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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.01.2017

Bärenstark

Jungfrau, männlich, Single, mit Teddy
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Alfred Reinmann, dreiunddreißig, single und Jungfrau ist kein durchschnittlicher Mann. Er ist glücklich über sein Leben, zusammen mit seiner Teddydame Bienchen. Aber dann zieht eine neue Nachbarin ein ...

Alfred Reinmann, dreiunddreißig, single und Jungfrau ist kein durchschnittlicher Mann. Er ist glücklich über sein Leben, zusammen mit seiner Teddydame Bienchen. Aber dann zieht eine neue Nachbarin ein - Verena - die ihm sofort den Kopf verdreht. Doch kann er einer Frau wirklich vertrauen, seine Mutter hat ihm doch einebläut dass Frauen immer nur auf das eine aus sind... Mutig geht Alfred seinen eigenen Weg, gewinnt nebenbei im Lotto und begibt sich dann mit Verena und dem Pfarrer Hollerbeck auf große Reise...

Dieses Buch hat mal wieder einen ganz eigenen Schreibstil. Doch sobald man sich an diesen gewöhnt hat verfliegen die Seiten nur so. Anfangs ist das Buch schon fast etwas klamaukig, was mich allerdings nicht gestört hat. Doch schon bald wird alles etwas ernster, humorvoll bleibt es trotzdem. Alles ist immer in Bewegung, von daher wird es nicht langweilig. Aber grade die Szenen auf Reisen hätten stellenweise etwas mehr ausgebaut werden können. Hier ist dann doch alles schnell vorbei. Obwohl man die Landschaft so gut beschrieben bekommt das man sich wie vor Ort fühlt, wird man schnell wieder heraus gerissen weil sie schon wieder auf dem nächsten Flug sind.
Die Geschichte ist recht vorhersehbar, was mich aber in diesem Falle nicht gestört hat.

Alfred ist ein sehr liebenswerter Charakter, der mir schnell sympathisch war. Besonders nett finde ich dass er auf Bienchen nicht verzichtet, sie ist immerhin seine treuste Freundin! Diese Loyalität ist in dem Alter schön, da weiß doch eine Frau dass sie sich auf den Mann verlassen kann. Auch seine Art mit dem Gewinn umzugehen ist mehr als lobenswert und zeugt von einem reinen Charakter.

Verena ist eine starke, humorvolle Frau die ich sehr gut mit ihren Gefühlen verstehen konnte - egal um was es geht.

Holger ist auch ein klasse Typ. Mal der etwas andere Pfarrer, der es nicht ganz so ernst mit den Regeln nimmt. Sein Engagement fand ich super.

Klaus und Elke sind auch recht unterhaltsam. Zum Glück kommt Elke doch noch irgendwann zur Besinnung!

Ich fand das Buch wirklich nett; schade fand ich den Wechsel vom klamaukigen zum doch recht ernsten. Für mich hätte das Buch weiter so lustig sein können wie am Anfang, denn da konnte ich mal richtig lachen bei einem Buch. Allerdings ist das mit der Richtung in die sich die Geschichte entwickelt hat nicht möglich, denn darüber kann man nun wirklich keine Scherze machen. Aber vielleicht hätte es dann von Anfang an etwas ernster gehalten werden können... Trotzdem fand ich es angenehm für zwischendurch und würde es auch an Freunde weiter empfehlen.

Veröffentlicht am 23.01.2017

Königreich der Schatten - Die wahre Königin

Königreich der Schatten: Die wahre Königin
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Luna lebt zusammen mit Sivo und Perla in einem einsamen Turm, mitten im scharzen Wald. Dort ist sie abgeschottet von der finsteren Welt in der sie lebt. Denn seit 17 Jahren verdeckt der Mond die Sonne ...

Luna lebt zusammen mit Sivo und Perla in einem einsamen Turm, mitten im scharzen Wald. Dort ist sie abgeschottet von der finsteren Welt in der sie lebt. Denn seit 17 Jahren verdeckt der Mond die Sonne und es gibt nur eine kurze Zeit am Tag - Mitterlicht - in der die Sonne ein klein wenig Licht schicken kann. Eines Tages begegnet Luna drei Menschen im Wald und rettet sie vor Finsterirdischen, die Ungeheuer die in der Dunkelheit heraus kommen und Jagd auf alles lebendige machen. Als dann auch noch Soldaten auftauchen steht Lunas Welt plötzlich Kopf und sie muss fliehen. Zusammen mit dem Waldlläufen Fowler beginnt eine gefährliche Reise...

Die Welt die Sophie Jordan geschaffen hat, ist finster und grausam. Durch die andauernde Dunkelheit und die Finsterirdischen die alles umbringen was ihnen in die Quere kommt, sind die Menschen anders geworden. Skrupelloser, egosistischer, mehr auf das eigene Überleben bedacht wie auf Menschlichkeit. Davon hat Luna aber nicht allzu viel mitbekommen. Sie wächst trotz allem recht behütet auf, fühlt sich aber gefangen in dem Turm der sie beschützt. Als sie sich dann durch die Welt schlägt, sieht sie erst wie grausam alles ist. Sie ist ein strahlendes, hoffnungsvolles, mutiges und schlaues Mädchen das ich wirklich toll fand. Ihre Art und Weise ist sehr überlegt und sie ist ehrlich mit sich und ihrer Umwelt. Ihr Reisegefährte Fowler war mir gleich sympathisch. Trotz seiner anfangs ruppigen Art und Weise hat man gleich gemerkt dass er ein gutes Herz hat.
Die Reise der beiden war spannend geschrieben, Frau Jordan schreibt recht plastisch, so dass man alles gut vor Augen hat. Die Seiten fliegen nur so dahin und schwupps ist das Buch beendet.

Ich fand es schade dass soweit eigentlich alles vorhersehbar war. Für mich gab es keine Überraschungen, außer den Schluss der mit einem interessanten Cliffhanger endet. Grade deswegen werde ich die Reihe auch weiter verfolgen, denn sie birgt viel Potenzial. Ich hoffe dann auch noch mehr Hintergründe zu erfahren, denn auch damit wurde etwas gespart. Mal schauen was noch alles kommt, es bleibt auf jeden Fall spannend! Von mir solide vier Sterne.

Veröffentlicht am 11.01.2017

Kindlich, weihnachtlich, bezaubernd!

Ein Weihnachtsmann fürs Leben
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Die 5 jährige Luisa möchte ihrer Mama zu Weihnachten einen Mann schenken, aber nicht irgendeinen, nein, ein Prinz muss es sein! Also stiehlt sie sich zum Kaufhaus Wunder und sucht dort nach dem Prinzen ...

Die 5 jährige Luisa möchte ihrer Mama zu Weihnachten einen Mann schenken, aber nicht irgendeinen, nein, ein Prinz muss es sein! Also stiehlt sie sich zum Kaufhaus Wunder und sucht dort nach dem Prinzen für Mama.

Die Geschichte ist wirklich sehr niedlich. Sie wird aus der Sicht von Luisa geschrieben. Das hatte ich bis jetzt noch nie - ein Buch aus der Sicht eines Kindes. Aber ich muss sagen es war zuckersüß! Luisas Denkweise und ihre - manchmal auch altkluge - Art unterhalten einen wirklich gut. Ich musste oft schmunzeln und war fasziniert davon wie ein Kind die Welt so sieht.

Auch die anderen Charaktere fand ich einzigartig und liebenswert. Allesamt liebevoll gezeichnet und mit kleinen Ecken und Kanten. So wie ich das liebe.

Allerdings muss ich zugeben dass mir bei ungefähr der Hälfte des Buches fast die Luft ausgegangen ist, irgendwie war es mir ein bisschen zu langweilig. Aber das hat sich dann recht schnell gelegt und ich hab das doch recht kurze Werk dann schnell verschlungen.

Bemängeln muss ich aber noch den Titel. Denn "Ein Weihnachtsmann fürs Leben" hat fürt mich nicht viel mit dem Buch gemein, immerhin wird ein Mann, bzw Prinz gesucht, vom Weihnachtsmann ist nur einmal die Rede.
Das Buch spielt immerhin in der Weihnachtszeit und zum Schluss gibt es auch ein doch recht "weihnachtlich magisches" Happy End.

Ein zuckersüßes Buch das in der Weihnachtszeit wirklich eine schöne Abwechslung ist.

Veröffentlicht am 25.11.2016

Kurzweiliges Fantasyabenteuer für Jugendliche

Julia Jäger und die Legende des Lichts
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Eigentlich wollte sich Julia nach ihrem Erlebnis mit der magischen Münze in keine weiteren Abenteuer mehr stürzen. Doch eine Klassenfahrt nach Irland macht ihr einen Strich durch die Rechnung. Schneller ...

Eigentlich wollte sich Julia nach ihrem Erlebnis mit der magischen Münze in keine weiteren Abenteuer mehr stürzen. Doch eine Klassenfahrt nach Irland macht ihr einen Strich durch die Rechnung. Schneller als ihr lieb ist, erfährt sie, was der finstere Museumsleiter mit seiner Warnung rund um den einflügeligen Engel und die Legende des Lichts gemeint hat. Ob ihre telekinetischen Fähigkeiten sie vor den lauernden Gefahren schützen können? Immerhin sind auch Tim und Alexander mit von der Partie und sorgen für manch spannende Wendung.

Andrea Tillmanns zweiter Teil der Reihe um Julia Jäger ist ein kurzweiliges, aber interessantes Jugendbuch das mich gut unterhalten hat. Den ersten Teil kenne ich nicht, hatte aber trotzdem keine Probleme mich einzufinden. Im Buch geht es schnell voran, manchmal sogar etwas zu schnell. Hier und da hätten ein paar Beschreibungen mehr vielleicht gut getan, aber so geht es zumindest vorwärts. Der Schluss ist zufrieden stellend, lässt aber viele Fragen offen. Hier hätte ich mir ein paar mehr Antworten gewünscht.

Die Charaktere sind authentisch und sympathisch. Besonders hervorheben konnte sich am ehesten noch Alexander, aber das vielleicht auch deswegen weil um seine Person ein so großes Geheimnis gemacht wird.

Die Geschichte war unterhaltsam, aber empfehlen würde ich das Buch eher für Teenies, jungen Erwachsenen fehtl es eventuell an Tiefe. Es ist halt kein High Fantasy. sondern ein richtiges Fantasybuch für Jugendliche.

Veröffentlicht am 16.11.2016

Wie erwartet!

Miss you
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Vorab möchte ich mich beim Diana Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares bedanken. Ich hatte ein paar schöne Lesestunden mit "Miss you".

Tess und Gus leben immer wieder aneinander vorbei. ...

Vorab möchte ich mich beim Diana Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares bedanken. Ich hatte ein paar schöne Lesestunden mit "Miss you".

Tess und Gus leben immer wieder aneinander vorbei. Seit dem Jugendalter verpassen sie sich immer wieder oder treffen kurz auf einander ohne sich richtig zu erkennen. Jeder kämpft über Jahre hinweg mit seinen eigenen Problemen, bis sie sich irgendwann doch noch richtig begegnen, sich kennen und lieben lernen.

Das Buch lässt sich flüssig und doch recht zügig lesen. Fängt man einmal an möchte man es kaum aus der Hand legen. Das liegt nicht nur am guten, einfachen und leichten Schreibstil der Autorin, sondern auch an den wechselnden Perspektiven. Abwechselnd lesen wir von Gus und Tess die mit verschiedenen Ängsten, Sorgen und Problemen zu kämpfen haben. Der verunglückte Bruder an dessen Unfall man sich die Schuld gibt, die krebskranke Mutter die stirbt und noch eine kleine Schwester zurück lässt, unglückliche Beziehungen, nicht erfüllte Ehen, Schuldgefühle, Angst selbst krank zu werden, Versagensängste und noch vieles mehr sind dabei ein Thema. Trotz allem meistern die Protagonisten die Aufgaben die vor ihnen stehen meistens ganz gut oder wachsen über sich hinaus. Erst zum Schluss hin begegnen sie sich dann wirklich und die Liebesgeschichte der beiden ist so nur recht kurz. Aber genau damit habe ich gerechnet. Die zwei verpassen sich wirklich immer nur knapp, man fiebert stets mit wann es wohl soweit ist und am Ende läuft alles wie erhofft. Für mich gab es keine Längen im Buch, im Gegenteil, ich habe mich immer erwartungsvoll auf das weiter lesen gefreut und wurde nicht enttäuscht. Wer das Buch "Königskinder" von Gernot Gricksch kennt: genau nach diesem Prinzip verläuft "Miss You".

Die Charaktere sind authentisch und sympathisch. Ich konnte mich mit beiden anfreunden und habe sie gern durch Höhen und Tiefen des Lebens begleitet. Besonders gut hat mir gefallen dass sie sich doch immer wieder durch gekämpft haben und dem Leben und allen Aufgaben getrotzt haben.

Meiner Meinung nach ist das Buch für alle die keine riesige Lovestory, sondern einen Roman aus dem Leben erwarten genau das Richtige!