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Veröffentlicht am 13.08.2019

Verrückt nach Karten

Verrückt nach Karten
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"Verrückt nach Karten : geniale Geschichten von fantastischen Ländern", herausgegeben von Huw Lewis-Jones, erschien am 15.06.2019 im Verlag wbg Theiss und umfasst 256 Seiten mit zahlreichen Abbildungen ...

"Verrückt nach Karten : geniale Geschichten von fantastischen Ländern", herausgegeben von Huw Lewis-Jones, erschien am 15.06.2019 im Verlag wbg Theiss und umfasst 256 Seiten mit zahlreichen Abbildungen und mehreren Aufsätzen.
Diese Aufsätze stammen von Autorinnen und Autoren, aber auch anderen Kunstschaffenden (z.B. des Films), die ihr Verhältnis zu Karten beschreiben, und wie und welche Karten sie in ihrem Tun beeinflusst haben.
Dabei ist festzustellen, dass v.a. Stevensons Schatzinsel-Karte, Baums Der Zauberer von Oz und Tolkiens Mittelerde genannt werden.
Dies zeigt, dass das Gros (wenn nicht sogar alle) Autoren des Buches aus dem angloamerikanischen Raum stammen - durchaus eine kleine Kritik, denn auch aus anderen Ländern sind Autoren bekannt, die Karten in ihre Werke einbauten (Walter Moers Zamonienromane oder Uderzos und Gosciynys Asterix-Bände (Asterix wird tatsächlich erwähnt (S. 74f und 114), bei Moers bin ich mir nicht sicher - zumindest hat er keinen Registereintrag)).
Obwohl alle Buchteile, die wiederum die einzelnen Aufsätze beinhalten, Überschriften tragen wie: Teil eins - täuschend echt oder Teil drei - Karten erstellen, erhält man meist nicht das, was man sich darunter vorstellt.
Im Grunde sind alle Aufsätze ähnlich. Es handelt sich immer um die persönliche Einstellung der Autorin/des Autors zu Karten, welche sie oder ihn beeinflusst haben und wie sie/er diesen Einfluss in ihrem/seinem Werk umsetzt.
Dabei handelt es sich nicht nur um Schriftsteller, die ihren Blick auf Karten preisgeben, sondern z.B. auch eine Mitarbeiterin vom Set der Harry-Potter-Filme, die an der Karte des Rumtreibers tätig war.

Interessant war auch, dass den Begriff Mental Map alle zwar irgendwie umschreiben, aber nur (nach meiner Erinnerung) in einem Aufsatz konkret so vorkommt. Interessant ist dies deswegen, da all diese Autoren von dieser Theorie beeinflusst sind.
Eine Mental Map ist eine Karte, die ein Individuum sich von einer Region macht, beeinflusst durch die eignen Vorstellungen, von Erzählungen die sie über diese Region gehört oder gelesen hat, von anderen Karten die sie gesehen hat, von persönlichen Erfahrungen in dieser Region, und die wir zeichnen oder beschreiben können - sei es als bloße Linien oder als druckreife Karte.
Nehmen sie z.B. den Weg zum Bäcker oder zur Arbeitsstelle oder zur Schule o.ä. - Sie können sich den Weg vorstellen, ihn beschreiben, aufzeichnen, aber sie können nie die Realität abbilden. Manche Details werden nicht stimmen, aber so stellen Sie sich diesen Weg vor - so ist diese Karte mental in Ihnen gespeichert.

Doch nicht nur fiktive Welten und Karten beeinflussten die Autorinnen und Autoren, sondern auch historische Karten wie die Mappa Mundi oder die Ebstorfer Weltkarte.

Insgesamt ein interessantes Buch mit sehr vielen Abbildungen von Karten und Kartenausschnitten.
Leider versprechen die Überschriften häufig mehr, als tatsächlich beinhaltend und insgesamt geht es immer ums gleiche - der Einfluss einer oder mehrerer Karten auf mein Werk.
Durchaus interessant und schön zu lesen, jedoch hatte man das Gefühl, dass wenn man einen Aufsatz gelesen hatte, alle gelesen hatte.
Toll sind jedoch die abgedruckten Karten und, falls jemand eine/n der Autorinnen oder Autoren kennt und wissen will, wie sein künstlerisches Schaffen konkret beeinflusst wurde, kann man durchaus mehrere Aufsätze lesen - ich persönlich kannte niemanden.

Veröffentlicht am 07.04.2019

Experimente wirklich auch für Laien?

Der kleine Baumarkt-Physiker
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"Der kleine Baumarkt-Physiker - Experimente für alle, die es zu Hause richtig krachen lassen wollen" ist ein Experimentierbuch für jedermann von Sven Sommer.

Der Klappentext und die Einleitung versprechen ...

"Der kleine Baumarkt-Physiker - Experimente für alle, die es zu Hause richtig krachen lassen wollen" ist ein Experimentierbuch für jedermann von Sven Sommer.

Der Klappentext und die Einleitung versprechen viele spannende Experimente mit "Knalleffekt", die jeder zu Hause nachmachen kann. Die Experimente sollen sehr einfach nachzumachen sein, weil man dazu keine komplizierten Apparaturen oder Stoffe braucht, sondern, wie der Titel schon sagt, nur Sachen, die man im Baumarkt oder im Supermarkt kaufen kann oder bereits zu Hause hat. Außerdem soll man auch keine Fachkenntnisse oder übrig gebliebenes Schulwissen benötigen, sondern alles was man an physikalischem Hintergrundwissen einfach und schnell in den Einleitungstexten zu den verschiedenen Experimenten vermittelt bekommen.

Ich fand die Idee des Buches sehr gut. Ich hatte Physik lange in der Schule und mochte es auch sehr gerne. Jahre später ist von meinem Physikwissen zwar nichts mehr übrig, das Interesse ist aber geblieben. Nach der Einleitung zu dem Buch war ich aber etwas ernüchtert. Die Einleitung fand ich etwas langatmig und wenig Laien-gerecht geschrieben. Als ich dann im E-Book weiterblättern und mir die ersten Experimente durchlesen wollte, musste ich leider feststellen, dass mein E-Book defekt war. Es hängt sich jedes Mal auf der Startseite des ersten Experimente-Kapitels auf. Ich kann zwar wieder zurück zum Inhaltsverzeichnis, aber keine andere Seite im E-Book mehr öffnen. Die Möglichkeit das E-Book erneut herunterzuladen hatte ich auch nicht mehr, weil dieser Zeitraum schon abgelaufen war.

Insgesamt kann ich also nur ein sehr schwammiges Urteil abgeben. Ich finde die Idee des Buches sehr gut, war aber von der sprachlichen und inhaltlichen Formulierung der Einleitung etwas enttäuscht. Außerdem war es für mich auch deprimierend das E-Book nicht weiterlesen zu können. Das werde ich aber nicht in die Bewertung einfließen lassen, denn ich gehe davon aus, dass es sich dabei (hoffentlich um einen Download-Fehler und nicht um einen Fehler im E-Book selbst handelt.
Deswegen vergebe ich für das Buch 3-4 Sterne. Wenn ich in Zukunft einmal Gelegenheit bekommen sollte, die Beschreibungs- und Erklärungstexte zu den Experimenten zu lesen, entscheidet es sich. Sollten die Experimente einfach nachzumachen und abwechslungsreich, die Texte allgemein verständlich und gut zu lesen sein, bekommt das Buch 4 Sterne. Sind die Texte schwierig und voller Fachbegriffe (am Ziel des Buches vorbei), dann bekommt es nur 3 Sterne.

Vielen Dank Netgalley und dem Piper-Verlag für das E-Book-Rezensionsexemplar.

Veröffentlicht am 20.07.2022

Ein anstrengendes, überraschendes Buch - nicht zu empfehlen

Dieser Beitrag wurde entfernt
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"Dieser Beitrag wurde entfernt" von Hanna Bervoets war für mich ein sehr anstrengendes Buch, obwohl es so kurz ist.
Auch nach dem Klappentext und der Leseprobe hätte ich etwas anderes erwartet - ich habe ...

"Dieser Beitrag wurde entfernt" von Hanna Bervoets war für mich ein sehr anstrengendes Buch, obwohl es so kurz ist.
Auch nach dem Klappentext und der Leseprobe hätte ich etwas anderes erwartet - ich habe schon damit gerechnet, dass das Buch psychisch nicht einfach zu ertragen und verarbeiten sein wird - das war es dann auch, aber doch ganz anders als ich gedacht hatte.

Für alle die eine genauere Erklärung wollen, unten nach den Sternchen, ein Spoiler.
Ich würde das Buch nicht nochmal lesen und auch niemandem empfehlen.
Ich habe mir auch die Frage gestellt, ob es irgendeinen Einfluss auf meine Sicht der Handlung hatte, dass die Hauptperson eine lesbische Frau ist und ob ich die Handlung anders einschätzen würde, wenn ein Mann als Hauptperson so gehandelt hätte. Meine Antwort ist ganz einfach: nein. Die Hauptperson ist furchtbar und an dieser Einschätzung ändert weder ihr Geschlecht etwas, noch dass sie die Ich-Erzählerin ist.

Ich werde noch ein wenig brauchen, bis ich das Buch verarbeitet habe...

**
Spoiler:
Die Hauptfigur erklärt die ganze Zeit, dass ihr die Arbeit mit den belastenden Inhalten nichts ausmacht, dabei ist sie aber die ganze Zeit extrem besitzergreifend gegenüber ihrer Freundin und Sex-süchtig und hat auch mit ihrer Freundin Sex gegen deren Willen. Sie nimmt das aber nicht wahr und sieht auch nicht, wie sehr ihr ihr Leben und die Arbeit zusetzen.
**

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Veröffentlicht am 08.03.2020

Leider zu viel Zeit nötig.

100 Tage voller Ausgeglichenheit
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"100 Tage voller Ausgeglichenheit : Mein Weg zu mehr innerer Ruhe" ist eine Mischung aus Sachbuch/Ratgeber und Selbermach-/Mitmach-Buch von arsEdition.

Leider muss ich sagen, dass mir das Buch nicht ...

"100 Tage voller Ausgeglichenheit : Mein Weg zu mehr innerer Ruhe" ist eine Mischung aus Sachbuch/Ratgeber und Selbermach-/Mitmach-Buch von arsEdition.

Leider muss ich sagen, dass mir das Buch nicht so gut gefällt wie ich dachte, und dass es mich auch ein wenig enttäuscht hat. Natürlich ist mir klar, dass man nicht von einem Augenblick auf den nächsten ausgeglichener wird und zur inneren Ruhe findet, trotzdem hätte ich mir mehr alltagstaugliche Tipps und Aufgaben gewünscht.
Wenn man viel Freizeit hat, ist das Buch bestimmt angenehm und entspannend.
Wenn man aber so wie ich, eine Vollzeit-Arbeitswoche hat, eine Wochenendbeziehung führt und auch ein Großteil der Hausarbeit am Wochenende erledigt werden muss, dann hat man innere Ruhe und Ausgeglichenheit wahrscheinlich nötiger als so manch anderer. Gerade wenn man aber wenig Zeit hat, sind ein Großteil der Tipps und Aufgaben in dem Buch aber nicht anwendbar und verlangen viel zu viel Zeit.
Ich dachte, ich könnte das Buch "durcharbeiten", indem ich jeden Tag abends vorm Schlafengehen die Aufgabe für den nächsten Tag lese und diese dann in meinem normalen Alltag befolge. Wenn ich dann aber Aufgaben bekomme, wie z.B. einfach mal einen ganzen Tag gar nichts zu tun, oder eine Stunde lang nur meine Lieblingsmusik zu hören, dann konnte ich darüber leider nur lachen. Ein Buch mit solchen Tipps hat für mich keinen Sinn, denn wenn ich so viel Zeit übrig hätte, dann bräuchte ich den Ratgeber nicht. Wenn ich aber extra Urlaub nehmen muss, um diese Aufgaben zu erfüllen und "zur inneren Ruhe" zu gelangen, dann ist mein Leben danach noch vollgepackter und stressiger.

Für mich ist das Buch also leider einfach nicht praktikabel und nicht zu empfehlen. Ich hätte mir mehr Aufgaben gewünscht, die nicht nur lange Unterbrechungen im Leben sind, sondern ständig wiederholbare, kurze Übungen für jeden Tag.
Der Fairness halber muss ich aber sagen, dass das Buch sehr schön und liebevoll gestaltet ist. Deswegen und weil es für andere vielleicht gut brauchbar ist, hat es noch 2 Sterne bekommen.

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