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Veröffentlicht am 30.11.2019

skurril und unterhaltsam, aber auch mit Tiefgang

Neun Fremde
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Inhalt:
Neun Leute, die sich vorher nicht kennen, treffen in einem Wellness-Ressort aufeinander. Jeder hat eine andere Motivation und es kommen diverse Geheimnisse ans Licht. Eins haben alle gemeinsam: ...

Inhalt:
Neun Leute, die sich vorher nicht kennen, treffen in einem Wellness-Ressort aufeinander. Jeder hat eine andere Motivation und es kommen diverse Geheimnisse ans Licht. Eins haben alle gemeinsam: Sie haben sich diesen Aufenthalt ganz anders vorgestellt und werden ihn nie wieder vergessen.

Meine Meinung:
Ich muss gestehen, die 527 Seiten haben mich zuerst etwas abgeschreckt.
Zu Beginn gibt es einen kleinen Rückblick von knapp 6 Seiten in die Vergangenheit. Danach geht es ins Tranquillum Haus und die Handlung spielt 10 Jahre später.

Am Anfang lernt man die einzelnen Hauptprotagonisten näher kennen. Dieser Teil hat sich für mich etwas gezogen. Ich war aber trotzdem sehr gespannt und habe mich die ganze Zeit gefragt, was die Leser noch erwarten wird und wo uns die Autorin hinführen wird.
Dann in der zweiten Hälfte wurde ich wirklich sehr überrascht. Die Handlung nahm richtig an Fahrt auf und hat mich sehr gut unterhalten. Es gab eine Wendung die überhaupt nicht vorhersehbar war, und mit der ich in keinster Weise gerechnet hatte. Das Buch hat dann eine richtige Sogwirkung auf mich ausgeübt und ich konnte es plötzlich nicht mehr aus der Hand legen.

Der Schreibstil von Liane Moriarty ist wirklich toll. Sie versteht es, die Charaktere so gut zu beschreiben, dass sie richtig lebendig werden. Und davon lebt dieses Buch auch zu großen Teilen. Die Charaktere sind so unterschiedlich, unterschiedlicher könnten sie gar nicht sein. Die Erzählperspektive wechselt zwischendurch immer wieder und die Autorin lässt alle Protagonisten zu Wort kommen.

Das Buch ist als „Roman“ untertitelt. Im zweiten Teil sind meiner Meinung nach leichte Anklänge eines Psychothrillers spürbar. Ich habe mit den Protagonisten regelrecht mit gezittert und mit gelitten. Die Autorin hat es geschafft eine besondere Atmosphäre und Stimmung zu erzeugen und dadurch war ich richtig im Geschehen mit drin.

Das Buch ist wunderbar skurril geschrieben und enthält aber meiner Meinung nach durch die ernsten Themen auch richtig Tiefgang.

Aufgrund der kleinen Längen in der ersten Hälfte vergebe ich 4,5 Sterne und empfehle das Buch auf jeden Fall weiter.

Veröffentlicht am 02.11.2019

Gefühlvoller und berührender Frauenroman

Schicksalssommer
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Zehn Jahre ist es her, dass Reginas kleiner Sohn den Plötzlichen Kindstod erlitten hat. Regina und ihr Mann haben dies nicht wirklich verkraftet und so kam es zur 2 Jahre später zur Scheidung. Seitdem ...

Zehn Jahre ist es her, dass Reginas kleiner Sohn den Plötzlichen Kindstod erlitten hat. Regina und ihr Mann haben dies nicht wirklich verkraftet und so kam es zur 2 Jahre später zur Scheidung. Seitdem lebt die Bibliothekarin alleine und hat dies nie so richtig verarbeitet. Ins Nachbarhaus zieht nun der verwitwete Architekt Benjamin mit seinem zehnjährigen Sohn ein. Ist es ein Wink des Schicksals, dass der Junge so heißt wie Reginas verstorbenes Baby?

In kurzen Kapiteln schreibt Autorin Nelly Fehrenbach über das Schicksal und das Leben von Regina und Benjamin. Abwechselnd wird aus der Sicht dieser beiden Hauptprotagonisten berichtet. In kurzen prägnanten Sätzen geschrieben, lässt sich das Buch sehr gut lesen. Auch wenn eine zarte Liebesgeschichte enthalten ist, so geht es in dem Roman doch um sehr viel mehr. Es geht um Verlust, Trauer und Vergangenheitsbewältigung. Auch die Angst spielt eine große Rolle. Aber andererseits geht es auch um Hoffnung und Vertrauen.
Der Schreibstil ist wirklich wunderbar zu lesen. Die Autorin schreibt sehr gefühlvoll und mischt aber immer auch eine kleine Prise Humor bei. Manche Szenen hätten für meinen Geschmack noch ein wenig mehr ausgearbeitet werden können.

Das Ende war für mich schön und schlüssig, allerdings auch etwas vorhersehbar. Alles in allem ein sehr schöner Frauenroman voller Gefühl und Emotionen. Ich vergebe 4 Sterne mit Tendenz nach oben und kann den Roman allen die gerne berührende und gefühlvolle Frauenromane lesen sehr empfehlen.

Veröffentlicht am 29.10.2019

solider Krimi, der ohne Gewalt, Brutalität und Blutvergießen auskommt

Wisting und der Tag der Vermissten
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Es gibt bereits einige Vorgängerbände um Kommissar William Wisting. Für mich war dies die erste Bekanntschaft mit ihm. Zugleich ist dieser Band der Start einer neuen Cold-Case-Serie.

Ganz kurz zum Inhalt: ...

Es gibt bereits einige Vorgängerbände um Kommissar William Wisting. Für mich war dies die erste Bekanntschaft mit ihm. Zugleich ist dieser Band der Start einer neuen Cold-Case-Serie.

Ganz kurz zum Inhalt: Es geht um einen Fall einer vermissten Frau, der 24 Jahre zurück liegt. Die Leiche der Frau wurde nie gefunden. Und wie jedes Jahr nimmt sich am Jahrestag des Verschwindens Wisting die alten Akten vor…

Das Buch liest sich sehr gut und spannend. Die 447 Seiten sind in 88 Kapitel aufgeteilt, die durchweg eine angenehme Länge haben und nicht allzu lang sind.
Bei den einzelnen Kapiteln wechselt immer wieder die Sichtweise der Protagonisten. Dies hat mir auch sehr gut gefallen.

Es kommt sehr schnell eine leichte Spannung auf, die konstant anhält und dann gegen Ende nochmal deutlich gesteigert wird. Das Ende war für mich keine richtige Überraschung, sondern ich habe eigentlich mit dieser Auflösung doch schon relativ früh gerechnet. Aber trotzdem ist das Buch für mich bis zum Ende spannend geblieben.

Trotz der Dicke des Buches liest sich der Krimi sehr gut und zugleich auch unterhaltsam. Besonders gut hat mir gefallen, dass der Autor einen guten Spannungsbogen aufbauen konnte, obwohl er auf Gewalt, Brutalität und Blutvergießen komplett verzichtet hat.

Schön fand ich es auch, dass nicht nur über die Ermittlungen berichtet wird, sondern auch ein wenig über das Privatleben der Protagonisten erzählt wird. Außerdem bekommt man durch Line auch einen kleinen Einblick in die Pressearbeit.

Alles in allem ein empfehlenswerter und solider Krimi, der durchaus Lust auf die Folgebände geweckt hat. Ich vergebe dafür 4,5 Sterne.

Veröffentlicht am 01.10.2019

Unterhaltsamer und gut durchdachter Regionalkrimi aus der Eifel

Lesereise in den Tod
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Die junge Autorin Mona träumt noch vom beruflichen Durchbruch. Mit ihrem Buch „Passwort Hurensohn“ geht sie für 4 Wochen auf eine Lesereise, um ihr Buch bei Lesungen vorzustellen. Sie ist ist den Social ...

Die junge Autorin Mona träumt noch vom beruflichen Durchbruch. Mit ihrem Buch „Passwort Hurensohn“ geht sie für 4 Wochen auf eine Lesereise, um ihr Buch bei Lesungen vorzustellen. Sie ist ist den Social Media sehr aktiv und hat dort viele Fans, aber auch Feinde….sie ahnt nicht, dass sie von dieser Lesereise nicht mehr heimkommen wird. Nach ihrem Tod wird Detektiv Andy Mücke von den Hinterbliebenen beauftragt, die Ermittlungen aufzunehmen.

Meines Wissens ist dies der erste Fall um Andy Mücke. Ich hatte kürzlich schon einen der Folgebände „Lidakis spielt falsch“ mit Begeisterung gelesen.

Es handelt sich um einen Regionalkrimi, der in der Eifel spielt.
Es geht hier nicht nur um einen Mord und dessen Auflösung, sondern um einiges mehr. Sehr schön erfährt man etliches aus dem Privatleben von Andy Mücke. Des Weiteren bekommt man auch einiges Interessante über Selfpublisher und alles was damit zusammenhängt mit. Ich denke, da hat der Autor auch ein wenig aus dem Nähkästchen geplaudert und eventuell eigene Erfahrungen einfließen lassen.

Es handelt sich hier um keinen blutigen oder gar brutalen Krimi. Autor Jürgen Schmidt schreibt eher unterhaltsam und kurzweilig, und mit etwas Humor gewürzt. Es wird an keiner Stelle richtig brutal, sondern es geht eher um das Drumherum und die Ermittlungen. So wird Andy Mücke als ein sehr sympathischer und bodenständiger Ermittler dargestellt, in den man sich sehr gut hineinversetzen kann.
Interessant finde ich auch, dass es sich hier nicht um die Ermittlungen der Kriminalpolizei handelt, sondern um die Ermittlungen eines Privatdetektives.

Insgesamt hätte es für mich als hartgesottenen Krimi- und Thrillerleser noch ein klein wenig mehr an Spannung sein dürfen. Aber auf jeden Fall kann ich das Buch guten Gewissens weiterempfehlen. Mich hat es sehr gut unterhalten und alles ist gut durchdacht, sowie nicht vorhersehbar.
Ich vergebe 4,5 Sterne.

Veröffentlicht am 01.09.2019

Sehr schöne Leseunterhaltung mit Tiefgang

Du bist die Story meines Lebens
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Inhalt:
Hauptprotagonistin Amelia Bentley lebt schon einige Zeit in dem kleinen Örtchen Maple Valley. Seit ihrer Scheidung arbeitet sie für eine kleine lokale Zeitung als Chefredakteurin. Doch nun ist ...

Inhalt:
Hauptprotagonistin Amelia Bentley lebt schon einige Zeit in dem kleinen Örtchen Maple Valley. Seit ihrer Scheidung arbeitet sie für eine kleine lokale Zeitung als Chefredakteurin. Doch nun ist der Besitzer dieses Blättchens gestorben und der Erbe möchte die Zeitung verkaufen. Doch Amelia möchte sie unbedingt retten. So lernt sie Logan und seine kleine Tochter Charlie kennen. Verzweifelt versucht sie Logan dazu zu überzeugen, die Zeitung zu retten.

Meine Meinung:
Mit dem Buch „Wieder zurück auf Anfang“ gibt es bereits einen Vorgängerband, den ich aber nicht gelesen habe. Beide Bände sind sehr gut unabhängig voneinander zu lesen. So bin ich also trotzdem sehr gut in das Buch hinein gekommen, auch ohne den vorherigen Band zu kennen.

Es wird eine schöne Liebesgeschichte erzählt, aber insgesamt geht es um sehr viel mehr. Das Buch ist an keiner Stelle seicht, sondern enthält durchaus Tiefe. So geht es darum, dass es sich immer lohnt für seine Träume zu kämpfen. Des Weiteren geht es um Vergangenheitsbewältigung, sowie um Loslassen und Neuanfang. Sehr schön fand ich auch den Zusammenhalt in dem kleinen Örtchen Maple Valley.

Die Hauptcharaktere sind absolut sympathisch und sehr authentisch dargestellt.
Auch der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Das Buch liest sich sehr unterhaltsam und es kommen an keiner Stelle Längen auf.
Erwähnen sollte man vielleicht noch, dass das Buch in einem christlichen Verlag erschienen ist, und daher auch Gott und Beten eine Rolle spielen.

Alles in allem eine wirklich schöne Lektüre. Das Ende ging mir ein wenig zu schnell und hätte noch etwas ausführlicher sein können. Aber vielleicht gibt es ja noch einen Folgeband.
Ich vergebe 4,5 Sterne für diesen unterhaltsamen Frauenroman.