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SaintGermain

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.09.2019

Im Kloster ist der Penis los

Heiliger Gummistiefel
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Die Lehrerin Susi Schniebel erwischt nicht nur ihren langjährigen Freund Jochen mit jemand anderem im Bett, sie macht sich auch in einer Radioübertragung zum Affen. Nachdem sie sich betrinkt, fehlt ihr ...

Die Lehrerin Susi Schniebel erwischt nicht nur ihren langjährigen Freund Jochen mit jemand anderem im Bett, sie macht sich auch in einer Radioübertragung zum Affen. Nachdem sie sich betrinkt, fehlt ihr nicht nur die Erinnerung, sondern sie erwacht in einem Bus voller Senioren zu einem Karmeliterkloster. Und sie ist nur mit einem Peniskostüm bekleidet.

Das Cover des Buches ist zwar nicht sehr eindrucksvoll, passt aber sehr gut zum Buch und ist auch nicht schlecht gemacht.

Der Schreibstil der beiden Autorinnen ist ausgezeichnet; Orte und Protagonisten werden bildlich und eindrucksvoll beschrieben.

Natürlich ist vieles sehr überspitzt und übertrieben dargestellt, das darf und soll aber in einem humorvollen Buch auch so sein.

So erlebt man das Abenteuer von Susi satirisch, voller Ironie, aber dennoch auch Spannung.

Die Personen rund um Susi waren ebenfalls sehr vielschichtig und so entwickelte sich ein unterhaltsames Buch für zwischendurch, das - wo auch immer man es lesen mag - für einige Schmunzler und Lacher sorgte.

Fazit: Lustig-spritzige Geschichte, die viel Unterhaltungswert bietet. 5 von 5 Sternen

Veröffentlicht am 16.09.2019

Fantasy ab 12

Beast Changers. Im Bann der Eiswölfe
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Anders und Rayna haben es nicht leicht als Kinder der Strasse. Die Geschwister schlagen sich durch in einer Welt in der es Menschen gibt die sich in Eiswölfe oder auch in Feuerdrachen verwandeln können. ...

Anders und Rayna haben es nicht leicht als Kinder der Strasse. Die Geschwister schlagen sich durch in einer Welt in der es Menschen gibt die sich in Eiswölfe oder auch in Feuerdrachen verwandeln können. 2 Seiten einer Medaille. Als sich Rayna inmitten der Wolfsgarde in einen Drachen verwandelt muss sie fliehen, denn schon lange sind die Beiden Feinde. Zugleich verwandelt sich Anders jedoch in einen Eiswolf. Um seine Schwester retten zu können begibt er sich an die Ulfar Akademie wo die Wölfe ausgebildet werden und lernt dort ein neues Leben kennen wo es an nichts fehlt und man eine Familie hat. Doch Rayna vergisst er dabei nicht. .....

Zum Cover: Einfach nur wunderschön. Die Beschichtung am Wolf glänzt und alles in allem ist das eines der schönsten Cover die mir über den Weg "gelaufen" sind.

Meine Meinung zum Buch: Ich würde mal sagen, dass das Buch so ab frühestens 11 zu lesen ist. Es ist doch schon etwas komplexer und teils auch etwas grausam. Zumeist allerdings ist es eine perfekte Mischung aus realer Welt und Fantasywelt. Es zeigt ein Bild von Armut, dass auch auf unserer Erde ein Thema ist, aber es zeigt auch ein Bild von Freundschaft, Zusammenhalt, Familie. Ein wenig vermittelt es sogar, wie wichtig schulische Ausbildung ist. Ich persönlich finde die Geschichte mehr als gelungen und ich freue mich schon auf die Fortsetzung im Frühjahr 2020. In diesem ersten Band, der in sich abgeschlossen ist wird die Geschichte der Eiswölfe beleuchtet während auf jeden Fall lt. Cover im zweiten Band dann die Feuerdrachen dran sind. Auch als erwachsene Leserin bin ich von dem Buch sehr überzeugt. Hier kommt nichts zu kurz und die Spannung ist gross geschrieben. Daumen hoch für den Auftakt der Beast Changers.

Fazit: Tolle Fantasy auch schon für junge LeserInnen.

Veröffentlicht am 10.09.2019

Philly Love 4 - Queer

Find Our Way
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Keiran steht nicht zu seiner Bisexualität und hat David schwerst beleidigt, somit zerbricht ihr Kontakt bzw. ihre Beziehung. Als Keiran aber von seinen Eltern zum Auszug gezwungen wird (bzw. verstoßen ...

Keiran steht nicht zu seiner Bisexualität und hat David schwerst beleidigt, somit zerbricht ihr Kontakt bzw. ihre Beziehung. Als Keiran aber von seinen Eltern zum Auszug gezwungen wird (bzw. verstoßen wird) und ihn keiner seiner "Freunde" aufnehmen will, steht er plötzlich vor Davids Tür. Beide üben gegenüber eine hohe Anziehungskraft an, aber beide wissen, dass sie keine Beziehung miteinander führen können. Trotzdem lässt David Keiran auf der Couch übernachten.

Das Buch ist das 4. der Philadelphia Love Story - Reihe, die alle miteinander zu tun haben, aber jeweils andere Hauptprotagonisten haben. Für mich war es das erste Buch der Reihe und es kann problemlos für sich alleine gelesen werden. Es ist im Übrigen der erste Teil über gleichgeschlechtliche Liebe.

Das Cover des Buches ist gut gemacht und es soll wohl David und Keiran zeigen, obwohl sie nicht ganz meiner Vorstellung der Beschreibung nach entsprechen.

Der Schreibstil der Autorin ist ausgezeichnet, die Charaktere werden hervorragend dargestellt.

Überzeugen konnte mich das Buch auch deshalb, weil es (v.a. nicht zu Beginn des Buches) nicht nur um die Homosexualität ging. So ist der Grund warum Keiran von seinem Vater verstoßen wird ein ganz anderer. Zum anderen hat das Buch auch einige Nebenhandlungen, wie z,B. Davids Kunst.

Ein weiteres Detail das mir gut gefallen hat, war dass die Kapitel abwechselnd aus Sicht von David bzw. Keiran beschrieben werden, sodass das ganze noch emotionaler war und noch mehr in die Tiefe ging.

Das Buch zeigt sehr gut, dass man sich in keinen Belangen verstellen soll, sondern sein Leben frei heraus leben soll.

Fazit: Berührende Liebesgeschichte zwischen zwei männlichen Studenten. 5 von 5 Sternen

Veröffentlicht am 07.09.2019

Originelle Leere

Nichts
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Wer sich nichts wünscht, weil er ja schon alles hat, ist hiermit gut bedient.

Spannung oder Handlung in diesem Buch sind nicht greifbar bzw. nicht vorhanden.

Wer glaubt, dass dem Verlag die Tinte ausgegangen ...

Wer sich nichts wünscht, weil er ja schon alles hat, ist hiermit gut bedient.

Spannung oder Handlung in diesem Buch sind nicht greifbar bzw. nicht vorhanden.

Wer glaubt, dass dem Verlag die Tinte ausgegangen ist oder der Autorin nichts mehr einfallen wollte oder es einfach ein Fehldruck ist, liegt falsch.

So kann man mit dem Buch viel machen - darin schreiben, zeichnen, malen, damit basteln oder was weiß ich - nur lesen kann man (noch) nichts. Denn das Buch besteht aus rund 60 leeren Seiten.

Manche mögen das bescheuert finden, ich finde es irgendwie witzig und auch nützlich.

Das Cover ist im Übrigen sehr schön gestaltet.

Fazit: Leere Seiten zum Verschenken (Lacher inklusive) oder zum selbst behalten und selbst schreiben etc. 5 von 5 Sternen

Veröffentlicht am 28.08.2019

Inspector Nechyba in 13 Kurzgeschichten

Morphium, Mokka, Mördergeschichten
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Der Wiener Kultermittler Joseph Maria Nechyba darf in diesen 13 Kurzgeschichten nochmals ermitteln und natürlich essen.Dabei sind die Fälle teilweise durch wahre Kriminalfälle inspiriert bzw. nach einer ...

Der Wiener Kultermittler Joseph Maria Nechyba darf in diesen 13 Kurzgeschichten nochmals ermitteln und natürlich essen.Dabei sind die Fälle teilweise durch wahre Kriminalfälle inspiriert bzw. nach einer wahren Begebenheit erzählt.

Das Cover des Buches passt perfekt - nicht nur zur bisherigen Reihe um den Kultermittler, sondern auch natürlich zu der Zeit, aber auch zu einer Kurzgeschichte im Besonderen.

Der Schreibstil des Autors ist ausgezeichnet - die Charaktere als auch die Orte werden hier perfekt beschrieben, sodass man sich ein Bild von Wien um die Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert vorstellen kann. Dazu gehört natürlich auch eine sehr gute Recherche dazu.

Wie in der ganzen Nechyba-Reihe dominiert neben den Kriminalfällen (die hier teilweise etwas in den Hintergrund treten) der Humor (oder besser gesagt der Schmäh). Aber auch das Essen (auch mit Rezepten, die in der Geschichte "versteckt" sind) spielt wie immer eine große Rolle.

Für "Nicht-Österreicher" übersetzt bzw. erklärt der Autor in Fußnoten und im Anhang viele Begriffe, wobei selbst mir als Österreicher einige wenige nicht bekannt sind.

Neben lustigen Situationen sind aber wieder die Charaktere kauzig und sehr verschieden und viele historische Charaktere dürfen hier mitspielen.

Fazit: Den Wiener Flair zur Jahrhundertwende perfekt eingefangen. 5 von 5 Sternen