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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.11.2019

Mystery-Krimi – Gute Unterhaltung für Leser die sich für historische Geschichten und okkulte Themen interessieren

Die Versammlung
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*Gelungene Geschichte über den Traum vom ewigen Leben*

Manuela Sonntag lässt in diesem Buch einige historische Persönlichkeiten in der Gegenwart auftreten. Es gibt eine Versammlung von 'Unsterblichen'. ...

*Gelungene Geschichte über den Traum vom ewigen Leben*

Manuela Sonntag lässt in diesem Buch einige historische Persönlichkeiten in der Gegenwart auftreten. Es gibt eine Versammlung von 'Unsterblichen'. Darunter z.B. Hildegard von Bingen, Giacomo Casanova, John Dee, Lukrezia Borgia und noch einige mehr. Prof. Faust, ebenfalls Mitglied der Versammlung, hat alle Hände voll zu tun, als ein Mitglied der illustren Gruppe eine blutige Spur hinterlässt. Er versucht Spuren zu verwischen, um die Gemeinschaft zu schützen. Nebenbei hat Prof. Faust noch ein ganz persönliches Problem. Er ist schon alt und braucht für seinen nächsten „Übergang“ eine neue Hülle.

Wo ein Faust ist, darf natürlich ein Wagner und das Gretchen nicht fehlen. Jonas Wagner und Margaretha Södholm sind wichtige Rollen in der Geschichte, die neben den Ermittlungen noch ihre persönlichen Probleme bewältigen müssen.

Ich mag mythologisch – okkulte Geschichten und hatte daher schöne Lesestunden. Es ist kein typischer Krimi, sondern ein gelungener Genre-Mix Mystery-Fantasy Crime mit historischen Elementen.

Veröffentlicht am 10.10.2019

Was machst Du, wenn Dir das Schicksal eine zweite Chance bietet?

Der Fund
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*Für mich kein Thriller. Aber eine raffinierte Geschichte, in einer außergewöhnlichen Sprache *

Das ist mein erstes Buch von Bernhard Aichner. 'Bösland' und 'Kaschmirgefühl' sind mir zwar schon mehrmals ...

*Für mich kein Thriller. Aber eine raffinierte Geschichte, in einer außergewöhnlichen Sprache *

Das ist mein erstes Buch von Bernhard Aichner. 'Bösland' und 'Kaschmirgefühl' sind mir zwar schon mehrmals aufgefallen, aber erst „Der Fund“ hat mich neugierig gemacht.

Die Grundidee ist einfach. Eine Verkäuferin findet in einem Bananenkarton gut 12 kg Kokain. Bis dahin war ihr Leben eine einzige Katastrophe und sie hat in diesem Moment den Schimmer einer Hoffnung, dass sich was ändern könnte. Die Entscheidung diese Kiste mit nach Hause zu nehmen, wird sie allerdings mehrmals bereuen. Sie hat sich auf ein gefährliches Spiel eingelassen.

Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt. Einmal aus der Sicht Ritas und dann aus der Sicht eines namenlosen Ermittlers, der ihren Tod aufklären will. Ritas Erleben und die Verhörprotokolle des Ermittlers wechseln sich ab und man springt dadurch mehrmals in der Zeit. Mal ist man ganz nah dran und dann wieder in großem Abstand zur Handlung.

Für mich war nicht die Spannung im Vordergrund, weil ich gut nach der Hälfte geahnt habe wie es ausgeht. Das Besondere an diesem Buch ist die Raffinesse der Geschichte und die Zeichnung der Charaktere.

Sprache und Stil des Buches fand ich super. Stellenweise wurde ich richtig durch die Kapitel getrieben.

Ein besonderes Lob verdient die Aufmachung des Buches. Das Cover in schwarz-weiß ist schlicht, aber dennoch ein Hingucker. Der gelbe Buchschnitt setzt einen tollen Akzent und ist bestimmt eine Anspielung auf die Bananenkiste.

Veröffentlicht am 07.10.2019

.Band 4 ist vom Stil etwas anders als die Vorgänger und ein gelungener Start in eine neue interne Trilogie – Spannend und unterhaltsam

Todesreigen
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*Die Vergangenheit holt uns ein*

Der Autor hat nach den ersten 3 Bänden ( die erste Trilogie) , den Stil leicht geändert. Nemez und Sneijder jagen nicht mehr einen Serienmörder quer durch Europa, sondern ...

*Die Vergangenheit holt uns ein*

Der Autor hat nach den ersten 3 Bänden ( die erste Trilogie) , den Stil leicht geändert. Nemez und Sneijder jagen nicht mehr einen Serienmörder quer durch Europa, sondern ermitteln hauptsächlich Vorort in Wiesbaden. Es geht diesmal um mysteriöse Selbstmorde in den eigenen Reihen des BKA. Der Autor fordert von den Fans der Reihe einiges ab, weil er auch tragende Rollen sterben lässt. Man spürt deutlich, dass sich die Geschichte weiterentwickelt und Platz für Neues geschaffen wird.

Sabine Nemez ist stark im Vordergrund. Ihr Übereifer war mir aber manchmal zu viel. Maarten S. Sneijder spielt eher im Hintergrund, ist aber im Notfall immer zur Stelle.

In diesem Fall ging es weniger um psychologische Raffinesse, sondern mehr um Lüge und Verrat. Für die Weiterentwicklung der Reihe ist dieser Band gut gelungen und ich freue mich schon auf Band 5.

Veröffentlicht am 30.09.2019

Nach 30 Jahren Mauerfall wirft der Autor einen kritischen Blick auf die heutige Gesellschaft -- Was ist aus uns geworden?

Vom Sinn unseres Lebens
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*"Früher war nicht alles besser, aber auch nicht schlechter"*

Michael Nast ist mir durch seine Social Media Aktivitäten bekannt und er fällt mir immer wieder auf. Seine früheren Bücher habe ich noch nicht ...

*"Früher war nicht alles besser, aber auch nicht schlechter"*

Michael Nast ist mir durch seine Social Media Aktivitäten bekannt und er fällt mir immer wieder auf. Seine früheren Bücher habe ich noch nicht gelesen, aber ich denke das werde ich nachholen.

Hier in diesem Buch macht sich Michael Nast Gedanken über unsere Gesellschaft und zieht immer wieder Vergleiche zu seiner Jugend und der Zeit der Wende.

In 19 kurzweiligen Kapiteln, die schon mit ihren Überschriften zum Lesen einladen, wirft er einen kritischen Blick auf unser heutiges Leben. Bspw: Allein unter Nachbarn - Der perfekte Ostler – Die Macht der Bilder - Kein guter Konsument - …..

Ich fand die Themen Beziehung und Konsum gut von ihm beschrieben und einiges hat mich zum Nachdenken angeregt. Da ich gleich alt wie Herr Nast bin und die Zeit der Wende ebenfalls als Schülerin erlebt habe, hat mich das Buch auch an meine eigene Jugend erinnert.

Von allen Geschichten, fand ich die mit dem Luxus Barbecue Grill und dem Billigfleisch vom Discounter am eindrücklichsten. Wobei die Zweizimmerwohnung in Berlin mit einem Schlafzimmer ohne Fenster war auch nicht schlecht. Wenn man anhand dieser Beispiele den „Sinn unseres Lebens“ hinterfragt, kommt man schon ins Grübeln.

Mir hat das Buch richtig gut gefallen. Es ist informativ und unterhaltsam, vorausgesetzt man kommt mit der bissigen Art des Autors zurecht.

Der einzige Kritikpunkt war für mich einige Wiederholungen, die daher kommen, dass die Kapitel einzelne unabhängige Texte sind, die zusammengefasst wurden.

Veröffentlicht am 18.09.2019

Interessant für Selbstversorger und 'faule' Gärtner

Gemüse forever!
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*schöner Gartenratgeber mit 33 ausführlichen Pflanzenportraits – Einmal pflanzen und immer wieder ernten*

In diesem Buch werden 33 Pflanzen vorgestellt, die man mehrjährig im Garten anbauen kann. Die ...

*schöner Gartenratgeber mit 33 ausführlichen Pflanzenportraits – Einmal pflanzen und immer wieder ernten*

In diesem Buch werden 33 Pflanzen vorgestellt, die man mehrjährig im Garten anbauen kann. Die meisten davon habe ich schon gekannt, aber nicht als unbedingt als Gemüse ( z.B. Taglilie, Nachtkerze, Funkie, Fetthenne ). Für mich waren Oca und Silene/Strigoli Neuentdeckungen, die ich mir mal besorgen werde.

Die Autorin Christine Weidenweber stellt jede Pflanze steckbriefartig vor und ergänzt manchmal auch mit kleinen Kochrezepten.

Das Buch ist von ihrer Tochter schön illustriert worden und ist mit 90 Seiten ein handlicher Ratgeber.

Mir persönlich waren es etwas zu viele Blattpflanzen im Verhältnis zu den fruchttragenden Pflanzen, deshalb 'nur' 4 Sterne.

Wer Spaß am Garten hat und experimentierfreudig ist, kann sich durch dieses Buch bestimmt noch Anregungen holen.