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Veröffentlicht am 21.10.2019

Eine große Enttäuschung!

Die Hoffnung zwischen den Zeilen
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Im September 1949 kommt die Deutsche Ulrike Hartmann am Bahnhof von Krokom in Schweden an. Sie trägt einen Mantel, den sie von ihrer ehemaligen Arbeitgeberin Frau Cederstam gestohlen hat und in dem sie ...

Im September 1949 kommt die Deutsche Ulrike Hartmann am Bahnhof von Krokom in Schweden an. Sie trägt einen Mantel, den sie von ihrer ehemaligen Arbeitgeberin Frau Cederstam gestohlen hat und in dem sie ein Bündel Briefe hat. Diese stammen von einer gewissen Elsa Pettersson, die laut Adresse in Krokom wohnen soll. Uli will Elsa finden, um herauszufinden, was wirklich zwischen ihr und Ulis Geliebtem Hansi passiert ist, der während des Krieges in Norwegen desertiert und gestorben ist.
Elsa, die im örtlichen Gemischwarenladen arbeitet, hört von ihren Kunden, dass eine junge Deutsche nach ihr sucht. Verzweifelt überlegt sie, wie sie ihr große Geheimnis, das ihre gesamte Existenz bedrohen könnte, verheimlichen kann....

Puh, nun habe ich die letzten Seiten dieses Romans gelesen und das Buch zugeklappt und überlege nun, was ich hier schreibn könnte. Dass ich froh bin es beendet zu haben? Dass ich mir soo viel von dieser Geschichte erwartet hatte und der Klappentext und das Titelbild eine ganz andere Art von Roman vermittelt? All das trifft leider zu, denn der in der schwedischen Presse so hochgelobte "historische" Roman hat bei mir nur Langeweile hinterlassen.

Warum ich das Wort Historisch in Anführungszeichen gesetzt habe? Für mich war "Die Hoffnung zwischen den Zeilen" nicht wirklich ein Roman, dem ich dieses Genre zugeteilt hätte, würde nicht die Jahreszahl 1949 irgendwann einmal aufscheinen. Die Geschichte könnte genauso in der heutigen Zeit irgendwo in einem abgelegenen Dorf spielen. Geschichtlicher Hintergrund? Nope! Lokalkolorit? Ebenfalls nicht vorhanden.

Zitat Skånska Dagbladet »Elin Olofsson erzählt mit großer Wärme und Empathie und beweist erneut, dass sie eine unglaublich gute Romanautorin ist.«

Wärme und Empathie? Für mich war der Erzählstil der Autorin sachlich und nüchtern gehalten. Dabei wurden Nebensächlichkeiten lange und breit beschrieben, während man wichtige Fakten kaum erfuhr. Die Briefe, die im Klappentext angekündigt sind, die Uli als Grund nimmt, um nach Schweden zu fahren, werden nur kurz erwähnt und sollten doch eigentlich der Schlüssel für diesen Roman sein. Man erfährt kaum etwas darüber, genauso wenig wie über Hans Vergangenheit oder seine Kriegsjahre.

Auch die beiden Hauptprotagonistinnen blieben mir fern. Die Autorin beschreibt die Charaktere sehr distanziert und emotionslos. Zusätzlich fand ich Uli unsympathisch. Ohne jeglichen Skrupel stiehlt sie oder wirft sich den Männern an den Hals. Sie ist ruppig, fordernd und egoistisch. Ela ist das komplette Gegenteil und wirkt oftmals sehr steif. Trotzdem ist sie hilfsbereit und fleißig und zu gutmütig. Die ebenso im Klappentext beschriebene Freundschaft zwischen den beiden Frauen ist in meinen Augen keine richtige, denn es ist nur Elsa, die gibt und Uli, die nimmt und die dreistesten Forderungen stellt. Für Uli ist es selbstverständlich, dass sie Hilfe von Elsa erhält, die jedoch für die Schwedin schwerwiegende Folgen haben können.
Auch die angesprochenen galoppierenden Pferde in Ulis Inneren sind zwar eine Art Metapher, aber als Leser rätselt man bis zum Schluss, was eigentlich damit gemeint sein könnte. Man hat zwar eine kleine Ahnung, aber aufgelöst wird diese immer wiederkehrende Aussage nicht. Auch Hansis großes Geheimnis wird am Schluss in wenigen Sätzen abgehandelt.
Während sich die ersten hundert Seiten noch ganz in Ordnung fand, wurde der Roman mit zunehmender Seitanzahl langweiliger und zum Ende hin sehr unlogisch und grotesk. Alleine die Geschichte mit den Pässen lässt mich nur unglaublich den Kopf schütteln.

ACHTUNG SPOILER: (Text markieren, um zu lesen)
Elsa nimmt sich zwei Pässe von Bekannten und ändert diese so um, dass diese für zwei andere Menschen verwendet werden können. Als Kind hat sie das Zeugnis ihrs Bruders gefälscht, deswegen gelingt ihr das natürlich auch sofort überzeugend....na klar doch!
SPOILER AUS

Ich muss leider sagen, dass ich froh war, als ich die letzte Seite gelesen hatte. Sehr schade!

Fazit:
Es tut mir leid, aber für diesen Roman kann ich keine Empfehlung aussprechen.

Veröffentlicht am 06.08.2019

Eine große Enttäuschung!

Die stumme Patientin
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Wieder ein total gehyptes Buch, das meine Erwartungen nicht erfüllen konnte. Bei diesem hochgelobten Thriller, der als internationaler Spannungsbestseller angepriesen wird, muss ich mich leider in die ...

Wieder ein total gehyptes Buch, das meine Erwartungen nicht erfüllen konnte. Bei diesem hochgelobten Thriller, der als internationaler Spannungsbestseller angepriesen wird, muss ich mich leider in die Kategorie derjenigen einreihen, die dem nicht zustimmen können.
Der Plot klingt spannend und hat meine Neugierde geweckt, doch die Umsetzung hat mir nicht gefallen.

Alicia Berenson ist des Mordes an ihrem Ehemann angeklagt und wird in die Psychiatrie eingewiesen. Seit sieben Jahren ist sie dort Patientin und genauso lange spricht sie schon nicht. Zuvor war sie eine erfolgreiche Künstlerin, ihr Mann Gabriel ein renommierter Fotograf. Als Beweislage für den Mord genügte der Polizei damals, dass man Alicia mit einer Pistole in der Hand neben dem blutüberströmten Ehemann fand.
Theo Faber ist seit kurzem in derselben Anstalt als Psychiater tätig. Schon seit langer Zeit fasziniert ihn Alicia und ihr einzigartiger Fall. Deswegen hat er sich für die Stelle im "The Grove" beworben. Er möchte Alicia zum Sprechen bringen und versucht sich an verschiedenen Therapien.

Die Geschichte wird hauptsächlich aus der Sicht von Theo erzählt. Viel zu lange folgen wir seinen Gedanken über seine Ehe mit Karen und zusätzlich erleben wir seine "Besssenheit" von Alicia. Was interessierte mich sein Privatleben oder seine Schwärmerei für Alicia? Ich wollte Spannung und wissen, ob wirklich Alicia die Mörderin ist und wie der Fall aufegerollt wird.
Seinen Wunsch Psychiater zu werden erklärt er damit, dass er den Beruf gewählt hat, um sich selbst zu therapieren (echt jetzt?!) Hatte der Autor dieselbe Motivation diesen Beruf zu erlernen? Dann möchte ich bitte nie in die Situation kommen einen Psychiater zu benötigen!
Und liegt es wirklich in der Hand eines einzigen Arztes die Medikation der Patientin einzustellen? Wird dies weder überwacht, noch abgesprochen? das kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen....

Die vielgerühmte Spannung suchte ich vergeblich. Eine Erzählung reiht sich an die andere. Zeitweise musste ich mich sogar zwingen weiterzulesen.
Mir blieb der Ich-Erzähler des Buches fremd und viele Sympathiepunkte konnte er ebenfalls nicht ergattern. Generell fand ich die Charaktere flach. Einzig Alicia war eine interessante Figur, jedoch blieb sie ja fast das ganze Buch über stumm. Interessante Einblicke in ihren Charakter bekam man als Leser jedoch durch ihr Tagebuch, dessen Auszüge in kursiver Schrift und mit Datum versehen in die Geschichte eingefügt wurde.

Einige Zufälle fand ich zu konstruiert. Oftmals versucht der Autor den Leser auf eine falsche Fährte zu locken, die jedoch so offensichtlich ist, dass man weiß, dass sie ins Leere führt.

Das einzige Positive am sogenannten Psychothriller war das Ende, das mich überraschen konnte, auch wenn ich es rückblickend doch ersichtlich finde. Leider kam die Spannung am Schluss einfach zu spät. Für das gute Ende sind auch meine zwei Bewertungs-Sterne. Der Rest wirkt konstruiert und unglaubhaft.
Ich bin froh, dass ich das Buch nur aus der Bücherei geliehen hatte....


Fazit:
Für mich war dieser Psychothriller leider eine einzige Enttäuschung. Zu konstruiert, zu langatmig, zu blass ...genauso wie die unsympatischen Charaktere. Von mir gibt es keine Leseempfehlung! Sorry!

Veröffentlicht am 31.03.2019

Leider nicht mein Buch

Die Farben des Feuers
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Was habe ich mich gefreut diesen Roman im Rahmen des Literatursalons von Lovelybooks mitlesen zu dürfen. Leider verschwand dieser Überschwang bereits nach den ersten fünfzig Seiten. Ich tat mir ein bisschen ...

Was habe ich mich gefreut diesen Roman im Rahmen des Literatursalons von Lovelybooks mitlesen zu dürfen. Leider verschwand dieser Überschwang bereits nach den ersten fünfzig Seiten. Ich tat mir ein bisschen schwer mit dem Schreibstil und den französischen Namen (trotz Französischkenntnisse), die zwischen Vor- und Nachnamen wechselten. Viel mehr Probleme hatte ich jedoch mit der Art des Humors des Autors und seiner sehr konstruierten Handlung. Die Figuren waren teilweise so überzogen, dass ich nur den Kopf schütteln konnte. Vollständig gelähmte Personen können plötzlich schreiben und am Ende sogar Kinder zeugen. Aber ich greife vor...

Madeleine Péricourt ist nach dem Tod ihres Vaters die Alleinerbin der Péricourt Bank und dies zu Zeiten, wo Frauen nicht einmal einen Scheck unterschreiben dürfen. Am Tag des Begräbnisses stürzt ihr 7jähriger Sohn Paul direkt auf den Sarg des Großvaters und bleibt daraufhin querschnittgelähmt. Doch ist dies nicht der letzte Schicksalschlag. Madeleine, die sich nie zuvor um die Geschäfte ihres Vaters gekümmert hat, wird von ihrem Onkel Charles Péricourt und dem Prokuristen Gustave Joubert über den Tisch gezogen. Sie verliert nicht nur ihr Erbe, sondern auch ihr Elternhaus. Der Hauslehrer und ihr Geliebter André Delcourt, der von einer großen Karriere als Journallist träumt und von Madeleine gesponsert wird, seilt sich ebenfalls ab. Die vormals verwöhnte Bankierstochter ist mittellos und außerdem Mutter eines behinderten Kindes. Über Jahre hinweg beginnt sie einen Rachefeldzug, der zwar teilweise gerechtfertigt erscheint, aber moralisch fragwürdig ist. Die Figur der Madeleine fand ich dabei etwas unglaubwürdig, denn der Wandel von der naiven und behüteten Tochter aus reichem Hause hin zu einer gefährlichen und intelligenten Frau, die sich natürlich selbst die Hände nicht schmutizg macht, fand ich etwas weit hergeholt.

Bei der Leserunde war die Lesergemeinschaft in zwei Teile geteilt. Die einen feierten das Buch, die anderen konnten - wie leider ich auch - nichts damit anfangen. Ich hatte mir einen tollen anspruchsvollen Roman erhofft, der in Paris kurz vor den Wirren des Zweiten Weltkrieges spielt. Das Buch erzählt von der Zeit von 1927 bis 1936 und behandelt zwar die Auswirkungen der Großen Depression und den Aufstiegs des Faschismus in Europa, aber im Großen und Ganzen ist es ein Roman über einen persönlichen Rachefeldzug.
Historische Einblicke bekam ich dabei kaum, außer durch das durchgehend frauenfeindliche Rollenbild und einem kleinen Ausschnitt betreffend einer Reise nach Berlin, nachdem Hitler Reichskanzler wurde. Hier wurde die düstere Atmosphäre sehr gut eingefangen.

Das gesamte Ambiente dieser Zeit fehlte mir jedoch, denn es ging vorwiegend um Geschäfte, Sex und Rache. Über die typischen französischen Anspielungen sehe ich hinweg, denn die Franzosen selbst werden es schon verstehen. Bei deutschsprachigen Büchern werden sie sich genauso einige Anspielungen dahinter nicht erklären können....das ist leider so und da hilft auch noch keine so gute Übersetzung.

Die Charaktere sind größtenteils unsympathisch. Am Sympathischten waren noch das polnische Kindermädchen Vladi, die kein Wort Französisch spricht und mit jedem ins Bett geht, der nicht bei 10 aus ihrem Umkreis flieht und Solange Gallinato, der große Opernstar, der mich an Montserrat Caballe erinnerte, und Paul wieder "zum Leben erweckt". Das wars dann auch schon wieder...

Es ist mein erstes Buch des Autors und eigentlich hatte ich auch mit seinem Roman "Drei Tage und ein Leben" geliebäugelt, aber da ich mit seinem Schreibstil und Humor nicht ganz zurecht komme, werde ich es wohl lieber sein lassen. Sehr gestört hat mich auch das Konstruierte und Unglaubwürdige in vielen Sequenzen. Wenn ich etwas Fantastisches oder Humoriges lesen möchte, dass ich greife ich zu einem Buch, wo ich dieses erwarte. Hier habe ich mir ein Bild dieser Zeit mit realistischen Figuren erhofft und habe es leider nicht bekommen. Den vielen Sexszenen konnte ich ebenfalls nichts abgewinnen. Auch hier würde ich dann eher zur erotischen Literatur greifen und nicht zu einem Roman aus dem Literatursalon (obwohl es natürlich auch Klassiker des erotischen Romans gibt).
Hätte ich den Roman nicht in einer Leserunde gelesen, hätte ich das Buch abgebrochen.

Fazit:
Für mich war dieser Roman des französischen Autors Pierre Lemiatre leider eine Enttäuschung. Ich wurde weder mit dem Schreibstil, noch mit dem Humor des Schriftstellers warm und fand viele Szenen konstruiert und seine Figuren sehr überzogen. Jedoch sollte sich jeder selbst ein Bild zu dieser Geschichte machen, denn in der gemeinsamen Leserunde teilte sich die Leserschaft in zwei Hälften: Die einen feierten den Roman und die anderen konnten nichts damit anfangen. Fazit: Selbst lesen und herausfinden...

Veröffentlicht am 16.01.2019

Billiger Abklatsch

Der kleine Teeladen zum Glück
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Manche werden mich wohl nun steinigen, denn diese Reihe ist bei Bloggern und You Tubern sehr beliebt, aber ich werde die Bände rund um die Valerie Lane sicherlich nicht weiterverfolgen. Warum?
Ich lese ...

Manche werden mich wohl nun steinigen, denn diese Reihe ist bei Bloggern und You Tubern sehr beliebt, aber ich werde die Bände rund um die Valerie Lane sicherlich nicht weiterverfolgen. Warum?
Ich lese seit 2017 die Reihe rund um die Blossom Street von Debbie Macomber, die es im Original seit den 80iger Jahren gibt. Die Bücher gibt es auch bei uns schon länger, jedoch wurden sie neu aufgelegt und der Zeit angepasse. Ich bin im Moment bei Band 6 angelangt, der bei mir ebenfalls eine etwas durchwachsene Bewertung erhalten hat. Jedoch sind vier von sechs Büchern aus der Blossom Street wirklich gelungen.
Warum ich euch das erzähle? Weil ich finde, dass die Idee nicht von Manuela Inusa stammt. Bei ihr ist es die Valerie Lane in Oxford, bei Debby Macomber die Blossom Street in Seattle, USA - mit fast identischen Läden. Während bei Debbie Macomber in den meisten Bänden nicht nur die Ladenbesitzerinnen gut charakterisiert sind, hatte ich beim kleinen Teeladen nur von Laurie ein richtiges Bild. Und dieses ähnelt mehr einer 16jährigen, als einer Frau, die doppelt so alt ist.
Sicherlich können die restlichen Figuren in den kommenden Bänden von Manuela Inusa noch besser ausgeführt werden, aber ich werde sie nicht mehr lesen. Auch Debbie Macomber schreibt leichte lektüre, aber im Gegenteil zum Teeladen zum Glück in der Valerie Lane, beherrscht nicht nur die Liebesgeschichte das Buch, sondern es werden Probleme diskutiert und einige weitere Figuren eingeführt, die man den ganzen Roman über begleitet und die lebendig wirken. Jeder Frau ist ein Kapitel gewidmet, die sich abwechseln.
Aber ich will nicht nur die beiden Reihen vergleichen, sondern auch meine schlechte Bewertung durch weitere Fakten begründen.
Da haben wir zuerst die 32jährige Protagonistin, die sich eher wie ein Teeanger benimmt. Laurie hat ein abgeschlossenes Studium und sich den Wunsch eines eigenen Teeladens erfüllt. Seit einem halben Jahr schwärmt sie für ihren Teelieferanten Berry. Kaum zu glauben, dass die junge Fraue bereits verheiratet war und sich trotzdem ihren neuen Schwarm nicht anzusprechen traut. Natürlich ist die Geschichte von vornherein vorhersehbar, aber hier hätte ich ein Auge zudrücken können, denn bei Romanen dieser Art erwartet man ein Happy End. Auch ich wäre enttäuscht, wenn es keines geben würde.

Die sogenannte Valerie Lane, die auf den Namen von Valerie Bonhman zurückgeht, die in der Straße einen Laden und ein offenes Ohr für Jedermann hatte, soll maßgebend für die neuen Ladenbesitzerinnen sein. Außer Lauries Teeladen befindet sich noch der Wollladen von Susanne, das Schokoladengeschäft von Keira, der Geschenkeladen von Orchid und das Antiquitätengeschäft, das die erst 25jährige Ruby, nach dem Tod ihrer Mutter weiterführt. Alle diese jungen Frauen bleiben blass und auswechselbar. Außer ihrem Aussehen und vielleicht noch ein oder zwei Fakten, ist mir über die anderen Frauen nichts erzählt worden. Einzig Orchid, die Laurie helfen will Barry zu ködern, bleibt mit ihren speziellen Tipps in Erinnerung.
Auch bei den wöchentlichen Treffen am Mittwoch (kommt ebenfalls bei Debbie Macomber vor!) wird nur Belangloses gesprochen und sich größtenteils übers Lauries (nicht vorhandenes) Liebesleben ausgetauscht.
Die Story plätschert einfach vor sich, ist konstruiert und die aufgesetzten Dialoge machten den Roman ebenfalls nicht besser.
Das Ende kam etwas abrupt daher und ich musste nochmals kurz zurückblättern und mich vergewissern, dass ich endlich am Ende angelangt war. Die weiteren Bände der Reihe werde ich mir sparen!

Fazit:
Für mich ein schlechter Abklatsch der Blossom Street Reihe von Debbie Macomber. Weder (die abgekupferte) Idee, noch der Schreibstil samt unglaubwürdiger Liebesgeschichte konnte mich begeistern. Von mir gibt es diesmal keine Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 13.06.2018

Wie viele Leben habe ich?

Das Zeitlabyrinth
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Titel und Cover mögen ein etwas verwirrendes Bild des Genres übermitteln, denn ich dachte beim ersten Blick darauf, dass es sich hier um eine Dystopie handelt. Doch nach dem Lesen der Leseprobe und einer ...

Titel und Cover mögen ein etwas verwirrendes Bild des Genres übermitteln, denn ich dachte beim ersten Blick darauf, dass es sich hier um eine Dystopie handelt. Doch nach dem Lesen der Leseprobe und einer kurzen Mail mit der Autorin, die mir den Roman als Rezensionsexemplar zu Verfügung gestellt hat, war mit klar, dass es sich hier um Gegenwartsliteratur handelt, die sich unter anderem dem Thema Burn Out annimmt. Ein Thema, das heutzutage ja sehr präsent ist.

Der Beginn des Roman, den ich mir auch als Leseprobe durchgelesen habe, hat mich anfangs wirklich überzeugt. Das war auch der Grund, dass ich der Autorin zusagte das Buch als Rezensionsexemplar zu lesen. Schließlich unterstütze ich gerne Selfpublisher!
Marie, unsere Protagonistin, ist ein richtiger Workaholic und hat sich gemeinsam mit einem Jugendfreund den Traum einer eigenen Werbeagentur erfüllt. Ihr Vater, ein erfolgreicher Bauingenieur, hat sie dabei großzügig unterstützt und hilft auch bei der Beschaffung neuer Kunden. Ihr Bruder Ulf wird hingegen als Versager abgestempelt. Dieser ist Künstler, jedoch mit seinen außergewöhnlichen Skulpturen ziemlich erfolglos.
Schon zu Beginn verfolgt man als Leser die Ungerechtigkeiten des Vaters, einen Erfolgsmenschen, der keine Schwäche zulässt. Auch Marie ist aus diesem Holz geschnitzt. Neben ihrer Arbeit nimmt sie sich nur Zeit für belanglose Affären - meist mit Männern, die genauso dominant sind, wie ihr Vater oder total konträre Typen, die dieser nie billigen würde. Jedoch fordert die 60 Stunden Woche bald ihren Tribut. Sie wird krank und kann nicht mehr das leisten, was sie gewohnt ist. Sie wird in ihren Augen zu genauso einer verachtenswerten Person, wie ihr Vater Menschen mit Schwächen sieht. Nach einigen Arztbesuchen wird sie bei einem Psychotherapeuten unter Hypnose gesetzt und durchbricht Zeit und Raum. In den kurzen Phasen ihrer möglichen anderen Leben, versucht Maria ihrer Krankheit auf den Grund zu gehen....

Nach dem guten Start war ich jedoch sehr schnell ernüchtert. Der Roman kam mir immer mehr vor wie eine Aneinanderreihung von Erzählungen, die kaum irgendwelche Emotionen in mir wecken konnten. Die ewigen Sexabenteuer mit wildfremden Typen hatten für mich im Roman nichts verloren. Wenn ich einen Erotikroman lesen möchte, dann lese ich diesen. Hier hatte ich mir etwas anderes erwartet.
Ab diesen Zeitpunkt konnte man sich allerdings schon ein Bild von Marie's Störungen machen, die vorallem Männer bei ihr auslösen. Interessant fand ich die Rückführungen unter Hypnose...bis diese wieder mit Sex endeten.
Erst zum Ende hin kommt wieder etwas Schwung in die Geschichte. Nach und nach wird das Geheimnis, das der Auslöser für Maries Krankheit war, gelöst. Bis dahin verliert sich die Autorin aber in Nebensächlichkeiten....
Leider hatte ich mit dem Roman ziemliche Schwierigkeiten und hätte ihn - wäre es nicht ein Rezensionsexemplar gewesen - sicherlich abgebrochen.

Schreibstil:
Der Schreibstil ist sehr nüchtern und sachlich. Ich konnte mich nicht wirklich in Marie hineinversetzten und fand die restliche Charaktere auch nur sehr schwer greifbar. Die meisten Figuren waren auf wenige Charakterzüge minimiert, die sie aber nicht wirklich sympathischer machten.

Fazit:
Es tut mir leid, aber ich konnte mit dem Roman nicht wirklich viel anfangen. Nach dem anfänglichen guten Start kämpfte ich mich durch die Seiten und den eher nüchternen Schreibstil. Erst zum Ende hin kam wieder etwas Fahrt auf. Von mir gibt es leider keine Leseempfehlung!