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Veröffentlicht am 21.10.2019

Total fesselnd

Das italienische Mädchen
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Taschenbuch: 542 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (10. März 2014)
ISBN-13: 978-3442480098
Originaltitel: Aria
Übersetzung: Sonja Hauser
Preis: 10,99 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Total fesselnd

Inhalt:
Als ...

Taschenbuch: 542 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (10. März 2014)
ISBN-13: 978-3442480098
Originaltitel: Aria
Übersetzung: Sonja Hauser
Preis: 10,99 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Total fesselnd

Inhalt:
Als die elfjährige Rosanna auf einer Feier etwas singt, wird der Tenor Roberto Rossini auf das Mädchen aufmerksam, denn die Stimme ist einfach wunderbar und sollte gefördert werden. Rosanna ist hin und weg von dem etwas älteren Opernsänger und schreibt in ihr Tagebuch, dass sie ihn eines Tages heiraten wird.

Jahre später begegnen sie sich an der Mailänder Scala wieder und treten zusammen auf - ein Traumpaar. Doch Roberto ist kein einfacher Mensch, und die große Liebe der beiden ist Höhen und Tiefen unterworfen.

Meine Meinung:
„Das italienische Mädchen“ ist ein frühes Werk der Autorin, das sie später noch einmal ein wenig überarbeitet hat.

Ich interessiere mich weder für Liebesromane noch für Opern, und trotzdem hat es Lucinda Riley geschafft, mich total zu fesseln. Sie schreibt so einfühlsam, dass man sich gut in die Protagonisten hineindenken kann. Auch die Welt der Oper wird einem locker nahegebracht, ohne zu sehr ins Detail zu gehen. Aber man spürt einfach die Leidenschaft in der Liebe und für den Gesang.

Die Geschichte bzw. die verschiedenen Protagonisten sind recht vielfältig. Dadurch wird es nie langweilig. Jeder ist stets für eine Überraschung gut.

Lediglich der Schluss konnte mich nicht ganz überzeugen. Hier gibt es noch einen Punkt, der während des Buches immer wieder eine Rolle spielt und den ich gerne weiter ausgeführt gesehen hätte, der aber am Ende quasi einfach unter den Tisch fällt. Hier heißt es nur: „Frag Luca, er weiß Bescheid.“ Doch Rosannas Reaktion darauf erfährt man leider nicht.

★★★★☆

Veröffentlicht am 19.10.2019

Mysteriös, aber ganz unterhaltsam

Vielleicht morgen
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Taschenbuch: 471 Seiten
Verlag: Piper Taschenbuch (9. November 2015)
ISBN-13: 978-3492307680
Originaltitel: Demain
Übersetzung: Bettina Runge und Eliane Hagedorn
Preis: 11,00 €
auch als E-Book und als ...

Taschenbuch: 471 Seiten
Verlag: Piper Taschenbuch (9. November 2015)
ISBN-13: 978-3492307680
Originaltitel: Demain
Übersetzung: Bettina Runge und Eliane Hagedorn
Preis: 11,00 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Mysteriös, aber ganz unterhaltsam

Inhalt:
Emma lebt in New York. Mit Männern hat sie nur Pech.

Matthew lebt in Boston. Seit dem Unfalltod seiner Frau vor einem Jahr ist seine kleine Tochter Emily sein ganzer Halt.

Auf einem Flohmarkt macht Matthew einen Fund, der eine Verbindung zu Emma herstellt - auf ganz unglaubliche Art …

Meine Meinung:
Was nach dem Cover aussieht wie ein 08/15 Liebesroman und auch in der ersten Hälfte des Buches so wirkt, entpuppt sich nach und nach halbwegs als Thriller. Den Anfang fand ich noch recht öd, dann kam eine mysteriöse und überraschende Wendung. Ab da hatte Musso mich gepackt. Und mit jeder Seite hat der Roman mich dann mehr gefesselt.

Auch wenn die Geschichte alles andere als glaubwürdig ist und ich den Figuren nicht wirklich nahegekommen bin, konnte der Autor mich gut unterhalten. Vieles ist definitiv nicht vorhersehbar, unter anderem auch, weil es eben nicht realistisch ist.

★★★★☆

Veröffentlicht am 10.10.2019

Ein verzwickter alter Fall

Der Verein der Linkshänder
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Gebundene Ausgabe: 608 Seiten
Verlag: btb Verlag (23. September 2019)
ISBN-13: 978-3442758159
Originaltitel: De vänsterhäntas förening
Übersetzung: Paul Berf
Preis: 24,00 €
auch als E-Book und als Hörbuch ...

Gebundene Ausgabe: 608 Seiten
Verlag: btb Verlag (23. September 2019)
ISBN-13: 978-3442758159
Originaltitel: De vänsterhäntas förening
Übersetzung: Paul Berf
Preis: 24,00 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Ein verzwickter alter Fall

Inhalt:
Van Veeteren geht auf seinen 75. Geburtstag zu, er fühlt sich alt. Da tut sich ein alter Fall neu auf, und Van Veeteren macht sich zusammen mit seiner Frau Ulrike Fremdli daran, die verknoteten Fäden zu entwirren.

Kurz danach wird in Schweden die Leiche eines Mannes gefunden. Hier ermittelt Inspektor Barbarotti. Bald erkennt man eine Verbindung zwischen den beiden Fällen.

Meine Meinung:
Nessers neuestes Werk ist Teil seiner beiden Krimi-Reihen: Band 11 der Van Veeteren-Serie und Band 6 der Barbarotti-Reihe, denn beide Ermittler arbeiten hier zumindest teilweise in einem Fall zusammen. Für mich war es das erste Buch aus diesen Reihen; ich hatte aber nicht das Gefühl, dass mir Vorkenntnisse fehlten. Man kann es also ganz gut als Stand alone lesen.

Håkan Nesser versteht es, unaufgeregt und mit einem leichten, unterschwelligen Anflug von Humor zu erzählen. Auch wenn der Kriminalfall nicht besonders spektakulär und hochspannend daher kommt, ist das Buch doch literarisch ein Genuss.

Es gibt im Großen und Ganzen drei Erzählzeiten, zwischen denen hin- und hergesprungen wird. Da ist zum einen die Gründungszeit des Vereins der Linkshänder in den 1960er Jahren, dann ein Verbrechen im Jahr 1991 und schließlich die Ermittlungen in der Gegenwart 2012,

Der Fall entpuppt sich als sehr verzwickt, nachdem der vermeintliche Mörder von einst selbst als Opfer aufgefunden wurde. Mittlerweile ist sehr viel Zeit vergangen und die Spurenlage entsprechend dünn. So ziehen sich die Ermittlungen etwas hin. Als Leser ist man den Ermittlern dabei ein bisschen voraus, da man durch die Rückblicke mehr Informationen bekommt. So hatte ich dann leider auch schon recht früh einen Hauptverdächtigen, mit dem ich dann auch richtiglag.

Insgesamt konnte mich Nesser gut unterhalten, der Roman ist logisch und interessant aufgebaut und auch sprachlich ein Lesevergnügen.

★★★★☆

Veröffentlicht am 06.10.2019

Spannend, aber nicht komplett überzeugend

Offline - Du wolltest nicht erreichbar sein. Jetzt sitzt du in der Falle.
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Broschiert: 368 Seiten
Verlag: FISCHER Taschenbuch (25. September 2019)
ISBN-13: 978-3596703944
Preis: 14,99 €
auch als E-Book erhältlich

Spannend, aber nicht komplett überzeugend

Inhalt:
Einmal ein ...

Broschiert: 368 Seiten
Verlag: FISCHER Taschenbuch (25. September 2019)
ISBN-13: 978-3596703944
Preis: 14,99 €
auch als E-Book erhältlich

Spannend, aber nicht komplett überzeugend

Inhalt:
Einmal ein paar Tage ohne Handy, ohne Internet. Digitale Entgiftung. Das ist das Ziel einer ziemlich gemischten Gruppe von Leuten. Sie reisen dazu in ein noch in Renovierung befindliches Bergsteigerhotel auf dem Watzmann, wo sie die einzigen Gäste sind. Am nächsten Morgen wird einer von ihnen schwer verletzt aufgefunden. Das Hotel ist eingeschneit. Es gibt kein Entkommen, und der Täter muss einer von ihnen sein …

Meine Meinung:
Digital Detox ist lediglich der Aufhänger für diese Story, ohne dass es eine größere Rolle für die Handlung spielt. Von der Außenwelt abgeschnitten wären die Teilnehmer dieses Trips auch so. Die Idee dieser Abkapselung einer Gruppe mit Mörder ist in diesem Genre nichts Neues und auch von Arno Strobel schon bearbeitet worden. Aber gut, man kann das Rad ja nicht immer wieder neu erfinden.

Dank Strobels einfachem und lockerem Schreibstil lässt sich das Buch sehr schnell lesen. Ich habe es als reine Unterhaltung ohne größeren Anspruch empfunden. Damit ist es gut für ein paar Stunden Lesevergnügen.

Mich hat bereits der Prolog gepackt, der sehr verstörend ist. Auch in der Haupthandlung geht es spannend und beklemmend weiter. Allzu empfindlich sollte man nicht sein, denn es werden übelste Verletzungen beschrieben, die manchem Leser auf den Magen schlagen könnten.

Die Reisegruppe besteht aus sehr unterschiedlichen Menschen, die ein bisschen stereotyp anmuten und ein wenig mehr Tiefe vertragen hätten. Man kann sich aber von allen ein gutes Bild machen, natürlich ohne in ihr Inneres blicken zu können. Und das macht die Sache spannend. Denn was in dem Einzelnen vorgeht, ist kaum zu erraten. Fast jeder trägt ein Geheimnis mit sich herum. So legt Arno Strobel viele falsche Fährten, die es mir fast unmöglich machten, den Täter zu ermitteln. Im Nachhinein erwiesen sich viele Details als raffiniert erzählt, anderes aber auch als ein wenig zu konstruiert.

Das Verhalten der Protagonisten fand ich teilweise ärgerlich. Immer wieder begehen sie den alten Fehler und trennen sich angesichts einer Gefahr, anstatt zusammen zu bleiben. Überhaupt verhalten sich die meisten nicht besonders überlegt, sondern einfach nur aggressiv und aufbrausend. Es werden wechselseitige Verdachtszuweisungen hin- und hergeworfen, die manchmal ziemlich aus der Luft gegriffen sind.

Insgesamt hat mir dieser Psychothriller aber recht gut gefallen. Ich konnte ihn kaum aus der Hand legen und musste einfach immer weiterlesen, bis ich endlich wusste, wer hier wem warum übel will.

★★★★☆

Veröffentlicht am 01.10.2019

Drama in drei Akten

Drei
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Gebundene Ausgabe: 336 Seiten
Verlag: Diogenes (28. August 2019)
ISBN-13: 978-3257070842
Originaltitel: Shalosh
Übersetzung: Markus Lemke
Preis: 24,00 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Drama ...

Gebundene Ausgabe: 336 Seiten
Verlag: Diogenes (28. August 2019)
ISBN-13: 978-3257070842
Originaltitel: Shalosh
Übersetzung: Markus Lemke
Preis: 24,00 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Drama in drei Akten

Inhalt:
Orna sehnt sich nach der Scheidung wieder nach etwas Wärme und lernt über ein Dating-Portal Gil kennen. Emilia ist als lettische Pflegekraft nach Israel gekommen. Als ihr Pflegling stirbt, hängt sie in der Luft. Sie sucht ein Zuhause und wendet sich auf dem Weg dorthin Gott zu. Auch Ella ist auf der Suche nach einem Mann …

Meine Meinung:
Der Roman lässt sich nur schwer in eine Genreschublade pressen. Das ist gerade das Besondere daran. Er ist aus drei Teilen aufgebaut, jeweils aus der Sicht einer der drei Frauen. Diesen kommt man dadurch recht nahe. Man erlebt ihre Gedanken und Gefühle hautnah und kann ihre Handlungsweisen gut verstehen. Sie wirken unspektakulär und authentisch. Der Mann blieb mir dagegen seltsam fremd, obwohl er eine große Rolle spielt und ich gerne mehr über ihn erfahren hätte.

Die Geschichte ist auf jeden Fall gut komponiert, wenngleich ich den Hype, den der Verlag darum macht, nicht ganz nachvollziehen kann. So absolut außergewöhnlich ist das Buch nun auch wieder nicht. Der Schreibstil ist gut und einfach lesbar, aber keineswegs trivial. Gerade im ersten Teil war ich noch nicht allzu sehr gefesselt, die Handlung fließt hier sachte vor sich hin. Doch immer mehr baut sich eine unterschwellige Spannung auf, die dafür sorgt, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen will.

★★★★☆