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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.10.2019

Etwas flach, etwas wenig, aber Jenny-Elvers-Nettigkeiten

Wackeljahre
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Fee zum Buchinhalt und Meinung:
Jenny Elvers ist jetzt nicht meine Lieblingsprominente, trotzdem fand ich sie immer eher sympathisch, daher hab ich mich auch über ihre Biografie gefreut.

Nun ja, 15 ...

Fee zum Buchinhalt und Meinung:
Jenny Elvers ist jetzt nicht meine Lieblingsprominente, trotzdem fand ich sie immer eher sympathisch, daher hab ich mich auch über ihre Biografie gefreut.

Nun ja, 15 Euro für nicht mal 200 Seiten fand ich sehr teuer. Zumal es nicht in die Tiefe ging und die meisten Leute gar nicht namentlich genannt wurden. Es gab z. B. den „Rockstar“ und den „bekannten Regisseur“. Da ich jetzt nicht so wirklich die Klatschpressenkennerin bin, hab ich keine Ahnung, wer das ist.

Mein Eindruck von der Biografie ist, dass Jenny Elvers einfach eine „nette“ Biografie schreiben wollte, niemanden beleidigen oder sich’s mit jemand verscherzen. Aber doof, dass sie dann dem Leser so was serviert. Denn als Leserin bin ich schon enttäuscht. Und sogar meine Mama hat überhaupt KEINEN Kommentar zum Buch abgegeben und das sagt schon alles.

Es war zu wenig, zwar ihre Sicht, aber in Nettigkeit nicht zu überbieten, für die ganzen Widrigkeiten, die sie so „überstanden und überlebt“ hat. Leider gab’s auch nichts Neues, und das sag ich, wo ich nicht viel über sie weiß.

Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Als Fan kann man diese Biografie lesen, aber ich rate dann dazu, sie aus der Bibliothek auszuleihen, denn kaufen lohnt sich leider nicht wirklich. Dabei scheint Jenny Elvers wirklich eine nette sehr sympathische Person zu sein.

Veröffentlicht am 05.09.2019

viel blau und Sachbuchcharakter

Ein neues Blau
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Fee zum Buchinhalt:
Anja, die ein etwas problematisches Elternhaus und Leben hat, mit der Schule nicht mehr so klar kommt, trifft auf Lili. Lili ist schon etwas älter und benötigt eine „Gesellschafterin“, ...

Fee zum Buchinhalt:
Anja, die ein etwas problematisches Elternhaus und Leben hat, mit der Schule nicht mehr so klar kommt, trifft auf Lili. Lili ist schon etwas älter und benötigt eine „Gesellschafterin“, allerdings würde sie das keinesfalls zugeben.

Fees Meinung:
Anja und Lili kommen überraschend gut miteinander aus. Lili erzählt Anja aus ihrem Leben und so erfährt man sehr viel.

Die Geschichte spielt zunächst in den 80ern, dann vor dem Krieg (Lilis Kindheit und dass sie dort Kindermädchen war) während des Krieges und dann wieder in den 80ern. Diese ganzen Zeitsprünge waren leider etwas verwirrend und so hatte das Hörbuch einfach Längen, das auch die Sprecherinnen Eva Meckbach und Nina Lilith nicht mehr ausbügeln konnten, auch wenn sie ihre Sache gut gemacht haben. Man musste sich wirklich sehr konzentrieren und konnte sich dadurch leider nicht in die Geschichte fallen lassen. Es ist keinesfalls leichte und einfache Literatur. Es gibt zwei Sprecherinnen, wegen den zwei Erzählsträngen. Das Leben von Lili und das von Anja.

Zeitweise fiel es mir sehr schwer weiter zu hören, es war ja auch ein sehr langes ungekürztes Hörbuch mit 8 CDs und somit über 10 Stunden Dauer. Als Buch hätte ich es längst zur Seite gelegt und aufgegeben.

Der Autor schreibt leider so, dass mir Lili und Anja zuweilen recht fremd blieben. Ich konnte kaum Emotionen aufbauen, was ich sehr schade fand. Dazu wurde die Geschichte ziemlich sachlich erzählt. Dabei ist Lilis Geschichte eigentlich interessant und nicht langweilig. Aber ich finde, der Autor hätte sie spannender und unterhaltsamer schreiben können. Das Ganze wurde dann des Öfteren langatmig und dann gab es wieder einige Stellen, die mich faszinierten. Ich habe zum Beispiel sehr viel über den jüdischen Glauben und über Tee gelernt. Das blaue Porzellan zieht sich wie ein Faden durch die ganze Geschichte. Da Lilis Mutter früh stirbt und sich ihr Vater Jakob um sie kümmern muss. Sie lernt dann den Geschäftsführer der Königlichen Porzellanmanufaktur kennen und so hat sie einen neuen Lebensinhalt. Auch da habe ich viel gelernt, vor allem über das „neue blau“. Allerdings hat es einige (viele) Stellen, da dachte ich, das ist ein Sachbuch.

Lilis Geschichte könnte man verfilmen, so umfangreich ist sie. Wahnsinnig viel hat sie erlebt und viele interessante Leute kennen gelernt. Allerdings gibt’s auch viele Klischees. Anja, kam mir nicht so authentisch rüber wie Lili. Lili stammt aus einem „guten Hause“, Anjas Eltern sind „High Society“, beide haben ihre Mutter verloren. Anja lernt auch viel von Lili. Auch spielt die Geschichte hauptsächlich in Berlin und wurde meiner Meinung bzw. Schulerinnerung nach gut recherchiert.

Man liest/hört also mehr von der „guten, nicht gerade armen“ Gesellschaft, somit spiegelt es nur einen Teil ab und ist auch nicht wirklich ein historischer Roman, auch wenn einige Teile in historischen Zeiten spielen.

Teilweise gefielen mir die Charaktere sehr gut. Teilweise wurde ich nicht warm damit. Das Cover passt auch sehr schön zum Buch.

Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Alles in allem ein Hörbuch das eindeutige Längen aufweist und auch Sachbuchcharakter. Mit Höhen und Tiefen, tollen Charakteren und teilweise Charaktere mit denen ich nicht warm wurde. Ich möchte dem Hörbuch 2,9 Sterne geben, also aufgerundet 3. Ich denke auch, dass man sich den Autor Tom Saller merken sollte.

Veröffentlicht am 13.08.2019

Informativ, wenn man nicht gerade Liros schreiben möchte

Romane schreiben
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Fee zum Buchinhalt samt Meinung:
Dieses Buch ist eine Anleitung, wie man Romane schreibt. Wie man die Geschichten entwickelt, die Figuren zeichnet und den Stil findet.

Vorneweg möchte ich gleich mal ...

Fee zum Buchinhalt samt Meinung:
Dieses Buch ist eine Anleitung, wie man Romane schreibt. Wie man die Geschichten entwickelt, die Figuren zeichnet und den Stil findet.

Vorneweg möchte ich gleich mal 2 Sachen anmerken. Es ist sicher schon das 5. Buch zu diesem Thema, das ich gelesen habe und zudem lese ich relativ viele Sachbücher. Außerdem merkt man hier, dass die Autoren wissen, wovon sie reden und in einem Seminar wäre ich ganz sicher gut bei ihnen aufgehoben.

Ich finde das Buch sehr interessant und lehrreich. Es hilft mir auch, Bewertungen einfacher zu schreiben. Wenn ich nicht 5 Sterne vergeben kann, tut mir das total leid, aber dann möchte ich auch möglichst genau schreiben, warum das so ist. Und hier habe ich einige Antworten gefunden, zu einigen Büchern, die ich gelesen habe und die mir nicht gefielen, die ich langweilig fand und bei denen ich mich durchgequält habe, nur weil ich die Leserunde gewonnen habe.

Aber es wird mir auch bei meinem Buchprojekt helfen. Als erstes nehme ich meine Geschichte bzw. den Krimi. Beides habe ich vor ca. 25 Jahren geschrieben und werde sie umschreiben, verbessern und interessanter machen.

Und nun kommt das, was mich gestört hat (und ehrlich gesagt, fühle ich mich nun nicht wohl dabei, dass ich das schreiben muss, aber da ich immer meine Empfindungen und Meinungen aufschreibe, so auch hier.): Dieses Buch ist erstens mal für Menschen gedacht, die wohl eher im Stil von Heinrich Heine (!) oder Wolfgang Gogolin schreiben. Das sind aber nicht mein Stile und auch ganz sicher nicht mein Beuteschema. Das was ich schreiben möchte, ist mehr Unterhaltung, wo man nicht wirklich nachdenken möchte, sondern einfach die Umwelt und die Unbilden des Tages vergessen möchte. Dafür nutzt das Buch dann eher weniger.

Zudem mag ich Sachbücher, die ein paar Bilder beinhalten und wo das ganze noch mal als Fazit fett gedruckt wird oder einfach noch ein gemalter Kasten beim Kapitel, damit man weiß, auf was man bei diesem Thema achten sollte.

Es wurde zwar auf sehr viel eingegangen, aber leider auch nicht auf alles. Was ich sehr schade finde. Aber spontan fällt mir eine Autorin ein, der das Buch weiterhelfen würde: Carolin Uliczka - Man sitzt insgesamt viel zu wenig am Meer. (Und das meine ich nicht als Beleidigung. Ich werde diese Autorin im Auge behalten, denn ich bin sicher, dass da sie das Potential zur Verbesserung hat und dass sie das kann!!! Habe ich das jetzt richtig ausgedrückt?)

Außerdem fehlt ein wichtiges Kapitel bzw. Tipp für die Bewerbung an einen Verlag: In welcher Schrift schreibt man das Buch? Wie gestaltet man es auffälliger, damit es aus der Masse der Schriftstücke herausragt? Und in welcher Art und Weise schickt man das Buch zu einem Verlag, wie sieht das aus? In einem anderen Buch wurde über die Schriftart gesprochen, über das Aussehen und dazu, dass man noch eine kurze Zusammenfassung dazu schreiben sollte. Zudem hätte ich mir mehr Links für Verlage gewünscht oder eine Auflistung. Aber DAS wiederum hätte wahrscheinlich das Buch gesprengt?!

Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Die Autoren wissen wovon sie schreiben, das ist auf jeden Fall unbestritten. Sie vertreten die etwas „höhere“ Literatur und da die meisten eher leichte Unterhaltungsromane oder Krimis schreiben wollen, ist das eventuell nicht so wirklich die Zielgruppe des interessierten Lesers. Nichtsdestotrotz finde ich das Buch (zusätzlich zu anderen Büchern des Genres) sehr empfehlenswert, auch für „Nur“ Rezenten, denn so können sie genau sagen, was fehlt oder was ihnen nicht gefällt, wenn sie schon abwerten und nicht nur mit ein, zwei Sätzen. Der Autor hat ja auch Sorgfalt und Mühe in das Buch gesteckt, also sollte man ihn auch darüber informieren, warum einem das Buch nicht gefällt. 3 Sterne und ein must-have. Ich werde es auf jeden Fall behalten und immer mal wieder reinschauen und gucken, was ich selber an meinen Rezis und an meinen bisher geschriebenen Romanen/Krimis/Kurzgeschichten verbessern kann.



Veröffentlicht am 11.08.2019

Ein kleines Mutmachbüchle

Man sitzt insgesamt viel zu wenig am Meer
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Carolin Uliczka Man sitzt insgesamt viel zu wenig am Meer
2019, Books On Demand

Fee erzählt vom Buchinhalt:
Charlotte tauscht Briefe mit ihrer bislang unbekannten Lebensretterin. Sie fährt ans Meer und ...

Carolin Uliczka Man sitzt insgesamt viel zu wenig am Meer
2019, Books On Demand

Fee erzählt vom Buchinhalt:
Charlotte tauscht Briefe mit ihrer bislang unbekannten Lebensretterin. Sie fährt ans Meer und freut sich darauf, ihre Lebensretterin kennen zu lernen. Am Meer trifft sie einen seltsamen Jogger, ihr bester Freund Daniel hat dort ein Lokal und dazu hat er den Koch Jan eingestellt.

Fee´s Meinung:
Die Geschichte ist eigentlich wunderschön und eignet sich gut, um sie an einem Nachmittag oder Abend zu lesen. Aber mir fehlt der emotionale Tiefgang, den diese Geschichte birgt. Sie bekam eine Spende, um zu überleben, von einer anderen jungen Frau. Diese stirbt bei einem Unfall. Schon alleine letzteres fand ich sehr schade. Diese Geschichte birgt so viel Herzpotential, doch sie hat mich viel weniger berührt, als sie sollte. Es ist fließend geschrieben, aber doch nicht so, dass es viele Emotionen gibt. Das fand ich sehr schade.

Das Meer ist wunderschön beschrieben, könnte aber noch ausgeweitet werden. Insgesamt wäre es besser gewesen, wenn dieses Buch mehr Seiten hätte und mit richtig viel Herz geschrieben wäre.

Auch war alles – für mich – zu undurchsichtig, als dass es spannend gewesen wäre. Die Briefe am Anfang fand ich toll. Sie haben mich an das Buch gefesselt und dafür gesorgt, dass ich mich beworben habe, nach der Leseprobe und dass ich beim Lesen geblieben bin. Dass es zusätzlich eine Liebesgeschichte ist und es insgesamt drei Verehrer gibt, fand ich wenigstens ein bisschen spannend. Auch wenn ich insgeheim auf den Richtigen getippt hatte.

Das Cover gefällt mir sehr gut. Der Rückentext ist irgendwie nichtssagend. Ich hätte ihn komplett anders geschrieben, so spricht es den Leser leider nicht so sehr an. Der Titel ist aber sehr gut gewählt und passt auch zur Geschichte.

Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Ein kleines Büchle das Mut macht. Insgesamt aber zu wenig Tiefe und beschriebene Emotionen birgt. Trotzdem eine Empfehlung von mir mit drei Sternen. Und ich werde die Autorin im Auge behalten, denn hier steckt noch gaaaanz viel Potential drin.


Veröffentlicht am 27.07.2019

Das Besondere, das ich nicht verstehe ;-)

Sissis Kopf
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Meine – Lesezeichenfees – Meinung und Buchinhalt:
Es ist ein Salzkamergut Krimi. Sissis (oder Sisis, der Autor/Verlag kann sich nicht entscheiden, hinten steht Sisi) Kopf wird gestohlen. Es gibt gleich ...

Meine – Lesezeichenfees – Meinung und Buchinhalt:
Es ist ein Salzkamergut Krimi. Sissis (oder Sisis, der Autor/Verlag kann sich nicht entscheiden, hinten steht Sisi) Kopf wird gestohlen. Es gibt gleich viele Verdächtige und natürlich auch einen Toten.

Teilweise fand ich die Figuren die auftauchten verwirrend, das mag aber auch davon kommen, dass ich Band 1 bis 3 nicht kenne. Die Charaktere fand ich auch nicht sehr sympathisch, wobei ich die Frauen alle sehr unsympathisch fand. Die eine stielt, die andere ist nur auf ihren Vorteil bedacht und letztere führt sich als Polizeisekretärin sehr peinlich auf. Und dazu die, die den Mordfall behindert. Ebenso seltsame Ehefrauen und die „Füchsin“. Die Männer kamen meiner Meinung nach besser weg. Brandner tat mir gar leid.

Der Schreibstil/Krimi war – hingegen meiner Erwartung – leider nicht wirklich lustig. Allerdings war er sehr gut lesbar (gut geschrieben), so dass das Buch zügig durchgelesen war. Es war auch teilweise spannend, weil immer wieder Sachen passierten, die ich so nicht wirklich erwartet hatte. Vor allem das Ende war absolut überraschend für mich.

Das Cover gefällt mir sehr gut. Das ganze Buch ist sehr liebevoll gestaltet. Das Abrunden, der Text (von Sissi/Sisi abgesehen) und auch das Bild des Autors machen einen sehr sympathischen Eindruck. Im Buch sind Zeichnungen, wahrscheinlich vom Autor selbst, die sehr liebevoll gezeichnet sind. Die Charaktere kann man sich so auch besser vorstellen. Leider gefallen mir diese Bilder überhaupt nicht. Mir gefallen hingegen die gezeichneten Stadtkarten von Gmunden und Bad Ischl sehr gut, auch das Glossar fand ich toll. Ich kannte zwar 2/3 der Übersetzungen, aber so was finde ich immer sehr gut.

Anmerken möchte ich, dass ich das Buch in einer Leserunde bei Lovelybooks gewonnen habe und der Autor – mehr oder weniger – bei der Leserunde dabei war. Eine der Mitleserinnen fand, dass sich die Charaktere von Band 1 bis 3 zum 4. Band hin geändert hätten und es einiges gab, was nun ganz anders war. Aber ok, das werde ich wohl nicht herausfinden, weil ich nicht unbedingt vorhabe mehr Bände dieser Reihe zu lesen.

Es gab auch durchaus Lokalkolorit und viele österreichische Worte.

Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Es fällt mir unheimlich schwer, dieses Buch zu bewerten, denn der Krimi gefiel mir größtenteils nicht. Allerdings war es wiederum spannend und ich hab mich nicht gelangweilt. Trotzdem war ich froh, als ich das Buch ausgelesen hatte und das lag nicht nur an den Bildern, die ich nun nicht mehr sehen muss. Dessen ungeachtet ist das Buch wirklich liebevoll gestaltet, wenn es auch nicht meinen Geschmack getroffen hat, daher vergebe ich 3 Sterne.