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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.01.2020

Starke Protagonistin, starke Sprecherin!

Sinking Ships
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Carla hatte es bisher nicht leicht in ihrem Leben und muss viele Geheimnisse hüten, die ihr Leben wie sie es kennt verändern könnten, sollten sie jemals öffentlich werden. Davor schützt sie sich mit ihrer ...

Carla hatte es bisher nicht leicht in ihrem Leben und muss viele Geheimnisse hüten, die ihr Leben wie sie es kennt verändern könnten, sollten sie jemals öffentlich werden. Davor schützt sie sich mit ihrer ablehnenden, misstrauischen und verschlossenen Art, bis sie Mitchell näher kennenlernt, der so ganz anders ist als die anderen Jungs und Gefühle in ihr weckt, die alles gefährden...

Nachdem der erste Band mir größtenteils missfiel, hatte ich höhere Erwartungen an den zweiten - allein schon wegen Carla, die mir am interessantesten erschien. Im Gegensatz zum ersten Hörbuch fand ich die Sprecherin fantastisch. Sie passte so perfekt zu Carla und ihrer Art wie irgend möglich und ich liebte es ihrer Stimme zu lauschen. Leider war dagegen der Sprecher gar nicht mein Fall, für mich zu tief und unsympathisch. So habe ich mir Mitchell nie vorgestellt und durch den Sprecher habe ich ihn mir auch älter vorgestellt, als er tatsächlich ist. Seine sanfte und aufrichtige Art passt nicht zur Stimme.

Der Schreibstil ist in meinen Augen besser, schlagfertiger und eloquenter geworden, auch mehr Szenen konnten mich zum Lachen bringen, als es im ersten Band der Fall war. Insofern ein Lob an die Autorin, denn der Stil ist ihr super gelungen.

Neben der spannenden und geheimnisvollen Carla gefiel mir die Geschichte insgesamt etwas besser, wenngleich die Liebesszenen mich immer noch nicht überzeugen konnten und ich sie oft übersprungen habe. Es war mir nicht verständlich wie genau Mitchell und Carla zueinander passen. Er ist sehr lieb, verständnisvoll, nahezu perfekt ohne Ecken und Kanten, für mich nicht greifbar und insgesamt ziemlich fad und langweilig. Sie ist das komplette Gegenteil und in ihrer Art oft launisch und etwas explosiv, manchmal zu übertrieben dargestellt, wie ein unter der Oberfläche brodelnder Vulkan der jeden Moment Gefahr läuft auszubrechen. Vielleicht mag es an der Gegensätzlichkeit liegen, aber so wirklich authentisch erschien mir die Liebesgeschichte nicht.

Der Rest der Geschichte war humorvoll, konfliktgeladen und gerade die Aspekte zu Carlas Familie - allen voran ihre Bruder - konnten mich ungemein fesseln und ich hing quasi an den Lippen der Sprecherin, weil ich so gebannt und gespannt war. Dieser Teil der Geschichte, wenn auch nebensächlich, war mit Abstand der beste und ich habe ihn geliebt. Davon hätte ich gerne wesentlich mehr gehört, auch wenn klar war, dass es sich um eine Liebesgeschichte zwischen Mitchell und Carla handelt.

Fazit: Die Protagonistin Carla hat mir sehr gut gefallen durch ihre etwas kratzbürstige, schwierige Art und die Liebesgeschichte war nicht mehr so langweilig und nervig wie im ersten Band. Gerne würde ich auch den dritten Band lesen, da mich beide Protagonisten mehr interessieren als Ella, Ches und Mitchell und ich mir wieder eine Steigerung erhoffe.

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Veröffentlicht am 06.12.2019

Leider enttäuschend

Im Namen der Vergeltung
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Während der ehemalige Staatsanwalt Brandt versucht sich mit dem plötzlichen Tod seiner Frau zu arrangieren, zwingt ein erbarmungsloser Mörder seine Opfer sich mit einer Schlinge zu erhängen. Sofort nimmt ...

Während der ehemalige Staatsanwalt Brandt versucht sich mit dem plötzlichen Tod seiner Frau zu arrangieren, zwingt ein erbarmungsloser Mörder seine Opfer sich mit einer Schlinge zu erhängen. Sofort nimmt die Soko die Ermittlungen auf und findet schon bald Parallelen zwischen den Opfern und auch zu Brandts Frau. War ihr Tod womöglich beabsichtigt mit dem Ziel Brandt in seine Schranken zu weisen? Brandt beginnt mit dem Ermittler Hannes Stahl die Hintergründe der Taten aufzuklären und kommt der Wahrheit gefährlich nahe...

Da mich Chris Karldens Bücher bisher begeistert konnten, bin ich mit hohen Erwartungen an die Geschichte rangegangen.Das Setting und die Hintergründe von Brandt wirken auf den ersten Blick fesselnd und konnten mich neugierig machen. Relativ schnell hat mich allerdings der Schreibstil ausgebremst, der mir nicht flüssig und angenehm zu lesen erschien und mir Schwierigkeiten bereitete. Dabei kann ich nicht genau sagen was mich daran gestört hat.

Die Charaktere waren mir auch nicht tiefgründig und interessant genug dargestellt. Vor allem einige Ermittler schienen einfach gestrickt zu sein und hatten für mich zu wenig Professionalität, was sie nicht gerade sympathisch machte. Brandt und Hannes sind ein gutes Team, vollkommen überzeugen konnten sich mir jedoch leider nicht.

Die Geschichte beginnt ungemein spannend und ist voller Rätsel und Ungereimtheiten. Doch die beginnende Spannung flaut schnell ab und war mir viel zu fad und langweilig. Ich konnte nicht mitfiebern, da mich schlicht nicht interessierte was passierte und wie das Ganze ausgehen würde. Das kenne ich ganz anders von den anderen Büchern von Karlden. Ob es womöglich an der Zusammenarbeit beider Autoren liegt, kann ich nicht genau sagen, ich werde wahrscheinlich keine Bücher mehr von den beiden lesen.

Fazit: Eine aufregende Idee mit einem ungewöhnlichen Kriminalfall, der mich leider nicht neugierig machen konnte und zu wenig Spannung bereithielt. Dazu kamen die einfach und oberflächlich gehaltenen Charaktere.

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Veröffentlicht am 05.10.2019

Leider ziemlich enttäuschend

Die Dreizehnte Fee
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Nachdem die Dreizehnte Fee hinter die wahren Absichten des Hexenjägers gekommen ist und ihrer Schwester, der Eishexe, gefolgt ist, sieht sie sich einem wahren Komplott konfrontiert. Denn ihre verbliebenen ...

Nachdem die Dreizehnte Fee hinter die wahren Absichten des Hexenjägers gekommen ist und ihrer Schwester, der Eishexe, gefolgt ist, sieht sie sich einem wahren Komplott konfrontiert. Denn ihre verbliebenen Schwestern wollen sich ihrer ein für alle Mal entledigen ohne jedoch den Fluch auf sich zu ziehen. Doch die Königin rebelliert und fordert Rache, während die menschliche Seite Lilith die Kämpfe, all das Leid und den unnötigen Schmerz hinter sich lassen möchte...

Da mir der erste Band unglaublich gut gefallen hatte, hatte ich auch beim zweiten hohe Erwartungen, die leider nicht erfüllt werden konnten. Die Geschichte an sich ist meistens fad und langweilig, ohne nennenswerte Spannung und mit nur wenig magischen Elementen. Wenn die magischen Elemente und die Tiefgründigkeit der Charaktere vorhanden waren, dann konnten sie mich zeitweise fesseln und überzeugen und mich den Charakteren näher bringen. Meistens war das jedoch nicht der Fall und insgesamt wirkte der komplette Band wie ein Durchhänger nach den turbulenten Ereignissen des ersten Teils, bis hin zum - hoffentlich - großartigen und bombastischen Finale des abschließenden Bandes.

Einige Geheimnisse und Ungewissheiten werden geklärt und ergaben im Nachhinein mehr Sinn, wenngleich ich teilweise Schwierigkeiten hatte mich an einige Fakten zu erinnern, da der erste Band schon ein paar Jahre zurücklag. Dennoch bin ich schnell wieder in die Geschichte gekommen, nur hat mir die Verbindung zu den Charakteren und der Funke zwischen den Charakteren total gefehlt, sodass sie nicht echt und greifbar wirkten. In diesem Punkt hat der zweite Band leider deutlich abgenommen.

Die Illustrationen innen sind wieder einmal wunderschön anzusehen und das ganze Buch ansehnlich, sodass ich es gerne in die Hand genommen habe, trotz der mauen Geschichte.

Nichtsdestotrotz werde ich den dritten Band lesen, der hoffentlich wieder genauso toll wird, wie der erste.

Veröffentlicht am 04.07.2019

Gute Idee mit unausgeschöpftem Potenzial

Die Obsession - Wenn eine Begegnung zum Verhängnis wird
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Nach zahlreichen enttäuschenden Datingversuchen und dem letzten Flop Marlon hat Amelia es satt sich immer wieder von anderen veräppeln zu lassen und mit verletzten Gefühlen und gebrochenem Herzen dazustehen. ...

Nach zahlreichen enttäuschenden Datingversuchen und dem letzten Flop Marlon hat Amelia es satt sich immer wieder von anderen veräppeln zu lassen und mit verletzten Gefühlen und gebrochenem Herzen dazustehen. Einmal möchte sie die Kontrolle haben und so beginnt sie ihre letzte Enttäuschung, Marlon, zu stalken und zu beobachten, wann immer es ihr möglich ist. Denn sie ist fest entschlossen ihn zurückzugewinnen, getrieben von Verzweiflung und Hass. Doch nach und nach läuft alles aus dem Ruder und sie steigert sich viel zu sehr in die Sache hinein und gibt einiges dafür auf...

Das Geschichte und die Handlungen werden aus mehreren Perspektiven dargestellt, was ich immer sehr erhellend und spannend finde, da die Geschichten dadurch komplexer und authentischer beschrieben werden.

Die Protagonisten haben alle ihre Probleme und ich fand vor allem Amelia und Marlon ziemlich naiv und unreif in vielerlei Hinsicht. Bei Amelia hatte ich oft ein unheilvolles Gefühl, da sie sich so sehr in das Stalking hineinsteigert und den Bezug zur Realität langsam verliert. Für mich war sie sehr gegensätzlich in ihrem Denken und Handeln, da sie einerseits eine starke Frau sein möchte und das Verhalten ihrer ehemaligen Dates als unter ihrer Würde beschreibt. Andererseits setzt sie ihre Würde selbstständig herab durch ihre demütigenden Taten, was ich nicht nachvollziehen konnte. Die Folgen dieses Verhaltens sind ziemlich vorhersehbar. Marlon ist auch so ein seltsamer Charakter, der mit Frauen spielt um sein Selbstbewusstsein, welches nicht sehr ausgeprägt ist, zu erhöhen, sich aber wundern würde, wenn er die negativen Konsequenzen der Betroffenen zu spüren bekommt. Interessant wirkte auf mich noch Lukas, der als einziger vernünftig erschien, leider auch so einige Vergehen in der Vergangenheit hat. Keiner war mir direkt sympathisch, aber sie waren auf ihre verdrehte Weis ganz okay.

Der Schreibstil ist recht einfach und übersichtlich, leider mit vielen Wiederholungen, vor allem bei den Gedankengängen von Amelia, sodass vieles unnötig oft wiederholt wird. Es hat mich aber nicht sehr gestört.

Die Handlungen rund um das Stalking sind vom Spannungsniveau in etwa gleichmäßig hoch und interessant. Nur gegen Ende wurde es etwas aufregender. Ansonsten plätscherte es so vor sich her, ohne dass großartig etwas geschah. Da fehlte mir die Spannung, der Thrill, den ich bei einem Psychothriller erwarte. Bis auf das Stalking und einige Hintergrundinformationen passiert kaum etwas. Das Spiel um Schein und Sein wird gut in den Verlauf eingebaut, mehr ist da aber auch nicht. Die meisten Handlungen sind sehr vorhersehbar, wie auch das Ende, sodass ich denen nicht viel abgewinnen konnte und es eher etwas Fad fand.



Fazit: An sich eine nette Idee, wenn auch nichts Neues und Innovatives, leider platt und spannungsarm erzählt.

Veröffentlicht am 01.04.2019

Ein besonderes Buch

Das Glück der kleinen Gesten
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Dieses recht dünne Buch wurde mit viel Liebe und Hingabe gestaltet und das merkt man auch. Überall im Buch befinden sich verschiedene Illustrationen, die den Text auflockern und schön anzusehen sind. Die ...

Dieses recht dünne Buch wurde mit viel Liebe und Hingabe gestaltet und das merkt man auch. Überall im Buch befinden sich verschiedene Illustrationen, die den Text auflockern und schön anzusehen sind. Die Autorinnen sind wirklich überzeugt von ihren Taten und ihrem Vorhaben und schaffen es andere auf eine bezaubernde Art dazu zu animieren kleine nette Gesten im Alltag auszuprobieren und das Glück mit anderen zu teilen. Das Buch gliedert sich in drei Teile. Die ersten beiden Teile beinhalten viel theoretischen Input von Definitionen zu diversen wissenschaftlichen Studien, mit denen sie ihre Handlungen begründen und untermauern. Im dritten Abschnitt werden über 38 kleine Gesten vorgestellt mit Praxistest und abschließender Bewertung der Geste. Einige davon haben mich bezaubert und ich fand sie wirklich süß und leicht umsetzbar. Mit anderen konnte ich eher weniger anfangen und die meisten Gesten konnte mich nicht überzeugen sodass ich sie wohl nicht ausprobieren werde. Ich habe bereits eigene Gesten, die anderen ein Lächeln zaubern können und die gefallen mir besser als die vorgeschlagenen, aber das ist Ansichtssache und hängt vom Menschen und der Persönlichkeit ab. So schienen mir viele Gesten eher was für extrovertierte Menschen zu sein, da man offen auf andere zugehen muss, was mir nicht gefällt. Das Buch bietet allerdings viele Anreize und gibt Impulse aus denen sich noch weitere schöne Ideen und Gesten entwickeln können.

Eine wirklich schönes und überzeugtes Buch mit tollen Einfällen, welches mich allerdings nicht so überzeugen und begeistern konnte.