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Veröffentlicht am 23.10.2019

Die Hütte - ein Hörbuch, das zum Nachdenken anregt

Die Hütte
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Schon lange stand dieses Buch auf meiner To-read-Liste und nachdem es in meiner Onleihe als Hörbuch angeboten wurde, schlug ich zu und lieh mir diesen Titel, auf den ich sehr gespannt war. Ich hatte zuerst ...

Schon lange stand dieses Buch auf meiner To-read-Liste und nachdem es in meiner Onleihe als Hörbuch angeboten wurde, schlug ich zu und lieh mir diesen Titel, auf den ich sehr gespannt war. Ich hatte zuerst bedenken, dass mir dieses Werk zu religiös wird, doch weit gefehlt! Aber um was geht es in diesem Buch überhaupt?

Der Hörer lernt Mack kennen, einen aufopfernden Familienvater, der seine Kids über alles liebt. Vier Jahre vor der eigentlichen Handlung verbringt er mit seinen Kindern einen Campingurlaub am Wallowa Lake, einem See in der Nähe von Joseph, Oregon. Dort passiert das absolute Grauen: Missy, seine jüngste Tochter, verschwindet spurlos, als Mack gerade seinen anderen Kindern hilft, die mit einem Kanu kenterten. Ein Zeuge hat sie auf dem Beifahrersitz eines Geländewagens gesehen und die Polizei findet schnell Hinweise dafür, dass Missy von einem bereits bekannten Serienmörder verschleppt wurde. In einer verlassenen Hütte nahe des Sees wird ihr Kleid gefunden… von Blut getränkt und zerrissen. Mack verzweifelt und bricht unter der Last von Schuldgefühlen und Depressionen fast zusammen…

Mein Eindruck vom Hörbuch:
Zuallererst möchte ich hervorheben, dass ich die Stimme von Johannes Steck, der dieses wunderbare Werk zu Ton brachte, sofort als sehr angenehm empfand. Ich mag seine Stimmlagen und er macht es einem leicht, wie gebannt der Geschichte zu lauschen. Der Autor William Paul Young, der durch „Die Hütte – ein Wochenende mit Gott“ Berühmtheit erreichte, schuf mit dieser Geschichte etwas Faszinierendes, denn auch, wenn das Buch erstmal sehr religiös erscheinen mag, so fesselt sie genauso Menschen, die keiner Religionen angehören. Hier werden ethische Fragen erörtert, verpackt in einer unwirklichen Kulisse, in der Mack Gott begegnet. Und diese Begegnung hat mich nicht nur einmal zum Lachen gebracht. Mack leidet unter der „Großen Traurigkeit“ und wird von Gott (und nicht nur von ihm) zum Nachdenken gebracht. Sein ganzes Weltbild verändert sich dadurch und der Hörer kann förmlich mitfühlen, wie verzweifelt Mack anfangs ist und welche Qualen er durchlebt. Doch hilft ihm die Konfrontation zu heilen und zu erkennen, was wirklich im Leben wichtig ist. Ich habe dieses Hörbuch in kürzester Zeit gehört und habe jede einzelne Sekunde genossen.

Fazit:
Ein zauberhaftes Hörbuch, das ich jedem empfehlen kann, ganz egal ob gläubig oder nicht. Diese Geschichte lässt einen auch lange nach dem Hören/Lesen nicht los.

Veröffentlicht am 26.04.2019

Der zweite Teil des zweiten Teils ;-)

Die Furcht des Weisen 2
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„Die Furcht des Weisen – Teil 2“ knüpft unmittelbar an den ersten Teil an und man ist sofort wieder mitten drin im Geschehen. Der Leser begleitet Kvothe auf seinen Abenteuern und erlebt mit, wie er Felurian ...

„Die Furcht des Weisen – Teil 2“ knüpft unmittelbar an den ersten Teil an und man ist sofort wieder mitten drin im Geschehen. Der Leser begleitet Kvothe auf seinen Abenteuern und erlebt mit, wie er Felurian begegnet und ins Reich der Fae gelangt, wie er mit Tempi nach Haert zum Volk der Adem wandert und wie er nach einem „Zwischenstop“ in Severen bei seinem Gönner Maer Alveron zur Universiät zurück kehrt. Wie in „Der Name des Windes“ und im ersten Band des zweiten Teils erzählt der ältere Kvothe einem Chronisten und dem Fae Bast in seiner Gaststätte seine Lebensgeschichte.

Mein Eindruck vom Buch:
Patrick Rothfuss hat um Kvothe eine wunderbare Welt erschaffen. Ich war total begeistert von „Der Name des Windes“, dem ersten Band der Trilogie. Der Schreibstil Rothfuss' lässt einen über die Seiten fliegen und ich habe Kvothe, wie auch seine Studienkameraden sofort ins Herz geschlossen. „Die Furcht des Weisen – Teil 1“ hat mich zwar auch gepackt, jedoch nicht ganz so in den Bann gezogen wie der Anfang der Geschichte. Doch in diesem Teil bin ich wieder vollkommen in die Geschichte eingetaucht und meine Begeisterung kehrte mit voller Wucht wieder zurück. Nur die Kapitel, die von Kvothe in der Gegenwart erzählen, kamen mir wieder etwas zu kurz. Ich hätte gerne wieder mehr über ihn in der jetzigen Zeit erfahren. Mein Eindruck war, dass diese Abschnitte seltener waren als im ersten Band und der junge Kvothe noch weiter in den Vordergrund gestellt wurde. Dem Lesevergnügen hat das dennoch keinen Abbruch getan. Ich liebe Kvothes Welt einfach! Der Schluss ließ mich mit einigen Fragen zurück und ich hoffe sehr, diese werden bald mit dem letzten Band der Trilogie beantwortet.

Fazit:
Im Grunde ist Kvothe für jeden Fantasy-Fan ein Muss. Dennoch bin ich mit meiner Empfehlung vorsichtig, da das Erscheinen des dritten Bandes, und somit das Ende der Trilogie, nicht bestätigt ist und Fans seit Jahren darauf warten, Kvothe endlich wieder begleiten zu können. Aber selbst wenn es keinen Abschluss geben sollte, habe ich jede Zeile dieser wunderbaren Story genossen.

Veröffentlicht am 07.04.2019

Pageturner Deluxe!

Die Schokoladenvilla
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Die Schokoladenvilla! Was für ein schöner Titel für einen Roman! Und auch das Cover sticht einem sofort ins Auge. Als ich dann den Klappentext las, war für mich vollkommen klar, dass ich dieses Buch unbedingt ...

Die Schokoladenvilla! Was für ein schöner Titel für einen Roman! Und auch das Cover sticht einem sofort ins Auge. Als ich dann den Klappentext las, war für mich vollkommen klar, dass ich dieses Buch unbedingt lesen muss. Doch um was genau geht es in diesem historischen Roman? Die Geschichte katapultiert den Leser nach Stuttgart und man schreibt das Jahr 1903. Judith Rothmann, Tochter eines bedeutenden Schokoladenfabrikanten liebt es, in der Versuchswerkstatt zu stehen und neue Leckereien zu erfinden. Ihr größter Wunsch ist es, irgendwann die Firma zu leiten, dfür tut sie alles. Doch ihr Vater hat ganz anderes im Sinn. Er arrangiert eine Heirat und dies ausgerechnet mit einem Mann, den Judith partout nicht ausstehen kann. In all dem Trubel trifft Judith Victor Rheinberger, dessen Vergangenheit ein absolutes Rätsel ist und der sich in Stuttgart eine neue Existenz aufbauen will...

Mein Eindruck vom Buch:
Um ehrlich zu sein, waren meine Erwartungen an dieses Werk sehr, sehr, sehr, wirklich sehr hoch, denn in der letzten Zeit fiel es mir überall ins Auge: In Buchläden, auf Bestsellerlisten, auf diversen Bücherforen... ständig wurde ich damit konfrontiert. Und so machte ich mich sehr gespannt ans Lesen, immer im Hinterkopf, dass ich vielleicht wirklich viel zu viel von der Story erwarte. Doch was soll ich sagen? Ich wurde in keiner Zeile enttäuscht. Es ist faszinierend, wie die Autorin Maria Nikolai es schafft, den Leser sofort vollkommen in den Bann und nach Stuttgart zu ziehen. Die Hauptprotagonistin Judith Rothmann ist so wundervoll gezeichnet, dass man sie einfach sofort ins Herz schließen muss. Aber nicht nur sie habe ich auf Anhieb lieb gewonnen, auch Victor war mir sofort sympathisch, ebenso wie Edgar und auch Dora. Doch nicht nur Judiths Geschichte wird hier voller Empathie erzählt, nein, der Leser wird auch ins Leben der Dienstboten eingeführt und erlebt den Kuraufenthalt von Hélène Rothmann, Judiths Mutter, mit. Im Dienstbotentrakt und auch auf der Kureinrichtung in Riva am Gardasee erfährt man einiges, was in der damaligen Zeit wohl gang und gäbe war. Für mich waren diese Kapitel ebenso interessant und fesselnd wie Judiths Welt und ich konnte es immer kaum erwarten, wie es denn mit Hélène weiter geht, was sie fühlt und was in ihr vorgeht. Es wird sehr oft ganz deutlich, dass diesem Buch viele viele viele Recherchen zugrunde liegen und ich ziehe meinen imaginären Hut vor Maria Nikolai. Viele der Orte gibt/gab es in Stuttgart wirklich und auch so manch reale Persönlichkeit, die damals lebte, wurde mit in die Geschichte eingeflochten. Was mich immer wieder zum Schmunzeln brachte, waren die schwäbischen Ausdrücke und alte Bezeichnungen, denen man beim Lesen immer wieder begegnete. Ah, und jetzt hätte ich doch beinahe Karl und Anton vergessen, Judiths jüngere Brüder, die mich öfter richtig zum Lachen brachten .

Fazit:
DANKE! Danke an Maria Nikolai für wunderbare Lesestunden mit diesem ganz besonderen Buch. Für mich ist die Schokoladenvilla mein bisheriges Jahreshighlight und ich freu mich schon wahnsinnig auf den zweiten Band!

Veröffentlicht am 05.03.2019

Macht neugierig auf viel viel viel mehr!

Träume & Hoffnung
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Als ich anfing diese Vorgeschichte zu lesen, hatte ich um ehrlich zu sein keinen blassen Schimmer, um was es eigentlich geht. Das Cover nimmt einen aber sofort gefangen und weckt Neugier, was wohl hinter ...

Als ich anfing diese Vorgeschichte zu lesen, hatte ich um ehrlich zu sein keinen blassen Schimmer, um was es eigentlich geht. Das Cover nimmt einen aber sofort gefangen und weckt Neugier, was wohl hinter dieser Fassade steckt.

Der Leser begegnet in diesem kurz und knapp gehaltenen Prequel Maél, der seit 3.000 Jahren auf der Suche ist und sich nun seit einer Woche in Paris befindet. Dort will er endlich seiner Suche ein Ende setzen. Weil das Büchlein so enorm kurz ist, möchte ich nicht näher auf den Inhalt eingehen, allerdings werfen die ersten Seiten bereits eine Menge Fragen auf. Und auch ganz schnell wird klar, dass es sich hier um keinen Realitätsbericht handelt, sondern sehr viel Fantasy eingeflochten wurde. Maél wird sehr sympathisch dargestellt, aber zugleich auch sehr mysteriös. Ich würde ihm gerne eine Menge Fragen stellen Bisher hatte ich noch kein Buch von der Autorin Kira Licht gelesen und bin begeistert von ihrem Schreibstil, der einen sofort in den Bann zieht und tief in das Jahr 1923 in Paris eintauchen lässt.

Fazit:
„Träume und Hoffnung“ ist der perfekte Einstieg für „Gold und Schatten“. Ich freu mich auf jeden Fall jetzt schon mega auf das Buch, das den ersten Teil der Dilogie darstellt und bin sehr gespannt darauf, welche Antworten ich auf meine Fragen finden werde 

Veröffentlicht am 04.03.2019

Eine Erzählung, die berührt

Unorthodox
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Zugegeben: Hätte ich dieses Buch in der Buchhandlung entdeckt, ich hätte es nicht gekauft. Das Cover gestaltet sich unscheinbar und auch der Klappentext hätte mich nicht umgehauen. Aber zum Glück bekam ...

Zugegeben: Hätte ich dieses Buch in der Buchhandlung entdeckt, ich hätte es nicht gekauft. Das Cover gestaltet sich unscheinbar und auch der Klappentext hätte mich nicht umgehauen. Aber zum Glück bekam ich dieses Meisterwerk geschenkt und ich bin wirklich dankbar, dass ich so die Autorin Deborah Feldman ein großes Stück ihres Lebens begleiten durfte.

Dieses Buch ist ein autobiografischer Debütroman einer Schriftstellerin, die in der chassidischen Satmar-Gemeinde in Williamsburg, New York, aufwuchs. Dort herrschen die strengsten Regeln einer ultraorthodoxen jüdischen Gruppe weltweit. Ich fand es schockierend, als ich feststellte, dass die Autorin erst 1986 geboren wurde und diese Lebensweise in der heutigen Zeit immer noch existiert. Deborah musste sich unfassbaren Regeln unterwerfen und sie merkte schon früh, dass diese chassidische Satmar-Gemeinde nicht ihre Welt ist. Für sie stand immer fest: Sie will mehr vom Leben! Also begann sie zu rebellieren, was von ihren Mitmenschen natürlich nicht toleriert wurde. So hofft sie mit der arrangierten Hochzeit mit Eli etwas mehr Freiheit zu bekommen. Doch auch dieser Wunsch erfüllt sich nicht. Und so fühlt sie sich hin- und hergerissen zwischen ihrer Gemeinde und dem Wunsch nach Unabhängigkeit.

Es wundert mich überhaupt nicht, dass dieses Buch am Tag seines Erscheinens schlagartig die Bestsellerliste der New York Times anführte! Deborah Feldman erzählt aus ihrem Leben mit einer lebendigen und fesselnden Schreibart. Um ehrlich zu sein, wusste ich bis dato nicht, welch strenge Regeln ultraorthodoxe Gemeinden aufstellen und konnte viel aus dem Buch lernen. Die Stärke, die in Deborah Feldman steckt, ist in jedem einzelnen Satz zu lesen und ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen. Ich musste unbedingt wissen, wie es in ihrem Leben weiterging und habe mit ihr mitgelitten und mitgehofft. Ich bewundere sie dafür, dass sie wirklich den Mut und die Kraft fand, aus ihrer Welt auszubrechen und komplett neu anzufangen. Und dies ohne sozialem Netzwerk und ohne finanzielle Mittel.

Fazit:
Diese biografische Erzählung der Jüdin ist absolut lesenswert! Ich kann mir gut vorstellen, es irgendwann nochmal zu lesen und werde mir auch das zweite Buch der Autorin, „Überbitten“, zulegen.