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Veröffentlicht am 31.10.2019

Ein fieser Cliffhanger

Ashes and Souls (Band 1) - Schwingen aus Rauch und Gold
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Mila kann den Tod sehen. Menschen, die bald sterben, werden grau. Als ihre Mutter stirbt, kehrt sie nach Prag zurück auf der Suche nach ihren Wurzeln und einer Möglichkeit ihren Fluch loszuwerden.

Es ...

Mila kann den Tod sehen. Menschen, die bald sterben, werden grau. Als ihre Mutter stirbt, kehrt sie nach Prag zurück auf der Suche nach ihren Wurzeln und einer Möglichkeit ihren Fluch loszuwerden.

Es ist nicht mein erstes Buch von Ava Reed, doch mein erstes mit Fantasyanteil.
Die Geschichte wird aus verschiedenen Sichten erzählt. Der Prolog aus Tariel’s Sicht hat mich sofort neugierig auf die weitere Geschichte gemacht. Dann habe ich jedoch etwas gebraucht bis ich mit Mila 100 % warm geworden bin. Das Buch ist in der 3. Person geschrieben, was an manchen Stellen etwas holprig klang, sich jedoch fließend hat lesen lassen. Man wechselt zwischen Tariel, Mila und Asher. Tariel war mir leider nicht so sympathisch, was an seinen Handlungen und Ansichten liegt. Mila ist neugierig, aber sehr zurückhaltend und gar nicht schlagfertig. Manchmal kam sie mir sehr verschüchtert herüber. Asher war mir sofort sympathisch, was auch an Pan und Mim liegen könnte (das solltet ihr selbst lesen, wer das ist). Er ist selbstbewusst und hat so eine lockere, witzige Art, die man einfach mögen muss. Mila hat eine ausgesprochen besondere Gabe und ich hätte sie gerne tiefer auf der Suche nach ihrer Vergangenheit begleitet, das kam mir persönlich fast etwas zu kurz. Die Nebencharaktere Ceto und Reia habe ich auch sofort ins Herz geschlossen. Mir persönlich liegt der Fokus der Geschichte zu sehr auf der Rivalität von Asher und Tariel und auf der Ausmerzung des „Fehlers“. Und der Cliffhanger am Ende ist fies, gerade weil man noch warten muss bis der nächste Band erscheint.

Mir wäre ein etwas längerer Einzelband lieber gewesen. So hat man einen Riesen-Cliffhanger und viele offene Fragen. 3,5 Sterne.

Veröffentlicht am 31.10.2019

Gemütliches Wohlfühlbuch

Glück ist meine Lieblingsfarbe
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Juli hält sich auf La Palma mit mehreren kleinen Jobs als Hundesitterin und im Foodtruck über Wasser. Doch dann trifft sie Quinn, der mit seiner ernsten und zielstrebigen Art so gar nicht zu ihr passt. ...

Juli hält sich auf La Palma mit mehreren kleinen Jobs als Hundesitterin und im Foodtruck über Wasser. Doch dann trifft sie Quinn, der mit seiner ernsten und zielstrebigen Art so gar nicht zu ihr passt. Und eigentlich sucht sie nichts Ernstes, sondern versucht ihren Platz im Leben zu finden.

Nicht mein erstes Buch von Kristina Günak und bestimmt nicht mein letztes. Hier erzählt Juli ihre Geschichte. Sie ist ein hilfsbereiter, empathischer Charakter, die ihr Leben etwas locker sieht und nichts von konventionellen Zwängen hält. Seit ihrer Flucht aus Deutschland vor ihrem alten Leben verbringt sie viel Zeit mit ihrem kleinen Jobs und wohnt in einer winzigen Wohnung. Man merkt, dass sie sich nicht 100 % wohlfühlt, es aber aktuell auch nicht ändern möchte. Und dann kommt Quinn, ein erfolgreicher, direkter, aber auch zurückhaltender Mann, gerade was seine Gefühle betrifft. Die beiden sind grundverschieden, das meint man jedenfalls. Doch beide haben so ihre Geheimnisse und mir hat es ehrlich gesagt zu lange gedauert bis sie sich richtig öffnen. Zudem war mir Julis Familie mehr als unsympathisch. Der Stil ist gewohnt leicht zu lesen und die Geschichte locker mit so manchem emotionalen Moment (Tod, spanische Beerdigung, etc.). Juli selbst sucht ihren zukünftigen Lebensweg und das Glück, braucht jedoch lange bis sie es auf sich zukommen lässt. Es passieren so viele kleine Dinge, die eher nebensächlich sind, für mich zu viele.

Ein gemütliches Wohlfühlbuch, das mich gut unterhalten hat, bei dem aber zu viele Nebensächlichkeiten beschrieben werden.

Veröffentlicht am 04.10.2019

Hatte mehr erwartet (Hörbuch und Buch)

Night School 1
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Allie ist nach dem Verschwinden ihres Bruders nicht mehr sie selbst. Sie rebelliert, nicht nur gegen ihre Eltern. Diese sind ihre Aktionen leid und stecken sie ins Internat Cimmeria, mitten im Nirgendwo. ...

Allie ist nach dem Verschwinden ihres Bruders nicht mehr sie selbst. Sie rebelliert, nicht nur gegen ihre Eltern. Diese sind ihre Aktionen leid und stecken sie ins Internat Cimmeria, mitten im Nirgendwo. Dort herrscht auch noch Technikverbot. Doch die Schule ist nicht das, was sie scheint.

Das Hörbuch spielt hauptsächlich in Cimmeria, einem Internat, in dem keinerlei Technik erlaubt ist. Da ist eine gute Ausgangsidee. Dann sind da noch die verschiedenen Charaktere wie Allie, Sylvain, Carter und weitere. Ich habe dieses Hörbuch gehört, aber auch stellenweise das Buch gelesen. Die Sprecherin macht ihre Sache gut, mir war immer klar, wer wann spricht und auch die Gefühle hat sie gut herübergebracht. Allie selbst war mir lange Zeit nicht so ganz sympathisch, sie ist launisch, teilweise unberechenbar und diese Dreiecksgeschichte hat mich sehr genervt. Das ist so typisch für Jugendbücher und auch sonst gab es eher wenig Neues, was mich überrascht hat. Es dauert auch leider recht lange bis man „mehr“ erfährt und was man erfährt ist auch eher kryptisch. Erst gegen Ende nimmt die Geschichte an Fahrt auf und es wird spannend.

Ein guter erster Teil, der super gelesen ist, aber noch viele Fragen offenlässt. Die Night School klingt interessant, aber es bleibt noch so vieles ungeklärt.

Veröffentlicht am 03.10.2019

Vielversprechend, nur das Ende passt nicht zum Rest (was aber seinen Grund hat)

Mitternacht
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Kurzmeinung: Grandiose Idee, perfekter Anfang, lässt am Ende leider nach.

Nicholas lebt in London, bis er eines Nachts auf dem Hausboot eine Person sieht, die sich dann als eine Art Geist entpuppt und ...

Kurzmeinung: Grandiose Idee, perfekter Anfang, lässt am Ende leider nach.

Nicholas lebt in London, bis er eines Nachts auf dem Hausboot eine Person sieht, die sich dann als eine Art Geist entpuppt und mit ihm ins „andere“ London wechselt. Dort trifft er auf den Findelgeist Agatha und ist plötzlich mitten in einem Abenteuer und dem Kampf gegen die drohende Dunkelheit, die beide Welten übermannen wird.

Dieses Buch lässt mich mit gemischten Gefühlen zurück. Christoph Marzi hat einen eigenen, ganz besonderen Stil, der mich jedes Mal mitnimmt. Ich war auch dieses Mal ab dem ersten Erlebnis gefesselt. Die Idee mit der zweiten Welt, die parallel zu unserer existiert und ihn die Dinge kommen, die auf unserer Welt sterben, finde ich sensationell. Die Geschichte ist in der 3. Person geschrieben und Nicholas James, ein junger Student, der nebenbei etwas jobbt, steht im Mittelpunkt. Er ist ein offener, junger Mann, lebt in den Tag und hat keine zu hohen Ansprüche an das Leben. Er war mir gleich sympathisch, wobei er auch mehr hätte hinterfragen können. Er nimmt das alles sehr leicht hin. Die Geschichte ist überraschend, hat mich zum Schmunzeln gebracht und ist auch gerne mal etwas poetisch. Zitate: „Was war das hier? Olivanders Zauberstabladen für Regenschirme?“
„Den Geruch der Sonne genießen und im Schatten lesen, all die losen Gedanken freilassen, bis sie irgendwann im hellen wolkenlosen Himmel wie Seifenblasen zerplatzen“

Durch die bildhafte Sprache kann man in die Nebelwelt eintauchen und ich war gefesselt von den Abenteuern. Die teils langen Sätze haben meinen Lesefluss nicht gestört und ich war begeistert, bis zum Ende hin alles zu schnell abgehandelt wird. Was letztendlich auch erklärt wird, denn der Autor ist schwer erkrankt. Die Bewertung fällt mir demnach recht schwer. Respekt, das die Geschichte beendet wurde, aber auch Unsicherheit, ob der Autor nicht vielleicht hätte warten sollen, bis er wieder gesund ist.

Ein faszinierendes Buch, das Luft für eine Fortsetzung lässt, wie auch der Autor verlauten lässt. Dennoch kam mir das Ende zu abrupt und ich hätte da gerne noch ein paar Erklärungen gehabt.

Veröffentlicht am 03.10.2019

Zäher Start, aber dann eine schöne Geschichte

Von A wie allein bis Z für zusammen
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Andrea stirbt und hinterlässt ihren beiden Töchtern Rose und Poppy ein Alphabet voll mit Aufgaben, das eigentlich nur eine Sache bezwecken sollen: Die beiden wieder zusammen zu bringen. Denn die beiden ...

Andrea stirbt und hinterlässt ihren beiden Töchtern Rose und Poppy ein Alphabet voll mit Aufgaben, das eigentlich nur eine Sache bezwecken sollen: Die beiden wieder zusammen zu bringen. Denn die beiden reden seit vielen Jahren nicht mehr miteinander und der Grund kommt erst im Laufe der Geschichte ans Licht.

Die Geschichte beginnt mit Andrea, als Rose und Poppy noch Kinder sind. Das hat mir gut gefallen. Ansonsten wechselt sie noch zwischen Rose, Poppy und auch Lewis bekommt seinen Platz in dem Buch. So kann man alle wichtigen Personen kennenlernen, was jedoch seine Zeit bzw. Seiten in Anspruch nimmt. Es hat also etwas gedauert, bis ich eine Beziehung aufbauen konnte. Und mir war Poppy ehrlich gesagt lieber, wobei beide Schwestern einen Knacks weghaben. Die Reise durch das ABC ist wunderschön und man erfährt durch kurze Rückblicke viele kleine Details, die die Geschichte vervollständigen. Es bleibt lange ein Geheimnis, warum die beiden keinen Kontakt mehr hatten (wobei ich relativ schnelle eine Vermutung hatte). Das Buch ist in drei Teile gegliedert und nach dem schwierigeren Start hat mich die Geschichte regelrecht gefesselt. Ich habe die Schwestern immer besser verstanden und man wächst mit den Beiden. Es gab genug Momente zum Lachen, aber auch den ein oder anderen zum Weinen. Auch das Ende hat mir gefallen.

Eine schöne Geschichte, die mir gut gefallen hat.