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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.09.2019

Ein Wohlfühlbuch

Die kleine Buchhandlung am Ufer der Themse
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Gefühlvoll und mitreißend ist dieser Roman und er erzeugt
eine richtig schöne Wohlfühlatmosphäre, die sich durch das ganze Buch zieht.
Dazu trägt auch die fließende Schreibweise bei.
Die Autorin schafft ...

Gefühlvoll und mitreißend ist dieser Roman und er erzeugt
eine richtig schöne Wohlfühlatmosphäre, die sich durch das ganze Buch zieht.
Dazu trägt auch die fließende Schreibweise bei.
Die Autorin schafft es spielend ihre Charaktere zum Leben zu erwecken.
Die Figuren sprühen vor Leben und Energie und zeigen die Stärke,
die in jedem einzelnen stecken kann.
Erzählt wird in zwei Zeitsträngen die dann am Ende zusammen führen.
Einfühlsam und intensiv wird das Leben von Charlotte und ihren
Freundinnen erzählt.
Man spürt richtig, wie Charlotte langsam wieder Freude am Leben bekommt.
Alles ist möglich, man muss es nur zulassen.
Jeder kann hier ein kleines Stück Hoffnung in sein eigenes Leben mitnehmen.
Nicht nur deshalb ist dieses Buch einfach schön.
Ein warmherziger Roman der einen in den Bann zieht.
Eine Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 13.09.2019

Auf der Schwelle

Blackbird
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Fazit:
Matthias Brandt hat hier einen sehr sentimentalen Roman geschaffen.
Mit einer wunderbaren, leichten Schreibweise lässt er den Ich-Erzähler Morten, genannt Motte,
seine Kindheit hinter sich lassen.
Dieses ...

Fazit:
Matthias Brandt hat hier einen sehr sentimentalen Roman geschaffen.
Mit einer wunderbaren, leichten Schreibweise lässt er den Ich-Erzähler Morten, genannt Motte,
seine Kindheit hinter sich lassen.
Dieses Buch handelt in den 70er Jahren und ist voller nostalgischen Erinnerungen.
Mottes alte Ordnung ist total aus dem Gleichgewicht geraten. Seine Eltern trennen sich und
sein bester Freund liegt im Krankenhaus, Lymphdrüsenkrebs ist die Diagnose.
Aber damit nicht genug, die erste Liebe endet mit einer großen Enttäuschung.
Motte lebt in einer Zeit, in der auf einmal alles sehr Ernst wird. Er steht auf der
Schwelle zum Erwachsenwerden. Mit viel Liebe zum Detail schafft es der Autor
die kostbaren Erinnerungen hervorzuheben.
Pointiert und wunderbar gezeichnet lebt und leidet man mit den Charakteren.
Mit viel Humor, mal komisch, mal tragisch und einfach richtig gut!

Veröffentlicht am 02.09.2019

Weißes Gold

Ein neues Blau
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Tom Saller hat einen wunderbaren Roman geschaffen.
In zwei Erzählsträngen wird die Geschichte von Lili und der jungen Anja
erzählt. Beide haben etwas gemein. Sie haben jüdische Wurzeln.
Im Mittelpunkt ...

Tom Saller hat einen wunderbaren Roman geschaffen.
In zwei Erzählsträngen wird die Geschichte von Lili und der jungen Anja
erzählt. Beide haben etwas gemein. Sie haben jüdische Wurzeln.
Im Mittelpunkt steht die junge Jüdin Lili, die in den 1920er Jahren als Kindermädchen
bei Günther von Pechmann, dem damaligen Direktor der KPM arbeitet und Porzellanmalerin werden will.
Lilis Kindheit und Jugend wird mit einer eindrucksvollen Leichtigkeit erzählt,
im Hintergrund lauern schon Hitler und der 2. Weltkrieg.
Fünfzig Jahre später lebt Lili wieder in Berlin und blickt auf ihr bewegtes Leben zurück.
Über Lilis Erzählungen bekommt die aufsässige, eigensinnige Anja zutrauen und
öffnet sich langsam.
Ein toll recherchierter Roman mit sehr viel Geschichte der Königlichen Porzellanmanufaktur.
Die Charaktere sind sehr überzeugend dargestellt, ehrlich und auch sehr berührend.
Ein wunderschönes Buch, was ich nur empfehlen kann.

Veröffentlicht am 26.08.2019

Interessante Reise durch die Zeiten

Kastanienjahre
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Klappentext:
Zwei Orte gibt es, die für Elise Heimat bedeuten: Paris, wo sie seit über 20 Jahren
eine kleine Boutique im Montmartre führt;
und Peleroich, das verschlafene Dorf an der mecklenburgischen ...

Klappentext:
Zwei Orte gibt es, die für Elise Heimat bedeuten: Paris, wo sie seit über 20 Jahren
eine kleine Boutique im Montmartre führt;
und Peleroich, das verschlafene Dorf an der mecklenburgischen Ostseeküste.
Hier wächst sie in den 60er Jahren auf, hier lernt sie Henning und Jakob kennen,
die beiden Lieben ihres Lebens. Henning, der Fels in der Brandung,
den sie seit Kindertagen kennt, Jakob, der Frauenschwarm, der Künstler werden will
und wie sie davon träumt, einmal den Eiffelturm zu sehen.
Eine fatale Dreiecksbeziehung voller Geheimnisse - bis Jakob eines Tages spurlos aus
Elises Leben verschwindet.
Als Elise nach vielen Jahren in ihr Heimatdorf zurückkehrt,
taucht sie tief ein in ihre eigene Vergangenheit und in die Geschichte von Peleroich,
wo ihre Eltern sich kurz nach Gründung der DDR kennenlernen…
Anja Baumheier erzählt von einem malerischen Dorf und dem Schicksal seiner Bewohner
zwischen Gründung der DDR, Mauerbau und Nach-Wendezeit.

Fazit:
Ein wunderbar geschriebener Roman mit interessanten, sehr lebensechten Charakteren.
Diese Geschichte spielt in verschiedenen Zeitebenen.
Es wird ein sehr großer Bogen gespannt.
Von der Jetztzeit zurück in die 50er Jahre.
Beginnend im Jahr 2018, immer wieder durch Rückblenden unterbrochen.
Beschrieben wird die Zeit der 50er, 60er Jahre in der noch jungen DDR, bis in die Gegenwart.
Die Alltagserfahrungen und historische Geschehnisse sind mit der Vergangenheit und Gegenwart verwoben.
Ein bedrückendes Kapitel deutsch-deutscher Geschichte wird sehr lebendig.
Richtig flott geschrieben, man fliegt förmlich durch die Zeiten.
Das macht dieses Buch so lebendig und teilweise auch spannend wie einen Krimi.
Gute Unterhaltung ist auch garantiert.
Sehr Lesenswert!

Veröffentlicht am 23.07.2019

Ein Roman über Anstand und Grenzen

Ein anständiger Mensch
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Klappentext:
Steen Friis ist studierter Philosoph und öffentlicher Intellektueller:
Als Autor mehrerer Bestseller zu Fragen des Anstands wird er von der Presse zitiert,
sobald die richtige Haltung zum ...

Klappentext:
Steen Friis ist studierter Philosoph und öffentlicher Intellektueller:
Als Autor mehrerer Bestseller zu Fragen des Anstands wird er von der Presse zitiert,
sobald die richtige Haltung zum aktuellen Weltgeschehen zur Debatte steht.
In dieser Rolle fühlt Steen sich wohl – bis die Ereignisse weniger Tage all
seine Werte infrage stellen. Mit seiner Frau und einem befreundeten Paar
verbringt er ein Wochenende in seinem dänischen Inseldomizil.
Man plaudert und geht gemeinsam in die Pilze, und ganz beiläufig erinnert
seine Frau ihn an ein altes Versprechen: sich gegenseitig auch in der Liebe
die größtmögliche Freiheit zu lassen. Noch bevor Steen sich über die ganze
Tragweite dieses Gesprächs bewusst wird, geschieht ein Unglück, an dem er
sich allein schuldig wähnt und das nicht nur sein Ego,
sondern sein gesamtes Weltbild zu erschüttern droht.

Fazit:
Steen, ein Mensch mit sehr widerstrebenden Impulsen.
Er denkt, dass er frei ist von Existenzellen Zweifeln und Versuchungen
aber in seinem inneren brodelt es.
Äußerlich kommt Steen so selbstsicher und so ohne Zweifel daher
aber in seinem Inneren sieht es ganz anders aus.
Seine Tochter ist ausgezogen und die Ehe läuft auch nicht so richtig gut.
Dann kommt dieses Wochenende und es deutet sich ein Unheil an.
Zwei Paare wollen zwei schöne Tage zusammen verbringen. Außer Steen und seiner
Frau noch Freundin Ute und ihr Bekannter Gero. Alleine schon Gero bringt Steen völlig aus dem Takt.
Als ihn dann auch noch seine Frau Frauke an ein altes Versprechen, das sie sich
ganz am Anfang ihrer Beziehung gegeben haben erinnert ist, er völlig von der Rolle.
Die Figuren sind wunderbar gezeichnet und die seelischen Verwerfungen werden
greifbar.
Der Anfang entwickelt auch einen Sog und es kommt richtig Spannung auf.
Die Erzählung ist sehr komplex und Facettenreich aber leider bleibt es nicht so.
Im zweiten Teil lässt die Spannung nach und es gibt leider einige Längen.
Auch werden viele Fragen offen gelassen. Einiges bleibt unverständlich.
Es gibt viele sehr gute Ansätze aber leider werden sie nicht zu Ende erzählt.
Ist es möglich immer Anständig zu sein, so zu denken und auch so zu handeln?
Seine Grenzen richtig auszuloten?
Dieser Roman versucht eine Antwort darauf zu finden.