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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.11.2019

Viele Ideen nicht ganz ausgeschöpft

True - Wenn ich mich verliere
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Romane aus dem Bereich &34;New Adult&34; gibt es mittlerweile so häufig wie Sand am Meer, von daher ist es inzwischen eine Kunst, die wirklich guten Bücher dabei herauszupicken. Bei &34;Wenn ich mich verliere&34; ...

Romane aus dem Bereich &

34;New Adult&

34; gibt es mittlerweile so häufig wie Sand am Meer, von daher ist es inzwischen eine Kunst, die wirklich guten Bücher dabei herauszupicken. Bei &

34;Wenn ich mich verliere&

34; war ich eigentlich guter Dinge, jedoch wurde ich am Ende doch ein wenig enttäuscht. Ein Flop war der Roman mit Sicherheit nicht, aber leider konnten meine Erwartungen dennoch nicht ganz erfüllt werden.

Erin McCarthy konnte mich mit ihrem Schreibstil nicht immer überzeugen. Der Anfang war noch sehr vielversprechend, Figuren wurden gut beschrieben, aber dennoch wirkten sie auf mich immer ein wenig unfertig, als wären der Autorin mittendrin die Ideen ausgegangen, wie sie ihre Figuren am besten präsentieren könnte. Auch sonst wurde mit der Zeit einiges viel zu ausschweifend erklärt, sodass ich stellenweise immer mehr das Interesse an der Geschichte verloren habe. Das Buch ist sicherlich nicht schlecht, allerdings wäre es auch locker mit 20-30 Seiten weniger ausgekommen, was eigentlich schade ist, denn die Geschichte besitzt gerade einmal knapp dreihundert Seiten. Wirklich gelungen fand ich aber die Dialoge, die oftmals recht spritzig, aber auch charmant waren.

Mit Rory und Tyler lernt man zwei Figuren kennen, die ich zwar stellenweise wirklich interessant fand, mit denen ich jedoch nie ganz warm wurde. Rory fand ich eigentlich ganz sympathisch, jedoch hat sie mich mit ihrer teilweise doch sehr naiven Art manchmal ganz schön nerven können. Sie ist eine sehr ruhige Person, der nur wenige andere Menschen an sich ranlässt und sich stark auf ihr Studium konzentriert. Da haben Männer keinen Platz in ihrem Leben und somit sorgen ihre Freundinnen Jessica und Kylie dafür, dass sie mit Tyler einen ganz besondern Mann kennen lernt. Der soll sich darum kümmern, dass Rory ihre Jungfräulichkeit verliert und somit wird er von ihren Freundinnen damit beauftragt, sie zu verführen. Und hier beginnt der Punkt, an dem ich Rory nicht mehr so wirklich verstehen konnte. Obwohl ihre Freundinnen so eine respektlose Aktion getan haben, ist dies für sie vollkommen in Ordnung und somit verzeiht sie ihnen ihre Tat sofort, ohne mit der Wimper zu zucken. Dies finde ich stellenweise dann doch ein wirklich unglaubwürdig, denn möchte wirklich jemand, dass man sich so dermaßen in das eigene Liebesleben einmischt?!

Während Rory also eine sehr schüchterne und vorsichtige Person ist, hat man mit Tyler das genaue Gegenteil versucht. So soll er auf den Leser mit seinen Tattoos und Piercings wie ein typischer Bad Boy wirken, allerdings hat dies für mich so gar nicht funktioniert, da man viel zu schnell bemerkt, dass er auch schon vieles im Leben durchmachen musste. Dazu wurde er mir viel zu klischeehaft beschrieben, was schade ist, denn das hätte man bei ihm überhaupt nicht nötig gehabt. Auch Rorys Freundinnen Jessica und Kylie werden ausführlich beschrieben, jedoch fand ich die beiden oftmals recht unsympathisch, sodass ich nur wenig mit ihnen anfangen konnte.

Die Liebesgeschichte, die sich langsam zwischen Rory und Tyler entwickelt, fand ich stellenweise wirklich nett, stellenweise aber auch recht anstrengend. Beide Figuren haben sicherlich nicht allzu häufig auf der Sonnenseite des Lebens gestanden und sind dadurch vorsichtiger als andere Menschen, was ich durchaus nachvollziehen konnte, jedoch hätte man dies ein wenig anders rüber bringen können, als es die Autorin getan hat. Stattdessen wurde sich lieber an sehr vielen Klischees bedient, die alles andere als nötig waren. Von daher wirkte die Geschichte stellenweise doch sehr austauschbar und vorhersehbar, was ich sehr schade finde, denn Potential war definitiv vorhanden, es wurde nur einfach zu wenig genutzt.

Wirklich schön ist dagegen das Cover. Die Sinnlichkeit, die hier von beiden Models ausgestrahlt wird, ist deutlich spürbar und auch sonst wirkt hier alles stimmig. Die Kurzbeschreibung ist ebenfalls gelungen und verrät dabei nicht zu viel.

Insgesamt ist &

34;Wenn ich mich verliere&

34; zwar eine nette Geschichte, jedoch konnte mich diese nicht so in den Bann ziehen, wie ich es im Vorfeld erhofft habe. Die Figuren wirkten unfertig und somit konnte ich mit ihnen leider nicht warm werden. Auch sonst kam mir die Geschichte oftmals viel zu klischeehaft vor, dass ich das Buch als nett, aber nicht als absoluten Kracher bezeichnen würde. Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich auch den zweiten Band lesen möchte.

Veröffentlicht am 30.11.2019

Nett für zwischendurch

Ghostdater
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"Ghostdater"; ist der neueste Roman von Sebastian Schnoy. Hierbei geht es um David und Matthias, die bereits seit Jahren die besten Freunde sind und sich eine gemeinsame Wohnung teilen. Obwohl die beiden ...

"Ghostdater"; ist der neueste Roman von Sebastian Schnoy. Hierbei geht es um David und Matthias, die bereits seit Jahren die besten Freunde sind und sich eine gemeinsame Wohnung teilen. Obwohl die beiden Männer relativ unterschiedlich sind, haben sie jedoch eine Gemeinsamkeit: Sie sind Single und nicht unbedingt beliebt bei den Frauen.

Um diesen Umstand zu ändern, meldet sich Matthias bei einer Partnerbörse an und veröffentlicht dort ein Foto von einem anderen Mann, um bessere Chancen zu haben. Dies funktioniert auch und somit bekommt er einige Nachrichten, um die sich jedoch David kümmern soll. Dieser soll die Frauen kennen lernen und ggfls. aussortieren. Dabei bleibt er jedoch an Lisa hängen, die ihm spontan gefällt. Sie schreiben und lernen sich besser kennen - jedoch immer mit dem Wissen im Hinterkopf, dass Lisa sich eigentlich für Matthias, bzw. den Surfer auf dem Foto interessiert...

Die Geschichte wird lockerflockig erzählt, manchmal recht witzig, manchmal eine Spur drüber, aber dies ja wie immer Geschmacksache. Ich mochte die lockere Art von Sebastian Schnoy und auch die Art, wie er die Figuren gestaltet hat. Diese sind vielseitig, manchmal etwas skurril, aber dennoch liebenswürdig. Dennoch war "Ghostdater" für mich eher ein Zweitbuch, welches ich ganz nett fand, mich jedoch nie ganz für sich gewinnen konnte, sodass ich das Buch mehrfach aus den Händen gelegt habe.

Es ist nett, es ist unterhaltsam, aber mehr auch nicht. Dennoch: Wer den Humor von Sebastian Schnoy mag, sollte auch dieses Buch lesen.

Veröffentlicht am 30.11.2019

Geht so.

Bis wir uns wiedersehen
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Da mich die Kurzbeschreibung und das wunderschöne Cover direkt angesprochen haben, waren meine Erwartungen an das Buch sehr hoch, doch leider wollte der Funke insgesamt bei mir leider nicht übergehen. ...

Da mich die Kurzbeschreibung und das wunderschöne Cover direkt angesprochen haben, waren meine Erwartungen an das Buch sehr hoch, doch leider wollte der Funke insgesamt bei mir leider nicht übergehen. Die Geschichte ist wirklich nett, aber nett reichte in diesem Fall für mich leider nicht aus. Die Geschichte hat jede Menge Potential, die Figuren sind interessant und stellenweise auch sympathisch, aber leider hat mir am Ende dann doch das gewisse Etwas gefehlt.

Besonders frustrierend war für mich der Schreibstil, der für mich leider so gar nicht funktionieren wollte. Normalerweise mag ich Geschichten, die aus der Ich-Perspektive erzählt werden sehr, doch hier hat es für mich nicht funktioniert. Die Gedanken und Gefühle wurden für mich zu ausführlich beschrieben, sodass die Geschichte stellenweise wirklich anstrengend zu lesen war. Die Thematik ist wie gesagt recht interessant, aber ich hatte immer wieder das Gefühl, als könnte ich mich nicht auf die Geschichte einlassen, was ich dann doch sehr schade finde.

Von daher ist die Geschichte zwar nett, aber mehr auch nicht. Schade!

Veröffentlicht am 29.11.2019

Der Autor kann es besser

Aufbruch
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Als ich gehört habe, dass Dan Wells ein Jugendbuch schreibt, habe ich mich zunächst gefreut, denn ich fand seine "John Cleaver"-Trilogie richtig gut, als ich jedoch erfahren habe, dass sich sein Jugendbuch ...

Als ich gehört habe, dass Dan Wells ein Jugendbuch schreibt, habe ich mich zunächst gefreut, denn ich fand seine "John Cleaver"-Trilogie richtig gut, als ich jedoch erfahren habe, dass sich sein Jugendbuch als Dystopie entpuppt, war ich dann doch etwas skeptisch, denn bislang konnte mich noch keine Dystopie so richtig überzeugen - und ich habe wirklich schon einige gelesen. Da ich dann aber doch neugierig wurde, habe ich mich an "Aufbruch" herangewagt. Das Buch ist gut, aber Dan Wells kann es eindeutig besser.

An sich ist die Thematik ganz nett, aber leider nicht unbedingt neu und somit wurde ich nicht so sehr überrascht, wie ich es mir im Vorfeld erhofft habe. Zwar ist die Geschichte an einigen Ecken unvorhersehbar, aber der ganz große Knaller blieb für mich aus. Die Charaktere sind ebenfalls ganz nett, aber eben nur nett. Sie waren mir leider nicht sympathisch genug, um sie ins Herz zu schließen und somit konnte ich auch nicht so mit ihnen mitfiebern, wie ich es mir gewünscht hätte. Alles wirkt auf mich ein bisschen zu gewollt, fast so, als würde Dan Wells einfach auf die Dystopien-Welle aufspringen wollen, dabei hat er dies überhaupt nicht nötig, denn er ist ein phantastischer Autor. Das soll nun nicht bedeuten, dass er das Buch komplett versemmelt hat, aber dennoch hat mir etwas gefehlt, was ich noch nicht einmal groß benennen kann.

Der Schreibstil ist ganz okay und der Autor beschreibt seine Charaktere und die Ortschaften sehr ausführlich. Obwohl alles recht detailliert beschrieben wurde, konnte mich die Geschichte leider nicht packen. Spannung ist zwar vorhanden, aber dennoch hat mir die typische Gänsehaut, die ich sonst bei Dan Wells habe, sehr gefehlt und somit plätscherte die Geschichte nur so vor sich hin.

Mit Kira lernt man eine Protagonistin kennen, die ich bis zum Schluss nicht einschätzen konnte. Zwar finde ich sie relativ interessant, aber ich hatte nicht wirklich das Gefühl, dass ich sie im Laufe der Geschichte kennengelernt hätte. Sie ist mutig und stellt sich den Gefahren des Landes entgegen was sie mutig und entschlossen erscheinen lässt. Ihr Ehrgeiz, den Virus zu bekämpfen, ist beispielhaft und wirkt alles andere als gestellt, aber dennoch fehlte mir etwas, um sie tatsächlich ins Herz schließen zu können. Sie wirkt fast schon zu aalglatt, zu perfekt - die wirklichen Ecken und Kanten, die einen Menschen ausmachen, haben mir dabei klar gefehlt.

Positiv zu bewerten ist die Tatsache, dass das Buch trotz der etwas schrägen Handlung sehr authentisch beschrieben wird. Da man mittlerweile weiß, wie schnell ein Virus entstehen und ausbrechen kann, finde ich die Darstellung des RM-Virus und die Ängste und Gedanken der Menschen dabei sehr nachvollziehbar und ich konnte auch die Entschlossenheit, etwas gegen den Virus zu finden, ebenfalls verstehen.

Die Covergestaltung gefällt mir ausgesprochen gut, auch wenn das Mädchen auf dem Cover keine Unbekannte ist und bereits mehrfach auf anderen Covern zu sehen war. Dennoch passt die Gestaltung gut zur Geschichte und auch die Farbgestaltung konnte mich überzeugen. Die Kurzbeschreibung liest sich ebenfalls gut und stimmig.

"Aufbruch" ist sicherlich ein guter Auftakt von "Partials", aber leider konnte mich der Band trotz einigermaßen interessanten Charakteren und einem netten Plot nur bedingt überzeugen. Durch "John Cleaver" und anderen Büchern bin ich einfach eine bessere Leistung des Autors gewohnt und ich hoffe, dass er im zweiten Band wieder zur alten Form findet.

Veröffentlicht am 29.11.2019

Geht so.

Daughter of Smoke and Bone
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"Zwischen den Welten" ist der Auftakt einer neuen Trilogie.
Nachdem sehr viele englische und deutsche Bücherblogs von diesem Buch geschwärmt haben, hat es mich schon sehr gereizt, dieses Buch zu lesen. ...

"Zwischen den Welten" ist der Auftakt einer neuen Trilogie.
Nachdem sehr viele englische und deutsche Bücherblogs von diesem Buch geschwärmt haben, hat es mich schon sehr gereizt, dieses Buch zu lesen. Doch schnell kam bei mir die Ernüchterung, denn es hat nur bedingt meinen Geschmack entsprochen. Zwar sind hier und da ein paar gute Ansätze vorhanden, allerdings war die Umsetzung mehr als dürftig.
Die Geschichte ist mit Sicherheit nicht uninteressant und strahlt eine teilweise düstere Atmosphäre aus, aber dennoch habe ich etwas anderes erwartet.

Der größte Kritikpunkt ist die Darstellung der Charaktere, mit denen ich leider gar nicht warm wurde. Sie wirken allesamt unnahbar und unnatürlich auf mich. Karou ist mit Sicherheit nicht unsympathisch. Sie ist intelligent, kann Situationen gut einschätzen und ist zeichnerisch sehr begabt, aber dennoch blieb sie für mich während der Geschichte gefühlskalt und zum Teil auch uninteressant. Ich konnte ihre Gefühle und Gedanken zwar in manchen Fällen verstehen, aber dennoch wirkte sie für mich durch die Kälte eher abschreckend. Ihre Ersatzfamilie, die unterschiedlicher und stellenweise auch gefährlicher nicht sein kann, ist da leider auch nicht besser. Sie wirken auf mich zwar aufgrund ihres Aussehens und ihrer Herkunft interessanter als Karou, aber dennoch konnten sie mich nicht dazu animieren, mehr über sie erfahren zu wollen. Auch der Engel Aktiva konnte mich nicht überzeugen, oftmals wirkte auch er zu kalt und zu aalglatt.

Die Liebesgeschichte ist ebenfalls ein Kritikpunkt, denn diese habe ich den Protagonisten nicht abgekauft. Vielmehr kam es mir so vor, als müsste man nun unbedingt noch eine Liebesgeschichte in dem Buch unterbringen. Es wirkte mir insgesamt zu gewollt und somit nicht authentisch genug. Vielleicht hätte ich die Liebesgeschichte den Charakteren mehr geglaubt, wenn sie insgesamt mit etwas mehr Herzenswärme aufgetreten wären.

Gut gefallen haben mir jedoch die vielen ausführlichen Beschreibungen bzgl. Prag, das Anderswo und anderen Städten. Vor allem Prag konnte ich mir sehr gut bildlich vorstellen. Allgemein hat sich Laini Taylor sehr viel Mühe gegeben, dass man sich als Leser nahezu alles bildlich vorstellen kann. Trotz der eher enttäuschenden Handlung hat mir der Schreibstil allerdings ganz gut gefallen. Die Geschichte war nicht langatmig und ich bin trotz allem durch die Seiten geflogen.

Einen weiteren Pluspunkt gibt es auch für die Covergestaltung, die direkt ins Auge sticht und mit seinen vielen Blautönen überzeugt. Auch die Kurzbeschreibung gefällt mir gut und macht neugierig, ohne zu viel zu verraten. Ohne diese wirklich gut geschriebene und geheimnisvolle Kurzbeschreibung hätte ich das Buch wohl erst gar nicht gelesen.

Insgesamt konnte mich der Auftakt der "Daughter of Smoke and Bone"-Reihe nicht ganz von sich überzeugen, da mir das Besondere gefehlt hat. Ich kann nur hoffen, dass sich vor allem die Charaktere in den Folgebänden weiterentwickeln werden. Ob ich den zweiten Band "Days of Blood and Starlight" allerdings noch lesen werde, bezweifel ich momentan doch sehr.