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Veröffentlicht am 10.12.2017

Ein Buch, das im Gedächtnis und im Herzen bleibt

Träume, die ich uns stehle
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Inhalt:

„Lara kann nicht aufhören zu reden. Ein Zwang treibt die an Amnesie leidende junge Frau dazu, ihre Erinnerungslücken mit Worten zu füllen. Längst hört ihr keiner mehr zu, außer in den Therapiestunden, ...

Inhalt:

„Lara kann nicht aufhören zu reden. Ein Zwang treibt die an Amnesie leidende junge Frau dazu, ihre Erinnerungslücken mit Worten zu füllen. Längst hört ihr keiner mehr zu, außer in den Therapiestunden, die sie als Patientin der Psychiatrie bekommt. Bis sie Thomas findet. Lara weiß, es ist falsch, ihre Verzweiflung über ihre Amnesie auf ihn abzuladen, denn Thomas liegt im Koma. Dennoch schleicht sie sich immer wieder zu ihm und bemerkt bald, dass er auf ihre Stimme reagiert. Lara beschließt, Thomas eine Geschichte zu erzählen: eine Liebesgeschichte zwischen ihr und ihm, die bald für beide realer wird als ihr Dasein im Krankenhaus. Ein Traum von Liebe, an den sich beide klammern und der die Kraft hätte, nicht nur Thomas aus der Dunkelheit zu holen, sondern auch Lara. Doch beide ahnen nicht, was für eine erschütternde Wahrheit in den Tiefen von Laras Geschichte auf sie wartet …“

Lara ist nach einem Unfall im Krankenhaus gelandet und kann sich an die letzten beiden Jahre nicht erinnern. Ihr Zwang zu reden wird dadurch noch größer und sie füllt ihre Erinnerungslücken mit sinnlosem Geplapper.

Bald schon weicht ihr jeder aus, um ihr nicht zuhören zu müssen. Da scheint Thomas genau der richtige Ausweg zu sein. Er liegt im Koma und bei ihm fühlt Lara sich angenommen.

Sie beginnt ihm Geschichten zu erzählen. Zu Beginn ist es eine fiktive Liebesgeschichte zwischen ihnen beiden, die sich aber bald schon mit Erinnerungen aus Laras echtem Leben füllt.

Als Lara der schrecklichen Wahrheit um ihre Vergangenheit immer näher kommt, scheint Thomas plötzlich auf ihre Stimme zu reagieren… .

Meine Meinung:

Schon „Die Tage, die ich dir verspreche“ hat mich sehr berührt, deshalb wollte ich auch unbedingt „Träume, die ich uns stehle“ unbedingt lesen.

Das Buch beginnt mit einem Prolog aus Laras Sicht und einem aus Thomas‘ Sicht. Es startet bei ihren Unfällen, doch erfährt man nichts Genaues, so dass ich mich sofort fragte, was denn eigentlich passiert war.

Danach findet man sich mit Lara im Krankenhaus wieder und erlebt, wie sie versucht, sich in einer Therapie an ihre Vergangenheit zu erinnern. Dabei erfährt man auch von ihrem Zwang zu reden. Diese Störung hat sie schon seit ihrer Kindheit und immer schon stieß sie damit auf Abneigung. Lara war mir sofort sympathisch, tat mir aber auch richtig leid. Sie scheint keine Freunde zu haben, bekommt keinen Besuch und jetzt fehlen ihr auch noch ihre Erinnerungen und alles, was während der ganzen Zeit hochkommt, scheinen negative Erfahrungen zu sein. Ich fragte mich ständig, was diese junge Frau wohl alles durchmachen musste, um ohne Gedächtnis und allein im Krankenhaus zu landen.

Dazwischen findet man immer wieder Kapitel aus Thomas‘ Perspektive. Das fand ich sehr interessant. Im Koma erinnert er sich an sein Leben, an all das Gute, aber auch an das weniger Gute. Auch in seiner Vergangenheit scheint es eine dunkle Episode zu geben. Doch auch diese bleibt vorerst ein Geheimnis.
Ich war wirklich sehr gespannt, was hinter all dem stecken wird, denn dass Lily Oliver für eine Überraschung gut ist, hat sie schon mehrmals bewiesen.

Doch vorerst begleitet man Lara zu den Besuchen bei Thomas, erlebt mit, wie ihre Geschichten mit ihren Erinnerungen verschmelzen und sie versucht, ihre Störung in den Griff zu bekommen, für Thomas. Ich fand es schön zu lesen, wie es Lara gelingt, immer ruhiger und bewusster zu sprechen. Dabei beschreibt die Autorin diese Störung sehr authentisch und auch ihre Fortschritte geschehen nicht von heute auf morgen, sondern brauchen Zeit. Manch ein Leser könnte sagen, dass es deswegen im Mittelteil ein paar Längen gibt, aber ich fand diese Episoden sehr berührend, gefühlvoll und auch mitreißend. Es war schön zu lesen, wie Lara sich immer mehr auf Thomas einlässt und so auch ihr eigenes Leben ordnen kann.

Und dann plötzlich zog mir Lily Oliver mit einer überraschenden Wendung den Boden unter den Füßen weg. Ich war schockiert und wollte es nicht wahrhaben. Niemals hätte ich gerechnet, dass die Geschichte in diese Richtung gehen würde. Es hat mich wirklich erschüttert und bewegt. Die Autorin bringt so viel Gefühl in ihre Geschichte, beschönigt aber auch nichts. Sie schafft keine heile, rosarote Welt, sondern zieht ihre Leser in eine Realität hinein, die nicht immer nur schön ist, sondern auch ihre grausamen Seiten hat. Damit hat sie mich richtig gepackt. Ich litt mit den Protagonisten mit, ließ mich von ihrem Schicksal erschüttern und wünschte mir ein Happy End für sie. Ich war so sehr in der Geschichte gefangen, dass ich sie innerhalb kürzester Zeit durchgelesen hatte.

Das Ende hat mich noch einmal richtig begeistert. Auch hier zeigt Lily Oliver richtig viel Fingerspitzengefühl. Es ist wirklich das perfekte Ende für diese berührende Geschichte. Authentisch, glaubwürdig, aber auch sehr mitfühlend. Ich habe einige Tränen bei diesem Buh vergossen, doch besonders viele am Ende, deshalb bleibt mir diese Geschichte sicher im Gedächtnis und auch im Herzen.

Fazit:

Mit „Träume, die ich uns stehle“ hat mich die Autorin richtig ins Herz getroffen. Es ist eine Geschichte, die so voller Gefühl ist, aber auch eine grausame Realität beschreibt. Lily Oliver beschönigt nichts, erzählt aber sehr einfühlsam vom Schicksal ihrer Protagonisten, das mich wirklich sehr berührt und auch zu Tränen gerührt hat. Ein wundervolles Buch, das mir noch lange im Gedächtnis, vor allem aber auch im Herzen bleiben wird.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

Veröffentlicht am 26.11.2017

In dem Buch steckt so viel mehr, als man denkt

Murphy
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Inhalt:

„Rache ist süß, Ein Unglück kommt selten allein, Liebe macht blind …“
Sie sind mehr als nur Sprichwörter. Unsichtbar und unsterblich leben sie unter uns. Einer von ihnen ist Murphy, die Verkörperung ...

Inhalt:

„Rache ist süß, Ein Unglück kommt selten allein, Liebe macht blind …“
Sie sind mehr als nur Sprichwörter. Unsichtbar und unsterblich leben sie unter uns. Einer von ihnen ist Murphy, die Verkörperung von Murphys Gesetz: Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen. Er liebt es, Chaos zu verbreiten, Dinge zu zerstören und den Menschen Streiche zu spielen.
Als jedoch eines Tages Murphys Chaosmagie Amok läuft und das Leben seines Rivalen Archie (Rache ist süß) zerstört, schwört dieser, Murphy das Leben zur Hölle zu machen. Doch Murphy wäre nicht Murphy, wenn er sich dies einfach gefallen lassen würde, und so entbrennt innerhalb kürzester Zeit ein Kleinkrieg, der die Gemeinschaft der Lebenden Sprichwörter zu spalten droht …

Murphy ist ein lebendes Sprichwort. Seine Magie ist das Chaos. Damit spielt er den Menschen regelmäßig Streiche. Nur so gelingt es ihm, das Chaos im Zaum zu halten.

Doch eines Tages geht alles schief und Murphy zerstört das Date seines Erzfeindes Archie, der das lebende Sprichwort „Rache ist süß“ ist. Wie es seine Natur so ist, schwört er natürlich Rache und damit fängt das ganze Chaos erst richtig an …
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Meine Meinung:

Schon lange wollte ich einmal etwas von Nicole Gozdek lesen und ihr neues Buch klang so witzig, dass ich mir dachte, das wäre die gelungene Abwechslung zu all den sonstigen Fantasy-Büchern, die ich in letzter Zeit gelesen habe.

Der Einstieg ins Buch fiel mir sehr leicht. Vor allem fand ich es richtig toll, dass Murphy direkt zu den Lesern spricht und ihnen quasi seine Geschichte erzählt. So fühlte ich mich natürlich sofort angesprochen und wurde direkt ins Buch hineingezogen.

Die Idee von Nicole Gozdek ist auch wirklich sehr originell. Sprichwörter lebendig werden zu lassen, so etwas gab es noch nie. Es machte mir echt Spaß, die verschiedenen Sprichwörter und ihre dazugehörigen Charaktereigenschaften kennenzulernen. Da hat die Autorin eine einzigartige und gut durchdachte Welt erschaffen, die mich sofort in ihren Bann gezogen hat. Jedes Detail ist wirklich überlegt und alles ist absolut schlüssig und logisch. Nicole Gozdek hat wirklich sehr viel Arbeit in ihre Charaktere gesteckt. Sie sind gut ausgearbeitet und überzeugen mit ihren Eigenschaften, die so gut zu den Sprichwörtern passen. Ich war jedenfalls richtig begeistert von den Protagonisten.
Murphy selbst ist anfangs meiner Meinung nach nicht unbedingt der große Sympathieträger. Er spielt anderen Streiche und freut sich darüber, selbst, wenn Leute sich dabei verletzen. Es passt natürlich zu seiner Persönlichkeit, denn er ist das Chaos, aber leider führte es auch dazu, dass ich ihn anfangs nicht besonders mochte. Das war jedoch nicht weiter schlimm, denn so hatte der Protagonist wenigstens Luft, um sich zu entwickeln und genau das macht er. Denn irgendwann nimmt die Geschichte eine Wendung, man erfährt einiges von Murphys Vergangenheit und was ihn zu dem gemacht hat, was er ist.

Es hat mich richtig überrascht, dass die Story trotz dem ganzen Humor irgendwann auch eine ernste Seite bekam … und zwar positiv überrascht, denn so erhält die Geschichte noch etwas Tiefgang und ist nicht so oberflächlich, wie man aufgrund des Klappentextes und des Anfangs des Buches vielleicht vermuten würde. Mich hat sie jedenfalls richtig mitgerissen und ich wollte unbedingt wissen, wie das Ganze für Murphy enden würde.

Und was soll ich sagen, das Ende ist so ganz anders, als ich gedacht hatte und doch hat es mich so richtig begeistert.

Fazit:

„Murphy – Rache ist süß“ ist ein rundum gelungenes Buch. Mit viel Humor führt uns die Autorin Nicole Gozdek in ihre einzigartige und originelle Welt ein, stellt uns ihre Sprichwörter vor, die so gut ausgearbeitet sind und lässt uns genug Zeit, uns erst einmal an alles zu gewöhnen. Dann gibt es jedoch eine spannende Wendung, die uns zeigt, dass diese Geschichte durchaus auch eine ernste Seite hat und am Ende überraschte mich Nicole Gozdek noch einmal so richtig und hat mich damit mehr als begeistert. In Murphy steckt einfach so viel mehr, als man zu Beginn denkt … und damit meine ich sowohl den Charakter, als auch das Buch selbst ;)

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

Veröffentlicht am 16.11.2017

Ein schöner New Adult Roman

Wenn Liebe ein bisschen einfacher wäre ...
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Meine Meinung:

Zwischen all den Fantasy-Geschichten brauchte ich zur Abwechslung auch mal wieder ein wenig „Realität“ :D Da kam mir das neue Buch von Kate Lynn Mason gerade recht.

Die Kapitel sind sowohl ...

Meine Meinung:

Zwischen all den Fantasy-Geschichten brauchte ich zur Abwechslung auch mal wieder ein wenig „Realität“ :D Da kam mir das neue Buch von Kate Lynn Mason gerade recht.

Die Kapitel sind sowohl aus Sicht von Isabella, als auch aus Ryans Perspektive erzählt. Das fand ich großartig. Ich liebe es, wenn man auch die Gefühle und Gedanken des männlichen Protagonisten hautnah miterleben kann. Der Autorin gelingt es meiner Meinung nach sehr gut, sich in die männliche Denkweise hineinzuversetzen und diese authentisch rüberzubringen.

Überhaupt fand ich Ryan richtig klasse. Obwohl er der reiche und beliebte Rubyspieler ist, ist er doch ziemlich bodenständig und auch, wenn er auf Isabella anfangs sehr überheblich wirkt, fand ich ihn kein bisschen arrogant und er ist auch nicht der typische Bad Boy, wie man ihn aus anderen Büchern kennt. Vielleicht mochte ich ihn gerade deswegen so gern, denn von dieser Kategorie hab ich schon lange die Nase voll.

Isabella gefiel mir auch wirklich gut. Sie hatte es im Leben nie wirklich leicht und trotzdem jammert sie nicht rum oder suhlt sich im Selbstmitleid. Im Gegenteil, sie macht das Beste aus ihrer Situation und steht mit beiden Beinen auf dem Boden. Diesen zieht ihr jedoch Ryan ganz schön unter den Füßen weg. Das fand ich etwas schade, weil Isabella dadurch ein bisschen von ihrem Selbstbewusstsein verliebt und zu einem kleinen, naiven und total verliebten Mädchen wird. Da hätte ich mir ehrlich gesagt ein bisschen mehr Biss gewünscht.

Trotzdem mochte ich die Liebesgeschichte wirklich gerne, da sie sich nicht so plötzlich entwickelt. Klar finden sich beide sofort anziehend, aber bis sie dieser Anziehung nachgeben, dauert es doch eine Weile, was in Anbetracht der Umstände sehr authentisch ist. Auch, wenn ich durchaus an Liebe an den ersten Blick glaube, gefällt es mir doch immer besser, wenn die Protagonisten sich erst etwas kennenlernen und die Gefühle langsam wachsen können. Das ist Autorin Kate Lynn Mason meiner Meinung nach sehr gut gelungen. Mich konnten die Gefühle jedenfalls richtig überzeugen und ich habe mit den beiden wirklich mitgefiebert.

Das Ende passt auch wirklich gut zur ganzen Geschichte, auch wenn es mir dann doch etwas zu schnell ging. Ich hätte gerne noch mehr von Isabella und Ryan gelesen.

Fazit:

„Wenn Liebe ein bisschen einfacher wäre“ ist eine wirklich schöne Liebesgeschichte, die sich zum Glück etwas von den üblichen New Adult Büchern mit den typischen Klischees abhebt. Die Protagonisten waren authentisch und ich konnte ihre Gefühle zu jeder Zeit nachvollziehen. Das Buch hätte von mir aus noch viel mehr Seiten haben können.

Von mir bekommt das Buch 4,5 Punkte von 5.

Veröffentlicht am 06.12.2016

Ein wundervolles Leseabenteuer in 1001 Nacht

Zorn und Morgenröte
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Meine Meinung:

Als ich den Klappentext zum ersten Mal las, war für mich klar, dass ich dieses Buch haben muss.

Der Prolog ließ mich jedoch sofort erahnen, dass hinter dieser Geschichte noch mehr steckt, ...

Meine Meinung:

Als ich den Klappentext zum ersten Mal las, war für mich klar, dass ich dieses Buch haben muss.

Der Prolog ließ mich jedoch sofort erahnen, dass hinter dieser Geschichte noch mehr steckt, als man anfangs ahnt. Ich war total gespannt darauf, was Renée Ahdieh mit „Zorn und Morgenröte“ alles für uns bereithalten würde.

Die Autorin entführt uns mit ihrer Geschichte auch sofort in ein Märchen aus 1001 Nacht. Ich genoss die zauberhafte Atmosphäre, die sich bereits auf den ersten Seiten entfaltete. Zwar gab es viele unbekannte Begriffe, diese werden jedoch am Ende des Buches erklärt und je länger man liest, desto weniger stört man sich daran. Für mich war es einfach schön, zu erleben, wie Shahrzad in den Palast einzog, wie sie auf Kissen saß und ihren Tee genoss. Selbst die unbekannte Kleidung ließ Bilder in meinem Kopf entstehen und verzauberte mich geradezu. So tauchte ich ein, in die Geschichte von Shahrzad und Chalid.

Als ich schließlich die Protagonistin kennenlernte, war ich restlos begeistert. Sie ist eine starke, junge Frau, die ihrer Familie und ihren Freunden loyal gegenüber ist und für sie alles tun würde. Deshalb meldet sie sich freiwillig und sinnt auf Rache. Ich fand es mehr als beeindruckend, dass sie diese Entscheidung getroffen hat, da sie doch ihren sicheren Tod bedeutet. Und doch schafft sie es mit ihrem ganz eigenen Charme, ihrem Kampfgeist und ihrem Willen, dieses drohende Unheil aufzuschieben.

Auch Chalid fand ich äußerst interessant. Gerne hätte ich in ihm, genau wie alle anderen, das Monster gesehen, das ohne mit der Wimper zu zucken, jeden Tag ein Mädchen ermordert. Doch nach dem Prolog war mir klar, dass mehr dahinter steckt, als uns der Klappentext verrät. So ging es mir wie Shahrzad: Ich entdeckte immer wieder neue Seiten an dem Protagonisten.

Die Geschichte ist zwar in der 3. Person geschrieben, man erfährt jedoch trotzdem immer wieder von den Gedanken, die den Protagonisten durch den Kopf gehen. Diese sind jeweils kursiv geschrieben, so dass man immer sofort erkennt, wann es sich um Gedanken handelt und wann es in der Geschichte weitergeht.
Außerdem wechselt die Perspektive immer wieder zu anderen Personen. So bekommt man mit, was sich außerhalb des Palastes alles ereignet, wie die Familie und Freunde von Shahrzad reagieren, als sie sich freiwillig meldet. Das fand ich richtig klasse, denn es gibt so viel mehr zu erleben als nur den Kampf der beiden Protagonisten mit ihren inneren Dämonen.

Sehr überrascht war ich auf jeden Fall darüber, wie sich das Buch entwickelt hat. Natürlich ist die Liebesgeschichte sehr vorhersehbar, was diese jedoch nicht weniger schön macht. Ich fand es einfach zu süß, wie die Protagonisten sich nach und nach annähern und sich öffnen und dann diese Dialoge … hach, da musste ich wirklich häufig seufzen, so schön waren diese. Doch über den Rest der Geschichte war ich doch sehr erstaunt. Ich hätte anfangs nicht gedacht, dass so viel mehr darin stecken würde, als eine schöne Liebesgeschichte, doch zum Ende hin wird es richtig spannend und die Ereignisse spitzen sich derart zu und nehmen solche eine Wendung, dass mir richtig die Luft wegblieb.

Leider erwartet uns dann am Ende ein richtig fieser Cliffhanger, der mich völlig verzweifelt zurücklässt, da ich einfach wissen will, wie es weitergeht und deshalb einem Wiedersehen mit Shahrzad und Chalid entgegenfiebere.


Fazit:

Dieses Buch hat mich richtig geflasht. Die Autorin Renée Ahdieh verzauberte mich nicht nur mit einer zauberhaften Atmosphäre aus 1001 Nacht, sondern auch mit einer wundervollen Liebesgeschichte, die mich mehrmals aufseufzen ließ. Neben den Protagonisten macht jedoch auch die Geschichte eine tolle Entwicklung, die für so viel Spannung sorgte, dass mir geradezu die Luft wegblieb.

Ich sehne mich so sehr nach der Fortsetzung von „Zorn und Morgenröte“, dass es fast schon wehtut :)

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

Veröffentlicht am 29.05.2022

Spannend, kurzweilig, schön

Hexennacht
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Meine Meinung:

Als Leser steigen wir mitten in die Geschichte ein. Osanna hat gerade ihre Mutter durch einen Scharfrichter verloren und muss gemeinsam mit ihren beiden Tanten fliehen. Obwohl die Atmosphäre ...

Meine Meinung:

Als Leser steigen wir mitten in die Geschichte ein. Osanna hat gerade ihre Mutter durch einen Scharfrichter verloren und muss gemeinsam mit ihren beiden Tanten fliehen. Obwohl die Atmosphäre voller Spannung ist, konnte ich die Situation nicht ganz nachvollziehen. Osanna musste gerade zusehen, wie ihre Mutter getötet wurde und auch wenn es eine Erklärung für ihr Verhalten gab, haben mir ein bisschen die Emotionen gefehlt.

Dafür fand ich die Idee, echte Hexen in die Zeit der Hexenverfolgung zu verfrachten, richtig klasse. Tatsächlich finde ich diesen Geschichtsabschnitt sehr interessant und die Frage, würde man wirkliche Hexen anhand der Hexenprüfungen erkennen, richtig spannend.

Doch bevor die Geschichte an Fahrt aufnimmt, erleben wir erst einmal mit, wie Osanna sich das erste Mal verliebt, wie sie Freunde findet und lernt, dass es gefährlich sein kann, einfach so zu zaubern. Ich habe die junge Hexe wirklich gerne begleitet, denke aber, dass die Geschichte sich vor allem auch an junge Leser richtet, die selbst gerade die erste Liebe erleben.

Aber ich muss gestehen, dass sich Valentin und seine kleine Schwester Clara auch in mein Herz geschlichen haben. Sie sind so liebevolle Charaktere. Doch auch Osannas Tanten sind echt nette Figuren. Die drei sind so unterschiedlich, aber jede hat etwas ganz eigenes und sympathisches an sich. Jede versucht auf ihre Weise Osanna in ihrer Entwicklung zu unterstützen und ihrer Nichte beizustehen, was mir sehr gut gefallen hat.

Als der Erzbischof in die Stadt kommt, nimmt die Geschichte eine andere Richtung, denn jetzt sind die Hexen ernsthaft in Gefahr und jeder kleine Fehler könnte ihr letzter sein. Das brachte sehr viel Spannung in die Geschichte und ich musste wirklich die Luft anhalten. Dabei hielt die Autorin auch so manche Überraschung bereit, die mich oft völlig unvorbereitet getroffen haben. Doch genau das fand ich toll. Am Ende gibt es noch einmal einen nervenaufreibenden Showdown und rundet schließlich die Geschichte schön ab.

Allerdings könnte ich mir sehr gut auch noch eine Fortsetzung vorstellen, denn Osanna und ihre Hexentanten haben es mir echt angetan.



Fazit:

Mir hat „Hexennacht“ ein paar schöne und spannende Lesestunden beschert. Ich liebe das Thema Hexen und fand es sehr interessant, dass Kerstin G. Rush echte Hexen zur Zeit der Hexenverfolgung eingesetzt hat. Dabei habe ich Osanna und ihre Tanten sofort liebgewonnen und habe sie deshalb auch sehr gerne begleitet.

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