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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.04.2020

Gelungener Abschluss der Reihe

Mad about the Medic (Saving Chicago 3)
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Zum Inhalt:
Luca Bianco hält sich für den charmantesten Kerl der Welt, den wahrgewordenen Traum der Frauenwelt. Dabei ist er einfach nur ein eingebildeter Idiot. Zumindest ist das Laurens Meinung. So ...

Zum Inhalt:
Luca Bianco hält sich für den charmantesten Kerl der Welt, den wahrgewordenen Traum der Frauenwelt. Dabei ist er einfach nur ein eingebildeter Idiot. Zumindest ist das Laurens Meinung. So ist es nicht verwunderlich, dass immer wenn Lauren und Luca aufeinandertreffen, regelrecht die Fetzen fliegen. Leider kommt dies, seit ihre Freundinnen mit seinen Brüdern liiert sind, sehr häufig vor. Zu allem Übel hat eine ihrer Freundinnen bei einer Wohltätigkeitsveranstaltung für sie ein Date mit Luca ersteigert, das immer noch aussteht, zu dem Lauren aber gar keine Lust hat. Auf der anderen Seite wäre es ihrer Meinung nach aber auch schade um das Geld. So lässt sie sich von Luca überreden mit ihm gemeinsam zu einem Spiel der Blackhawks zu gehen. Schließlich kann bei einem Spiel ihrer Lieblingsmannschaft nichts schiefgehen. Doch Luca will mehr als nur ein Date. Er muss Lauren um einen großen Gefallen bitten. Sie soll seine Verlobte spielen.

Meine Meinung:
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Lauren und Luca erzählt. So bekommt man einen guten Einblick davon, was in den beiden vorgeht und was ihnen wirklich wichtig ist. Dabei habe ich eine neue Seite an Luca kennengelernt. Denn Luca ist nicht unbedingt der zügellose Draufgänger, der nur an sich selbst denkt, für den man ihn auf den ersten Blick halten könnte. Er wirkt gerade in diesem Band nachdenklich und verletzlich. Außerdem plagen ihn und auch Lauren einige Ängste und Unsicherheiten, auf die man erst mal nicht schließen würde. Man merkt aber im Laufe der Geschichte, wie gut beide eigentlich zusammenpassen und wie viel sie gemeinsam haben.

Beide wollen gern gewinnen und somit wird fast jede ihrer Begegnungen zu einem kleinen Wettkampf. Ihr Schlagabtausch hat mich bereits in den ersten beiden Bänden zum Schmunzeln gebracht und das war in diesem Band nicht anders. Die beiden sind einfach klasse. Ich habe sie von Anfang an gemocht und im Laufe der Geschichte sogar noch mehr ins Herz geschlossen.

Es ist schade, dass dies schon der letzte Band über die drei Brüder und die drei Freundinnen ist, denn ich hätte wirklich gern noch viel mehr von allen gelesen. Gerade Maria ist mir auch sehr ans Herz gewachsen. Sie hat ihre Männer im Griff und sieht und weiß mehr als diese ahnen.

Fazit:
Eine Geschichte über zwei Menschen, die beide nach außen hin tough wirken, es in ihnen aber anders aussieht. Weswegen sie dem jeweils anderen lieber vorgaukeln ihn zu hassen, als sich ihre wahren Gefühle einzugestehen. Für mich ein krönender Abschluss der Reihe, wenn nicht sogar der beste der drei Bände. Gern hätte ich noch mehr über die Familie Bianco und die drei Freundinnen gelesen.

Veröffentlicht am 29.03.2020

Wie hängen die Fälle zusammen?

Wisting und der fensterlose Raum
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Zum Inhalt:
William Wisting wird direkt vom Generalstaatsanwalt beauftragt einen besonders heiklen Fall zu übernehmen. In der Hütte des verstorbenen Politikers Bernhard Clausen befinden sich aufgereiht ...

Zum Inhalt:
William Wisting wird direkt vom Generalstaatsanwalt beauftragt einen besonders heiklen Fall zu übernehmen. In der Hütte des verstorbenen Politikers Bernhard Clausen befinden sich aufgereiht auf einem Bett Pappkartons, in denen sich achtzig Millionen Kronen befinden. Doch woher stammt das Geld? Etwa aus einem Raubüberfall von vor fast zwanzig Jahren? Wie kam es in die Hütte des Politikers? Umso weiter William Wisting und sein kleines Team ermitteln, umso mehr neue Fragen scheinen aufzutauchen. Denn was hat das Geld in den Pappkartons mit Simon Meier zu tun, der am Tag des Raubüberfalls spurlos verschwand?

Meine Meinung:
Gemeinsam mit William Wisting und seinem kleinen Team beginnen wir die Ermittlungen und wissen dabei immer so viel wie sie. Was mir richtig gut gefallen hat, denn als Leser fühlt man sich somit selbst als Teil des Ermittlerteams, das ganz zu Anfang nur aus dem Kriminaltechniker Espen Mortensen und Williams Tochter Line besteht.

Der Autor gibt uns im Laufe der Geschichte immer mehr Informationen an die Hand, aber nur so viele, dass wir uns in der Geschichte zurechtfinden und selbst Schlüsse zu den einzelnen Fällen, und ob und wenn wie sie zusammenhängen, ziehen können. So bleibt es immer spannend und man möchte gar nicht mehr aufhören zu lesen, weil man allem gerne auf den Grund gehen möchte. Zudem hat der Autor einige Wendungen eingebaut, mit denen ich nicht unbedingt gerechnet habe, was für mich noch mal ein stückweit zu Spannung beigetragen hat. Dabei ist der Krimi an keiner Stelle blutig oder irgendwie richtig brutal. Klar passiert etwas und so ganz ohne Blessuren kommen nicht alle Beteiligten davon, aber dennoch hält es sich in Grenzen.

Besonders gemocht habe ich neben William seine Tochter Line. Ich finde, man merkt während der Ermittlungen, wie sehr sie zum einen in ihrer Arbeit aufgeht und was für einen guten Riecher sie hat. Zum anderen aber auch, was für ein schlechtes Gewissen sie ihrer Tochter gegenüber hat, wenn sie mal nicht in jeder Minute zu hundertzehn Prozent für sie da sein kann. Gerade das sie nicht frei von Fehlern ist, macht sie für mich sympathisch und menschlich.

Fazit:
Ein Krimi bei dem man sich als Leser als Teil des Ermittlerteams fühlt. Was zum einen daran liegt, weil man ebenso viel weiß, wie William Wisting und sein kleines Team selbst und zum anderen nur so viele Informationen an die Hand bekommt, wie man braucht, um der Handlung zu folgen. Das und einige Wendungen, mit denen ich nicht unbedingt gerechnet habe, sorgten durchweg für Spannung.

Veröffentlicht am 26.11.2019

Bully der tierische Ermittler

Bully Bond und die flotte Lotte
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Zum Inhalt:
Von der einen auf die andere Minute verändert sich das Leben von Bully Bond als sein geliebtes Herrchen Timo bei einem Treppensturz ums Leben kommt. Zu seinem Glück nimmt ihn Lotte auf, in ...

Zum Inhalt:
Von der einen auf die andere Minute verändert sich das Leben von Bully Bond als sein geliebtes Herrchen Timo bei einem Treppensturz ums Leben kommt. Zu seinem Glück nimmt ihn Lotte auf, in deren Haus Timo gestorben ist. Da Bully fest davon überzeugt ist, dass Timo ermordet wurde, beginnt er zu ermitteln. Unterstützt wird er dabei von der Siamkatze Frau Yoko und der Gelbscheitelamazone Chris. Nur ist dies noch nicht alles. Denn Lottes Leben gerät ebenfalls immer mehr aus den Fugen und in ihrem Umfeld passieren seltsame Dinge, die Bully annehmen lassen, dass auch sie in Gefahr schwebt.

Meine Meinung:
Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Bully und Lotte. Dadurch bekommt man einen guten Einblick in deren Sichtweisen, Gedanken und über das, was in ihnen vorgeht. So lernen wir nicht nur Bully und Lotte gut kennen, sondern durch sie auch die menschlichen und tierischen Bewohner im Haus.

Ich habe Bully sofort ins Herz geschlossen. Manchmal erscheint er etwas unbeholfen und man merkt, dass er nicht unbedingt der mutige Hund ist, für den er gehalten wird. Dennoch hat er ein gutes und treues Herz, versucht so gut er kann zu ermitteln und einen Plan zu schmieden, wie er den Mörder fassen kann.
Lotte ist eine hilfsbereite, gutherzige Frau, die wirklich allen, ob Mensch oder Tier, helfen will. Manchmal kam sie mir etwas zu leichtgläubig vor, denn sie möchte nur das Gute sehen, was dazu führt, dass sie manipuliert wird, ohne es zu merken.
Besonders ans Herz gewachsen ist mir noch die Siamkatze Frau Yoko, die sich mit Bully immer wieder Wortgefechte liefert. Ich habe aber schnell gemerkt, dass sie Bully im Grunde mag, es aber gerade vor ihm nicht zugeben will.

Die Autorin schafft es, die Menschen und Tiere so zu beschreiben, dass ich sie bildlich vor Augen hatte. Dazu hat jeder menschliche und tierische Bewohner des Hauses seinen eigenen Charakter und seine Eigenheiten, die ihn einzigartig machen.
Gerade durch einige unerwarteter Wendungen bliebt die Geschichte zu jeder Zeit spannend. Zwischendurch habe ich aber auch gerade wegen der Wortgefechte, die sich Bully und Frau Yoko liefern, immer wieder schmunzeln müssen.

Fazit:
Eine spannende Geschichte mit tierischen Ermittlern, die alle Pfoten voll zu tun haben, den Mörder von Timo zu finden und das Unheil von Lotte abzuwenden. In der es aber auch um den Zusammenhalt, Freundschaft und Vertrauen geht und darum, dass der erste Eindruck, den man von jemandem hat, nicht immer der Richtige ist.

Veröffentlicht am 18.11.2019

Zwei Liebesgeschichten, die sich so sehr ähneln

Das Erbe von Pollard Creek
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Zum Inhalt:
Nachdem ihre Tante Christa gestorben ist, kehrt Ellie nach Pollard Creek zurück. Beim Anblick der Ranch ihrer Tante beschleichen sie nicht nur wunderbare Erinnerungen, sondern auch Wehmut. ...

Zum Inhalt:
Nachdem ihre Tante Christa gestorben ist, kehrt Ellie nach Pollard Creek zurück. Beim Anblick der Ranch ihrer Tante beschleichen sie nicht nur wunderbare Erinnerungen, sondern auch Wehmut. Schließlich fand sie hier nicht nur ein Zuhause, sondern auch die erste große Liebe. So wundert es nicht, dass Ellie am liebsten alles schnellstmöglich über die Bühne bringen will, um wieder zurück nach Frankfurt zu fliegen. Doch beim Durchforsten der Ranch stößt Ellie auf geheime Liebesbriefe ihrer Tante und sie beschließt, den Verfasser dieser ausfindig zu machen.

Meine Meinung:
Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Ellie, wodurch wir Leser ihre widerstreitenden Gefühle, die sie mit Pollard Creek verbindet, nachempfinden können. Zum einen merkt man, wie gut ihr der Ort und seine Bewohner tun. Für sie hat es etwas von nach Hause kommen, finde ich. Auf der anderen Seite rühren diese Gefühle aber auch etwas tief in ihr, das sie unsicher und wehmütig stimmt. Besonders die Begegnung mit ihrer ersten großen Liebe Sean stürzt sie in ein Gefühlschaos. Ich habe mit Ellie mitgefiebert, mitgelitten und mitgelacht, als sie sich immer wieder wegen der geheimen Liebesbriefe eines gewissen M mit Sean trifft. Und auch wenn ich ehrlich gesagt schon ziemlich früh eine Vermutung hatte, wer der Verfasser der Liebesbriefe sein könnte, habe ich bis zum Schluss mit Ellie und Sean mitgerätselt, bin mit ihnen auf Spurensuche gegangen und war gefrustet, als sie nicht weiterkamen.

Ich habe Ellie und Sean sofort gemocht. Ellie ist eine liebenswerte, bodenständige Person, die mir aber auch irgendwie leicht verloren erschien. Sean ist ein herzensguter, hilfsbereiter Mensch, der versucht das Richtige zu tun. Beide sind in all den Jahren, in denen sie keinen Kontakt hatten, nicht nur erwachsen geworden, sondern haben sich ein Leben aufgebaut. Was diese Geschichte zu mehr als nur einer einfachen Liebesgeschichte macht. Viel mehr lässt sie einen darüber nachdenken, was wirklich wichtig im Leben ist und ob man seine Zeit wirklich sinnvoll nutzt.

Fazit:
Eine wunderbare Geschichte, bei der die Seiten nur so dahinflogen, da man zum einen unbedingt wissen möchte, wer hinter M aus den geheimen Liebesbriefen von Ellies Tante Christa steckt. Zum anderen, weil man mit Ellie und Sean mitfiebert und leidet, da man genau merkt, was die beiden nach all der Zeit noch füreinander empfinden. Ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.

Veröffentlicht am 15.11.2019

Die tierfreundliche Pension muss gerettet werden

Schwein gehabt, sagt die Liebe
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Zum Inhalt:
Nicole reist nach Spiekeroog um die tierfreundliche Pension der verstorbenen Martha zu retten. Denn Martha war mehr als nur eine gute Freundin. Vielmehr war sie eine Art Mutter für Nicole. ...

Zum Inhalt:
Nicole reist nach Spiekeroog um die tierfreundliche Pension der verstorbenen Martha zu retten. Denn Martha war mehr als nur eine gute Freundin. Vielmehr war sie eine Art Mutter für Nicole. Doch in der Pension angekommen, erfährt sie, dass Martha einen Sohn hat und dieser hat bereits in der Pension eingecheckt. Nur wer ist er? Nicole beschließt dem zusammen mit Susanne und Chloe, die in der Pension arbeiten, auf den Grund zu gehen. Denn wer weiß, ob der Erbe die Pension weiterführen will und diese muss unbedingt bestehen bleiben, da sind sich alle drei Frauen einig. Wird es ihnen gelingen, Marthas Pension zu retten?

Meine Meinung:
Erzählt wird die Geschichte aus Nicoles Sicht. So bekommen wir einen guten Eindruck von ihrem Charakter, ihren Gedanken und Gefühlen sowie ihrer Art. Denn Nicole ist eine ziemlich chaotische Frau, die sagt, was sie denkt, aber das Herz am rechten Fleck hat. Vor allem liebt sie Tiere über alles. So wundert es nicht, dass sie sich mit Herzblut um die menschlichen und tierischen Gäste kümmert und um den Erhalt der Pension. Nicoles Art kann man mögen oder nicht, denn sie reißt gern mal einen Spruch, der ihre Mitmenschen verwirrt zurücklässt, weil sie nicht wissen, ob sie das Gesagte ernst meint oder nicht. Gerade dies macht aber ein stückweit ihren Charakter aus und ich fand ihre Art sehr erfrischend. Zumal ihre Sprüche mich immer wieder zum Lachen gebracht haben.

Unterstützt wird Nicole beim Betreiben der Pension von Susanne und Chloe. Beide Frauen haben ebenfalls ihre Eigenheiten, Ecken und Kanten, die sie ausmachen. Was mir besonders gefallen hat, selbst Ludwig, Nicoles Hund, und seine Freundin, die Schweinedame Lilly, sind kleine eigenständige Persönlichkeiten, die ebenfalls ihre individuellen Charakterzüge haben. Dabei wirken sie aber keinesfalls vermenschlicht.

Leider muss ich sagen, dass ich mit Benedikt bis zum Schluss nicht wirklich warm geworden bin. Denn gerade seine Reaktionen konnte ich oft nicht nachvollziehen. In einem Moment ist noch alles gut und im nächsten scheint sich seine Stimmung mal eben um 180 Grad zu drehen. Er scheint mir jemand zu sein, der eigentlich nur arbeitet, sich im Grunde fast nicht um sein Tier kümmert und sehr verlässig erschien er mir auch nicht.

Fazit:
Eine Geschichte über drei Frauen, die versuchen die tierfreundliche Pension von Martha vor dem Verkauf zu bewahren. Ich habe alle drei Frauen, so unterschiedliche sie auch sind, direkt ins Herz geschlossen und ihnen gerade deswegen bis zum Schluss die Daumen gedrückt, dass sie die Pension retten können. Die Seiten folgen dabei nur so dahin und ich denke, es wird für mich nicht das letzte Buch der Autorin sein.