Profilbild von NicoleP

NicoleP

Lesejury Star
offline

NicoleP ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit NicoleP über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.01.2020

Der Hundeflüsterer

Der Hundeflüsterer
0

Der ehemalige Geheimdienstmitarbeiter David Stein lebt mit neuer Identität als Hundetrainer auf Mallorca. Seit dem Tod seiner Frau hat er mit seiner alten Tätigkeit abgeschlossen. Doch die Vergangenheit ...

Der ehemalige Geheimdienstmitarbeiter David Stein lebt mit neuer Identität als Hundetrainer auf Mallorca. Seit dem Tod seiner Frau hat er mit seiner alten Tätigkeit abgeschlossen. Doch die Vergangenheit holt ihn ein, und er soll einen Einsatz ausführen. Als Dank dafür soll er die Adresse des Mörders seiner Frau erhalten.

Mit „Der Hundeflüsterer“ erwartet den Leser eine Art „James Bond“, allerdings mit Hund statt Martini. Die Idee ist nicht schlecht, und der Klappentext hört sich vielversprechend an. Leider spielt das Thema Hundetraining eine so geringe Rolle, dass man den ehemaligen Agenten auch irgend eine andere Tätigkeit ausführen lassen könnte.

An einigen Stellen nimmt die Spannung etwas zu, bleibt aber meist auf durchschnittlichem Niveau. Es werden alle typischen Agententhemen aufgetischt, denen es aber an Tiefe fehlt. Ebenso wie den Charakteren. Es ist mir nicht gelungen, eine Verbindung zu ihnen zu bekommen. Die Geschichte selbst sprüht über vor Klischees, und überraschende Wendungen gibt es keine.

„Der Hundeflüsterer“ ist der Auftakt einer Reihe um David Stein, der bei mir jedoch kaum Lust auf ein Weiterlesen geweckt hat. Insgesamt habe ich auch den „Thrill“ vermisst. Für eine Agentengeschichte ist der Roman eher durchschnittlich mit Potential nach oben.

Veröffentlicht am 26.01.2020

Der Frauensammler

Der Frauensammler
0

Junge Frauen werden betäubt, missbraucht und anschließend irgendwo wieder ausgesetzt. Sie können sich jedoch kaum an die Geschehnisse erinnern. Als eine vermisste Frau tot und grausam verstümmelt aufgefunden ...

Junge Frauen werden betäubt, missbraucht und anschließend irgendwo wieder ausgesetzt. Sie können sich jedoch kaum an die Geschehnisse erinnern. Als eine vermisste Frau tot und grausam verstümmelt aufgefunden wird, stellt sich heraus, dass sie vor ihrem Auftauchen eingefroren war. Polizistin Charlotte Savage und ihrem Team läuft die Zeit davon, denn es gibt weitere vermisste Mädchen.

Das Spannendste an diesem „Thriller“ war eindeutig der Klappentext. Die Geschichte selbst bietet so gut wie keine Spannung. Die Seiten ziehen sich dahin, auch wenn der Autor sich alle Mühe gibt, den Leser im Buch zu halten. Doch es nützt nichts.

Den Charakteren fehlt es an Tiefe, genau wie dem Thriller der „Thrill“. Alles bleibt oberflächlich, und auch der letzte Versuch, zum Ende noch einmal Spannung zu erzeugen, gelingt nicht. An keiner Stelle wurde ich richtig in das Buch hineingezogen.

Dabei ist die Grundidee zur Geschichte ganz solide und hätte durchaus Potential zu mehr gehabt, welches Mark Sennen leider nicht genutzt hat. „Der Frauensammler“ dürfte durchaus seine Fans haben, für mich war er nichts.

Veröffentlicht am 03.11.2019

Im Sturm der Erinnerung

Im Sturm der Erinnerung
0

Laine Tavish führt einen kleinen Antiquitätenladen in der Kleinstadt Angel’s Gap. Nach einer bewegten Vergangenheit kommt sie in diesem kleinen Ort endlich zur Ruhe. Als sie jedoch Besuch von einem alten ...

Laine Tavish führt einen kleinen Antiquitätenladen in der Kleinstadt Angel’s Gap. Nach einer bewegten Vergangenheit kommt sie in diesem kleinen Ort endlich zur Ruhe. Als sie jedoch Besuch von einem alten Freund ihres Vaters erhält, ist ihr klar, dass die Vergangenheit sie eingeholt hat.

Hier erwartet den Leser ein Romantic-Crime-Roman ohne besondere Höhen oder Tiefen. Es gibt keine nennenswerten Wendungen oder Ereignisse. Schwerpunkt ist in der Geschichte die Beziehung zwischen Laine und dem Privatdetektiv Max, der auf seiner Suche nach geraubten Diamanten Laine kennengelernt hat.

Es entwickelt sich eine schöne Liebesgeschichte, in die auch die Suche nach den Diamanten keine echte Spannung bringt. Die Charaktere sind einfach gestrickt, und es fehlt ihnen an Tiefe. Sie nehmen einfach nur am Geschehen teil, ohne den Leser zu erreichen.

Dieses Buch konnte mich nicht überzeugen, dürfte aber seine Fans haben. Meinen Geschmack hat es leider nicht getroffen.

Veröffentlicht am 03.11.2019

Die Verlassenen

Die Verlassenen
0

Vor drei Jahren verschwanden Millionen Menschen von einem zum anderen Augenblick. Niemand weiß, warum dies geschah und warum nur bestimmte Menschen ausgewählt wurden. Kevin Garvag, seine Frau Laurie sowie ...

Vor drei Jahren verschwanden Millionen Menschen von einem zum anderen Augenblick. Niemand weiß, warum dies geschah und warum nur bestimmte Menschen ausgewählt wurden. Kevin Garvag, seine Frau Laurie sowie deren Tochter Jill und Sohn Tom gehen mit dieser Situation auf ihre jeweils eigene Art und Weise um. Was die „Zurückgelassenen“ aus ihrem Leben machen ist sehr unterschiedlich.

Kevin versucht, ein Leben wie vor der sogenannten „Entrückung“ zu führen. Laurie schließt sich der Bewegung des „Schuldigen Rest“ an, Tom einer Sekte. Jill muss verarbeiten, dass ihre Freundin Jen zu den Verschwundenen zählt.

„Die Verlassenen“ ist für mich ein absolut langweiliges Buch. Die Grundidee finde ich zwar gut, die Umsetzung jedoch miserabel. Alles bleibt oberflächlich, und es ist mir unmöglich, irgendeine Art von Bindung zu einem Charakter aufzubauen. Dabei sind diese so unterschiedlich, dass eigentlich jeder Leser eine Figur sympathisch finden könnte.

Die Geschichte plätschert langsam vor sich hin, von Spannung ist nicht das Geringste zu spüren. Dabei wäre Potential genug vorhanden. Ich hatte mir von diesem Buch mehr versprochen. Die Gruppe des „Schuldigen Rest“, in die Laurie eingetreten ist, ist mit ihrer Weltanschauung nicht der Mittelpunkt, wie es der Rückentext vermuten lässt.

Die emotionalen Konflikte innerhalb der Familie sind nur angerissen, ebenso wie das Leben ohne die Verschwundenen. Da dies nur einige wenige Millionen sind, geht das gewöhnliche Leben mit Arbeit und Freizeit weiter. Es gibt Strom- und Wasserversorgung, und es fehlt, bis auf die Menschen, nichts.

Das Szenario fällt für mich nicht gerade unter den auf dem Buchrücken genannten Begriff „Apokalypse“. Bei mir wurden definitiv falsche Erwartungen an die Geschichte geweckt. Sie dürfte durchaus ihre Fans haben und fällt daher noch in meine Kategorie „Geschmackssache“. Für die Kategorie „für mich ein Flop“ hätte sie noch ein wenig schlechter sein müssen.

Veröffentlicht am 15.09.2019

Kindermund

Kindermund
0

In ihrer Autobiografie schildert Pola Kinski, was ihr in ihrer Kindheit und Jugend widerfahren ist. Insbesondere das Verhältnis zu ihrem Vater, dem Schauspieler Klaus Kinski, wird schonungslos offengelegt. ...

In ihrer Autobiografie schildert Pola Kinski, was ihr in ihrer Kindheit und Jugend widerfahren ist. Insbesondere das Verhältnis zu ihrem Vater, dem Schauspieler Klaus Kinski, wird schonungslos offengelegt. Bei der Bewertung einer Biografie lasse ich die Geschichte selbst bei der Bewertung außen vor. Was bei solchen Geschichten Wahrheit, Lüge, Fantasie oder der Spannung wegen hinzugefügt wurde, wird außer der Autorin niemand wissen, und ich erlaube mir mit meiner Rezension kein Urteil über das Leben anderer Menschen.

Beginnen möchte ich meine Rezension direkt mit dem Schreibstil. Dieser ist für mich einfach nur furchtbar. Wie der Titel bereits aussagt, erzählt die „kleine Pola“ ihre Erlebnisse. Hier stört insbesondere die Wortwahl. Es werden Situationen mit Worten geschildert, die ein Kind im entsprechenden Alter unmöglich kennen kann. Personen und Ereignisse erwecken eher das Gefühl, dass eine Erwachsene versucht, die Geschichte als ein Kind zu erzählen. Dieser Versuch ist als misslungen zu betrachten.

Mit den oft blumig gewählten Worten und Beschreibungen hat man das Gefühl, ein Märchen oder einen zarten Liebesroman zu lesen, obwohl der Inhalt dieser Worte einfach nur erschreckend sein soll. Es gelang mir auch nicht, eine Beziehung für das Kind, später für die Jugendliche, aufzubauen.

Der einzige gute Punkt in diesem Buch ist, dass die Zerrissenheit, in der sich Pola Kinski in dieser Zeit befunden hat, sehr gut durchkommt. Sie versucht, dem Schrecken zu entkommen, und trotz allem liebt sie ihre Eltern und möchte auch von ihnen geliebt werden. Trotz des ernsten Themas fehlt es dem Buch an Spannung, und die Seiten zeihen sich nur so dahin. Dazu trägt auch die oben bereits erwähnte Wortwahl erheblich bei.

Die Meinungen über dieses Buch gehen weit auseinander, und ich muss mich zu den Lesern zählen, die andere Erwartungen hatten. Es ist eine tragische Geschichte, und durch den berühmt berüchtigten Vater auch eine, die es an die Öffentlichkeit geschafft hat. Mich hat dieses Buch jedoch auf ganzer Linie enttäuscht und ist daher reine „Geschmackssache“.