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MelaK

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.08.2019

Fesselnd und unglaublich realistisch - grandioser Start einer neuen Thrillerreihe

Kalter Strand
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Eigentlich sollte es die schönste Zeit im Jahr sein - Ferien.
Doch in einer dänischen Ferienhausanlage passieren verstörende Dinge. Nachbarn, die noch tags zuvor freundlich und aufgeschlossen aufeinander ...

Eigentlich sollte es die schönste Zeit im Jahr sein - Ferien.
Doch in einer dänischen Ferienhausanlage passieren verstörende Dinge. Nachbarn, die noch tags zuvor freundlich und aufgeschlossen aufeinander zugingen, schließen sich in ihrer Häuser ein. Mitgereiste Hunde verschwinden, Kinder sieht man nicht mehr beim Spielen.
Als ein erstes Verbrechen geschieht, wird das Ermittlerduo Skagen und Vestergaard aus Hamburg von der Sondereinheit Skanpol dazu geholt. Ich habe diesen Thriller nicht mehr aus der Hand legen können, die Geschichte ließ mich nicht mehr los. Sie ist so spannend erzählt, wirkt jede Sekunde glaubhaft und wenn man Familie oder ein geliebtes Haustier hat, fragt man sich unweigerlich, wie weit man selbst gehen würde, um seine Lieben zu schützen oder zu retten.
Ein unglaublich mitreißender Thriller von Anette Stromeyer alias Anne Nordby. Ich freu mich schon auf die Fortsetzung.

Veröffentlicht am 23.08.2019

Wirklich gelungene Mischung von Kurzkrimis namhafter Autoren

Tod am Starnberger See
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Eigentlich bin ich ja bei Sammlungen von Kurzgeschichten oder Kurzkrimis immer recht vorsichtig, sind doch oft nur ein bis zwei gute Geschichten dabei. Über den Rest kann man sich in Schweigen hüllen. ...

Eigentlich bin ich ja bei Sammlungen von Kurzgeschichten oder Kurzkrimis immer recht vorsichtig, sind doch oft nur ein bis zwei gute Geschichten dabei. Über den Rest kann man sich in Schweigen hüllen.
Doch bei dieser Sammlung war ich mehr als positiv überrascht, waren sie doch nahezu alle eine äußerst kurzweilige Unterhaltung.
Skurril, der "Starnberger Strafvollzug" von Henrike Heiland, verstörend das "Paradies" von Jörg Steinleitner, bitterböse das "Sommergewitter" von Sabine Thomas, intelligent "Der Kopist" von Nicola Förg und saukomisch die "Starnberger Lösung" von Jörg Maurer.
Eine rundum gelungene Mischung, die sich perfekt als Urlaubslektüre empfiehlt.

Veröffentlicht am 23.08.2019

Kurzweiliger und pfiffig aufgemachter Ratgeber, den man am besten mit einem Augenzwinkern genießt

Keine Chance den Grübelviren
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Hanne H. Brorsen hat sich auf die Suche nach Viren gemacht, die nicht unserem Körper sondern unserer Psyche zu schaffen machen. Wie schwer uns diese Viren - die sogenannten Grübelviren - das Leben machen, ...

Hanne H. Brorsen hat sich auf die Suche nach Viren gemacht, die nicht unserem Körper sondern unserer Psyche zu schaffen machen. Wie schwer uns diese Viren - die sogenannten Grübelviren - das Leben machen, hängt von unserem psychologischen Immunsystem ab. Der Virus steckt in uns allen, wir gehen nur unterschiedlich damit um.
Sicher jede Mutter kennt den Katastrophen-Virus. Die Schule ruft an und du vermutest sofort das Schlimmste - Beinbruch, Verweis ... Dabei könnte doch einfach nur die letzte Stunde entfallen.
Ein weiterer Virus, der gerne uns Frauen befällt - der Selbstzweifel-Virus. Dieser Virus sorgt dafür, dass du deine Ansichten für dumm und wertlos hältst. Also lieber erst mal gar nix sagen.
13 solcher Grübelviren hat Hanne gefunden - 13!! ich hoffe, keiner von euch ist zu sehr vom Aberglaube-Virus befallen.
Vielleicht bist du an einem 13. ja schon mal die Treppe runter gefallen. Wenn du jetzt vom So-ist-das-eben-Virus befallen bist, dann bedeutet das, dass du aus diesem einmaligen Ereignis den Schluss ziehst - die 13 bringt Unglück.
Aber keine Sorge, die Grübelviren lassen sich behandeln und zwar ziemlich einfach - mit Psycho-Vitaminen. Da wären zum Beispiel das Entlarvungsvitamin und das Diskussionsvitamin. Und falls die nicht ausreichen, kannst du noch auf ein paar weitere zurück greifen.
Also, pack den Virus bei den Hörnern und mach ihm den Garaus

Veröffentlicht am 16.08.2019

Wunderschön aufgemacht und inhaltlich unglaublich wertvoll

Dort oben sehe ich euch wachsen
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Das Virgental, ein Kleinod in Osttirol, kann mit wunderschönen Bergen und intakter Natur aufwarten. Hier lebt Kamillus Kratzer, ein von Hiesigen und Urlaubern über die Maßen geschätzter Kräuterpapst mit ...

Das Virgental, ein Kleinod in Osttirol, kann mit wunderschönen Bergen und intakter Natur aufwarten. Hier lebt Kamillus Kratzer, ein von Hiesigen und Urlaubern über die Maßen geschätzter Kräuterpapst mit unbändigem Wissen über die Heilwirkung der in dieser Region wachsenden Pflanzen. Den Menschen des Virgental ist es ein Anliegen, dass das Wissen von Kamillus Kratzer aufgeschrieben und für spätere Generationen erhalten bleibt.
Die Kräuterpädagogin Liesa Rechenburg wurde auserkoren, diese Aufgabe zu übernehmen und das tat und tut sie mit Freude. Ihr Ziel ist es, altes Wissen aufzunehmen und mit Neuem zu verbinden.
Herausgekommen ist dabei ein Buch, das auf ganz besonders schöne Weise Wissen vermittelt und den Wunsch erzeugt, Pflanzen zu bestimmen und weiter zu verarbeiten.
Nach einer Einleitung und einem allgemeinen Teil folgen die Kapitel „Pflanzen und Sträucher“, „Bäume“ und „Wildbeeren“. Der übersichtliche und durchweg gleiche Aufbau bei der Pflanzenbestimmung macht es einem sehr leicht sich zu Recht zu finden. So gibt es ein ganzseitiges Foto der jeweiligen Pflanzen, Informationen zur Botanik, Wirkung, Ernte und Heilendes. Dass den 'Verwechslern' ein nicht zu geringer Platz eingeräumt wird, finde ich zudem sehr wichtig, da es ja, ähnlich wie bei Pilzen, nicht ungefährlich ist, die falschen Pflanze zu ernten und zu verwenden. Auch gefällt mir die alphabetische Auflistung nach den deutschen Namen sehr gut, da es sich so auch hervorragend als Nachschlagewerk für Laien eignet.
Nach der Pflanzenbestimmung geht es im letzten Viertel des Buches geht es um die Verwendung der Pflanzen als Heilmittel in Form von Verbänden, Tees, Tinkturen, Cremes, Ölen, Elixieren und vielem mehr. Zahlreiche, ausführliche Rezepte und Übersichten machen das Zubereiten einfach.
Als kleines Zuckerl obendrauf gibt es auch noch ein kleines Bestimmungsbüchlein für unterwegs. Passt in die Hosentasche.
Ich bin begeistert von diesem wunderschön aufgemachten und inhaltlich unglaublich wertvollen Heilkräuterbuches.

Veröffentlicht am 15.08.2019

Minimalistische Lebensmodelle aus unterschiedlichsten Gründen

Kleines Zuhause ─ große Freiheit
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Die Journalistin Julia Seidl hat über Jahre hinweg Menschen besucht, die sich, aus verschiedensten Motiven für ein minimalistisches Lebenskonzept entschieden haben. In vielen, sehr unterschiedlichen Gesprächen ...

Die Journalistin Julia Seidl hat über Jahre hinweg Menschen besucht, die sich, aus verschiedensten Motiven für ein minimalistisches Lebenskonzept entschieden haben. In vielen, sehr unterschiedlichen Gesprächen hat sie die Geschichten und Beweggründe gehört, die diese Menschen dazu bewogen haben, auf Raum und meistens auch auf Komfort zu verzichten. Sie selbst, alleinerziehende Mutter von zwei fast erwachsenen Töchtern hat dadurch auch ihre eigenen Intentionen und Wünsche hinterfragt. Dies endete mit einem sehr interessanten Selbstversuch in einem Tiny House in der Nähe des Tegernsees.
Was mir so besonders gefallen hat an diesem Buch, war die stets einfühlsame Art der Autorin, die nie den Fehler gemacht hat, die Lebensmodelle zu verklären und ins naive und idealistische ab zu triften. Sie betrachtet sie, ohne zu werten und lässt so dem Leser Raum für eigene Überlegungen. Ein bisschen war ich erinnert an "Gernstl unterwegs", dessen Reisen ich mir immer gerne ansehe.
Ausgezeichnet und sehr realistisch und ehrlich auch die Fotografien von Stefan Rosenboom, die die Geschichten eindrucksvoll ergänzen.