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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.12.2016

Durchhalten wird am Ende mehr als belohnt ...

Die Schwester
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Wie sollte es anders sein, der erste Gedanke geht beim Anlesen natürlich sofort an den Vermisstenfall um das britische Mädchen Madeleine Beth McCann, die im Jahr 2007 unter sehr ähnlichen Umständen aus ...

Wie sollte es anders sein, der erste Gedanke geht beim Anlesen natürlich sofort an den Vermisstenfall um das britische Mädchen Madeleine Beth McCann, die im Jahr 2007 unter sehr ähnlichen Umständen aus der Ferienwohnung ihrer Eltern verschwand. Anders als bei den McCann bricht bei den Shipleys die Ehe zwei Jahre später auseinander. Während Hunter sich schnell wieder fängt und bereits eine neue Beziehung hat, zerstört diese Entführung die Mutter Caroline nahezu und ist auch mit der verbliebenen Tochter Michelle hoffnungslos überfordert. Ich muss jedoch gestehen, dieser Medienwirbel, der spätestens alle fünf Jahre mal wieder hochkocht, muss schrecklich sein. Vor allem, dass man doch selbst immer wieder unter Verdacht steht, wir Menschen sind da ja einfach gnadenlos. Während sich die erste Buchhälfte mit den Rückblicken und der Gegenwartsbehandlung manchmal etwas zieht, nimmt das Buch besonders im letzten Drittel noch mal rasant an Fahrt auf. Ich fand die letzten hundert Seiten so spannend und mitreißend, dass ich nicht ansprechbar war ;) Seit den frühen 70er Jahren schreibt Joy Fielding fesselnde Romane und hat mich mit diesem hier fast 100% überzeugt.

Veröffentlicht am 05.12.2016

Nicht ganz perfekt ...

Die Kirschvilla
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Dieser Roman spielt auf zwei Zeitebenen, der Gegenwart und der Vergangenheit in den 20er Jahren. Während mir die Szenen, die in der Vergangenheit spielten, sehr gut gefielen, fand ich die Gegenwartsszenen ...

Dieser Roman spielt auf zwei Zeitebenen, der Gegenwart und der Vergangenheit in den 20er Jahren. Während mir die Szenen, die in der Vergangenheit spielten, sehr gut gefielen, fand ich die Gegenwartsszenen oft etwas überzogen und zu schwülstig geschrieben. Mmmhh … klar, zwei Menschen treffen sich zum ersten Mal und sprechen schon zwei Tage später darüber, dass sie ihr restliches Leben zusammen verbringen werden. Besonders Julius ist sich totsicher! Das scheint mir doch ein bisschen zu viel. Oma sieht es auch gleich, das ist der Richtige für die Ehe und Familiengründung. Ganz anders und sehr spannend dagegen ist der Part, der das Leben der Eltern und Geschwister beleuchtet. Man bekommt ein tolles Gefühl für die damalige Zeit. Während des Lesens wird man immer wieder aufs Neue überrascht, auf falsche Fährten gelockt und ist nachher froh über den Ausgang, der ein klein wenig vorhersehbar war. Der Schreibstil ist flüssig und sehr anschaulich und macht beim Lesen Spaß.

Veröffentlicht am 02.12.2016

Der Franz mal wieder ...

Schweinskopf al dente
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Leider, leider habe ich als normalerweise absoluter „Reihenfolgeneinhalter“ nun auf Teil 1 diesen Teil 3 gehört, habe ich erst bei CD 3 bemerkt, also gar nicht schlimm, ich war sofort wieder mittendrin ...

Leider, leider habe ich als normalerweise absoluter „Reihenfolgeneinhalter“ nun auf Teil 1 diesen Teil 3 gehört, habe ich erst bei CD 3 bemerkt, also gar nicht schlimm, ich war sofort wieder mittendrin im Geschehen. Wie es bei Eberhofers eben so ist. Die Oma, der Bappa, der Bruder und die lieben Kollegen. Die sind ja eigentlich alle schon die halbe Miete, der Kriminalfall bleibt immer ein wenig im Hintergrund doch der clevere Franz schafft es immer, ihn aufzuklären. Ach ja, die Susi, die hätte ich ja fast vergessen … was das wohl noch werden soll? Ich freue mich schon aufs Hören der nächsten Teile!

Veröffentlicht am 21.11.2016

Die Rache der kleinen Frau ...

Die Assistentinnen
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Immer tiefer und tiefer verstrickt sich Tina Fontana in dieser Welt der bald nicht mehr so kleinen Betrügereien, immer weiter ziehen sich die Kreise, immer mehr Leute rutschen mehr oder weniger freiwillig ...

Immer tiefer und tiefer verstrickt sich Tina Fontana in dieser Welt der bald nicht mehr so kleinen Betrügereien, immer weiter ziehen sich die Kreise, immer mehr Leute rutschen mehr oder weniger freiwillig in diesen Kreislauf mit hinein. Kann das gut gehen? Gibt es ein Happy End?
Auf äußerst witzige und amüsante Weise entführt uns die junge Autorin Camille Perri mit ihrem Debütroman in die Welt der Medien, mit ihren topbezahlten Managern und den unterbezahlten aber oft schwere arbeitenden Assistentinnen. Eine Welt, die Camille selbst nicht fremd ist, arbeitete sie doch auch im „echten Leben“ als Assistentin bei der Zeitschrift Esquire. Man merkt richtig, wie viel Spaß der Autorin das Schreiben dieses Romans gemacht haben muss. Vielleicht nimmt sie selbst ein bisschen Rache an den oft selbstverliebten „Playern“ dieser Branche. Der flüssig geschriebene, kurzweilige Roman hat mich selbst in Gedanken direkt nach New York katapultiert mit seinen hippen Stores, den ausgefallenen Restaurants und den verrückten Menschen. Eben „The City that never sleeps!“ Ich bin gespannt, ob wir bald mehr von Camille hören werden und sie es ihrer Protagonistin gleich tun wird, indem auch sie die Seiten für immer wechselt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Charaktere
  • Gefühl
  • Lesespass
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 16.11.2016

Und erstens kommt es anders ... und zweitens als man denkt ...

Das Nest
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Bei diesem Buch habe ich mich schwer getan bei der Sternevergabe. Habe mich aber schlussendlich doch für die Schulnote zwei entschieden. Einige Vorreszendenten schrieben: „Kann man lesen, muss man aber ...

Bei diesem Buch habe ich mich schwer getan bei der Sternevergabe. Habe mich aber schlussendlich doch für die Schulnote zwei entschieden. Einige Vorreszendenten schrieben: „Kann man lesen, muss man aber nicht.“ Diese recht pauschale Aussage trifft ja eigentlich auf alle Bücher zu und hat mich in meiner Wertung nicht beeinflusst. Nach einer kleinen Einlesezeit fand ich mich dann direkt in der Familie Plumb wieder und habe gespannt ihren Werdegang verfolgt. Sie sind schon ein nicht ganz konventioneller Haufen, die vier Geschwister. Bereits ihre Kindheit wurde stark geprägt durch die exzentrische Mutter, was die zwei Mädchen und zwei Jungs mal besser und mal schlechter verarbeitet haben. Sehr gefallen hat mir, wie die Autorin die Geschichte aufgebaut hat. Sie verknüpft die Gegenwart mit geschickten Rückblicken, so dass es dem Leser leichter fällt, die jeweilige Person zu verstehen. „Das Nest“, das der verstorbene Vater für die Vier angelegt hat, kann seinen vorgesehen Zweck nicht mehr erfüllen. Die Geschwister finden sich in prekären Situationen wieder, denn Melody, Jack und Bea haben sich – mit Hoffnung auf das Nest – alle hoch verschuldet. Es kommt zum Eklat, Partnerschaften gehen darüber auseinander doch letztendlich gibt es doch noch fast eine Art Happy End.

Ich hatte das Glück, das Buch in einem Rutsch durchlesen zu können, wodurch die Geschichte stimmig und sehr flüssig zu lesen war. Bin gespannt, ob wir noch mehr von der Autorin zu lesen bekommen werden. An dieser Stelle möchte ich auch ganz besonders das wunderschöne Cover loben. Allein deshalb lohnt es sich schon, das Buch in die Hand zu nehmen!