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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.09.2019

Nicht nur für Kinder/Jugendliche ein Lesevergnügen

Secret Keepers 1: Zeit der Späher
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Auf den ersten Seiten fühlte ich mich etwas an DER GOLDENE KOMPASS (und Fortsetzungen) erinnert, aber dieses Gefühl hielt nicht lange an, denn Secret Keepers geht in eine ganz andere Richtung.
Es gibt ...

Auf den ersten Seiten fühlte ich mich etwas an DER GOLDENE KOMPASS (und Fortsetzungen) erinnert, aber dieses Gefühl hielt nicht lange an, denn Secret Keepers geht in eine ganz andere Richtung.
Es gibt ein interessantes Artefakt, eine sympathische Hauptperson (Ruben) und zahlreiche nette Nebencharaktere und natürlich Bösewichte und zwielichte Gestalten.
Am Anfang braucht man etwas, um Rubens Welt zu erkennen, aber es ist (fast) unsere (mit leichten Abänderungen).
Secret Keepers mag ein Kinderbuch sein, aber auch ich hatte meinen Spaß und so kann ich eigentlich nur eine negative Sache erwähnen: Das Buch hört genau dann auf, wenn es am Spannendsten ist.
Man muss einfach weiterlesen (und das kann man auch, da Teil zwei zeitgleich erschienen ist).

Als Fazit kann ich sagen: Hinter einem ansprechenden Cover verbirgt sich eine liebenswerte, spannende und etwas düstere Geschichte um einen jungen Helden ...
Ich hoffe, dass einige Personen, die bisher eher im Hintergrund agierten, noch stärker in den Vordergrund treten (aber auf der anderen Seite bin ich mir sicher, dass das passieren wird)
Lesenswert für Personen ab 10...

Veröffentlicht am 28.09.2019

Spannend...

Secret Keepers 2: Zeit der Jäger
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Spannend geht es weiter und spannend bleibt es auch im zweiten Teil von Secret Keepers. Tatsächlich ist der zweite Teil noch spannender als der erste und mehrere Geheimnisse werden gelüftet.
Es macht sehr ...

Spannend geht es weiter und spannend bleibt es auch im zweiten Teil von Secret Keepers. Tatsächlich ist der zweite Teil noch spannender als der erste und mehrere Geheimnisse werden gelüftet.
Es macht sehr viel Spaß das Buch zu lesen und den Abenteuern von Ruben, Penny und Jack (Pennys Bruder) zu folgen. Der Schatten ist ein kindgerechter Bösewicht, aber auch als Erwachsener muss man sich nicht schämen, dieses Buch zu lesen. Denn manche Kinderbücher (wie dieses) haben gegenüber manchen Fantasyromanen für Erwachsenen einen großen Vorteil: Es bleibt rasant, es bleibt spannend, ein Ereignis folgt dem anderen ... es wird nie langweilig (und man wird auch nicht durch sich entwickelnde und teilweise zu erwartende Liebesgeschichten abgelenkt).

Ansprechendes Cover ansprechende Geschichte und ein actionreiches (liebevoll gestaltetes und sehr kreatives) Ende der Geschichte.

Die Originalausgabe ist übrigens ein einziges Buch, in Deutschland wurde es (warum auch immer) zweigeteilt (aber das erklärt das abrupte Ende in Teil 1.

Veröffentlicht am 26.09.2019

Wissenswertes über das Eichhörnchen (und andere) ...

Das Leben der Eichhörnchen
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Für einen Stadtmenschen sind Eichhörnchen ständig gegenwärtig. Man muss sie nicht einmal bewusst suchen, irgendwann huscht von irgendwoher eines dieser kleinen schwarzen, braunen, roten Tierchen in das ...

Für einen Stadtmenschen sind Eichhörnchen ständig gegenwärtig. Man muss sie nicht einmal bewusst suchen, irgendwann huscht von irgendwoher eines dieser kleinen schwarzen, braunen, roten Tierchen in das Sichtfeld. Aber was weiß man tatsächlich über diese kleinen Tierchen?
Wenig. Und wenn ich in meinem direkten Umfeld (das, wenn ich es so sagen kann, durchaus von Biologen durchseucht ist) frage, dann bekomme ich sehr merkwürdige Antworten, die aus Halbwahrheiten bestehen.
Ein Buch, dass dem Leser (der aber keinen wissenschaftlichen Hintergrund braucht) das Eichhörnchen näher bringt, scheint also nicht verkehrt zu sein. Und man bekommt noch viel mehr.
leicht verständlich und von eigenen Erlebnissen geprägt bringt Josef H. Reichholf dem Leser das Eichhörnchen näher, beschreibt die Lebensweise, das Aussehen und eigentlich alles, was man über die Tiere wissen kann. Aber der Autor geht noch weiter und neben dem Eichhörnchen werden noch andere Vertreter der Nagetiere vorgestellt, daneben weitere Vertreter der Hörnchenfamilie wie das Grauhörnchen, aber auch Biber und Siebenschläfer (dieser ausführlicher als Eichhörnchen der Nacht).
Fakten und persönliche Erlebnisse, zusammen mit Illustrationen von Johann Brandstetter machen Das Leben der Eichhörnchen zu einem informativen, nicht zu wissenschaftlichen und unterhaltsamen Werk.
Und fast fällt gar nicht auf, dass der Autor auch berechtigte Kritik an herrschende Arten- und Naturschutzbestimmungen übt.

Veröffentlicht am 02.09.2019

Das gelungene Spiel mit den Gefühlen des Lesers

Alles was ich dir geben will
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WOW. Ich hatte einen unterhaltsamen Krimi erwartet, aber ich habe viel mehr bekommen. Das einzige, was fehlte, war Action, aber es liegt wohl in der Kunst der Autorin einen atmosphärisch dichten, spannenden ...

WOW. Ich hatte einen unterhaltsamen Krimi erwartet, aber ich habe viel mehr bekommen. Das einzige, was fehlte, war Action, aber es liegt wohl in der Kunst der Autorin einen atmosphärisch dichten, spannenden Krimi zu schreiben, bei dem sowohl der Leser, als auch die Hauptpersonen nicht wissen, ob ein Verbrechen vorliegt. Aber diese anfängliche Unwissenheit (die tatsächlich sehr lange dauert) macht auch den Reiz dieses Romans aus, und es fällt schwer ihn beiseite zu lesen.

Es gab eine Szene, das Zusammentreffen der Matriarchin der Muniz de Dávila mit Manuel, die mir Gänsehaut bereitet hatte. Es ist nichts passiert, es ist ein einfaches Gespräch, aber ... einer der Momente, die zeigen, wie man mit Worten die Gefühle des Lesers manipulieren kann.

Alles was ich dir geben will, zeigt die Kluft zwischen Adel und Normalbevölkerung, die Ablehnung von Homosexuellen, die Schöne Landschaft Galiciens, Dinge, die hinter Mauern passieren und verschwiegen werden und scheinbar durchschaubare Charaktere, die jedoch selten eine Grauschattierung aufweisen. Man denkt schwarz oder weiß. Und selbst zwielichtige Gestalten, sind nicht so zwielichtig wie sie auf den ersten Blick erscheinen mögen (schade eigentlich).

Aber abgesehen von der eindimensionalen Charakterbeschreibung gibt es nichts Negatives über das Buch zu sagen. Trotz der 600 Seiten wird es nicht langweilig, es liest sich leicht und man wird schnell in die Handlung hinein gesogen. Vielleicht wird derjenige Enttäuscht, der sich einen düsteren Intrigensumpf erwartet, denn trotz Adels- und Kirchenbeteiligung bleibt es eine kleine Familiengeschichte, die deswegen nicht weniger spannend ist.

Was mir persönlich auch gut gefallen hat, war die Beiläufigkeit, wie mit der Homosexualität der Hauptperson umgegangen wir. Natürlich gibt es die eine oder andere homophobe Äußerung, aber es sind andere Dinge, die größere Wichtigkeit haben.

Alles was ich dir geben will, zeigt eine natürliche Art der Homosexualität, die genauso beiläufig ist wie es die Sexualität in einem Krimi auch sein sollte. Und doch .... auf der anderen Seite ist sie wichtig... aber es ist schön, wenn ein schwuler Charakter nicht geifernd und schwanzgesteuert durch die Handlung irrt. Es ist ein unterhaltsamer (sexloser) Krimi, kein Porno und keine Liebesgeschichte.

Veröffentlicht am 23.08.2019

Spannend und abwechslungsreich

Sieben Arten Dunkelheit
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Sieben Arten Dunkelheit ist ein sehr dunkles Buch. Es verbreitet eine gewisse Dunkelheit (passend zu Cover und Titel) und schafft es trotzdem, eine gewisse Fröhlichkeit zu vermitteln. Aber es wird sehr ...

Sieben Arten Dunkelheit ist ein sehr dunkles Buch. Es verbreitet eine gewisse Dunkelheit (passend zu Cover und Titel) und schafft es trotzdem, eine gewisse Fröhlichkeit zu vermitteln. Aber es wird sehr sehr dunkel und Christian von Aster ist damit ein wunderschönes, spannendes und sehr innovatives/kreatives Meisterwerk deutscher Fantasy (ganz ohne Drachen und Einhörnern) gelungen. Die Charaktere sind sympathisch/liebenswürdig, interessant und vielschichtig.
Man will das Buch gar nicht weg legen, man muss es einfach zu Ende legen.
Und dann ist das Ende da und man mag es kaum glauben, aber die Geschichte hat damit ein Ende. Es ist kein Beginn einer langen (irgendwann ermüdenden) Saga. Den einen oder anderen mag das Enttäuschen und ich gebe zu, dass ich anfangs fast schon erwartet hätte, dass es mehrere Teile geben könnte. Ich bin nicht unbedingt ein Freund von Reihen und so hat es mich gefreut, dass die sehr spannende Geschichte (mit ihren teilweise doch sehr überraschenden Wendungen) ein abgeschlossenes Ende fand.
Absolut lesenswert!!!!!