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Veröffentlicht am 15.10.2019

Eine wirklich sehr schöne Geschichte!

Die Dinge, über die wir schweigen
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Klappentext:
Mimi sammelt Vielleicht-Mütter. Sie fotografiert ältere Frauen, die ihr ähnlich sehen. Die Haarfarbe, der Schwung der Nase, das Profil. Ihre eigene Mutter ist bei ihrer Geburt gestorben. Das ...

Klappentext:
Mimi sammelt Vielleicht-Mütter. Sie fotografiert ältere Frauen, die ihr ähnlich sehen. Die Haarfarbe, der Schwung der Nase, das Profil. Ihre eigene Mutter ist bei ihrer Geburt gestorben. Das sagt zumindest Mimis Vater. Aber woher kommen dann die vielen Erinnerungsfetzen, die Mimi durch den Kopf schwirren? Bildet Mimi sich das alles nur ein? Und dann bricht dieser Sommer an, der alles verändert: Mimi will endlich die Wahrheit herausfinden …

Der Schreibstil:
Den Schreibstil der Autorin fand ich wirklich schön. Es lässt sich super leicht und locker lesen und auch vorlesen. Keine ewig langen Sätze. Stattdessen viele Adjektive und damit einhergehend Beschreibungen. Das hat mir die Räume der Geschichte wirklich sehr schön greifbar gemacht und der Story eine Tiefe verliehen, die gut zu dem Thema passt.
Dazu gab es immer mal wieder kleine Analepsen. Mimis Träume, die vielleicht der Vergangenheit entsprechen? Sie sind kursiv gedruckt (gut kenntlich gemacht also) und erzählen so flüssig und wie aus Entfernung, dass man es sich gut als Traum vorstellen kann.

Die Charaktere:
Mimi als Hauptprotagonistin fand ich sofort sehr sympathisch und einnehmend. Es wird so erzählt, dass man sie in ihrer Jugendlichkeit und mit ihrem Hintergrund gut verstehen kann. Ihre Gefühle werden deutlich und genau wie sie, habe ich mir als Leser Fragen gestellt, die die Geschichte voran trieben. Obwohl alles so sinnvoll erschien, war ich voll bei ihr und habe mich ihrem unguten Gefühl angeschlossen.
Weiter empfand ich Mimi als sehr authentisch. Eben ihrem Alter angemessen. Dazu weist sie aber auch schon erste erwachsenere Charakterzüge auf, die sehr gut zur Geschichte passen. Mit ihrer unkonventionellen Art macht sie sich auf die Suche, am Ende endet es jedoch ganz vernünftig und überlegt. Sie lernt und entwickelt sich und ich empfand es als sehr schön, das mitzuerleben.

Zur Geschichte allgemein:
Das Thema der Geschichte fand ich erst einmal total interessant und neu, schließlich ist Mimi noch gar nicht so alt. Aber sie beweist eben, dass mit dem Teenageralter auch die Identitätsbildung beginnt und wie soll das möglich sein, wenn sie sich über einen solch großen Teil ihrer Identität nicht sicher ist?
Es geht also auf die Suche. Ich musste wirklich schmunzeln, als ich die ersten Seiten las. Mimi macht es eben auf mimiart und damit für mich als Leser total unkonventionell. Dann aber kommt ziemlich bald der erste Wendepunkt und die Reise beginnt. Die Charaktere drumherum haben der Geschichte viel Pfiff gegeben und Mimi auf ihrem Weg begleitet. Sie entwickelt sich, findet Antworten und alles passiert so herrlich normal. Keine actionreichen Szenen, einfach Szenen, die mir und dir genauso passieren könnten und die deshalb einfach so nah erscheinen. Die Geschichte hebt nicht ab, hält aber stetig die Spannung durch Fragen, neue Hinweise. Es ist beinahe wie ein kleiner Krimi mit Mimi als Detektivin und lauter Zeugen, die nichts gesehen haben wollen.
Ich habe das Buch fast in einem durchgelesen und fühlte mich sehr gut unterhalten. Zudem war ich wirklich berührt und erstaunt, wie tiefgreifend die Storyline ist.

Fazit:
Ein wirklich wirklich schönes Buch. Nicht nur von außen! Der Schreibstil ist sehr schön. Beschreibend und an die Protagonistin angepasst, die mit viel jugendlichem Charme und Neugierde daherkommt. Die Charaktere drumherum runden die Reise ab und am Ende war ich überglücklich. Eine tolle Entwicklung der Charakterin, Spannung, Tiefe und tolle Figuren. Was will man mehr?

5 von 5 Sterne von mir.

Veröffentlicht am 29.09.2019

Der Teufel ist mein Liebling!

Golden Dynasty - Stärker als Begehren
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Schon lange habe ich keine Reihe mehr gelesen, die mich so begeistern konnte. Das besondere: sie hat sich von Band zu Band gesteigert, anstatt abzunehmen. Ich bin wirklich begeistert und kann die Reihe ...

Schon lange habe ich keine Reihe mehr gelesen, die mich so begeistern konnte. Das besondere: sie hat sich von Band zu Band gesteigert, anstatt abzunehmen. Ich bin wirklich begeistert und kann die Reihe jedem New Adult-Leser empfehlen, der nichts dagegen hat, dass es ein wenig Gruselspannung enthält.

Jetzt also die Rezension zum FINALEN DRITTEN BAND! ACHTUNG SPOILER! Denn anders als bei anderen Reihen in diesem Genre, wird immer mehr aufgeklärt. Die Geschichte nimmt ihren Lauf, auch wenn jedes Buch von einem anderen der Brüder erzählt.

Klappentext:
Jeder in New Orleans hat schon von Devlin »Devil« de Vincent gehört, der seit dem mysteriösen Tod des Patriarchen das neue Familienoberhaupt ist. Zahlreiche Gerüchte kursieren über die drei Brüder – das wohl pikanteste: Wenn ein de Vincent sich verliebt, endet dies für die Frau ihres Herzens fatal. Rosie ist sich dessen bewusst, als das Schicksal sie mit dem teuflisch attraktiven Devlin zusammenführt. Und doch hat kein Mann bisher solche wilden Fantasien in ihr entfacht. Sie ist nicht nur entschlossen, die Wahrheit über den Mythos zu enthüllen, sondern auch, hinter Devlins gut verborgene, dunkle Geheimnis zu kommen. Aber dafür muss sie sich in die Arme des Teufels begeben …

Der Schreibstil:
Die Autorin schreibt wunderbar fix und spannend. Man wird von der ersten Seite ab in die Geschichte gezogen und dann ist es wie ein Sog. Ein Ereignis folgt auf das nächste, Emotionen, Spannung, alles ist da. Ich habe das Buch an nur einem Tag durchgelesen. Es ist möglich und macht total viel Spaß. Dazu diese feine Gruselstimmung und das Flair von New Orleans… Ich habe es wirklich genossen!

Die Charaktere:
Jetzt sind wir also endlich beim geheimnisvollen Devlin de Vincent angekommen. Seid ich ihn im ersten Band kennengelernt habe, war ich neugierig, was es mit ihm auf sich hat. In den vorherigen Bänden lösten sich ja auch schon ein paar Stückchen der Fassade, aber eben nicht genug. Jetzt unter anderem aus seiner Sicht diese Geschichte erzählt zu bekommen, war wunderbar.
Devlin war genau so, wie ich ihn mir vorgestellt hatte. Er ist stehts verschlossen, billigt sich keine Emotionen außer Wut und zeigt keinem sein Innerstes. Das belastet ihn ziemlich, es bekommt jedoch niemand mit. Devlin de Vincent lebt in seiner eigenen Welt, aus der ihn bisher keiner befreien konnte.
Doch dann kommt Rosie und er taut auf. Plötzlich sind ganz andere Emotionen möglich, die Devlin selber nicht versteht. Es ist sehr schön gewesen, das alles mitzuerleben. Ja, er verhält sich Rosie gegenüber zu oft wie ein Blödmann, aber durch seine Perspektive konnte man ihn verstehen. Devlin ist kein einfacher Bad-Boy, ich würde sogar sagen er ist noch nicht einmal ansatzweise einer. Er ist es einfach gewohnt, sein Leben für das anderer zu geben und wenn dann eine ziemlich forsche Rosie daherkommt und versucht, hinter seine Fassade zu blicken, dann reagiert er zunächst einmal so, wie er es immer getan hat: er schützt sich und seine Familie und denkt erst ganz zuletzt an seine Gefühle. So war es mit ihm ein ganz schönes Hin und Her, aber da man es verstanden hat und die Fortschritte und seine Entwicklung sah, fand ich es hier total passend und gut gemacht. Er ist auf jeden Fall mein Liebling unter den Brüdern!

Jetzt zu Rosie. Auch sie kannte ich schon, da sie die beste Freundin von Nikki, aus dem zweiten Band, ist. Anfangs war ich etwas skeptisch, was sie betraf. Ihr müsst euch vorstellen, dass Rosie wirklich immer mit dem Kopf durch die Wand möchte, kein Blatt vor den Mund nimmt und noch dazu an Geister glaubt und irgendwie Geisterjägerin ist. Da ich für letzteres irgendwie keine Begeisterung aufbringen kann, war ich hier schonmal gespannt, ob es mich nerven würde. Dazu kam noch, dass ich Angst hatte, hier würden ganz klischeehaft zwei Welten aufeinander prallen und dadurch entsteht dann die ganze Spannung. Ich wurde in beiden Punkten schnell beruhigt. Rosie ist Geisterjägerin ja, aber sie hält alles in Maßen und auch, wenn es Teil der Geschichte ist – in der es übrigens gar nicht so verrückt klingt – nimmt es nicht Überhand, sondern gibt vielmehr Anstöße. In erster Linie geht es um Rosie, die sich in Devlin verliebt hat (okay, erst einmal findet sie ihn natürlich anziehend). Die beiden liefern sich ein ständiges Geben und Nehmen und sind Stoff so mancher hitziger Diskussion. Es war wunderbar, die beiden zusammen zu erleben. Besonders gefallen hat mir dann einfach, dass Rosie ganz anders als erwartet, nicht nur direkt, sondern auch sehr einfühlend ist. Sie gibt genau an den richtigen Stellen nach, schafft es Devlin aus seinem Schneckenhaus zu locken, ohne sich selbst dabei zu verlieren. Die taffe, mutige Rosie zeigt Gefühle und Verständnis und auf einmal habe ich sie ganz anders gesehen. Nicht mehr als die quirlige, etwas verschrobene Frau. Kurzum: beide Charaktere waren mir super sympathisch, haben sich sehr schön weiterentwickelt (am meisten natürlich Devlin) und waren als Gespann ein Feuerwerk!

Zur Geschichte allgemein:
Nun habe ich in der Tat schon öfters Bücher gelesen, in denen das quirlige, lebensfrohe Mädchen, den grimmigen, dunklen Kerl verzaubert und ihn zurück ans Licht holt. Ein bisschen hatte ich ja auch Angst, dass dieses Klischee hier voll zutreffen würde. Ein bisschen bleibt natürlich, es ist immer noch eine Liebesgeschichte, aber es ist keine leere Floskel, wenn ich sage: da war noch viel mehr!
Jennifer L. Armentrout schafft es in dieser Reihe Liebesgeschichte mit Grusel zu verbinden. Grusel, der jede Menge Geheimnisse birgt. Wer nur einen Band der Reihe gelesen hat, wird schnell gemerkt haben, dass es viele offene Fragen gibt. Da ist dieses große Geheimnis: Wer hat Lawrence de Vincent getötet? Aber auch noch andere, kleinere, die letztlich dann doch gar nicht so klein waren. Jeder Band klärt ein bisschen weiter auf, dieser hier bildet das Finale. Ihr könnt euch also darauf gefasst machen, dass euch viel Spannung, unerwartete Wendungen und eine Auflösung erwartet, die alles Erdachte in den Schatten stellt. Die Tipps waren da und der ein oder andere ist mir auch aufgefallen, dennoch hätte ich nie gedacht, dass es so endet. Wirklich grandios!
Es beginnt einfach alles mit Rosie und Devlin. Er versteckt die meisten Geheimnisse und dadurch, dass Rosie ihn nach und nach knackt, kommt immer mehr ans Licht. Zusammen entdecken sie außerdem Zusammenhänge, die keiner geahnt hätte und sehr viel Bewegung in die Geschichte bringen. Die beiden sind also nicht nur ein Liebes-, sondern auch ein ungewolltes Actionduo.
Ich fand den Handlungsaufbau der Geschichte einzigartig und sehr sehr spannend. Das Gruselfeeling belegte alles mit einem Schleier, der es noch geheimnisvoller macht. Das Ende hat mich vollstens zufrieden gestellt, auch wenn es nicht für jeden happy geendet hat. Es passt einfach zur Geschichte.

Fazit:
Dieser dritte Teil, das Finale, konnte mich komplett von sich überzeugen. Es war super spannend, geheimnisvoll, actionreich und sehr emotional, unerwartet und funkensprühend. Die Charaktere sind jeder für sich und auch zusammen sehr charakterstark und überzeugen durch Tiefe und Entwicklung. Ich habe wirklich nichts, was mich an diesem Buch, das ich an einem Tag durchgelesen habe, gestört hat. Eine dringende Empfehlung! (aber bitte erst die anderen Bände vorweg lesen).

5 von 5 Sterne von mir.

Veröffentlicht am 24.09.2019

Weit mehr als ein Sommerroman!

Ein kleines Stück Unendlichkeit
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Klappentext:

Sie ist frei und unabhängig, er an Verpflichtungen gebunden.
Sie will nur einen Urlaubsflirt, er unendlich viel mehr

Als Lou auf dem Markt in Avignon Manu trifft, wird ihr schnell klar, ...

Klappentext:

Sie ist frei und unabhängig, er an Verpflichtungen gebunden.
Sie will nur einen Urlaubsflirt, er unendlich viel mehr

Als Lou auf dem Markt in Avignon Manu trifft, wird ihr schnell klar, unterschiedlicher könnten sie nicht sein. Während Manu in den Tag hinein lebt, hat Lou ihre Zukunft durchgeplant. Ihr Studium ist beendet und im Herbst wird sie ihren Traumjob beginnen. Der Sommer in Avignon ist nur eine Zwischenstation für sie und Manu eine nette Ablenkung von den Schatten ihrer Vergangenheit. So ist wenigstens ihr Plan.

Manu ist von Lou fasziniert. Sie spricht eine Seite in ihm an, die er schon lange nicht mehr gespürt hat. Die Geschichte seiner Familie lastet schwer auf ihm, doch mit Lou kann er loslassen und sich erstmals wieder eine Zukunft vorstellen. Um Zeit mit ihr zu verbringen ist er bereit, alles zu vergessen und ihre Bedingungen zu akzeptieren.

Aber Gefühle lassen sich nicht abstellen und das Herz hält sich nicht an Pläne.

Der Schreibstil:

Maja Lorim schreibt wie ein alter Hase. Total flüssig, locker, bildgewandt und spannend. Sie schafft es immer wieder genau die richtigen Momente einzufassen, die die Geschichte einmalig machen. Dazu kommt durch die Beschreibungen ein richtiges Frankreich-Feeling auf. Ich fühle mich, als wäre ich dort und dürfte mich glücklich schätzen, es mitzuerleben.
Ich habe das Buch zudem in nur wenigen Stunden gelesen. Das spricht für sich, oder? ❤

Die Charaktere:

Die Geschichte wird je nach aktueller Lage aus den Perspektiven der zwei Hauptprotagonisten Lou (Louisa) und Manu (Emmanuelle) erzählt.

Lou war mir von Anfang an sehrt sympathisch. Sie ist offen und lebensbejahend und dazu noch wunderbar spontan. Kein langes Zögern, keine Buchwurmallüren. Stattdessen bleibt sie sich stets selbst treu und hält sich an ihre Vorsätze, während sie das Leben genießt. Genau wie Manu dachte ich zuerst, sie sei etwas schüchtern, tatsächlich aber ist sie das nicht. Sie ist geradezu mutig und setzt sich mit ihrem starken Willen durch. Zu ihrem eigenen Leidwesen geht sie dabei aber manchmal etwas zu zielstrebig vor. Dazu kommt noch die Angst, die ihr ihr Ex-Freund eingebrockt hat.
Mit ihrer Vielschichtigkeit und ihrem überraschenden Mut konnte mich Lou definitiv bezaubern. Ich habe es genossen, die Geschichte durch ihre Augen zu sehen und gleichzeitig mit Manus Augen völlig ahnungslos zu sein, was sie da gerade veranstaltet:)

Manu ist der typische französische Junge. Der französische Charme kommt durch ihn definitiv rüber, gleichzeitig ist er natürlich noch sehr viel mehr. Er ist der junge Mann, der alles für seine Familie tut und dabei selbst viel zurücksteckt, er ist der Künstler, mit dem Blick fürs Detail, er ist der Abenteurer, der die schönsten Orte in Avignon kennt und er ist der Kerl, der Lou zu würdigen weiß.
Auch er war mir auf Anhieb sympathisch. Sein Charme hat mich mindestens genauso bezirzt wie Lou und dann ist er auch noch derjenige, der unheimlich viel Spannung und Gefühl in die Geschichte bringt. Da hat jemand auf jeden Fall Bookboyfriend-Potential!

Zur Geschichte allgemein:

Da ist also ein Mädchen als Ferienjobberin in Avignon und trifft auf einen Typen, der zufälligerweise unheimlich gut aussieht und das Mädchen auch noch gut zu finden scheint. Habt ihr jetzt eine Geschichte im Kopf? Ich hatte sie und war äußerst skeptisch, denn zu oft schon habe ich Sommerferienromane gelesen, die einfach alles viel zu schnell abhandeln müssen.
Schon nach fünf Seiten ändert sich die Situation jedoch. Lou und Manu werden Lou und Manu und nichts läuft mehr, wie ich es mir vorgestellt hatte. Zwischen den beiden beginnt es zu prickeln. Eine Beziehung entsteht, die so zart und wunderbar ist, dass ich mich gar nicht von dem Buch lösen konnte. Dann kommt diese Regel: Kein Küssen! und so entsteht unweigerlich eine enorme Spannung, was genau das zwischen den beiden wird. Ich habe mitgefühlt, gebangt, war total verliebt und konnte wunderbar langsam miterleben, wie die Gefühle zwischen ihnen immer stärker wurden. Hier entwickelten sich wirklich tiefe Gefühle, die mich aufgrund der Ausgangssituation überrascht haben.
Weiter hat das Buch aber auch viele actiongeladene Spannungsmomente. Stellt euch jetzt bitte keine umhergeschleuderten Autos vor, sondern viel mehr eine Schlägerbande, alte Feindschaften und Diebe. Die Mischung aus geheimnisvollen Hintergrundaktionen, Verstrickungen und der langsamen Entwicklung der Beziehung zwischen Lou und Manu hat diese Geschichte für mich sehr interessant und gut lesbar gemacht. Es war durchgängig spannend, sodass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen wollte, dieses Prickeln zwischen den Protagonisten hat definitiv den erforderlichen Liebesromananteil geschaffen, den ich so gerne mag, und dann ist da noch diese Wendung. Jedes gute Buch sollte eine Wendung haben, die unverhofft und nicht vorhersehbar geschieht, gleichzeitig aber nicht völlig aus der Luft gezogen sein und Logik besitzen sollte. Die Wendung hier erfüllt alle Kriterien. Ich war total fertig und total baff, dass es dann in ein so schönes Ende übergehen konnte, ohne das es kitschig wirkte. Die Autorin hat es hier einfach geschafft, die Story mit allen Elementen auszustatten, die eine gute Geschichte braucht und sie dann noch so zu kombinieren, dass aus einer oft gelesenen Anfangsidee, etwas völlig Einzigartiges und Vielschichtiges entstanden ist.

Fazit:

Maja Lorim konnte mich auch mit ihrem zweiten Buch vollsten überzeugen. Die Protagonisten hatten wirklich Charakter, die Storyline war gut durchdacht und sehr spannend, die Liebesgeschichte ist tiefgehend und prickelnd und der Schreibstil unterstützt alles, durch seine lockere Art und Weise. Ich kann dieses Buch jedem New-Adult-Leser empfehlen, besonders, wenn ihr einen wunderschönen Sommerroman lesen wollt. Das Frankreich-Feeling ist wirklich wunderbar!

5 von 5 Sterne von mir.

Veröffentlicht am 22.09.2019

Wundervoll emotional und berührend!

The Light in Us
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Emma Scott würde ich mittlerweile schon zu meinen Lieblingsautoren zählen. Ihre Bücher berühren mich tief und enthalten so wundervolle Geschichten, in denen unperfekte Charaktere die größte Rolle spielen. ...

Emma Scott würde ich mittlerweile schon zu meinen Lieblingsautoren zählen. Ihre Bücher berühren mich tief und enthalten so wundervolle Geschichten, in denen unperfekte Charaktere die größte Rolle spielen. Gerade deshalb wirkt es so realistisch. Ich als Einzelne, als Normalsterbliche, kann mich in die Protagonisten einfühlen und mitfühlen und das macht es für mich besonders.

Jetzt aber zu „The Light in Us“. Wieder einmal habe ich vorher nicht den Klappentext gelesen. Ich habe mich auf die Autorin verlassen und das zu Recht.

Klappentext:
Charlotte Conroy stand am Anfang einer großen Karriere als Geigerin, doch dann zerbrach ihr Leben und die Musik in ihr verstummte. Aus Geldnot nimmt sie den Job als Assistentin für einen jungen Mann an, der sein Augenlicht bei einem Unfall verloren hat. Noah Lake war Fotograf und Extremsportler, immer auf der Jagd nach dem nächsten Adrenalinrausch. Nun stößt er alle Menschen von sich, unfähig, sein Schicksal anzunehmen. Doch Charlotte ist entschlossen, ihm zu beweisen, dass das Leben noch so viel mehr zu bieten hat …

Das Cover:
Mal ehrlich? Wer kann einem Cover aus dem LYX-Verlag widerstehen? Mir ist klar, dass es gerade einfach voll Trend ist irgendwelche Farben im Hintergrund zu mischen und groß den Titel darauf zu setzen. Solche Bücher sieht man zurzeit massenhaft. Aber sie sind dennoch wunderschön oder? Auch hier wurden die Farben wieder sehr gut gewählt und obwohl es so schlicht ist, kann ich gar nicht den Blick davon lösen und will es in meinem Regal stehen haben. Ein großer Vorteil an diesen Covern: sie geben keinen Aufschluss über die Geschichte und lassen somit keine Erwartungen entstehen. Man kann sich überraschen und völlig in die Geschichte fallen lassen.

Der Schreibstil:
Emma Scott schreibt wundervoll! So einfühlsam, detailreich, geradezu künstlerisch. Dem Leser bleibt nichts anderes über, als sich voll auf die Geschichte einzulassen. Es heißt Ganz oder Gar nicht. Wenn ich sagen würde, es ist flüssig, locker und gut lesbar, dann käme das nicht mal im entferntesten an diesen schönen Schreibstil heran. Lest einfach selbst und lasst euch berühren!

Die Charaktere:
Charlotte war mir sofort sympathisch. Sie wirkt so schön auf dem Boden geblieben. Keine Extreme, die sie besonders hervorstechen lassen sollen. Sie ist einfach Charlotte, unkompliziert, liebenswert, mit einer beachtlichen Gabe: der Musik. Und die beinhaltet noch viel mehr als ihre bloße Fingerfertigkeit oder ihr gutes Ohr. In Charlottes Fall bedeutet das auch, dass sie Menschen gut zuhören kann, geradezu die Musik in ihnen klingen hört. Sie geht auf die Gefühle anderer ein und steckt dabei allzu oft zurück. Sie ist vielleicht ein wenig zurückhaltend, aber nur dann, wenn es um ihre eigenen Talente geht und gerade das macht sie besonders sympathisch. Sie dreht nicht ab und versucht andere zu beeindrucken, sondern bleibt sich selbst treu. Bescheiden und wundervoll, so ist Charlotte und so appelliert sie an die Gefühle des Lesers.

Noah erinnerte mich so sehr an Will aus „Ein ganzes halbes Jahr“. Ihm ist etwas Tragisches zugestoßen und er versinkt in Melancholie, in Trauer und Wut und allem, was dazu gehört, wenn man den wichtigsten Teil seines Lebens verloren hat. Aber gleichzeitig ist er von Anfang an auch eine Person, die vorher ganz anders gelebt hat als Charlotte. Er war jung, gutaussehend, wurde von allen angehimmelt. Bei mir kam der unwiederbringlich der Gedanke, dass sein Leben sich dann doch ein wenig von dem einer Charlotte, die sich alles erarbeiten muss, aussieht wie viele andere auf Erden und einfach ein bisschen unterm Radar verschwindet, verlief. In diesem Buch muss Noah erst noch lernen, was wirklich wichtig ist, während Charlotte mehr zu sich selbst stehen muss. Ich habe es geliebt, den beiden zuzusehen. Wie Noah immer mehr auftaut, sich Charlotte einfach nicht widersetzen kann. Man fühlt mit ihm, klar. Ich kann mir noch nicht einmal ansatzweise vorstellen, wie es sein muss, in seiner Situation zu sein. So fand ich Noahs Entwicklung am größten und für ihn am schwersten. Er hat gezeigt, was er sein will und kann und die Autorin hat dies ganz wunderbar dargestellt.

Beide Charaktere waren für mich somit Charaktere zum Mit- und Einfühlen. Sie schienen so lebendig, hatten so viele Gefühle, haben sich so entwickelt und dabei zueinander gefunden. Perfekter ging es nicht, auch wenn beide noch so viel „Unperfektes“ mitbringen.

Zur Geschichte allgemein:
Ich erinnere mich noch an den Epilog, bei dem ich gar nicht so richtig wusste, was ich da gerade lese. Und irgendwann dann realisierte ich, dass es Noahs Gedanken waren. Was er erlebt und gefühlt hatte und dass es für ihn einmalig bleiben würde. Gleich von Anfang an hat man also immer im Hinterkopf, was Noah verloren hat, sodass sich ein Schleier von Melancholie über die Geschichte legt. Verstärkt noch durch das, was Charlotte durchgemacht hat. So baut sich die Geschichte quasi aus dem Dunklen heraus auf. Die kleinen Dinge zwischen Noah und Charlotte scheinen dadurch umso heller.
Immer wieder musste ich außerdem bewundernd zugeben, wie gut die Geschichte aufgebaut ist. Sie verliert wirklich an keiner Stelle die Spannung, ist sehr emotional und genau im richtigen Tempo erzählt. Nur das mit Charlottes Musikkarriere kam etwas spät. So im Nachhinein fand ich es immer noch gut eingebaut und auch noch gut ausgebaut, allerdings habe ich die Geschichte über immer darauf gewartet, dass sich da mal was tut.
Das Ende war dann aber wieder perfekt. Schön langsam. Beide Charaktere haben mit allem anderen abgeschlossen und waren frei und noch viel wichtiger: sie selbst. So fühlte sich ihre Beziehung dann an wie etwas, dass ewig hält. Und so muss es schließlich auch sein. Jedenfalls wäre ich sonst mit ziemlich vielen Gedanken zurückgelassen worden. Jetzt bin ich einfach nur happy, freue mich für die beiden und habe dieses Buch in sehr! guter Erinnerung.

Fazit:
Emma Scott hat hier wieder einmal bewiesen, was für eine exzellente Autorin sie ist. Wunderbar detailreich und emotional erzählt sie eine Geschichte, die den ein oder anderen an „Ein ganzes halbes Jahr“ denken lassen wird. Tatsächlich aber vergisst man das schnell wieder. Noah und Charlotte sind so anders und gleichzeitig ebenso zwei Seelen, die im Leser nachklingen. Mir ist das Buch beim Lesen mitten ins Herz gegangen und ich habe jede Seite geliebt. Eine absolute Empfehlung von mir! Und gleichzeitig die Warnung: eure Augen werden nicht trocken bleiben!

5 von 5 Sterne von mir.

Veröffentlicht am 01.09.2019

Liebe und Action - Was will man mehr?

Golden Dynasty - Brennender als Sehnsucht
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Klappentext:
Unfassbar reich, unglaublich mächtig – und sie füllen die Titelseiten der Boulevardpresse. Nikki Besson weiß nur zu gut, wie die Welt der de-Vincent-Brüder aussieht. Denn als Tochter der Haushälterin ...

Klappentext:
Unfassbar reich, unglaublich mächtig – und sie füllen die Titelseiten der Boulevardpresse. Nikki Besson weiß nur zu gut, wie die Welt der de-Vincent-Brüder aussieht. Denn als Tochter der Haushälterin ist sie gemeinsam mit ihnen aufgewachsen. Aber nie hätte sie gedacht, dass sie einmal auf das Anwesen in Louisiana zurückkehren würde, um selbst für diesen skandalumwitterten Clan zu arbeiten. Dorthin, wo sie sich in Gabriel verliebt hat – den sie seit dieser verhängnisvollen, stürmischen Nacht von damals nie wiedersehen wollte ….

Der Schreibstil:
Die Autorin hat mich mit ihrem Schreibstil wieder vollkommen gepackt. Einerseits ist alles total spannend, actiongeladen und interessant, andererseits aber auch sehr gefühlvoll, detailreich und auch die andere Spannung kommt nicht zu kurz. Mir hat’s super viel Spaß gemacht, es zu lesen!

Die Charaktere:
Fangen wir mit Nicolette Besson an, oder wie sie sich selbst nennt Nikki. Wie so oft, war ich mir bei ihr zu Anfang total unsicher. Ihre Schwärmerei für einen älteren Kerl, die Nähe zu den Eltern und ihre Unerfahrenheit lassen zuerst den Eindruck enstehen, es handle sich hierbei um eine schüchterne Protagonistin, die erst noch zu sich selbst finden muss. Das stimmt auch, aber ganz anders als gedacht. Denn genug Schmackes steht bei Nikki schon längst dahinter. Sie weiß, wie der Hase läuft und lässt sich nicht für dumm verkaufen. Immer wieder liest man Passagen, die aus ihrer Vergangenheit erzählen (sie werden aber zum Glück echt kurz gehalten) und weiß somit als Leser genau, wo ihre Schwächen liegen, aber das weiß Nikki auch und kann somit dagegenarbeiten. Ihre größte Schwäche ganz klar: Gabriel de Vincent. (Lasst euch nicht von dem Gerede ihrer angeblich größten Schwäche, „sie müsse jedem helfen“, ablenken, für die Geschichte spielt es so gut wie keine Rolle.)
Ich war nicht selten total beeindruckt von ihr, weil sie ohne Umschweife durchschaut, was Gabriel oder wer auch immer mit ihr abzieht und entsprechend reagiert. Und diese Reaktionen sind dann mehr als selbstbewusst und auch selbstkontrolliert. Sie zeigt ihm, dass sie nicht alles mit sich machen lässt und keineswegs das junge Mäuschen ist, dass andere in ihr sehn.
Für mich war sie die ideale Protagonisten, weil sie natürlich manchmal zweifelt und sich eigentlich hoffnungslos verliebt hat, gleichzeitig aber auch nicht nervt, selbstbewusst und emotional ist.

Weiter geht´s mit Gabriel de Vincent. Anders als Nikki, kannte ich ihn schon aus dem ersten Band der Reihe. Dort lernte man ihn als den ruhigsten und normalsten der Brüder kennen. Er klang geradezu, als wäre er der Good Guy schlechthin. Aber natürlich schlummert auch in ihm noch viel mehr. Stille Wasser sind tief… Aber so still ist Gabriel gar nicht. In diesem Buch beweist er, dass er ein unglaublich leidenschaftliches Leben führt, auch wenn es vielleicht ruhiger ist, als das der anderen.
An ihm hat mir gut gefallen, dass er einerseits älter ist und schon eine gewisse Lebenserfahrung hat (mit den de Vincent-Brüdern braucht man das auch) , andererseits aber immer noch etwas lernen muss, sich dabei aber glücklicherweise nicht ganz so dumm anstellt. Er war schon einmal verliebt und hat diese große Liebe verloren. Deshalb will er sich ungern zu schnell auf etwas Neues einlassen und überlegt sich vor allem vorher gut, was es für Auswirkungen für seine Zukunft hat. Klar, am Ende ist alles trotzdem nicht einwandfrei gelaufen, aber irgendwann bekam er die Kurve und man hat richtig gemerkt, wie er sich nicht nur verliebt hat, sondern auch mit einem Teil seiner Vergangenheit abschließen konnte.
Als Charakter fand ich ihn unheimlich gut, weil er sehr einfühlsam war, Nikki nie bedrängt hat, ihr aber trotzdem immer ein gutes Gefühl gegeben hat, und trotzdem schlummerte da in ihm noch eine dunklere Seite, die zutage kommt, wenn er leidenschaftlich für etwas kämpft. Und das tut er.
Für mich persönlich hätte er sich aber ruhig noch etwas älter (Nikki auf gar keinen Fall jünger) verhalten können, denn der Unterschied wird im Handlungsverlauf als Problematik aufgeführt, zwischen den beiden bemerkte man ihn jedoch nicht. (Allerdings kann man dies auch positiv auffassen, denn so war die Sympathie zwischen ihnen natürlich größer und man konnte die beiden als Leser leichter als Paar sehen.)
Er war einfach das perfekte Gegenstück zu Nikki und ich kann mir die beiden sehr gut als Paar vorstellen, dass irgendwann mal heiratet und Kinder bekommt.

Zur Geschichte allgemein:
Ich möchte es bald nicht schreiben, weil die Geschichte mir super gefallen hat, aber die ersten 80-100 Seiten fand ich ziemlich lahm. Es passierte so gut wie nichts und der Leser erfuhr ein klein wenig zu viel, um die ganze Situation noch spannend zu finden.
Dann wurde es aber zum Glück besser. Spannung baut sich auf, sowohl zwischen den Protagonisten als auch mithilfe von Action. Wie bereits im ersten Band bietet dieses Buch nämlich weitaus mehr, als eine bloße Liebesgeschichte. Der Spuk im Haus der de Vincents schlägt wieder zu. Diesmal fand ich es jedoch sehr geschickt gemacht. Man war sich als Leser nie sicher, ob es jetzt wirklich ein Geist sein könnte oder ob nicht doch wer anders dahinter steckt. Die Auflösung war dann fulminant. Packend, erschreckend, überraschend und genial. Soviel hätte ich wirklich nicht erwartet.
Aber auch die Liebesgeschichte konnte bei mir punkten. Zwischen Nikki und Gabriel steht von Anfang an sehr viel, sodass es langsam aber stetig vorangeht. Es hatte für mich genau das richtige Tempo und ich konnte richtig schön mitverfolgen, wie die Liebe zwischen ihnen immer größer wird. An den Stellen, an denen es krieselte, sah man das Drama schon kommen, einfach, weil die vorangegangenen Handlungen dies nach sich ziehen mussten. Aber gehört es sich bei Liebesgeschichten und Nikki hat dafür gesorgt, dass sich alles für den Leser zufriedenstellend entwickelt.
Ich war total begeistert und hätte es mir vom Ablauf her nicht anders gewünscht.

Fazit:
Dieses Buch hat mich echt positiv überrascht. Die Liebesgeschichte zwischen Nikki und Gabriel war ergreifend und emotional und dazu kam noch eine ordentliche Portion Action, der die Geschichte sehr spannend und interessant gemacht hat. Das Spukhaus der de Vincents ist wirklich mal etwas ganz anderes in diesem Genre und konnte mich dieses Mal vollkommen überzeugen.
Einzig der Anfang des Buches war etwas lahm, aber darüber sehe ich gerne hinweg, bei dem, was es noch zu bieten hat:)

5 von 5 Sterne von mir!