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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.10.2019

Ein richtig tolles Kinderbuch!

Fips will keine Schildkröte mehr sein
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Schon auf den ersten Blick hat mich dieses tolle, farbenfrohe und liebevoll gestaltete Cover angesprochen. Und auch die Thematik ist wichtig und jedem bekannt, da jeder schon mal mit sich selbst unzufrieden ...

Schon auf den ersten Blick hat mich dieses tolle, farbenfrohe und liebevoll gestaltete Cover angesprochen. Und auch die Thematik ist wichtig und jedem bekannt, da jeder schon mal mit sich selbst unzufrieden war und jemand anderes sein wollte. Deshalb ist auch für ein Kinderbuch wichtig, sich damit zu beschäftigen und zu verdeutlichen, dass es auch Vorteile hat, man selbst zu sein.

Diese Erfahrung macht nämlich die Schildkröte Fips. Sie tauscht ihren Panzer mit anderen Tieren und stellt fest, dass dies zwar auch Vorteile hat, aber sie am Ende doch ihren Panzer wieder möchte. Dabei ist auch die Geschichte an sich liebevoll gestaltet. Die Zeichnungen sind sehr detailreich, das heißt, es gibt immer wieder etwas Neues zu entdecken. Außerdem wechselt auch mal die Ansichtsperspektive und auch die Texte sind in unterschiedlichen Farben gestaltet. Gleichzeitig ist der Text einerseits angenehm kurz gehalten, kann aber auch mit lustigen Wortneuschöpfungen und einer guten Story überzeugen.

Als zusätzliche Highlights gibt es am Anfang des Buchs noch interessante Infos über Schildkröten allgemein. Diese sind kindgerecht geschrieben und gleichzeitig sehr interessant. Auch ich konnte mein Wissen noch vertiefen. Außerdem gibt es am Ende des Buchs noch einen Bastelbogen, bei dem die Kinder die Möglichkeit haben, Fips selbst zu verkleiden und zu gestalten. Hier hab ich auch meinen einzigen kleinen Kritikpunkt anzubringen. Ich hätte mir gewünscht, dass die Bilder des Bastelbogens vorgestanzt gewesen wären und man die Motive einfach hätte herausdrücken können. So ist das ausschneiden schon ein bisschen aufwendig. Da der Bastelbogen aber ein netter Zusatz ist und ich hier das Buch an sich bewerte, werde ich deshalb keinen Stern abziehen, dafür ist das Buch zu schön.

Fazit:

Ein richtig tolles Kinderbuch für Kinder ab 4 Jahren. Auch für jüngere Kinder können die toll gestalteten Bilder ansprechend sein, aber um die Geschichte wirklich zu verstehen, muss schon ein Grundalter vorhanden sind. Aber so ist die Geschichte vielleicht auch mehrere Jahre interessant, da es immer wieder etwas Neues zu entdecken gibt. Ich bin auf jeden Fall begeistert.

Veröffentlicht am 14.09.2019

Richtig genialer Thriller!

Zimmer 19 (Tom Babylon-Serie 2)
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Meinung:
Obwohl ich die Reihe bisher nicht kannte, war ich neugierig und mich hat dieser schockierende Prolog gleich gefangen genommen und ich wollte unbedingt weiterhören.

Dabei war es aber auch kein ...

Meinung:
Obwohl ich die Reihe bisher nicht kannte, war ich neugierig und mich hat dieser schockierende Prolog gleich gefangen genommen und ich wollte unbedingt weiterhören.

Dabei war es aber auch kein Problem, den Vorgänger nicht zu kennen, denn es gibt nochmal viele Hintergrundinfos zu den Figuren und ihren besonderen Geschichten. Vor allem Tom hat ja eine besondere Geschichte. Seine Schwester ist im Kindesalter spurlos verschwunden und dies beschäftigt ihn immer noch sehr. So stellt sehr sich auch des Öfteren ihren „Geist“ vor und bespricht sich mit seiner Schwester. Und prinzipiell ist er eben immer auf der Suche nach Hinweisen, was mit ihr passiert sein könnte.
Dieser Aspekt ist schon etwas eigenartig, aber es hat trotzdem irgendwie gut in die Geschichte gepasst.

Aber auch Sita hat eine besondere Vergangenheit, die man in diesem Teil sehr ausführlich dargelegt bekommt. Es gibt nämlich einen 2. Handlungsstrang aus dem Jahr 2001, in dem es um sie geht. Ich muss sagen, anfangs fand ich die Wechsel in diese Perspektive nicht ganz so spannend und habe immer gehofft, dass es bald wieder zurück geht, aber mit der Zeit wird klar, weshalb es diese Infos gibt und dass alles zusammenhängt.

Grundsätzlich ist die Handlung des Thrillers sehr komplex und verwoben. Es gibt viele unerwartete Entwicklungen und Zusammenhänge, auch einiges an Spannung und Action und am Ende doch auch eine zufriedenstellende Aufklärung der Hauptgeschichte. Auch wenn der Abschluss nochmal neue Fragen aufwirft und auch das Geheimnis um Toms Schwester immer noch nicht aufgeklärt ist.

Der Unterhaltungsfaktor ist sehr hoch, da immer was passiert und man auch hautnah bei den Entwicklungen dabei ist. So gibt es neben den Kapiteln von Sita und Tom und den unterschiedlichen Zeitebenen auch noch kleinere Einblicke in andere Perspektiven.

Und auch der Schreibstil und die Sprecherleistung sind erwähnenswert. Sascha Rotermund hat die tollen Gegebenheiten sehr gut umgesetzt. Es gibt viel Atmosphäre und Nähe zur Geschichte und auch viele kleinere Cliffhanger zum Kapitelende, sodass man nur schwer Pausen einlegen kann und ich trotz der kleineren Längen zu Beginn völlig gefesselt und überzeugt wurde.

Fazit:
Ein komplexer, actiongeladener und verwobener Thriller mit besonderen Figuren, viel Atmosphäre und einem unterhaltsamen und zufriedenstellenden Plot. Auch Sprecher Sascha Rotermund macht einen richtig tollen Job, weshalb man immer weiterhören und alle Geheimnisse sofort ergründen möchte. Es gab zwar anfangs ein paar kleinere Sachen, die ich mir vielleicht ein bisschen anders gewünscht hätte, aber im Verlauf spielt das überhaupt keine Rolle mehr, da ich total gefesselt und überzeugt wurde. Somit vergebe ich auch knapp die vollen 5 Sterne und eine unbedingte Lese- bzw. Hörempfehlung.

Veröffentlicht am 12.09.2019

grandioser und überzeugender Psychothriller.....

Immer wenn du tötest
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Meinung
Nachdem der erste Teil dieser besonderen Thriller-Reihe rund um Protagonistin Targa Hendricks ja wirklich begeistert hatte, war ich natürlich schon auf die Fortsetzung gespannt. Dabei ist es nicht ...

Meinung
Nachdem der erste Teil dieser besonderen Thriller-Reihe rund um Protagonistin Targa Hendricks ja wirklich begeistert hatte, war ich natürlich schon auf die Fortsetzung gespannt. Dabei ist es nicht zwingend notwendig den Vorgänger zu lesen, jedoch ist es natürlich schon von Vorteil, wenn man Targa bereits kennt.

Targa Hendricks ist nämlich eine besondere Person und auch eine ungewöhnliche Ermittlerin. Ihre Art ist definitiv nicht einfach zu lesen, aber doch sehr tiefgründig und überzeugend. Sie ist stark und auch wenn ihr Gefühle eher fremd sind, kommt sie durchs Leben.

Auch Teil 2 beginnt mit einem spannenden Prolog und kann ab der ersten Seite mit Spannung pur und vielen blutigen Szenen punkten.

Die Handlung hat mich sofort gefesselt und schockiert und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Denn auch Targas Gegenspielerin Freya ist ein extrem tiefgründiger und starker Charakter. Obwohl natürlich ihre dunkle Seite dominiert, wird schnell klar, dass auch sie nicht nur böse ist und ihre Hintergründe werden sehr authentisch und nachvollziehbar herausgearbeitet.

Die Handlung ist aber nicht nur spannend und mitreißend, sondern hat mich auch immer wieder zum ungläubigen Nachdenken angeregt, wie ein Mensch sowas überhaupt tun kann. Außerdem gibt auch in diesem Buch einen interessanten Fokus auf Emotionen, auch wenn es sich mal eher wenig um Liebe, sondern vor allem und negative Emotionen dreht.

Der Schreibstil ist extrem atmosphärisch, flüssig und einfach packend. Die Kapitel sind kurz und prägnant auf den Punkt gebracht. Und die Umgebungsbeschreibungen einfach brillant, da ich immer mitten drin war, statt nur davon zu lesen.

Der Thriller wird durch den furiosen Showdown perfekt abgerundet. Man kommt kaum noch dazu Luft zu holen, ist am Ende aber auch vollkommen zufrieden, da alles stimmig aufgeklärt wird.

Fazit
Wirklich ein grandioser und auf ganzer Linie überzeugender Psychothriller der mit besonderen und tiefgründigen Charakteren, einer fesselnden Handlung und einem guten Schreibstil begeistern kann. Er ist definitiv nichts für schwache Nerven, aber alle anderen werden ihren Spaß damit haben. Somit gibt es natürlich die höchste Punktzahl und die Vorfreude auf den nächsten Band.

Veröffentlicht am 09.09.2019

Ein spannender und mitreißender Auftakt...

Dark Palace – Zehn Jahre musst du opfern
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Meinung:
Also das Cover ist ja ein totaler Eyecatcher und die Kurzbeschreibung hat mich auch gleich neugierig auf die Geschichte gemacht. Ich meine, 10 Jahre Sklavenzeit, das ist echt eine Menge und schon ...

Meinung:
Also das Cover ist ja ein totaler Eyecatcher und die Kurzbeschreibung hat mich auch gleich neugierig auf die Geschichte gemacht. Ich meine, 10 Jahre Sklavenzeit, das ist echt eine Menge und schon in der Vorstellung total grauenhaft.

Den Einstieg ins Buch fand ich sehr gelungen. Im ergreifenden Prolog lernt man gleich die Familie Jardin kennen und fürchten, in der Haupthandlung wird man Zeuge davon wie Lukes Welt zusammenbricht, als seine Eltern ihm offenbaren, dass er seine Sklavenzeit antreten soll und dies dann auch nicht so verläuft, wie es eigentlich geplant war. Ich finde, hier verrät der Originalklappentext schon etwas viel von der Handlung, weshalb ich ihn ein bisschen abgewandelt habe.

Obwohl die Geschichte aus vielen verschiedenen Perspektiven (7 um genau zu sein) erzählt und dabei auch auf eine persönlichere Ich-Perspektive verzichtet wird, konnte ich mich eigentlich ganz gut mit den Figuren anfreunden. Dabei vor allem natürlich mit den Geschwistern Abi und Luke, da aus ihrer Sicht die meisten Kapitel erzählt werden, aber die anderen Sichten ergänzen das große Ganze sehr gut und geben interessante Einblicke in ihre Gedanken, aber auch die Machenschaften dieser Welt. Einige Charaktere sind zwar mit ihren wahren Absichten noch etwas im Dunkeln geblieben, aber da dieser Auftaktband eh noch viele Fragen offen lässt, fand ich das prinzipiell schon ok. Die Figuren waren für mich greifbar und machen auf jeden Fall große und glaubhafte Entwicklungen durch.

Insgesamt hätte ich mir noch ein paar mehr Hintergründe zu dieser Welt gewünscht. Denn eigentlich ist sie unserer sehr ähnlich, nur hat sie in der Vergangenheit eine andere Entwicklung mit weitreichenden Folgen durchgemacht. Dabei gab es zwar immer mal ein paar kleine Hinweise, aber konkrete Erklärungen, wie es dazu kam gab es leider nicht.

Den Plot an sich fand ich sehr spannend und unterhaltsam. Zum einen gibt es die normale Welt, dann die Ränkespielchen der Mächtigen und „Geschickten“ Adeligen und natürlich die Schrecken der Sklavenzeit bzw. in der Sklavenstadt. Dabei konnte mich die Handlung die meiste Zeit extrem fesseln und mitreißen. Es werden im Verlauf der Geschichte viele Fragen aufgeworfen, ein paar auch beantwortet, aber prinzipiell wird die Spannung mit jeder Seite mehr und mehr angezogen. Dazu kamen auch noch viele unerwartete Wendungen und Offenbarungen, die ich so nicht auf dem Schirm hatte und die mich doch immer wieder überrascht und schockiert haben. Wobei ich mir bei manchen noch ein paar Erklärungen gewünscht hätte, aber naja, das ist Kritik auf hohem Niveau.

Den Schreibstil fand ich sehr eingängig und fesselnd. Ich war mitten in der Geschichte drin, die Seiten sind nur so dahin geflogen und ich wollte unbedingt weiterlesen.

Vor allem das Ende hatte es wirklich in sich und der Cliffhanger ist echt gemein. Ich hoffe ja, dass die Fortsetzungen nicht so lange auf sich warten lassen.

Fazit:
Ein toller und extrem spannender Auftakt, der mich auf jeden Fall sehr gut unterhalten und mich mitgerissen hat. Ich hätte mir zwar manchmal noch ein paar mehr Infos, Hintergründe und Antworten gewünscht, war aber während des Lesens total in der Welt von Luke & Abi gefangen und hab mit ihnen gelebt und gelitten, weshalb ich trotz der kleinen Schwächen die vollen 5 Sterne und eine unbedingte Leseempfehlung vergebe.

Veröffentlicht am 09.09.2019

Nicht ganz so perfekt wie der Vorgänger, aber dennoch ein genialer und würdiger Abschluss.

Das Gold der Krähen
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Meinung:
Nachdem mich ja Band 1 der Reihe so beeindruckt hat, habe ich natürlich sehnsüchtig auf diesen Abschlussband gewartet. In Sachen Optik und Aufmachung steht er dem Vorgänger in nichts nach und ...

Meinung:
Nachdem mich ja Band 1 der Reihe so beeindruckt hat, habe ich natürlich sehnsüchtig auf diesen Abschlussband gewartet. In Sachen Optik und Aufmachung steht er dem Vorgänger in nichts nach und auch die Geschichte selbst konnte mich wieder gut unterhalten, auch wenn ich Teil 1 doch noch etwas stärker fand.

Es ist aber immer ein gutes Zeichen, wenn Charaktere, Handlungen und Besonderheiten auch nach einem Jahr so gut in Gedächtnis bleiben, dass man auch ohne größere Rückblenden wieder gut in die Geschichte findet. Und genauso ist es mir hier ergangen. Die Handlung knüpft nahtlos an und ich war sehr schnell wieder mitten drin und habe mit den Krähen mitgefiebert.

Auch dieses Mal muss Meisterdieb Kaz viele Pläne und Ränke schmieden, um sein Phantom Inej zu befreien und um Rache für den großen Verrat zu üben. Dabei wachsen die besonderen Charaktere noch mehr zusammen, die aufgebaute Spannung hält sich konstant und das Setting und die Atmosphäre sind erneut einfach total genial.

Leigh Bardugo hat so einen lebendigen und kreativen Schreibstil, das ist einfach der Wahnsinn. Sie erweckt mit gezielten Worten die verruchte Hafenstadt Ketterdam mit allen Gassen, Bewohnern und Gegebenheiten zum Leben und auch ihre grandiosen und besonderen Figuren bekommen noch mehr Tiefe und Entwicklung. Und auch die Dialoge haben mich wieder total beeindruckt, zum einen sind sie oft total lustig und sarkastisch, aber auf der anderen Seite auch gefühlvoll, verletzlich und tragisch.

Da die Geschichte wieder abwechselnd in der dritten Person, aber aus den Perspektiven der verschiedenen Figuren erzählt wird, bekommt man bei allen nun noch mehr Einblick in ihre Vergangenheit, ihre Gedanken und Gefühle und ihre Träume und Wünsche. Dabei muss ich sagen, dass ich das im Mittelteil schon etwas geballt fand, vor allem, weil auch alle an ihrer persönlichen Liebesgeschichte feilen und ich das bei diesem Setting nicht so ausführlich gebraucht hätte. Am Ende war es jedoch schon ganz ok, da die Autorin dann noch gut die Kurve bekommen hat, bevor es wirklich zu viel geworden ist.

Der Plot lebt auch dieses Mal von den geschmiedeten Ränken, den unmöglichen Plänen und den unvorhergesehenen Wendungen, auch wenn es in diesem Band doch deutlich weniger davon gab, als im Vorgänger. Dennoch ist eine detaillierte und gleichzeitig extrem spannende Geschichte mit viel Persönlichkeit und tollem Flair entstanden.

Das Ende ging dann fast ein bisschen zu schnell und auch wenn nicht alle Fragen zu 100 Prozent beantwortet werden, fand ich den Schluss doch passend und zufriedenstellend.

Fazit:
„Das Gold der Krähen“ kommt für mich zwar nicht ganz an den Vorgänger heran, ist aber auf jeden Fall ein würdiger Abschluss dieser genialen Dilogie. Schreibstil, Setting, Atmosphäre, Charakterentwicklung und Plot konnten mich auch dieses Mal überzeugen und bestens unterhalten, auch wenn ich hier und da nicht zu 100, sondern vielleicht zu 97 % zufrieden war. Dennoch ist das Kritik auf sehr hohem Niveau, weshalb ich erneut die vollen 5 Sterne und eine unbedingte Leseempfehlung vergebe.