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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.10.2019

Der bisher beste Band der Reihe

Sterbekammer
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Inhalt:
Nick Wahler tritt seinen Job als neuer Chef der Mordkommission in Itzehoe an. Gleich zu Beginn seiner Tätigkeit bekommt er es mit zwei verzwickten Fällen zu tun. An einer Tankstelle wurde nachts ...

Inhalt:
Nick Wahler tritt seinen Job als neuer Chef der Mordkommission in Itzehoe an. Gleich zu Beginn seiner Tätigkeit bekommt er es mit zwei verzwickten Fällen zu tun. An einer Tankstelle wurde nachts der Tankwart ermordet, und der alte Josef Hader ist in seiner Mühle zu Tode gekommen. Bald ergibt sich zudem eine Verbindung zu einem Cold case. Der Fall der vor etwa zehn Jahren verschwundenen Anneke Jung wurde nie aufgeklärt. Frida Paulsen, Bjarne Haverkorn und ihre Kollegen haben alle Hände voll zu tun.

Meine Meinung:
Schon die ersten beiden Bände dieser Reihe haben mir gut gefallen, aber dieser übertrifft sie noch. Romy Fölck erzählt eine spannende Geschichte mit überwiegend sympathischen Figuren (zumindest auf Seiten der Polizei), wobei sie auch das Privatleben stark miteinbezieht. Hier ist es natürlich schön, wenn man die Protagonisten aus den Vorgängerbänden schon kennt, es ist aber nicht unbedingt notwendig. Den Hauptteil der Handlung nehmen die Kriminalfälle ein, die auch in diesem Band abgeschlossen werden.

Besonders schockierend empfand ich die Einschübe, die die Gedanken einer entführten Frau enthalten. Ohne wirklich groß ins Detail zu gehen, schafft die Autorin es hier, das Grauen für den Leser erlebbar zu machen. Das ist show, don't tell auf hohem Niveau.

Ansonsten begleitet man als Leser die Ermittler bei ihrer mühseligen Arbeit, die insgesamt recht authentisch erscheint. Sie ist ausgezeichnet durch falsche Fährten, Rückschläge und bürokratische Hürden. Es gibt aber auch etliche sehr spannende Szenen, bei denen man das Buch unmöglich aus der Hand legen kann. Überhaupt versteht die Autorin es, durch geschickt platzierte Cliffhanger, den Leser bei der Stange zu halten.

Die Beschreibungen der Marschlandschaft sind wieder sehr gelungen. Auch ich als Süddeutsche kann mir diese Gegend dadurch sehr gut vorstellen.

Fazit:
Für Krimiliebhaber sehr zu empfehlen. Ein rundum gelungenes Leseerlebnis!

Die Reihe:
1. Totenweg
2. Bluthaus
3. Sterbekammer

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Spannung
  • Geschichte
  • Figuren
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 30.09.2019

Immer noch witzig

Die Känguru-Offenbarung (Die Känguru-Werke 3)
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6 Audio CDs, Live-Mitschnitt
Verlag: Hörbuch Hamburg (10 März 2014)
ISBN-13: 978-3869091358
Laufzeit: 460 Minuten (ungekürzt)
Sprecher: Marc-Uwe Kling
auch als E-Book und als Taschenbuch erhältlich

Immer ...

6 Audio CDs, Live-Mitschnitt
Verlag: Hörbuch Hamburg (10 März 2014)
ISBN-13: 978-3869091358
Laufzeit: 460 Minuten (ungekürzt)
Sprecher: Marc-Uwe Kling
auch als E-Book und als Taschenbuch erhältlich

Immer noch witzig

Dies ist schon der 3. Teil der Känguru-Chroniken. Am besten sollte man beim 1. anfangen, um die alles zu verstehen. Notfalls kann man natürlich auch mit diesem Band einsteigen.

Marc-Uwe und das Känguru machen Jagd auf den mysteriösen Pinguin und geraten dabei in vielerlei kuriose Situationen.

Gelesen wird das Hörbuch wie schon die ersten beiden von Marc-Uwe Kling selbst, und er macht das wirklich hervorragend.

Aufgrund der kurzen Einzelgeschichten eignet sich dieses Hörbuch auch gut für kurze Autofahrten. Man kann praktisch jederzeit unterbrechen, ohne den Anschluss zu verlieren.

Die Känguru-Chroniken:
1. Die Känguru-Chroniken
2. Das Känguru-Manifest
3. Die Känguru-Offenbarung

★★★★★

Veröffentlicht am 29.09.2019

Ein spritziges Märchenabenteuer

Märchenfluch, Band 1: Das letzte Dornröschen
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Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
Verlag: Ravensburger Buchverlag (28. September 2019)
ISBN-13: 978-3473401833
empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren
Preis: 16,99 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Ein ...

Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
Verlag: Ravensburger Buchverlag (28. September 2019)
ISBN-13: 978-3473401833
empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren
Preis: 16,99 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Ein spritziges Märchenabenteuer

Inhalt:
Flora ist 16, als sie erfährt, dass sie eine Nachfahrin von Dornröschen ist und in ihr selbst Magie schlummert. Mit anderen Märchenfiguren, z.B. dem Schneewittchen Neva oder dem Rapunzel Val soll sie für eine seltsame Agentur arbeiten, die die Welt vor schwarzer Magie schützt. Dann werden auch noch alte Damen vom sogenannten Rosenkavalier entführt und nebenbei spielt Floras Herz verrückt, wenn sie in Hektors Nähe kommt.

Meine Meinung:
Von der ersten Seite an konnte Claudia Siegmann mich mit ihrer märchenhaften Geschichte packen. Als Leser ist man zunächst genauso ahnungslos wie die Protagonistin Flora, die einen mysteriösen Brief erhalten hat, der sie zu einer alten Mühle bestellt, um dort sogenannte Pflichtjahre abzuleisten. Erst nach und nach erfährt man, wer die verschiedenen Charaktere sind und was hinter der Agentur steckt. Und ich kann sagen, vieles scheint auf den ersten Blick ganz anders, als es wirklich ist. So konnte mich die Autorin immer wieder überraschen.

Flora war mir von Beginn an unheimlich sympathisch. Sie ist sehr warmherzig und hat das Herz am rechten Fleck. Dabei lässt sie sich aber nicht die Butter vom Brot nehmen, sondern versteht sich in gewissem Rahmen auch durchzusetzen.

Der Schreibstil ist locker und dynamisch. Manche Szenen sind zum Schmunzeln, andere zum Gruseln. Man fliegt geradezu durch das Buch und mag es zwischendurch kaum aus der Hand legen. Denn es ist auch total spannend. Mal ist es gefährlich, mal romantisch. Dann wiederum lernt man Märchenfiguren von einer ganz neuen Seite kennen. Eins steht fest: Langweilig wird es hier nie. Und deshalb warte ich schon gespannt auf den 2. Band, der glücklicherweise nur etwa ein halbes Jahr auf sich warten lässt.

Die Trilogie:
1. Das letzte Dornröschen
2. Die Rache der Fee (Frühjahr 2020)
3. Der Kuss der Wahrheit (Herbst 2020)

★★★★★

Veröffentlicht am 23.09.2019

Ein spannender Fall im florentinischen Sommerloch

Tod einer Verrückten
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Taschenbuch: 316 Seiten
Verlag: Diogenes Verlag (29. August 1997)
ISBN-13: 978-3257229783
Originaltitel: The Marshal and the Madwoman
Übersetzung: Irene Rumler
Preis: 12,00 €
auch als E-Book erhältlich

Ein ...

Taschenbuch: 316 Seiten
Verlag: Diogenes Verlag (29. August 1997)
ISBN-13: 978-3257229783
Originaltitel: The Marshal and the Madwoman
Übersetzung: Irene Rumler
Preis: 12,00 €
auch als E-Book erhältlich

Ein spannender Fall im florentinischen Sommerloch

Inhalt:
Es ist August in Florenz. Die Stadt ist mehr oder weniger ausgestorben, und die wenigen Zurückgebliebenen leiden unter der drückenden Hitze. Da wird eine Frau ermordet, die gemeinhin als verrückt bekannt ist, und Maresciallo Guarnaccia muss all seine Sinne zusammennehmen, um den Täter aufzudecken. Gar nicht so einfach, wenn fast alle Leute, die dabei helfen könnten, in Urlaub sind.

Meine Meinung:
Von den bisherigen Bänden dieser Reihe hat mir dieser mit Abstand am besten gefallen. Magdalen Nabb beschreibt sehr anschaulich die Atmosphäre in dem überhitzten und verwaisten Florenz, lässt uns dabei aber auch am dörflichen Leben eines Stadtviertels teilhaben, in dem noch jeder jeden kennt und man sich gegenseitig hilft.

Mit der ihm eigenen Behäbigkeit verbeißt der sympathische Wachtmeister Guarnaccia sich in diesen Fall, deckt Hintergründe auf und löst so manches „kleine Problem“ seiner Mitmenschen, denn als Carabinieri fühlt er sich auch dafür zuständig.

Der Fall erweist sich als spannender und tiefgründiger als anfangs gedacht und hat mich somit ziemlich positiv überrascht. Die Handlung wird permanent vorangetrieben, Längen wie in manchem Vorgängerband habe ich hier nicht gefunden.

„Tod einer Verrückten“ ist der 6. Band der Reihe, kann aber durchaus ohne Vorkenntnisse gelesen werden.

Die Guarnaccia-Reihe:
1. Tod eines Engländers
2. Tod eines Holländers
3. Tod im Frühling
4. Tod im Herbst
5. Tod in Florenz
6. Tod einer Verrückten
7. Tod einer Queen
8. Tod im Palazzo
9. Geburtstag in Florenz
10. Das Ungeheuer von Florenz
11. Alta moda
12. Nachtblüten
13. Eine Japanerin in Florenz
14. Vita nuova

★★★★★

Veröffentlicht am 06.09.2019

Faszinierende Vorgeschichte der "Gelöscht"-Trilogie

Exit Now!
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Gebundene Ausgabe: 496 Seiten
Verlag: Coppenrath (6. August 2019)
ISBN-13: 978-3649634195
empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Originaltitel: Fated
Übersetzung: Petra Knese
Preis: 20,00 €
auch als E-Book und ...

Gebundene Ausgabe: 496 Seiten
Verlag: Coppenrath (6. August 2019)
ISBN-13: 978-3649634195
empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Originaltitel: Fated
Übersetzung: Petra Knese
Preis: 20,00 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Faszinierende Vorgeschichte der „Gelöscht“-Trilogie

Inhalt:
London, 2024. Großbritannien hat die EU verlassen und sich gegen die Außenwelt abgeschottet. Doch im Inneren brodelt es. Immer mehr Jugendliche lehnen sich gegen die Regierung auf. Diese greift zu drastischen Maßnahmen. Auch Sam, die fünfzehnjährige Tochter des Vizepremierministers, tritt für ihre Meinung ein und bringt sich damit in große Gefahr.

Meine Meinung:
Ich habe die „Gelöscht“-Trilogie geradezu verschlungen. So war es für mich klar, dass ich auch „Exit Now!“ lesen muss. In diesem Band erzählt Teri Terry, wie es dazu kam, dass die Lorders Ins Leben gerufen und die Gesetze derart streng angewendet wurden. Dies ist die Ausgangssituation für die Handlung von „Gelöscht“. Auch wenn man die Trilogie schon kennt, ist das neue Buch sehr faszinierend und spannend zu lesen. Man kann aber auch zuerst die Vorgeschichte lesen und danach die Trilogie. Das spielt eigentlich gar keine Rolle. Der vorliegende Roman kann sogar als Stand alone gelesen werden.

Teri Terry ist eine tolle Erzählerin. Mit den beiden Protagonistinnen Sam und Ava, die abwechselnd kapitelweise in der Ich-Form erzählen, wirft sie die Leser*innen mitten in die Handlung. Die beiden Mädchen wirken sehr sympathisch und authentisch. Sam kommt aus einer privilegierten Familie, ist aber trotz allem recht bodenständig. Ava hat es nicht so gut. Zwar nagt sie nicht gerade am Hungertuch, aber sie muss schon zusehen, wie sie über die Runden kommt. Besonders Sam macht im weiteren Verlauf eine große Entwicklung durch, wird immer eigenständiger und tougher.

Sehr schön werden die Kontraste zwischen den wenigen Reichen und den vielen Armen herausgearbeitet. Dabei wird die Gesellschaft aber nicht schwarz-weiß dargestellt. Es gibt in allen Gesellschaftsschichten solche und solche. Und leider wird auch ganz deutlich, dass Gewalt Gegengewalt hervorruft. Die Handlung wirkt leider gar nicht erfunden, sondern könnte sich so auch wirklich abspielen.

Teri Terrys Schreibstil ist sehr flott und dynamisch. Man kann sich dabei sehr gut in die Protagonistinnen hineinversetzen. Die Kapitel sind kurz bis sehr kurz, das schafft Tempo.

Fazit:
Mich konnte „Exit Now!“ genauso begeistern wie die Trilogie. Ich möchte sie allen „Gelöscht“-Fans als Vorgeschichte empfehlen, aber auch allen anderen Dystopie-Fans, die damit sicher zu „Gelöscht“-Fans werden.

★★★★★