dies empfehlenswert. Wichtiges Vorwissen wird geschickt in die Handlung eingebaut, wodurch auch neue Leser in die Handlung einsteigen und ihr problemlos folgen können. Ich selbst kenne den Vorgängerband und fand diese Informationen dennoch nicht langweilig, da sie sehr gelungen in die Handlung eingeflochten wurden. Wie gewohnt ist Chris Carters Schreibstil bildgewaltig, brutal und mitreißend. Der Autor kann binnen weniger Seiten große Spannung aufbauen und diese immer weiter steigern, bis sie kurz vor dem Showdown beinahe nervenzerreißend wird. Allerdings gab es meiner Meinung nach häufig zu lange Dialoge, wodurch die Spannung immer wieder etwas abgeflacht ist. Allerdings konnte Chris Carter diese ausnahmslos jedes Mal schnell wieder ins Unermessliche steigern. Im Buch finden sich einige raffinierte Wendungen und ein actionreicher Showdown, welche mich wirklich überraschen und begeistern konnten. Da einige Szenen und Beschreibungen sehr brutal und blutig sind, ist dieses Buch für empfindliche Leser eher nicht geeignet.

Die einzelnen Protagonisten sind authentisch und äußerst facettenreich. Robert Hunter ist wirklich sympathisch, wodurch der Leser mit ihm mitfiebern kann. Lucien ist unglaublich faszinierend und ich habe seine Flucht und die Verwandlungen daher gerne verfolgt und sogar mit ihm mit gelitten und mit gehofft. In diesem Fall geht es um Robert Hunters ganz persönliche Jagd, wodurch alle anderen Ermittler, allen voran Garcia leider etwas zu kurz kommen und oftmals in den Hintergrund geraten. Ich hoffe auf weitere Fälle für Hunter und Garcia.

FAZIT:
„Jagd auf die Bestie“ ist eine gelungene Fortsetzung, welche brutal, bildgewaltig und mitreißend ist. Da mir persönlich ein paar Dialoge zu ausschweifend waren und ich andere Thriller von Chris Carter etwas besser finde und mir Garcia etwas zu kurz kam, vergebe ich 4 Sterne!

Veröffentlicht am 04.08.2019

Still Alive

STILL ALIVE - Sie weiß, wo sie dich findet
0

Libby und Jamie sind seit wenigen Monaten verheiratet und mussten bereits eine Fehlgeburt verarbeiten. Seither ist ihr Verhältnis angespannt, doch dann kommt der Flyer für einen Haustausch wie gerufen. ...

Libby und Jamie sind seit wenigen Monaten verheiratet und mussten bereits eine Fehlgeburt verarbeiten. Seither ist ihr Verhältnis angespannt, doch dann kommt der Flyer für einen Haustausch wie gerufen. Die beiden reisen nach Cornwall in eine wunderschöne Villa und genießen die gemeinsame Auszeit. Doch diese Freude wird getrübt als immer wieder unerwartete Erlebnisse auftreten. Zurück in ihrer eigenen Wohnung reißen diese beängstigenden Geschehnisse nicht ab und Libby wird schnell bewusst, dass ihre Vergangenheit sie einholt und damit gerät nicht nur sie selbst in große Gefahr.

Claire Douglas Schreibstil ist flüssig und das Buch konnte mich schnell fesseln und mitreißen. Die Autorin kann schon im Prolog große Spannung aufbauen und diese durchgehend aufrecht erhalten. Im Buch wechseln sich Kapitel rund um den Haustausch und Libbys Erlebnisse in Thailand ab, wodurch die Spannung zusätzlich erhöht wird. Ein paar Geschehnisse waren eher vorhersehbar oder wirkten etwas konstruiert, wodurch ein paar Szenen etwas langatmig erschienen. Andere Auflösungen waren allerdings überraschend und diese konnten die Spannung zusätzlich erhöhen. Allen voran das Ende, auch wenn es etwas offen ist, konnte mich überzeugen und hat mir sehr gut gefallen.

Die meisten Protagonisten wirken authentisch und sind äußerst facettenreich, wodurch sich der Leser erst im Laufe der Handlung ein Bild machen kann. Beth fand ich etwas unnahbar und ich konnte mit ihr relativ wenig anfangen. Libby hingegen war mir sehr sympathisch und ich musste daher mit der jungen Frau mit fiebern. Besonders gut gefällt mir hierbei, dass Libby viele Geheimnisse hat, welche erst nach und nach offenbart werden. Teilweise waren diese Auflösungen eher vorhersehbar und daher nicht überraschend, aber andere kamen ganz unerwartete und waren schockierend.

FAZIT:
„Still Alive- Sie weiß, wo sie dich findet“ ist ein gelungener und raffinierter Thriller, der mich Großteils wirklich fesseln und überzeugen konnte. Da ich mit Beth nicht viel anfangen konnte und ein paar Szenen etwas konstruiert und vorhersehbar fand, vergebe ich 4 Sterne!