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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.08.2019

In diesem Buch fordert der Autor seine Leser wirklich heraus.

WAS WAR UND WAS KOMMEN WIRD
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*Stehen wir vor einer neuen "Kulturrevolution"?*

Nachdem ich Herrn Bullcutters ersten dystopischen Roman „Global Dawn – Die Abtrünnigen“ schon mit großem Interesse gelesen habe, war ich sehr neugierig ...

*Stehen wir vor einer neuen "Kulturrevolution"?*

Nachdem ich Herrn Bullcutters ersten dystopischen Roman „Global Dawn – Die Abtrünnigen“ schon mit großem Interesse gelesen habe, war ich sehr neugierig auf sein neuestes Werk.

Hier erzählt er keine Geschichte, sondern führt uns durch die Geschichte. Er spannt einen großen historischen Bogen und beleuchtet einige philosophische Strömungen und Denkschulen. Die erste Hälfte des Buches ( WAS WAR ) war für mich sehr anspruchsvoll und herausfordernd, weil ich einige Denkansätze für mich ganz neu waren.

Im mittleren Teil ( WO STEHEN WIR) zieht er eine sehr ernüchternde Bilanz der heutigen geopolitischen und gesellschaftlichen Situation. Das war für mich gut verständlich und ich sehe den Ist-Zustand wie der Autor.

Sein abschließendes Resümee ( WAS KOMMEN WIRD) ist nicht besonders hoffnungsvoll. Hier wünsche ich mir sehr, dass er daneben liegt.

Ich finde dieses Buch sehr gelungen und wünsche mir, dass es weite Verbreitung findet und als Diskussionsgrundlage dient.

Den Vermerk auf dem Klappentext „ Ein Buch .. das man hassen oder lieben wird“ verstehe ich nach der Lektüre. Es ist nicht für jedermann/-frau leicht verdaulich …

Veröffentlicht am 25.08.2019

Wunderschönes Buch mit vielen wertvollen Rezepten

Unsere grüne Kraft - das Heilwissen der Familie Storl
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*wieder ein tolles Buch aus dem Hause Storl -- sehr schön bebildert und tolle Beschreibungen der heimischen Heilkräuter*

Wolf-Dieter Storl ist mir schon lange bekannt und ich habe einige seiner Bücher ...

*wieder ein tolles Buch aus dem Hause Storl -- sehr schön bebildert und tolle Beschreibungen der heimischen Heilkräuter*

Wolf-Dieter Storl ist mir schon lange bekannt und ich habe einige seiner Bücher gelesen. Hier kommt seine Frau Christine zu Wort. Das Buch konzentriert sich auf wesentliche Informationen und ist mit 140 Seiten ein leichter Einstieg in die Welt der Heilpflanzen.

Frau Storl stellt ca. 20 heimische Heilkräuter vor und erzählt von ihren Erfahrungen damit. Mal ist es ein Tee, ein andermal eine Auflage, die Linderung oder Heilung bringt. Ihre Rezepte sind einfach und leicht umzusetzen.

Die Pflanzenbeschreibungen werden von ihr durch Geschichten aus dem Hause Storl ergänzt. Einige Verletzungen ihres Mannes konnte sie erfolgreich mit der Kraft der Pflanzen ausheilen. Das erfordert auch Mut und starkes Vertrauen in die grüne Kraft.

Ergänzend kommen noch ein paar Heilmittel aus der Küche ( Essig, Heilerde,... ) und auch magische Heilmittel ( Räuchern, Yantras,.. ) dazu.

Das Buch ist reich bebildert und für mich waren die privaten Photos der Familie Storl ein besonderes Highlight.

Veröffentlicht am 18.08.2019

Berlin 1920 – politische Unruhen und ein Mord an einem Fabrikanten

Dunkle Tage
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*Band 1 einer Reihe, die die Geschichte der Weimarer Republik in Kriminalromanen erzählt -- unterhaltsam, spannend und lehrreich*

Gunnar Kunz eröffnet mit diesem Buch eine mehrteilige Serie, die die Geschichte ...

*Band 1 einer Reihe, die die Geschichte der Weimarer Republik in Kriminalromanen erzählt -- unterhaltsam, spannend und lehrreich*

Gunnar Kunz eröffnet mit diesem Buch eine mehrteilige Serie, die die Geschichte der Weimarer Republik eingebettet in Kriminalromanen erzählt. Das ist für mich eine hervorragende Kombination. Krimis, die gesellschaftliche oder gut recherchierte historische Themen, verarbeiten lese ich sehr gerne.

Hier in diesem Band unterstützt der Philosophieprofessor Hendrik Lilienthal seinen Bruder Gregor bei seinen polizeilichen Ermittlungen. Im Lauf der Handlung kommt noch die Physikstudentin Diana Escher dazu. Die drei liefern sich einige amüsante Wortgefechte.

Die Krimihandlung ist klassisch aufgebaut. Der reiche Fabrikant Max Unger wird in seinem Haus ermordet und die Ermittlungen gehen in verschiedene Richtungen. Das schöne für mich war, dass die Ermittlungen verschiedene Gesellschaftsschichten der damaligen Zeit beleuchtet haben und man einiges dadurch lernen kann.

Die Philosophie spielt eine größere Rolle in diesem Buch. An einigen Stellen fand ich interessante Zitate und Denkanstöße. Obwohl das Buch klein und unscheinbar wirkt, hat es einiges zu bieten.

Geschichtlich interessant waren für mich: Anwerbung der Freikorps – Kapp-Putsch – Ermordung Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht – die Not der einfachen Arbeiter

Veröffentlicht am 18.08.2019

Heimat auf dem Teller

Neue Heimat
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Tim Mälzer ist der 'Meister' der Hausmannskost und in seinem neuen Kochbuch stellt er klassische Gerichte wie Rouladen, Hackbraten oder Grießschnitten vor.

Ein Zitat aus dem Buch „Was ist jungen Deutschen ...

Tim Mälzer ist der 'Meister' der Hausmannskost und in seinem neuen Kochbuch stellt er klassische Gerichte wie Rouladen, Hackbraten oder Grießschnitten vor.

Ein Zitat aus dem Buch „Was ist jungen Deutschen heute mehr vertraut: Königsberger Klopse oder Döner Kebap?“ macht deutlich, dass die deutsche Küche vielfältiger geworden ist. Hier ein paar Gerichte aus dem Buch:

Miso-Lachs mit dicken Bohnen
Reste-Shakshuka
Bratwurst mit Steckrübenpüree
Buchweizen-Bowl mit Zitronen-Buttermilch
Grützwurst mit Rosenkohl und Apfel
.....

Die Rezepte sind so, wie es Tim Mälzer auch immer wieder im TV betont. Einfach, bodenständig und mit Herz gekocht.

Das Buch selber ist sehr hochwertig gestaltet. Fester Einband und dickes Papier. Alle Rezepte sind großformatig bebildert und zwischen den Rezepten sind kurze Kapitel in denen Tim über verschiedene Speisen ( z.B. Milchreis, Klösse, Hühnerbrühe,.. ) oder Hintergründe ( z.B. New Nordic Cuisine, Dry Aged Beef,.. ) philosophiert. Das bereichert das Buch zusätzlich und ist auch schön zu lesen.

Veröffentlicht am 15.08.2019

Februar 1409 in Nürnberg - - Olivera wieder in Gefahr

Die Salbenmacherin und der Bettelknabe
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*sehr gelungene Fortsetzung -- schöner historischer Roman über eine junge Frau im frühen 15. Jahrhundert*

Aufgrund der Ereignisse in Tübingen haben Olivera, Götz und die Kinder sich nach Nürnberg aufgemacht ...

*sehr gelungene Fortsetzung -- schöner historischer Roman über eine junge Frau im frühen 15. Jahrhundert*

Aufgrund der Ereignisse in Tübingen haben Olivera, Götz und die Kinder sich nach Nürnberg aufgemacht um dort ein neues Leben zu beginnen. So endete der erste Band „Die Salbenmacherin“.

Dieser 2. Band beginnt einige Monate später. Olivera und die Familie haben sich eingelebt und sie können sich schon über die ersten Stammkunden freuen. Die Salben und Tränke aus Oliveras Salbenküche sind sehr beliebt und Götz hat Aussichten auf die Stelle des Stadtapothekers.

Eines Abends liegt ein halbtot geprügelter Junge in ihrem Hinterhof. Dieser Junge, das Waisenkind Jona, konnte sich aus einer misslichen Lage befreien und bringt die Familie unwissentlich in Gefahr. Olivera wird entführt und sie muss nicht nur um ihr eigenes Leben bangen.

Mir hat der erste Band schon recht gut gefallen. Mit diesem 2. Band hat sich die Autorin aber noch deutlich gesteigert. Die Geschichte ist kompakt, gut durchdacht, spannend und an machen Stellen auch geschichtlich interessant.

Olivera ist reifer geworden und hat ihre kindliche Naivität abgelegt. Das hat mir gut gefallen, sie wird mir als Protagonistin immer sympathischer und ich freue mich schon auf den 3. Band „ Die Salbenmacherin und die Hure“.