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Veröffentlicht am 04.07.2021

Erschieß ihn

Die Verlorenen
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Jonah Colley, Mitglied einer bewaffneten Spezialeinheit bei der Polizei, wird eines Abends von seinem ehemaligen Freund Gavin angerufen. Zu ihm ist der Kontakt vor zehn Jahren abgebrochen, kurz nachdem ...

Jonah Colley, Mitglied einer bewaffneten Spezialeinheit bei der Polizei, wird eines Abends von seinem ehemaligen Freund Gavin angerufen. Zu ihm ist der Kontakt vor zehn Jahren abgebrochen, kurz nachdem Jonahs Sohn Theo von einem Spielplatz verschwand, als er einen Moment unaufmerksam gewesen war. Bei einem Unfall soll er ums Leben gekommen sein. Trotzdem will Jonah Gavin helfen und begibt sich um Mitternacht zu einem Lagerhaus am Slaughter Quay. Dort findet er dessen Leiche und drei weitere Opfer. Eine Frau lebt noch. Doch bevor Jonah Hilfe holen kann, wird er überwältigt. Nach einem Kampf wacht er im Krankenhaus aus – und muss feststellen, dass das Geschehen angezweifelt wird…

Da mir die „Hunter“-Reihe des Autors sehr gut gefallen hat, hatte ich mich auch auf diesen Thriller gefreut. Ob er so gut ist wie die anderen Bücher, lässt sich schwer sagen, weil man sie nicht direkt miteinander vergleichen kann. Aber ich wurde auf alle Fälle nicht enttäuscht. Selten habe ich in letzter Zeit ein Buch in so wenigen Tagen verschlungen. Von Anfang an wird Spannung aufgebaut, die bis zum Ende nicht nachlässt. Der Thriller wird aus Jonahs Sicht erzählt. Der Leser erfährt auch immer mehr über seine Vergangenheit. Immer wieder gibt es Wendungen, und man fiebert mit Jonah mit, der immer wieder Rückschläge erleben muss auf der Suche nach der Wahrheit sowohl was das Verschwinden seines Sohnes als auch das Geschehen in jener Nacht am Slaughter Quay angeht. Man kann sich gut in ihn hineinversetzen.

Der Schluss war glaubwürdig und kam überraschend. Anfangs hatte ich mich gefragt, ob überhaupt alles aufgeklärt werden würde, da es sich ja um den Auftakt einer Reihe handeln soll. Tatsächlich wurde nicht alles bis ins Detail beantwortet, was Raum für weitere Bände lässt. Es wurde jedoch so weit aufgeklärt, dass kein großer Cliffhanger blieb und ich nicht unbefriedigt auf den nächsten Band warten muss (und bis dahin das meiste wieder vergessen hätte).

Das Cover gefällt mir. Es stellt die düstere Atmosphäre des verlassenen Lagerhauses dar. Wie die übrigen Bücher des Autors ist es in schwarz-weiß gehalten. Der Titel, der dem englischen Original entspricht, passt zum Inhalt. Der Beschreibung des Buches macht neugierig und verrät nicht zu viel. Mir gefällt es nicht, wenn dort Ereignisse verraten werden, die erst spät geschehen.

Ich kann den Thriller weiterempfehlen und werde definitiv auch weitere Bände mit Jonah Colley lesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.06.2017

Jeder hat seine eigene Wahrheit

Sieh nichts Böses (Ein Kommissar-Dühnfort-Krimi 8)
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Bei einer Prüfung für Polizeihunde wird eine Fettwachsleiche entdeckt. Kommissar Konstantin Dühnfort, der mit Gina gerade von seiner Hochzeitsreise nach Venedig und der Beerdigung des Lebensgefährten seiner ...

Bei einer Prüfung für Polizeihunde wird eine Fettwachsleiche entdeckt. Kommissar Konstantin Dühnfort, der mit Gina gerade von seiner Hochzeitsreise nach Venedig und der Beerdigung des Lebensgefährten seiner Mutter im Elsass zurückgekehrt ist, wird mit seinem Team mit dem Fall betraut. Es dauert lange, bis die Identität der Frau geklärt ist, die wahrscheinlich bereits zwei Jahre tot ist, da sie offenbar niemand vermisst hat. Freunde haben geglaubt, sie sei freiwillig verschwunden; zu ihren Eltern hatte sie nach einem Streit den Kontakt abgebrochen…
Anette Körber hat finanzielle Probleme, steht mit ihrem „Hut-Traum“ vor der Insolvenz und kann die Miete für Wohnung und Werkstatt nicht mehr bezahlen. Auch ihr Freund kann sie nicht unterstützen. Helfen soll ein Besuch bei dem Schuldnerberater Jasper Seyboth. Dieser wird wegen des vierten Jahrestages gerade wieder an den Tod seiner Verlobten Lis erinnert, die ermordet wurde. Der Täter wurde nie gefasst…
Privat freuen sich Tino und Gina auf ihr erstes Kind, doch bei einer Routineuntersuchung stellt sich heraus, dass nicht alles so ist, wie es sein sollte…

Inge Löhnig hat mir auch mit diesem Buch wieder gezeigt, weshalb sie zu meinen Lieblingsautorinnen gehört. Ich hatte mich auf den achten Fall für Tino und seine Kollegen gefreut und wurde nicht enttäuscht. Der Krimi ließ sich wieder schnell und flüssig lesen, und ich konnte ihn nur schwer aus der Hand legen. Ihr Schreibstil sorgt dafür, dass ich richtig in die Bücher eintauchen und mich in die Handlung hineinversetzen kann. Ich hatte keine Einstiegsschwierigkeiten, sondern war sofort mitten im Geschehen. Die Charaktere sind mir bereits ans Herz gewachsen, und es ist immer schön, mehr von Tino und Gina zu lesen. Das Privatleben der beiden spielt eine Rolle und hat mich diesmal besonders bewegt, lenkt aber nicht vom eigentlichen Fall ab.

Von Anfang an wurde Spannung aufgebaut, die bis zum Schluss nicht nachgelassen hat. Wie immer waren der Fall und die Lösung logisch aufgebaut und nicht konstruiert, und am Ende waren alle Fragen geklärt. Gut gefällt mir auch immer, dass die Krimis aus verschiedenen Sichtweisen erzählt werden, was zur Spannung beiträgt. Oft wird aus der Sicht des Kommissars erzählt, aber auch aus der Sicht der Mutter der Verstorbenen, aus Sicht des Schuldnerberaters, aus Sicht von Anette Körber… Weiß man zu Beginn noch nicht, wie die verschiedenen Handlungsstränge zusammen gehören, laufen irgendwann alle Fäden zusammen.

Ich habe alle Bände der Serie gelesen, aber ich denke dass man diesen Krimi auch lesen kann, ohne die Vorgängerbände zu kennen. Die Personen werden gut vorgestellt und relevante Ereignisse aus den früheren Büchern nochmals erwähnt. Allerdings ist es schön, die Entwicklung über die Jahre mitzuverfolgen.

Das Cover gefällt mir, und es passt zu den anderen Covern von Inge Löhnigs Büchern. Einen direkten Bezug zum Inhalt hat es aber nicht. Dafür passt der Titel gut zum Inhalt des Krimis. Der Rückentext macht neugierig, verrät aber nicht zu viel. Ich ärgere mich immer, wenn dort bereits Ereignisse verraten werden, die im Buch erst spät geschehen.

Von mir gibt es auch für diesen Krimi von Inge Löhnig eine klare Leseempfehlung, und ich kann es kaum erwarten, bis der nächste Band erscheint!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Ostseetod

Ostseetod
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In dem kleinen Ort Grotenhagen verschwindet die elfjährige Lara Eibholz. Sie wollte mit dem Bus von einer Freundin nach Hause fahren, kommt dort aber nicht an. Ihre Eltern verständigen schnell die Polizei, ...

In dem kleinen Ort Grotenhagen verschwindet die elfjährige Lara Eibholz. Sie wollte mit dem Bus von einer Freundin nach Hause fahren, kommt dort aber nicht an. Ihre Eltern verständigen schnell die Polizei, die alles unternimmt, um das Mädchen zu finden. Pia Korittki, die selbst Mutter ist, belastet der Fall besonders. Doch die Suche bleibt zunächst ergebnislos, und auch die Befragung der Dorfbewohner bringt die Beamten nicht weiter. Ein paar Männer schließen sich zu einer Bürgerwehr zusammen, leisten „Nachbarschaftshilfe“ und suchen das Kind auf eigene Faust. Auch sie haben keinen Erfolg, entdecken aber die Leiche eines Mannes aus dem Ort…

Ich habe leider noch nicht alle Krimis der Pia Korittki-Reihe gelesen, aber das wird sich hoffentlich ändern. Denn auch dieser Fall hat mir wieder sehr gut gefallen. Er ließ sich schnell, leicht und flüssig lesen. Von Anfang an wird Spannung aufgebaut, und ohne Leserunde hätte ich das Buch sicherlich innerhalb kurzer Zeit gelesen. Pia ist eine sympathische Frau, die als alleinerziehende Mutter den Spagat zwischen Familie und Beruf bewältigen muss. Sie hat mit ganz alltäglichen Sorgen und Problemen zu kämpfen. Mir gefällt, dass ihr Privatleben eine große Rolle spielt, aber insgesamt nicht vom eigentlichen Geschehen ablenkt. Als Leser kann man sich mit der Polizei auf die Suche nach dem Täter machen. Ich habe lange über die genauen Geschehnisse gerätselt, und ohne Leserunde wäre ich wahrscheinlich nicht auf die Lösung gekommen. Die Handlung ist logisch aufgebaut und nachvollziehbar. Gut finde ich, dass der Krimi auch ohne actionreiche und blutige Szenen spannend ist und fesseln kann.

Das Cover des Buches ist düster und passt zu den anderen Büchern der Reihe. Wer bereits andere Bände gelesen hat, erkennt sofort, dass es sich um ein weiteres Buch mit Pia handelt. Der Titel ist kurz und prägnant - wie die anderen Titel der Reihe.

Ein spannender und unterhaltsamer Krimi, den ich uneingeschränkt weiterempfehlen kann.

Veröffentlicht am 09.03.2026

"Ruhe und Ordnung"

Das Fundbüro der verlorenen Schätze - Poseidons Dreizack
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Neo und seine Freundin Luna besuchen den Freizeitpark, in dem sein Vater als Handwerker gerade im griechischen Themenbereich tätig ist. Sie wollen mit der Wasser-Achterbahn Poseidon fahren. Doch mit der ...

Neo und seine Freundin Luna besuchen den Freizeitpark, in dem sein Vater als Handwerker gerade im griechischen Themenbereich tätig ist. Sie wollen mit der Wasser-Achterbahn Poseidon fahren. Doch mit der Bahn stimmt etwas nicht: immer mehr Besucher steigen pitschnass aus den Booten. Wie sie von Herrn Nox, dem Chef des Fundbüros erfahren, hat der Meeresgott Poseidon seinen Dreizack verloren, den sie nun suchen müssen...

Die Geschichte hat uns gut gefallen. Es war spannend und interessant, die Kinder im Freizeitpark und auf der Suche nach dem Dreizack zu begleiten. Dabei kann man als Leser den Inhalt in gewissem Maße selbst bestimmen. Es handelt sich um ein interaktives Buch, was unserem Kind gut gefallen hat. Als Leser kann man ab und zu entscheiden, wie Neo und Luna weiter vorgehen sollen. Es werden also unterschiedliche Seitenzahlen vorgegeben, auf denen man weiterlesen kann. Ansonsten heißt es am Ende jeder Doppelseite „Lies weiter auf Seite…“. Man blättert also ziemlich viel hin und her. Aus unserer Sicht hätte man auch mal vier oder sechs Seiten am Stück ohne Unterbrechung lassen können. Durch das Blättern verliert man ein bisschen den Überblick, wie weit man in der Geschichte vorangekommen ist. Das Ende, von denen es drei verschiedene gibt – je nachdem welchen Weg man wählt -, kam für uns deshalb ein bisschen abrupt. Das Buch enthält außerdem vier Rätsel, von denen die Lösungen am Ende enthalten sind.

Das Buch ist es für fortgeschrittene Erstleser gut geeignet. Die Illustrationen sind bunt, ansprechend und passen gut zu der Erzählung. Allerdings war die schwarze Schrift auf den dunkelblauen Seiten mit Wasser je nach Lichtverhältnissen manchmal etwas schwieriger zu lesen. Wenn man das Buch einmal gelesen hat, kann man es noch einmal lesen und einen anderen Weg wählen, so dass es auch dann nicht langweilig ist. Wir können uns vorstellen, weitere Bände der Reihe zu lesen.

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Veröffentlicht am 23.01.2026

„Unhaltbare Zustände“

Rechnen NERVT! – Mathe? Ohne mich! (Rechnen NERVT! 1)
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Die Schabe Konstatin Kukerluk ist eigentlich ein Langschläfer. Doch im Alles-Markt der Schwestern Göpgörk, wo er in einer Schublade der Ladentheke lebt, hat er keine Ruhe. Die Türklingel ist laut, die ...

Die Schabe Konstatin Kukerluk ist eigentlich ein Langschläfer. Doch im Alles-Markt der Schwestern Göpgörk, wo er in einer Schublade der Ladentheke lebt, hat er keine Ruhe. Die Türklingel ist laut, die die alte Registrierkasse macht viele Geräusche. Konstatin Kukerluk hasst Lärm. Aber noch mehr hasst er Zahlen, wofür es verschiedene Gründe gibt...

Das Buch hat uns gut gefallen - auch wenn es eigentlich „nur für Mathemuffel“ ist, was auf uns nicht zutrifft. Es ist witzig geschrieben und mit einer Schabe als Hauptfigur nicht alltäglich. Die Illustrationen sind bunt und passen gut zum Inhalt der Geschichte. Man kann mit dem Buch üben zu lesen, aber auch gleichzeitig zu rechnen. Denn in die Geschichte eingebaut sind einige Rechenrätsel. Die Auflösung ist jeweils auf der nächsten Seite in den Text eingebaut.

Es richtet sich an Leser ab der zweiten Klasse, was wir bestätigen können. Der Text ist bereits ein bisschen komplexer, aber noch relativ groß geschrieben. Die Matheaufgaben im Zahlenraum bis 100 sind teilweise gar nicht so einfach. Aber sie sind sehr ansprechend, machen Spaß und regen das Kind zum Überlegen an. Ob man damit aus einem Mathemuffel einen Zahlenfreund machen kann, weiß ich allerdings nicht.

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