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Scalymausi

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.11.2019

Toller Auftakt

Cyberworld 1.0: Mind Ripper
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Kurzbeschreibung (Quelle: Amazon):
London 2038: Das Cybernetz ist der größte Freizeitspaß, besonders unter Jugendlichen. Egal, ob man als Avatar in sozialen Netzwerken neue Leute treffen oder in interaktiven ...

Kurzbeschreibung (Quelle: Amazon):
London 2038: Das Cybernetz ist der größte Freizeitspaß, besonders unter Jugendlichen. Egal, ob man als Avatar in sozialen Netzwerken neue Leute treffen oder in interaktiven Rollenspielen virtuelle Abenteuer erleben möchte, die schöne neue Technikwelt bietet Unterhaltung für jeden Geschmack. Auch Jemma, Jamie und Zack verbringen dort jede Menge Zeit mit ihren Freunden.
Doch plötzlich fallen drei Jungen während ihres Aufenthalts in der virtuellen Welt ins Koma. Ihre Körper sind unversehrt, doch ihr Bewusstsein ist in der CyberWorld verschwunden. Wer oder was steckt dahinter?


Meine Meinung:
Auf diese Geschichte war ich sehr neugierig, da sich in unserer Zeit das Internet immer mehr weiterentwickelt und mehr Raum in unserem Leben einnimmt, als noch in meiner Jugend. Mir hat es wirklich gefallen, wie die Autorin die Entwicklungen hier beschrieben hat und was sie sich da alles ausgedacht hat. Auch der Schreibstil hat mir gut gefallen, das Buch konnte man so ganz locker weglesen.

Schon am Anfang wird man direkt in die Geschichte geworfen. Es beginnt gleich spannend während einem Kampf der Protagonisten in einem CyberGame. Mir haben diese Teile der ganzen Geschichte immer besonders gefallen, da ich selbst auch mal gerne Fantasy-Rollenspiele zocke.

Aber auch außerhalb des Cybernetzes wurde es nicht langweilig. Jemma, Jamie und Zack sind sympathische Protagonisten. Besonders die Zwillinge Jemma und Jamie mochte ich gerne. Beide haben auch schon einige Schicksalsschläge hinter sich, die sie jeweils auf ihre Weise verarbeiten. Zack ist ein guter Freund von Jemma und der Freund von Jamie. Ich fand es auch schön, dass man hier nicht nur die übliche Junge-Mädchen-Liebesromanze, sondern auch ein homosexuelles Paar eingebaut hat.

Dazu gesellen sich dann noch Will und Ned. Durch diese kommen die Drei in den Genuß ein neues Rollenspiel im Cybernetz spielen zu können. Von den beiden erfährt man eher wenig und nur das, was man für die Geschichte braucht.

Das Ende kam dann doch etwas zu schnell. Die eigentliche Story war zwar abgeschlossen, aber ich habe einfach noch ein bisschen mehr erwartet. Außerdem haben sich manche Auseinandersetzungen im Laufe der Geschichte ein wenig gezogen, sodass ich da mit den Augen rollen musste und mir dachte: „So schlimm war das jetzt auch nicht. Komm mal wieder runter“.

Fazit:
Eine tolle Geschichte, die mir viel Spaß gemacht hat. Manchmal habe ich mir auch gewünscht, dass es hier bei uns auch solche interaktiven CyberGames gibt, da das bestimmt jede Menge Spaß machen würde. Auch wenn es natürlich auch jede Menge Nebenwirkungen haben kann. Ich freue mich schon auf den nächsten Teil und gebe 4 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 16.11.2019

Ein skuriller und besonderer Horrorroman

Hex
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Kurzbeschreibung (Quelle: Amazon):
Black Spring ist ein beschauliches Städtchen im idyllischen Hudson Valley. Hier gibt es Wälder, hier gibt es Natur - und hier gibt es Katherine, eine dreihundert Jahre ...

Kurzbeschreibung (Quelle: Amazon):
Black Spring ist ein beschauliches Städtchen im idyllischen Hudson Valley. Hier gibt es Wälder, hier gibt es Natur - und hier gibt es Katherine, eine dreihundert Jahre alte Hexe, die den Bewohnern von Black Spring gelegentlich einen kleinen Schrecken einjagt. Dass niemand je von Katherine erfahren darf, das ist dem Stadtrat von Black Spring schon lange klar, deshalb gelten hier strenge Regeln: kein Internet, kein Besuch von außerhalb oder Katherines Fluch wird sie alle treffen. Als die Teenager des Ortes jedoch eines Tages genug von den ständigen Einschränkungen haben und ein Video der Hexe posten, bricht in Black Spring im wahrsten Sinne des Wortes die Hölle los ...


Meine Meinung
Am Anfang hatte ich ein wenig Startschwierigkeiten. Ich habe unglaublich lange gebraucht um ein Kapitel zu lesen, was bei mir eigentlich eher unüblich ist. So hat sich der Anfang für mich etwas zäh angefühlt. Jedoch muss ich sagen, dass mir der Schreibstil trotzdem gut gefallen hat, er ist halt nur nicht so locker und leicht gewesen, wie es bei anderen Büchern ist.

Jedoch schafft es der Autor dem Leser eine besondere Atmosphäre zu vermitteln. Die Geschichte war zwar schon an der ein oder anderen Stelle blutig und auch gruselig, doch nicht so, wie man es von anderen Horrorromanen kennt. Es war mehr ein unterschwelliger Horror, der mehr auf die Psyche der Charaktere betrifft. Ich fand es ging schon eher in die Richtung, wie Stephen King schreibt. Zwar wurden die Charaktere nicht so ausführlich wie bei ihm beschrieben, aber trotzdem wurde darauf doch einige Zeit in Anspruch genommen. Besonders die Familie Grant, die Familie Holst und die Hexe sind hier die am ausführlichsten benannten Protagonisten.

Die Handlung ging also eher langsam los und man kommt immer wieder in schockierende Situationen. Ich habe mir so oft an den Kopf gelangt und mir gedacht: „Wie doof seid ihr eigentlich!“ oder „Warum tut ihr das?“. Gut gelungen fand ich besonders, wie die Hexe in das Alltagsleben der Einwohner integriert worden ist, so etwas habe ich vorher noch nicht gelesen. Auch gab es immer wieder Wendungen, die ich einfach nicht erwartet habe. Bis zum Ende hin, hatte ich keine Ahnung in welche Richtung diese Geschichte laufen wird und wie das ganze ausgeht. Jedoch muss ich auch gestehen, dass mir das Ende dann ein bisschen zu viel war. Ich fand es gut und habe mir auch so etwas in der Art erhofft, aber an manchen Stellen war der ganze Showdown dann doch etwas drüber.


Fazit:
Auch wenn der Schreibstil anfangs noch etwas gewöhnungsbedürftig war und ich das Ende als ein bisschen zu viel des Guten empfand, konnte mich die Geschichte doch mit seinen schockierenden Momenten und seinen unvorhersehbaren Wendungen begeistern. So blutig und gruselig wie ich es mir vorgestellt habe, war es zwar nicht, aber wie die Hexe in die ganze Geschichte integriert worden ist war wirklich großartig. Mich als „alten Horror-Fan“ noch richtig gruseln zu können ist aber auch wirklich schwer, deswegen vergebe ich 4 Sterne.

Veröffentlicht am 03.11.2019

Unterwasserabenteuer für jung und alt

Rulantica (Bd. 1)
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Inhalt:
Das Meermädchen Aquina lebt in der Unterwasserwelt Rulantica. Dort fühlt sie sich eigentlich wohl, doch sie merkt auch, dass sie anders ist als die anderen. Als sie dann erfährt, dass sie einen ...



Inhalt:
Das Meermädchen Aquina lebt in der Unterwasserwelt Rulantica. Dort fühlt sie sich eigentlich wohl, doch sie merkt auch, dass sie anders ist als die anderen. Als sie dann erfährt, dass sie einen Zwillingsbruder in der Menschenwelt hat, der nun in großer Gefahr schwebt. Sofort macht sie sich auf die Suche nach ihm und muss sich einigen Widrigkeiten stellen. Doch das ist noch nicht alles, eine Prophezeiung sagt den Untergang von Rulantica voraus und die Auslöser sollen die beiden Geschwister sein. Kann Rulantica gerettet werden oder werden die beiden für den Untergang von Rulantica verantwortlich werden?


Meine Meinung:
Ich liebe Geschichten über Meermenschen. Seit Arielle bin ich ein großer Fan davon. Schon das Cover hat mich einfach umgehauen und auch die Illustrationen im inneren des Buches sind einfach wundervoll gestaltet. Außerdem passen sie zu den Geschenissen.

Am Anfang tat ich mir etwas schwer in die Geschichte reinzukommen. Es gab sehr viele Charaktere und ich musste erst immer wieder überlegen, wer nun wer ist. Doch nach einiger Zeit wurde es besser und nachdem Aquina zu ihrem Abenteuer aufgebrochen ist, wurde die Geschichte zunehmend spannender.

Größtenteils wurde die Geschichte aus Aquinas Sicht erzählt, doch es gab auch ein paar Kapitel aus der Sicht ihres Zwillingsbruders Mats. Auch die Orte und die gesamte Unterwasserwelt wurden sehr detailliert beschrieben.

Der Schreibstil der Autorin war angenehm leicht und für Kinder bestens geeignet. Doch auch Erwachsene können durchaus Gefallen an dieser Geschichte finden. Trotz des leichten Schreibstils bin ich nicht so schnell vorangekommen, wie es bei mir üblich ist. Das lag aber nicht daran, dass mir etwas nicht gefallen hat, sondern daran, dass ich mir die Illustrationen näher angeschaut und bestaunt habe. Das hat mich dann immer etwas aus dem Lesefluss gebracht, aber nicht gestört. Die Bilder waren einfach so wundervoll.


Fazit:
Eine schöne Unterwassergeschichte für jung und alt. Sympathische Charakter und auch süße, monströse und besondere Tierwesen. Auch wenn mich das Buch nicht hundertprozentig überzeugen konnte, kann ich es trotzdem wärmstens empfehlen und vergebe 4 Sterne.

Veröffentlicht am 14.10.2019

Was Tollwut anrichten kann

Cujo
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Klappentext:
Der Bernhardiner Cujo ist der Liebling von ganz Castle Rock, einer verträumten amerikanischen Kleinstadt. Eines Tages wird er von einer Fledermaus mit einem teuflischen Virus infiziert. Die ...

Klappentext:
Der Bernhardiner Cujo ist der Liebling von ganz Castle Rock, einer verträumten amerikanischen Kleinstadt. Eines Tages wird er von einer Fledermaus mit einem teuflischen Virus infiziert. Die Idylle verwandelt sich fortan in eine wahre Hölle, die von einem vierbeinigen, mordgierigen Monster beherrscht wird...


Inhalt:
Cujo ist der Bernhardiner der Familie Camber. Eines Tages jagt er einem Kaninchen hinterher, dass sich in einer Höhle versteckt. Dort wird er von einer Fledermaus gebissen und mit Tollwut infiziert. Währenddessen beschließt Charity Camber mit ihrem Sohn Brett zu verreisen und ihr Mann Joe bleibt zu Hause. Bevor sie losfuhren, erzählte Bretts einer Mutter, dass Cujo sehr krank aussah, als er ihn das letzte Mal sah. Doch diese nahm seine Sorge nicht ernst.
Auch bei der Familie Trenton spielt das Schicksal hier eine entscheidende Rolle. Der Vater Vic muss zu einer wichtigen Besprechung nach Boston fliegen. Seine Frau Donna und sein Sohn Tad bleiben allein zurück. Aufgrund einiger Ereignisse vergisst Vic den kaputten Wagen seiner Frau von Joe Camber reparieren zu lassen, sodass diese mit ihrem Sohn Tad selbst dorthin fahren muss.
Doch dort lauert schon Cujo, dessen Zustand sich immer mehr und mehr verschlechtert...


Meine Meinung:
Im ersten Drittel werden die verschiedenen Charaktere detailliert vorgestellt, wie man es von Stephen King gewohnt ist. Eigentlich mag ich seinen ausschweifenden Erzählstil, doch der Handlungsstrang von Vic und seinem Partner Roger fand ich etwas zäh. Ich finde man hätte die Krise der Firma und die Geschehnisse in Boston doch etwas kürzer fassen können, da diese für den Verlauf der Geschichte nicht wahnsinnig relevant waren.

Jedoch spätestens ab der Hälfte des Buches wurde es spannend. Ich konnte es kaum aus der Hand legen. Die Situation in die Donna und ihr kleiner Sohn Tad geraten sind, hat mich total mitfiebern lassen. Es war einfach mitreißend, spannend und hat mir eine Gänsehaut beschert. Während die beiden sich auf Joe Cambers Grundstück befinden, bekommt er Leser zwischendrin immer wieder Einblicke in andere Szenen die mit dem Schicksal von Donna und Tad ganz eng verwoben sind.

Stephen King hat es hier wieder geschafft mich an das Buch zu fesseln, auch wenn es doch teilweise ein paar Längen gab. Ich bin jedes Mal wieder erstaunt, wie er den Horror auf ganz alltägliche Sachen projezieren kann. Hier den eigentlich liebenswürdigen Bernhardiner Cujo, der eigentlich keiner Fliege etwas zu Leide tun könnte.

Diese Geschichte sollte jeden Hundebesitzer darüber klar werden lassen, wie wichtig es doch ist sein Tier impfen zu lassen. Es ist wirklich erschreckend zu sehen, was die Tollwut eines einzigen Hundes anrichten könnte.


Fazit:
Cujo ist ein spannender und fesselnder Roman, der mich auch sehr mitgenommen hat. Auch wenn die Geschichten an einigen Stellen doch etwas zäh war und ihre Längen hatte, gab es doch hauptsächlich die Momente, in denen ich einfach nur mit den Charakteren mitgefiebert habe. Ich vergebe 4 Sterne und kann das Buch nur weiterempfehlen.

Veröffentlicht am 12.10.2019

Schöne Meerjungfrauengeschichte mit kleinen Schwächen

Stranded - Im Bann des Sees
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Inhalt:
Mellie lebt in der Unterwasserstadt Astria. Nach dem großen Krieg ist der Schutz vor den Landbewohnern das Wichtigste. Deswegen wurden Schutzanker um den ganzen See vergraben und mit einem Schutzzauber ...

Inhalt:
Mellie lebt in der Unterwasserstadt Astria. Nach dem großen Krieg ist der Schutz vor den Landbewohnern das Wichtigste. Deswegen wurden Schutzanker um den ganzen See vergraben und mit einem Schutzzauber versehen, der die diesen vor den Augen der Landbewohner schützen soll. Mellie und ihr Freund und Partner Rynn sind Wandler, d. h. sie tauschen an Land ihren Fischschwanz gegen Beine ein. Aufgrund ihrer Gabe sind sie dazu auserwählt die Schutzanker an Land zu beschützen. Doch es gibt eine wichtige Regel: „Bleibe nie nach Sonnenuntergang an Land zurück“! Doch genau das passiert Mellie und sie strandet an Land. Dort findet sie Zuflucht bei Caleb, einem Menschen, der doch ihr größter Feind ist. Doch ihr bleibt nichts anderes übrig, da nachts noch mehr Gefahren in der Dunkelheit lauern und Caleb besitzt eine sichere Hütte. Doch Mellie fragt sich, wie sie wieder nach Hause kommen soll und ob sie Caleb wirklich vertrauen kann?


Meine Meinung:
Ich bin ein großer Fan von Meerjungfrauen. In meiner Kindheit hat mich Arielle total begeistert. Da kam ich nicht drum herum dieses Buch zu lesen.

Am Anfang musste ich erst einmal in die Geschichte finden. Es war die Rede von Natürlichen, Wandlern, dem Korps etc. Das hat sich alles für mich erst einmal nach viel Information angehört und die Erklärungen kamen aber erst nach und nach. Die Unterwasserwelt hätte meiner Ansicht nach auch noch etwas genauer beschrieben sein können. Ich konnte mir die Welt nicht ganz so gut vorstellen.

Jedoch im Laufe der Geschichte, spätestens als Mellie gestrandet ist, wurde es richtig interessant. Die Handlung beginnt richtig spannend zu werden und es tauchen auch weitere Charaktere auf und es werden einige Intrigen und Lügen aufgedeckt. Das Verhalten von Mellie hat mich ab und zu ein wenig gestört und ich konnte ihre Handlungsweise nicht richtig nachvollziehen, obwohl man auch Bedenken muss, dass in ihrer Vergangenheit einiges passiert ist, was sie sehr verletzt hat und was ihr zu Hause in Astria immer wieder vor Augen geführt wurde.

Rynn ist ihr bester Freund und Partner. Er ist gutaussehend und ein richtiger Weiberheld, der ständig eine andere Freundin hat. Jedoch ist er seinen richtigen Freunden stets loyal. Trotzdem hatte ich irgendwie ein komisches Gefühl, was Rynn angeht.

Caleb ist ein normaler Mensch, der im Wald nahe des Sees mit seinem Hund Sammie in einer einsamen Hütte lebt. Er ist auch der, der die gestrandete Mellie gefunden hat. Ich fand ihn von Anfang an sympathisch. Er ist ein Horrorfilm-Liebhaber, genau wie ich selbst auch. Auch sein Verhalten Mellie gegenüber fand ich total nett. Außerdem haben mir die Dialoge der beiden wirklich gut gefallen, v. a. die Gedanken von Mellie haben mich dabei oft zum Schmunzeln gebracht.

Das Ende hat mir wirklich gut gefallen, auch wenn ich so manches vorhersehbar fand. Aber das hat trotzdem nicht gestört. Die Autorin hat einen wirklich fesselnden Schreibstil, sodass man einfach kaum aufhören kann zu lesen. Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Teil, der im Frühjahr 2020 erscheinen wird.

Fazit:
Eine wirklich tolle Geschichte mit interessanten Charakteren. Die Handlung ist anfangs noch zäh, kommt nach und nach aber in Fahrt. Das Ende war zwar doch ein bisschen vorhersehbar, das mindert aber durchaus nicht die Lust auf den nächsten Band. Ich kann dieses Buch wärmstens empfehlen, auch wenn es ein paar kleiner Schwächen hat und vergebe 4 Sterne.