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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.12.2016

Stars Hollow 2.0

Plätzchen unter dem Mistelzweig
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Ich besitze bereits "Ein Kuss unter dem Mistelzweig" von Abby Clements, habe es aber leider noch nicht gelesen. Da kam mir die Kurzgeschichte "Plätzchen unter dem Mistelzweig", welche kurz vor dem eigentlichen ...

Ich besitze bereits "Ein Kuss unter dem Mistelzweig" von Abby Clements, habe es aber leider noch nicht gelesen. Da kam mir die Kurzgeschichte "Plätzchen unter dem Mistelzweig", welche kurz vor dem eigentlichen Roman spielt, gerade recht und ich habe sie in einem Rutsch durchgelesen, sodass ich hier eine gelungene Kurzgeschichte erhalten habe, die mich bestens auf den eigentlichen Roman einstimmt.

Der Schreibstil ist zwar insgesamt ein wenig anspruchslos, aber dennoch locker und flüssig, sodass man mit der Geschichte durchaus in Weihnachtsstimmung kommen kann. Die Figuren wie z.B. Rachel oder auch Katie, lernt man eher oberflächlich kennen, was allerdings vollkommen in Ordnung ist, da das eigentliche Thema sonst untergegangen wäre, wenn man sich mehr auf die Tiefe der Figuren konzentriert hätte. Dennoch fand ich die Figuren im Großen und Ganzen ganz in Ordnung.

Hierbei geht es um das Dorf Skipley, in dem sich die Bewohner auf den jährlichen Weihnachtsbackwettbewerb vorbereiten und mit viel Herzblut bei der Sache sind. Dann stellt sich allerdings heraus, dass in diesem Jahr alles anders ist, denn plötzlich schmecken sämtliche Backwaren nach Salz, was für einen regelrechten Skandal sorgt.

So ein wenig hat mich das Dörfchen an Stars Hollow aus den "Gilmore Girls" erinnert, sodass ich die Schauplätze direkt interessant fand und somit sehr gerne mehr erfahren möchte. Somit freue ich mich auf "Ein Kuss unter dem Mistelzweig" umso mehr und hoffe, dass ich dabei die Figuren deutlich besser kennenlernen darf.

Das Cover ist hübsch anzusehen und passt perfekt in die Weihnachtszeit, sodass man sich hier absolut nicht beschweren kann. Die Kurzbeschreibung liest sich ebenfalls gut, allerdings muss man sagen, dass hier viel zu viel verraten wird, sodass man nur noch wenig überrascht wird.

Kurz gesagt: "Plätzchen unter dem Mistelzweig" ist eine süße Kurzgeschichte für zwischendurch, die perfekt auf die Weihnachtszeit, aber auch auf den Roman "Ein Kuss unter dem Mistelzweig" einstimmt. Wer noch ein wenig Nachhilfe in Sachen Weihnachtsstimmung braucht, der wird diese hier finden.

Veröffentlicht am 04.12.2016

Spannende Geschichte

Regen am Valentinstag
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"Regen am Valentinstag" befindet sich bereits seit einiger Zeit auf meinem eReader, wurde allerdings erst jetzt von mir gelesen, weil ich zunächst sehr skeptisch war, ob mir die Geschichte tatsächlich ...

"Regen am Valentinstag" befindet sich bereits seit einiger Zeit auf meinem eReader, wurde allerdings erst jetzt von mir gelesen, weil ich zunächst sehr skeptisch war, ob mir die Geschichte tatsächlich gefallen könnte. Nun, wo ich es endlich begonnen habe, war es auch schnell wieder ausgelesen, denn ich konnte den eReader kaum aus den Händen legen.

Deborah Schirrmann besitzt nicht nur einen sehr angenehmen Schreibstil, der sich leicht und schnell weglesen lässt, sondern konnte mich vor allem mit starken Figuren, einer spannenden Geschichte, interessanten Dialogen und einer tollen Grundidee begeistern. Man muss zwar sagen, dass die Idee an sich nicht zwingend neu ist und man eine ähnliche Thematik bereits in vielen Büchern und Filmen erlebt hat, allerdings hatte die Geschichte dennoch etwas ganz Eigenes, sodass ich immer mehr erfahren wollte.

Hier geht es um June, die von der Großstadt nach Stanning zieht. Als Neue hat sie nicht nur das Problem, dass sie keinen Menschen dort kennt, sondern muss auch vom ersten Moment an erleben, dass Mobbing, böse Unterstellungen und Co. fortan zu ihrem Schulalltag gehören. Freundschaften schließen ist dabei nahezu unmöglich, allerdings trifft sie schon bald auf Pete, der eine gewisse Wirkung auf sie zu haben scheint.

Dabei erfährt sie auch, dass seine Zwillingsschwester vor einem Jahr an Valentinstag bei einem Autounfall gestorben ist, allerdings scheint es schon fast so, als seien sämtliche Hintergründe zu dem Unfall ein großes Geheimnis. June ist dennoch neugierig und versucht mehr über Alinas Tod zu erfahren und erfährt dabei deutlich mehr als ihr lieb ist, denn schnell steht fest, dass Stanning mehr als nur ein kleiner beschaulicher Ort ist...

Obwohl die Geschichte an sich sehr spannend ist, ist sie auch mindestens genauso emotional und konnte mich oftmals zum Nachdenken anregen. Das Thema Mobbing ist während der Geschichte stets präsent und die Geschichte wirkt dabei insgesamt sehr authentisch, sodass ich mich sehr gut in June hineinversetzen konnte, aber auch immer mehr über Pete erfahren wollte. Auch die anderen Figuren - so unsympathisch diese auch sein mochten - waren vielseitig, nicht allzu sehr klischeebeladen, aber dennoch interessant, da ich immer mehr über die Hintergründe an der Schule, aber auch in der Stadt erfahren wollte.

Das Cover ist meiner Meinung nach nicht unbedingt der größte Hingucker, allerdings muss man dennoch sagen, dass es sehr gut zum Buchtitel, aber auch zur Geschichte selbst passt. Viel mehr hat mich dagegen die Kurzbeschreibung angesprochen, sodass ich der Geschichte sehr gerne eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: "Regen am Valentinstag" ist ein interessanter und spannender Jugendthriller mit starken Figuren und einer oftmals berührenden Geschichte, sodass ich den eReader kaum aus den Händen legen konnte. Ich bin dementsprechend begeistert und kann die Geschichte rund um June somit nur empfehlen.

Veröffentlicht am 03.12.2016

Gelungene Fortsetzung

Die Diamantkrieger-Saga - La Lobas Versprechen
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Nachdem mir bereits der erste Band "Damirs Schwur" gut gefallen hat, wollte ich unbedingt wissen, wie es mit der Geschichte und besonders mit Sara weitergehen geht. Hierbei hatte ich sehr hohe Erwartungen ...

Nachdem mir bereits der erste Band "Damirs Schwur" gut gefallen hat, wollte ich unbedingt wissen, wie es mit der Geschichte und besonders mit Sara weitergehen geht. Hierbei hatte ich sehr hohe Erwartungen und ich muss sagen, dass ich nicht enttäuscht wurde, denn "La Lobas Versprechen" kann gegenüber "Damirs Schwur" locker mithalten.

Hierbei besitzt die Autorin wieder einmal einen sehr angenehmen Schreibstil, der sich locker, leicht und spannend lesen lässt. Das Setting ist weiterhin düster und perfekt ausgewählt, die Dialoge gut durchdacht und auch die Figuren konnten mich auch aufgrund ihrer Weiterentwicklung überzeugen. Ich fand einige zwar auch weiterhin eher unsympathisch, allerdings sind sie allesamt glaubwürdig und auch ihre stete Entwicklung ist mehr als gelungen.

Saras Geschichte wird weiterhin sehr spannend erzählt. Sie ist überglücklich, dass Damir trotz seiner Verbundenheit zu einer anderen Frau wieder an ihrer Seite ist und somit genießt sie ihre geheimen Treffen mit ihm um so mehr. Gleichzeitig erfährt man auch sehr viel mehr aus Saras Leben und ihrer Mutter, sodass ich sie nun viel besser verstehen und stellenweise sogar ins Herz schließen konnte. Auch der Geheimbund ist weiterhin ein großes Thema und birgt - wie soll es auch anders sein - so manches Geheimnis und viele Gefahren mit sich.

Man muss zwar sagen, dass die Geschichte fast schon zu ruhig beginnt und vieles erst im Mittelteil und zum Schluss passiert, allerdings mochte ich auch die ruhigen Momente, die genutzt wurden, um die Figuren noch besser vorzustellen. Gleichzeitig hat mir das Ende sehr gut gefallen, allerdings sollte man sich hierbei auch auf einen ziemlich fiesen Cliffhanger einstellen.

Das Cover ist wunderschön und ein absoluter Hingucker. Hier passt einfach alles: Die wunderschöne Farbgestaltung, die Umgebung und die glänzenden Elemente. Die Kurzbeschreibung ist ebenfalls gelungen und für mich der Grund, weshalb ich auch dem zweiten Band unbedingt eine Chance geben wollte.

Kurz gesagt: "La Lobas Versprechen" ist eine gut durchdachte und spannende Weiterführung der "Diamantkrieger-Saga", die mich wieder einmal in den Bann ziehen konnte. Die Figuren entwickeln sich stets glaubwürdig weiter und auch das düstere Setting konnte mich wieder einmal überzeugen. Bitte mehr davon!

Veröffentlicht am 03.12.2016

Gelungener Auftakt mit kleineren Schwächen

Erkenne mich
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Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich vor "Erkenne mich" noch kein einziges Buch von M. Leighton gelesen habe, obwohl ich bereits diverse Bücher von ihr besitze. Da "Erkenne mich" jedoch so interessant ...

Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich vor "Erkenne mich" noch kein einziges Buch von M. Leighton gelesen habe, obwohl ich bereits diverse Bücher von ihr besitze. Da "Erkenne mich" jedoch so interessant klang, wollte ich dem Buch unbedingt eine Chance geben und wurde trotz kleinerer Schwächen nicht enttäuscht.

Der Schreibstil ist an sich ganz angenehm, da man bei der Geschichte nur so durch die Seiten fliegt, allerdings finde ich dennoch, dass dieser ein wenig anspruchsvoller hätte ausfallen können. M. Leighton kann definitiv schreiben und hat auch ihre Figuren wunderbar gezeichnet, allerdings hätte ich mir dennoch ein wenig mehr Tiefe gewünscht. Auch die Dialoge schwächeln stellenweise ein wenig, da diese sich manchmal holprig lesen, dennoch muss ich sagen, dass ich insgesamt da zufrieden bin - auch wenn ich glaube, dass es die Autorin noch besser kann.

Erzählt wird hier die Geschichte von Sloane und Hemi. Während Hemi als Tätowierer arbeitet und Sloane ihr erstes Tattoo sticht, wird Sloane, nachdem sie ihr ganzes Leben lang von ihrem Vater und ihren Brüdern beschützt wurde, zur Rebellin und möchte sich gegen sie behaupten und aus dem sicheren Nest ausbrechen. Selbstverständlich kommt dabei das, was kommen muss und zwischen ihnen funkt es, allerdings wird auch schnell klar, dass die Beziehung aus Lügen aufgebaut wird, was für jede Menge dramatische und fast schon skurrile Momente sorgt.

Obwohl ich mit Hemi und Sloani nie ganz warm wurde, muss dennoch gesagt werden, dass M. Leighton die beiden gut und ausführlich gezeichnet hat, sodass man sie bestens kennen lernt, sie allerdings nicht immer sympathisch findet. Dafür konnte ich ihre Lügen - so verwerflich sie auch sind - stellenweise sogar verstehen und ich mochte die Brisanz und Spannung, die sich dadurch entwickelt hat, denn dadurch wurde die Geschichte alles andere als langweilig.

Das Cover ist typisch für das Genre und bietet nur wenig Überraschungen, dennoch ist es aufgrund des Farbtons ein Hingucker, sodass das Buch sicherlich vielen Menschen in der Buchhandlung ins Auge fallen wird. Die Kurzbeschreibung liest sich interessant und somit habe ich dem Buch gerne eine Chance gegeben.

Kurz gesagt: "Erkenne mich" ist ein gelungener Auftakt mit interessanten und vielseitigen Figuren, sodass ich Solanes und Hemis Geschichte gerne mitverfolgt habe. An einigen Stellen, insbesondere beim Schreibstil, ist zwar noch ein wenig Luft nach oben, allerdings glaube ich fest daran, dass man beim zweiten Band "Befreie mich" noch eine Schippe drauflegen kann. Somit kann ich M. Leightons neuestes Werk nur empfehlen.

Veröffentlicht am 24.11.2016

Unterhaltsame Geschichte

Die störrische Braut
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"Die störrische Braut" von Anne Tyler habe ich ehrlich gesagt nur durch Zufall entdeckt, sodass meine Erwartungen nicht allzu hoch waren. Dennoch habe ich mir hier eine humorvolle Geschichte gewünscht, ...

"Die störrische Braut" von Anne Tyler habe ich ehrlich gesagt nur durch Zufall entdeckt, sodass meine Erwartungen nicht allzu hoch waren. Dennoch habe ich mir hier eine humorvolle Geschichte gewünscht, die eventuell auch ab und zu zum Nachdenken anregt und ich muss sagen, dass ich nicht enttäuscht wurde.

Zwar hat mich die Geschichte nicht zum Nachdenken anregen können, allerdings konnte mich die Autorin dennoch mit ihren angenehmen Schreibstil, der sich leicht und flüssig lesen lässt, überzeugen. Lediglich an Tiefe hat es in der Geschichte ein wenig gemangelt, was ich jedoch verschmerzen kann, da der Rest der Geschichte doch sehr stimmig ist und mich stellenweise sehr begeistern konnte. Die Figuren sind dagegen gut ausgearbeitet und stellenweise doch sehr skurril, aber dennoch in gewisser Art und Weise sympathisch, sodass ich ihre Geschichte gerne verfolgt habe.

Hier geht es um die Familie Battista, einer Familie, in der oftmals das Chaos herrscht und besonders die 29-jährige Kate zu leiden hat. An sich hat Kate einen guten Job, allerdings lebt sie mit 29 Jahren immer noch zu Hause und kümmert sich aufopferungsvoll um ihre 15-jährige Schwester, während sich ihr Vater immer mehr in sein Labor verkriecht und Haushalt und Co. vollkommen ignoriert.

Als dann jedoch seinem Assistenten Pjotr die Abschiebung droht, interessiert er sich plötzlich doch für seine Familie, denn dieser ist der Meinung, dass sich sämtliche Probleme in Luft auflösen, wenn Kate und Pjotr heiraten würden, doch da hat er nicht mit Kates Reaktion gerechnet...

Das Cover ist an sich nicht schlecht, sieht aber stellenweise leider ein wenig altbacken aus, sodass ich mir für die Geschichte ein anderes, weniger austauschbares Cover, gewünscht hätte. Die Kurzbeschreibung konnte mich dagegen direkt überzeugen, sodass ich "Die störrische Braut" gerne eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: Auch wenn ich mir für "Die störrische Braut" mehr Tiefe gewünscht hätte, ist die Geschichte dennoch durchaus unterhaltsam und mit sympathischen Figuren versehen, sodass man hier durchaus seinen Spaß haben kann, solange man nicht zu viel Ernsthaftigkeit erwartet. Mir hat die Geschichte dennoch gefallen, sodass ich sie nur empfehlen kann.