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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.11.2016

Spannende Geschichte

Der Blackthorn-Code - Das Vermächtnis des Alchemisten
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Christopher Mowe ist Lehrling in der Apotheke von Benedict Blackthorne. Sein Meister behandelt ihn gut, auch wenn Chris sich so manch einen Unsinn oder auch gefährliche Experimente ausdenkt, bei denen ...

Christopher Mowe ist Lehrling in der Apotheke von Benedict Blackthorne. Sein Meister behandelt ihn gut, auch wenn Chris sich so manch einen Unsinn oder auch gefährliche Experimente ausdenkt, bei denen ihn immer sein Freund Tom, Bäckerssohn und -lehrling, unterstützt.
Seit einiger Zeit werden in London Apotheker umgebracht und Christ versucht gemeinsam mit Tom die Codes von Blackthorne zu entschlüsseln, um hinter das Geheimnis zu kommen. Doch er hat sich Feinde gemacht und muss sich vor ihnen verstecken. Das hält ihn nicht vor weiteren Ermittlungen ab.
Eine spannende Geschichte aus dem London der Frühen Neuzeit, nicht nur für Jungen, sondern auch für den erwachsenen Leser. Man erfährt quasi en passant viel Lehrreiches über Alchimie, Experimente, Apotheker und das tägliche Leben in der Frühen Neuzeit in einer Metropole ohne dass diese Informationen belehrend wirken. Sie sind ganz im Gegenteil gut in die Geschichte eingebunden.
Der Protagonist ist ein Sympathieträger und man hofft und bangt mit ihm. Ein überaus lesenswertes Buch, in dem man "versinkt" und die Geschichte mit erlebt.

Veröffentlicht am 07.11.2016

Tolles Buch!

Brot backen in Perfektion mit Hefe
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Bei einem Backbuch kommt es nicht allein auf die schöne Aufmachung, sondern auch auf verständliche, gut nachzubackende in diesem Fall Brote und Brötchen an.

Die Aufmachung gefiel mir schon mal sehr. Schöne ...

Bei einem Backbuch kommt es nicht allein auf die schöne Aufmachung, sondern auch auf verständliche, gut nachzubackende in diesem Fall Brote und Brötchen an.

Die Aufmachung gefiel mir schon mal sehr. Schöne Fotos (besonders gut gefällt mir das Inhaltsverzeichnis mit den kleinen Kontaktbildern), gute Einführung zu Material, kleine graue Kästchen mit Tipps (einheitlich gestaltet, gut wieder zu finden), einige kleine Exkurse, Einführungen, bei den Rezepten neben den Fotos auch schöne Zeichnungen zum Beispiel von einer Mehltüte oder eine Kanne mit Buttermilch. Zwei Lesebändchen sind auch sehr praktisch, wobei ich meine Backbücher mit der Zeit immer mit kleinen Klebezetteln versehe und ihnen so die individuelle Note gebe.
Doch das schönste Buch ist nicht zu gebrauchen, wenn es zu kompliziert ist oder zu viele Zutaten oder aber der gewünschte Effekt nicht erzielt wird. Ich habe längst nicht alles Brote gebacken, sonst würde die Rezension noch ein paar Monate brauchen, aber der erste Praxistest zeigt, dass ich - mit ein bisschen Übung - ein leckeres Brot backen kann, das sich auch leicht variieren lässt. Ich habe aus Zeitgründen erstmal auf den Vorteig verzichtet, aber der zweite Versuch mit Vorteig bringt ein noch schmackhafteres Ergebnis.
Ein rundum tolles Buch, das Freude beim Ausprobieren bereitet und gleichzeitig informativ ist.

Veröffentlicht am 23.10.2016

Ein zauberhaftes Märchen

Die silberne Königin
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Emma arbeitet im Silberbergwerk, obwohl sie dort nicht viel verdient und die Arbeit hart ist. Aber sie muss nicht nur für sich, sondern auch für ihren Vater Geld verdienen, der vor Kummer vergeht seit ...



Emma arbeitet im Silberbergwerk, obwohl sie dort nicht viel verdient und die Arbeit hart ist. Aber sie muss nicht nur für sich, sondern auch für ihren Vater Geld verdienen, der vor Kummer vergeht seit dem Tod seiner Frau vor vielen Jahren. Doch ihr Traum ist es seit Langem in der Chocolaterie von Madame Weltfremd zu arbeiten. Aber sie hat doch nur so schäbige Kleidung und dort kaufen nur die Reichen ein und selbst diese können es sich kaum leisten. Doch nach einem Vorfall in der Mine schafft Emma es doch in der Chocolaterie zu arbeiten und so entkommt sie während der Arbeit der Kälte des ewigen Winters, denn dieser Ort kennt keine andere Jahreszeit. Die Madame erzählt ihr und Ophelia abends manchmal ein Märchen, obwohl sie es eigentlich nicht sollte. Aber ist das wirklich nur ein Märchen?

Eine zauberhafte Geschichte bei deren Lektüre man es sich am besten mit einer heißen Tasse Schokolade unter einer Decke auf dem Sofa gemütlich macht, um die Kälte zu vertreiben. Ein wunderbarer Schreibstil, der an Märchen erinnert, die man jedoch noch nie gehört hat.
Diese Geschichte wartet immer wieder mit unerwarteten Wendungen auf sich und überrascht den Leser, der dazu verleitet wird immer weiter zu lesen, um hinter all die Geheimnisse zu kommen.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Aktuell und bildgewaltig

Die Attentäter
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Cliff, Alain und Margarethe kennen sich seitdem sie 4 Jahre alt sind und im selben Haus wohnen. Doch ihre familiären Hintergründe sind sehr unterschiedlich. Cliff wohnt zusammen mit seinem Vater, ein nicht ...

Cliff, Alain und Margarethe kennen sich seitdem sie 4 Jahre alt sind und im selben Haus wohnen. Doch ihre familiären Hintergründe sind sehr unterschiedlich. Cliff wohnt zusammen mit seinem Vater, ein nicht immer einfaches Zusammenleben; die Mutter schaut nur immer kurz vorbei, nimmt Cliff jedoch nicht zu sich. Margarethes Eltern hingegen ist das Familienleben und ein schön dekoriertes Heim (Mutter) sehr wichtig. Ihr Vater arbeitet auf einem Amt, die Mutter hat ein Dekoartikelgeschäft. Ganz oben wohnt Alain mit seinen Künstlereltern.
Cliff ist innerlich zerrissen, weiß nicht, wo sein Platz ist, hat Probleme zu seinen Gefühlen zu stehen. Alain orientiert sich an Cliff, versucht dann wieder von ihm loszukommen, sein eigenes Leben zu leben. Margarethe ist so etwas wie der ruhende, ausgleichende Pol zwischen den beiden Jungen.
Das Thema Licht und Dunkelheit sowie Flügel zieht sich wie ein roter Faden durch dieses Buch; die Sprache ist wie immer bei Antonia Michaelis ein wahrer Sog, sehr bildgewaltig, die den Leser je nachdem in die Dunkelheit oder ins Licht zieht, immer, wenn es zum Äußersten geht, gibt es einen abrupten Wandel, wie einen Strudel.
Wird es in Berlin einen Anschlag geben, wie ihn Paris im November 2015 erschüttert hat? Was wird passieren? Welche Rolle spielt Cliff?
Der Leser erfährt die Geschichte immer abwechselnd aus der Perspektive der drei, mit Rückgriffen in die Vergangenheit bis sich Vergangenheit und Gegenwart begegnen. Am Ende steigert sich das Tempo immer mehr und dann schafft es die Autorin doch noch zu überraschen.

Ein wichtiges, sehr aktuelles Buch.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Witzig und lehrreich

Von Krösus lernen, wie man den Goldesel melkt
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Sebastian Schnoy überzeugt mich auch mit seinem neuesten Buch. Gewohnt witzig berichtet er hier über Kaurimuscheln, riesige bis 4 m große Steine und auch Münzen diverser Prägungen als Zahlungsmittel. Die ...

Sebastian Schnoy überzeugt mich auch mit seinem neuesten Buch. Gewohnt witzig berichtet er hier über Kaurimuscheln, riesige bis 4 m große Steine und auch Münzen diverser Prägungen als Zahlungsmittel. Die Überlegungen, die er dabei anstellt und wie er die Dinge verknüpft, sind mal wieder sehr witzig, regen aber auch zum Nachdenken an.
Wir erfahren hier so einiges über Krösus und warum wir noch heute den Namen dieses antiken Herrschers in Redewendungen wie "Bin ich Krösus?" verwenden, aber auch, welchen Einfluss das Orakel von Delphi auf ihn und andere Personen der Antike hatte, wie zum Beispiel Alexander, der sich einfach nicht an die "Öffnungszeiten" des Orakels gehalten hat.
Doch auch die Bankenkrise zu Beginn des 20. Jahrhunderts und die letzte in diesem Jahrhundert werden thematisiert oder wir erfahren, warum die Chinesen das Papiergeld bald wieder abschafften. Und dass man bis 1966 sich Dollars in Gold auszahlen lassen konnte, was die Franzosen jedoch zu sehr ausgenutzt haben. Die ursprüngliche Bedeutung des Kommunismus, deutsch-französische Beziehungen und vieles mehr wird hier thematisiert und geschickt miteinander verwoben.

Ein sehr kurzweiliges Buch mit vielen Informationen, leicht und witzig erklärt und gerade darum so lehrreich.