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Veröffentlicht am 28.10.2019

Spannend, humorvoll und magisch

Alea Aquarius 1. Der Ruf des Wassers
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Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
Verlag: Oetinger (17. Juli 2015)
ISBN-13: 978-3789147470
empfohlenes Alter: 10 - 12 Jahre
Preis: 15,00 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Spannend, humorvoll und ...

Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
Verlag: Oetinger (17. Juli 2015)
ISBN-13: 978-3789147470
empfohlenes Alter: 10 - 12 Jahre
Preis: 15,00 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Spannend, humorvoll und magisch

Inhalt:
Alea glaubte ihr Leben lang, dass kaltes Wasser sie umbringen könnte, denn das hat ihre Mutter behauptet, bevor sie das Kind einer Pflegemutter anvertraute. Nicht ganz ungefährlich, dass Alea sich ausgerechnet drei Abenteurern auf einem alten Segelboot anschließt. Prompt fällt sie bei einem Sturm ins Wasser. Und damit ändert sich alles …

Meine Meinung:
Tanya Stewner schreibt sehr anschaulich und einfühlsam. Beim Lesen springt sofort das Kopfkino an und man sieht die Kinder und das Segelboot direkt vor seinem inneren Auge. Und diese Kinder muss man einfach ins Herz schließen. Auch wenn sie sich ab und zu mal uneins sind, sind sie doch alle herzallerliebst, besonders der kleine Sammy, ein wahrer Sonnenschein.

Ich habe sie gerne bei ihrem Abenteuer auf dem Weg nach Holland begleitet, der sich recht spannend und mit Hindernissen gestaltet (hier wird auch das Thema Umweltschutz nebenbei angesprochen). Es gibt aber auch viele Szenen zum Schmunzeln.

Eigentlich ein tolles Buch für junge Leser*innen. Allerdings kam es mir nicht vollständig vor, sondern lediglich wie ein Auftakt eines großen Abenteuers. Als Stand alone ist es nicht hundertprozentig befriedigend. Aber es sind ja mittlerweile schon fünf Bände erschienen.

Die Reihe:
1. Der Ruf des Wassers
2. Die Farben des Meeres
3. Das Geheimnis der Ozeane
4. Die Macht der Gezeiten
5. Die Botschaft des Regens

★★★★☆

Veröffentlicht am 27.10.2019

Starke Frauen

Wie ein Leuchten in tiefer Nacht
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Gebundene Ausgabe: 544 Seiten
Verlag: Wunderlich(1. Oktober 2019)
ISBN-13: 978-3805200295
Originaltitel: The Giver of Stars
Übersetzung: Karolina Fell
Preis: 24,00 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Starke ...

Gebundene Ausgabe: 544 Seiten
Verlag: Wunderlich(1. Oktober 2019)
ISBN-13: 978-3805200295
Originaltitel: The Giver of Stars
Übersetzung: Karolina Fell
Preis: 24,00 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Starke Frauen

Inhalt:
Alice folgt ihrem Mann Bennett von England nach Amerika. Doch die Ehe ist nicht so, wie sie sich das vorgestellt hatte. Bennett kann sich nicht gegen seinen alles überragenden Vater durchsetzen, und Alice langweilt sich zu Hause nur. Als Mitarbeiterinnen für die neu eingerichtete „Satteltaschenbücherei“ gesucht werden, meldet sie sich. Fortan reitet sie in die Berge von Kentucky zu weit abseits lebenden Familien, um sie mit Büchern zu versorgen. Dabei trifft das reitende Frauenteam auf hartnäckigen Widerstand bei vielen Bewohnern, denn Frauen gehören zu dieser Zeit (1937) in ihr Zuhause, nicht aufs Pferd. Aber die Frauen erhalten auch viel Zuspruch, der alle Mühen wettmacht. Die unkonventionelle Margery wird Alice’ beste Freundin.

Meine Meinung:
Ich habe nun schon einige Romane von Jojo Moyes gelesen, aber mit diesem hier scheint sie ein für sie neues Terrain zu beschreiten. Dies ist keine lockere Liebesgeschichte, obwohl die Liebe auch darin vorkommt. Doch sie spielt nicht die Hauptrolle. Viel wichtiger ist die Entwicklung der Frauen, die sich ihren Platz in der Gesellschaft suchen, unabhängig von Ehemann und Familie.

Ich habe anfangs etwas gebraucht, um mit den Protagonistinnen und der Story warm zu werden. Nach einem spannenden Prolog zog sich die Erzählung etwas. Doch ab dem Moment, wo die neue Bücherei in den Mittelpunkt rückt, nimmt die Handlung schnell an Fahrt auf. Sehr deutlich kommt heraus, dass es nicht gerne gesehen wird, wenn Frauen selbstständig denken und handeln. Ihre Rechte sind kaum vorhanden. Nicht einmal der Gouverneur und der Sheriff halten sich an Recht und Gesetz. Die fünf Bücherei-Mitarbeiterinnen müssen sich ihren Status mühsam erkämpfen. Diese Art von Büchereien gab es übrigens in den Appalachen von 1935 bis 1943 tatsächlich.

Die Figuren sind sehr gut ausgearbeitet. Ich hatte von allen ein klares Bild vor Augen. Jede der Frauen ist einzigartig, und auch die Männer, die eine Rolle spielen, sind unverwechselbar. Die Atmosphäre der Zeit ist gut getroffen. Ich fühlte mich beim Lesen direkt 80 Jahre zurückversetzt in eine ländliche, unwirtliche Gegend, die trotzdem wunderschön und beeindruckend ist. Genau wie Alice habe ich mich in die rauen Berge verliebt. Auch die Charaktere sind mir ans Herz gewachsen.

Dafür, dass ich Romane, die so weit in der Vergangenheit spielen, normalerweise nicht gerne lese, konnte Jojo Moyes mich super fesseln. Ich bin tief in die Geschichte eingetaucht und habe mit den Protagonistinnen mitgefiebert.

Ein herrlicher Schmöker für lange Herbstabende

★★★★☆

Veröffentlicht am 26.10.2019

Zack Herrys persönlichster Fall

In den Klauen des Falken
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Broschiert: 366 Seiten
Verlag: Tropen (26. Oktober 2019)
ISBN-13: 978-3608504262
Originaltitel: Falco
Übersetzung: Ulrike Brauns
Preis: 15,00 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Zack Herrys persönlichster ...

Broschiert: 366 Seiten
Verlag: Tropen (26. Oktober 2019)
ISBN-13: 978-3608504262
Originaltitel: Falco
Übersetzung: Ulrike Brauns
Preis: 15,00 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Zack Herrys persönlichster Fall

Inhalt:
Zack Herry kommt gerade dazu, als ein junges Mädchen in der Stockholmer U-Bahn wahllos Leute attackiert. Sie trägt außerdem einen Sprengstoffgürtel. Zack bleibt gar nichts anderes übrig, als das Mädchen zu erschießen. Doch die Bilder gehen ihm nicht mehr aus dem Kopf.

Da wird ein Polizeikollege brutal gefoltert und ermordet. Er war dabei, den größten Drogenboss Schwedens zu überführen. Sein Informant besteht darauf, dass Zack Herry den Kontakt nun übernimmt. Zack taucht immer mehr in den verbrecherischen Sumpf ein und muss schließlich sogar seinen Kindheitsfreund Abdula um Hilfe bitten.

Meine Meinung:
Dies ist bereits der 5. Band um den Ausnahmepolizisten Zack Herry. Man kann ihn problemlos ohne Vorkenntnisse lesen. Wer allerdings vorhat, den Vorgängerband, „Der Schrei des Engels“, noch zu lesen, sollte dies davor tun, um hier nicht gespoilert zu werden, denn eine bestimmte Schlüsselszene wird hier kurz erwähnt.

Natürlich ist es immer am besten, eine Reihe von Anfang an zu verfolgen, um auch die privaten und beruflichen Entwicklungen der Protagonisten zu kennen, aber das Wichtigste wird hier noch einmal erwähnt, und der Kriminalfall ist in sich abgeschlossen.

Bisheriger Co-Autor war Markus Lutteman, nun ist Anna Karolina mit an Bord. Ehrlich gesagt, ist mir dabei kein Unterschied aufgefallen. Die Story ist spannend wie gewohnt, der Handlungsfaden wird rasant abgespult, und die Sprache ist kurz und bündig, bringt das Wesentliche auf den Punkt.

Zusammen mit dem Helden Zack Herry bekommt man als Leser*in kaum mal eine Erholungspause. Das Buch lässt sich schwer aus der Hand legen, denn je weiter man im Lesen voranschreitet, umso dringender will man endlich wissen, wie alles zusammenhängt, wer hinter den ganzen seltsamen Vorkommnissen und hinter den brutalen Folterungen steckt und warum.

Ich mochte gerade Zack Herry in diesem Band sehr. Er hat sich endlich aus dem Sumpf gezogen, ist seiner Drogensucht entkommen und wieder glücklich liiert, als das Unheil mit aller Macht über ihm hereinbricht.

Mir gefiel nur seine Darstellung als Super-Superheld nicht. Dieser Mann schafft Unmögliches.

(ACHTUNG: KLEINE SPOILER)
Er rast mit dem Motorrad einhändig über eine Schlaglochpiste, während er mit der anderen das Handy bedient oder springt 30m in die Tiefe, nachdem wir gerade gelesen haben, dass das kein Mensch überleben kann: Zack hat natürlich keinen Kratzer.
(SPOILER ENDE)

Dabei komme ich mir dann leicht veräppelt vor.

Ansonsten:
Wieder eine absolute Leseempfehlung von mir, am besten für die ganze Reihe.

★★★★☆

Veröffentlicht am 25.10.2019

Eine gelungene Mischung von Kitsch und Tiefgang

Postscript - Was ich dir noch sagen möchte
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Gebundene Ausgabe: 427 Seiten
Verlag: FISCHER Krüger (23. Oktober 2019)
ISBN-13: 978-3810530677
Originaltitel: Postscript
Übersetzung: Christine Strüh
Preis. 20,00 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Eine ...

Gebundene Ausgabe: 427 Seiten
Verlag: FISCHER Krüger (23. Oktober 2019)
ISBN-13: 978-3810530677
Originaltitel: Postscript
Übersetzung: Christine Strüh
Preis. 20,00 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Eine gelungene Mischung von Kitsch und Tiefgang

Inhalt:
Sieben Jahre nach Gerrys Tod scheint Holly endlich darüber hinweg zu sein. Sie lässt sich von ihrer Schwester Ciara dazu überreden, bei einem Podcast zum Thema Tod mitzuwirken. In der Folge wird Holly gebeten, todkranken Menschen dabei zu helfen, etwas für ihre Lieben zu hinterlassen - ähnlich wie Gerry ihr damals Briefe hinterlassen hat. Der „P.S. Ich liebe dich“-Club wirft ihr Leben gehörig durcheinander …

Meine Meinung:
Dies ist der Nachfolgeband von „P.S. Ich liebe dich“, das bereits vor etwa 15 Jahren veröffentlicht wurde. Eigentlich war keine Fortsetzung geplant, aber nun hat es sich doch so ergeben. Man kann den 2. Band aber gut ohne Vorkenntnisse lesen, für die Handlung wichtige Details werden hier noch einmal wiederholt. Auch für Leserinnen, die den 1. Band kennen, ist dies aber nicht langweilig, denn diese Auffrischungen sind dabei ganz in die aktuelle Handlung eingebettet.

Es ist zwar schon eine kleine Ewigkeit her, aber ich kann mich noch gut erinnern, dass mich „P.S. Ich liebe dich“ von der ersten bis zur letzten Seite emotional sehr mitgenommen hat. Dies hatte ich auch von „Postscript. Was ich dir noch sagen möchte“ erwartet. So richtig bewegend wurde es aber leider erst im letzten Viertel. Sicher, auch vorher kamen schon Gefühle auf, aber Taschentücher brauchte ich da noch nicht. Dafür musste ich mich zu oft über Holly ärgern, deren Verhaltensweisen für mich oft nicht nachvollziehbar waren.

Cecelia Ahern geht hier wichtige Themen an wie Familie und Freundschaft, Vertrauen und Liebe und natürlich den Umgang mit Sterbenden und Angehörigen, den Umgang mit dem Tod. Dies wirkt zum Teil tiefgründig, es ist aber auch ein großer Anteil Kitsch vorhanden.

Aherns Schreibstil ist leicht lesbar wie immer und ohne großen Anspruch, aber mit einigen netten Formulierungen.

Insgesamt ein schönes Lesevergnügen, an das man aber keine allzu hohen Erwartungen stellen sollte. Unterhaltsam, berührend und mit einigen schönen Gedanken.

★★★★☆

Veröffentlicht am 24.10.2019

"Tristan und Isolde" heute in Brooklyn

We Will Fall
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Gebundene Ausgabe: 366 Seiten
Verlag: FISCHER Sauerländer (23. Oktober 2019)
ISBN-13: 978-3737356015
empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren
Originaltitel: Izzy & Tristan
Übersetzung: Henriette Zeltner
Preis: ...

Gebundene Ausgabe: 366 Seiten
Verlag: FISCHER Sauerländer (23. Oktober 2019)
ISBN-13: 978-3737356015
empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren
Originaltitel: Izzy & Tristan
Übersetzung: Henriette Zeltner
Preis: 17,00 €
auch als E-Book erhältlich

"Tristan und Isolde" heute in Brooklyn

Inhalt:
Als die Sechzehnjährigen Tristan und Izzy sich zum ersten Mal begegnen, ist es um beide sofort geschehen. Doch ihre Liebe steht unter keinem guten Stern. Tristan ist schwarz, Izzy weiß. Und auch Tristans Cousin Marcus, der King des Viertels, hat ein Auge auf Izzy geworfen und beansprucht für sich das Vorrecht …

Meine Meinung:
„We Will Fall“ ist stark an die Legende von Tristan und Isolde angelehnt und weist gewisse Parallelen auf. Kennt man den Stoff, wird man an etlichen Stellen nicht überrascht werden. Vielleicht wäre es am besten, zuerst dieses Buch zu lesen und sich erst dann mit der ursprünglichen Geschichte zu befassen, die in einige Szenen noch mehr Klarheit und Verständnis bringen kann.

Shannon Dunlap konnte mich von der ersten Seite an fesseln. Der Schreibstil ist jugendlich flott
und locker und die Seiten blättern sich fast von alleine um. Erzählt wird aus drei verschiedenen Perspektiven in der Ich-Form: Tristan, Izzy und Brianna, eine Freundin von Izzy.

Auch wenn gleich zu Anfang betont wird, dass dies kein Roman sein soll, sondern eine Liebesgeschichte ist, wird hier doch viel mehr als nur die Liebe zwischen zwei Jugendlichen thematisiert. Es geht um Freundschaft, Familie, Rassismus, Klassenunterschiede, Drogen, psychische Krankheiten usw., wobei vieles davon eher am Rand gestreift wird und nicht in die Tiefe geht.

Der Kern ist aber die großartige und dramatische Liebesgeschichte von Izzy und Tristan. Die beiden sind ein so tolles Paar, aber man spürt mit jeder Seite das Unheil auf sie zurollen. Zeitweise hatte ich einen richtigen Kloß im Hals, weil mich diese unterschwellige Gefahr und Spannung total fertigmachte.

Eine wirklich bewegende Story, deren Handlung am Schluss etwas zu gestrafft daherkommt und deren Ende mich leider nicht ganz zufriedenstellen konnte.

Trotzdem: Leseempfehlung!

★★★★☆