Profilbild von AureliaAzul

AureliaAzul

Lesejury Star
offline

AureliaAzul ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit AureliaAzul über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.01.2020

Nicht so tiefsinnig wie erwartet...

Schöner als überall
0

Martin und Noah kennen sich schon seit Schulzeiten und sind immer füreinander da gewesen. So unterstützt Martin Noah auch als dieser im trunkenen Zustand den Speer der Figur Athene in der münchener Innenstadt ...

Martin und Noah kennen sich schon seit Schulzeiten und sind immer füreinander da gewesen. So unterstützt Martin Noah auch als dieser im trunkenen Zustand den Speer der Figur Athene in der münchener Innenstadt abbricht und diesen am nächsten Tag voller Panik loswerden möchte, bevor er erwischt wird. Daraufhin machen sich die beiden auf den Weg in die Heimat. Dort werden beide mit ihrer Herkunft und ihren Erinnerungen an früher konfrontiert, die jeder auf unterschiedliche bewertet und Schlüsse für sich zieht...

Da ich Roadmovies gerne schaue und Geschichten über fiktive, aufregende und abwechslungsreiche Reisen lese, habe ich mich besonders auf dieses Buch gefreut. Meine Vorstellungen ähnelten den Handlungen aus "Tschick", welches mich begeistern konnte. Schnell bemerkte ich, dass die Reise nur einen sehr kleinen Teil des kompletten Geschichte umfasst und doch ganz andere Themen anspricht als erwartet.

Der Schreibstil weist die Besonderheit auf keine wörtliche Rede im bekannten Sinne mit den üblichen Satzzeichen zu enthalten. Sie ist einfach in den beschreibenden Teil eingebettet und lässt sich aufgrund des Inhaltes erkennen. Auch enthält die Geschichte viele Gedanken, Erinnerungen und Vorstellungen, die teilweise einem inneren Monolog gleichkommen, sodass die wirklichen Handlungen spärlich und in knapper Form vorhanden sind.

Noah und Martin haben eine sonderbare Beziehung und es kam für mich klar ein Abhängigkeitsverhältnis zum Vorschein, das wechselseitig vorhanden war und die Freundschaft auf Dauer auf eine harte Probe stellt. Durch Noahs einnehmende und dominante Art geht Martin komplett unter und wird in Gruppen zunehmend in den Hintergrund gerückt. Es schien mir oft als habe er keinen eigenen Charakter, da seine Wertvorstellungen häufig stark von anderen Menschen (Noah, Mugo) bestimmt wurden und er keine eigenen bilden konnte und/oder wollte. Im Laufe der Geschichte änderte sich das und er konnte zu sich selbst finden und eigene Entscheidungen treffen. Diese Entwicklung war schon zu erleben, aber für mich manchmal nicht tiefgründig genug oder ich hatte einfach zu hohe Ansprüche an das Thema.

Die Handlungen sind meistens ziemlich belanglos und nicht wirklich interessant oder tiefsinnig, bis auf einige Ausnahmen, die klar hervorstechen und dem Ganzen eine größere Bedeutung beimessen. Insgesamt erschien sie mir allerdings zu sehr an den Haaren herbeigezogen. Es wurden oftmals wichtige Elemente weggelassen, die es mir womöglich erleichtert hätten die Geschichte eher annehmen zu können. So blieb vieles zu oberflächlich und nicht greifbar.

Veröffentlicht am 20.01.2020

Ganz okay für zwischendurch

Eine fast perfekte Welt
0

Die junge Ester lebt auf Sardinien und sehnt sich nach einem freien Leben fernab ihrer Heimatinsel. Es zieht sie aufs Festland, bis die Sehnsucht sie erneut überkommt und unterfüllt bleibt, als sie wieder ...

Die junge Ester lebt auf Sardinien und sehnt sich nach einem freien Leben fernab ihrer Heimatinsel. Es zieht sie aufs Festland, bis die Sehnsucht sie erneut überkommt und unterfüllt bleibt, als sie wieder in ihrer Heimat wohnt. Ihre Tochter Felicita ist ganz anders und findet in den kleinen Dingen des Lebens Erfüllung und Freude, während es ihren Sohn hinaus in die große Welt zieht. So versuchen drei Generationen einer Familie Zufriedenheit und Glück zu finden, in einer Welt, die nicht perfekt ist...

Das Buch ist in drei Abschnitte geteilt und erzählt in jedem die Geschichte einer Person aus einer der drei Generationen einer Familie, die ihren Ursprung in Sardinien hat. Der Schreibstil ist angenehm, manchmal etwas fad und insgesamt nicht so spannend oder außergewöhnlich geschrieben.

Die Charaktere bleiben, wie ich finde, recht oberflächlich und sind nicht so eingehend dargestellt wie es möglich gewesen wäre. Alle drei verbindet die Zufriedenheit bzw. Unzufriedenheit mit ihrem Leben im Allgemeinen und wie sie ihr Glück in dieser Welt auf unterschiedliche Arten finden und erleben, oder auch nicht.

Insgesamt fand ich die Handlungen aber recht belanglos und langweilig. Es fehlte mir Tiefgründigkeit, oder ich konnte sie während des Lesens nicht erfahren und bemerken. Diesbezüglich hatte ich viel höhere Erwartungen, die leider nicht erfüllt wurden. Kleine Details der Geschichte (z.B. Felicitas Arbeit) waren ungewöhnlich und bemerkenswert und konnten mein Interesse etwas wecken.

Fazit: Blasse, öde Charaktere und eine Geschichte ohne Besonderheit oder tieferen Sinn. Leider eher ein Flop!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.01.2020

Starke Protagonistin, starke Sprecherin!

Sinking Ships
0

Carla hatte es bisher nicht leicht in ihrem Leben und muss viele Geheimnisse hüten, die ihr Leben wie sie es kennt verändern könnten, sollten sie jemals öffentlich werden. Davor schützt sie sich mit ihrer ...

Carla hatte es bisher nicht leicht in ihrem Leben und muss viele Geheimnisse hüten, die ihr Leben wie sie es kennt verändern könnten, sollten sie jemals öffentlich werden. Davor schützt sie sich mit ihrer ablehnenden, misstrauischen und verschlossenen Art, bis sie Mitchell näher kennenlernt, der so ganz anders ist als die anderen Jungs und Gefühle in ihr weckt, die alles gefährden...

Nachdem der erste Band mir größtenteils missfiel, hatte ich höhere Erwartungen an den zweiten - allein schon wegen Carla, die mir am interessantesten erschien. Im Gegensatz zum ersten Hörbuch fand ich die Sprecherin fantastisch. Sie passte so perfekt zu Carla und ihrer Art wie irgend möglich und ich liebte es ihrer Stimme zu lauschen. Leider war dagegen der Sprecher gar nicht mein Fall, für mich zu tief und unsympathisch. So habe ich mir Mitchell nie vorgestellt und durch den Sprecher habe ich ihn mir auch älter vorgestellt, als er tatsächlich ist. Seine sanfte und aufrichtige Art passt nicht zur Stimme.

Der Schreibstil ist in meinen Augen besser, schlagfertiger und eloquenter geworden, auch mehr Szenen konnten mich zum Lachen bringen, als es im ersten Band der Fall war. Insofern ein Lob an die Autorin, denn der Stil ist ihr super gelungen.

Neben der spannenden und geheimnisvollen Carla gefiel mir die Geschichte insgesamt etwas besser, wenngleich die Liebesszenen mich immer noch nicht überzeugen konnten und ich sie oft übersprungen habe. Es war mir nicht verständlich wie genau Mitchell und Carla zueinander passen. Er ist sehr lieb, verständnisvoll, nahezu perfekt ohne Ecken und Kanten, für mich nicht greifbar und insgesamt ziemlich fad und langweilig. Sie ist das komplette Gegenteil und in ihrer Art oft launisch und etwas explosiv, manchmal zu übertrieben dargestellt, wie ein unter der Oberfläche brodelnder Vulkan der jeden Moment Gefahr läuft auszubrechen. Vielleicht mag es an der Gegensätzlichkeit liegen, aber so wirklich authentisch erschien mir die Liebesgeschichte nicht.

Der Rest der Geschichte war humorvoll, konfliktgeladen und gerade die Aspekte zu Carlas Familie - allen voran ihre Bruder - konnten mich ungemein fesseln und ich hing quasi an den Lippen der Sprecherin, weil ich so gebannt und gespannt war. Dieser Teil der Geschichte, wenn auch nebensächlich, war mit Abstand der beste und ich habe ihn geliebt. Davon hätte ich gerne wesentlich mehr gehört, auch wenn klar war, dass es sich um eine Liebesgeschichte zwischen Mitchell und Carla handelt.

Fazit: Die Protagonistin Carla hat mir sehr gut gefallen durch ihre etwas kratzbürstige, schwierige Art und die Liebesgeschichte war nicht mehr so langweilig und nervig wie im ersten Band. Gerne würde ich auch den dritten Band lesen, da mich beide Protagonisten mehr interessieren als Ella, Ches und Mitchell und ich mir wieder eine Steigerung erhoffe.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.12.2019

Leider enttäuschend

Im Namen der Vergeltung
0

Während der ehemalige Staatsanwalt Brandt versucht sich mit dem plötzlichen Tod seiner Frau zu arrangieren, zwingt ein erbarmungsloser Mörder seine Opfer sich mit einer Schlinge zu erhängen. Sofort nimmt ...

Während der ehemalige Staatsanwalt Brandt versucht sich mit dem plötzlichen Tod seiner Frau zu arrangieren, zwingt ein erbarmungsloser Mörder seine Opfer sich mit einer Schlinge zu erhängen. Sofort nimmt die Soko die Ermittlungen auf und findet schon bald Parallelen zwischen den Opfern und auch zu Brandts Frau. War ihr Tod womöglich beabsichtigt mit dem Ziel Brandt in seine Schranken zu weisen? Brandt beginnt mit dem Ermittler Hannes Stahl die Hintergründe der Taten aufzuklären und kommt der Wahrheit gefährlich nahe...

Da mich Chris Karldens Bücher bisher begeistert konnten, bin ich mit hohen Erwartungen an die Geschichte rangegangen.Das Setting und die Hintergründe von Brandt wirken auf den ersten Blick fesselnd und konnten mich neugierig machen. Relativ schnell hat mich allerdings der Schreibstil ausgebremst, der mir nicht flüssig und angenehm zu lesen erschien und mir Schwierigkeiten bereitete. Dabei kann ich nicht genau sagen was mich daran gestört hat.

Die Charaktere waren mir auch nicht tiefgründig und interessant genug dargestellt. Vor allem einige Ermittler schienen einfach gestrickt zu sein und hatten für mich zu wenig Professionalität, was sie nicht gerade sympathisch machte. Brandt und Hannes sind ein gutes Team, vollkommen überzeugen konnten sich mir jedoch leider nicht.

Die Geschichte beginnt ungemein spannend und ist voller Rätsel und Ungereimtheiten. Doch die beginnende Spannung flaut schnell ab und war mir viel zu fad und langweilig. Ich konnte nicht mitfiebern, da mich schlicht nicht interessierte was passierte und wie das Ganze ausgehen würde. Das kenne ich ganz anders von den anderen Büchern von Karlden. Ob es womöglich an der Zusammenarbeit beider Autoren liegt, kann ich nicht genau sagen, ich werde wahrscheinlich keine Bücher mehr von den beiden lesen.

Fazit: Eine aufregende Idee mit einem ungewöhnlichen Kriminalfall, der mich leider nicht neugierig machen konnte und zu wenig Spannung bereithielt. Dazu kamen die einfach und oberflächlich gehaltenen Charaktere.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.10.2019

Leider ziemlich enttäuschend

Die Dreizehnte Fee
0

Nachdem die Dreizehnte Fee hinter die wahren Absichten des Hexenjägers gekommen ist und ihrer Schwester, der Eishexe, gefolgt ist, sieht sie sich einem wahren Komplott konfrontiert. Denn ihre verbliebenen ...

Nachdem die Dreizehnte Fee hinter die wahren Absichten des Hexenjägers gekommen ist und ihrer Schwester, der Eishexe, gefolgt ist, sieht sie sich einem wahren Komplott konfrontiert. Denn ihre verbliebenen Schwestern wollen sich ihrer ein für alle Mal entledigen ohne jedoch den Fluch auf sich zu ziehen. Doch die Königin rebelliert und fordert Rache, während die menschliche Seite Lilith die Kämpfe, all das Leid und den unnötigen Schmerz hinter sich lassen möchte...

Da mir der erste Band unglaublich gut gefallen hatte, hatte ich auch beim zweiten hohe Erwartungen, die leider nicht erfüllt werden konnten. Die Geschichte an sich ist meistens fad und langweilig, ohne nennenswerte Spannung und mit nur wenig magischen Elementen. Wenn die magischen Elemente und die Tiefgründigkeit der Charaktere vorhanden waren, dann konnten sie mich zeitweise fesseln und überzeugen und mich den Charakteren näher bringen. Meistens war das jedoch nicht der Fall und insgesamt wirkte der komplette Band wie ein Durchhänger nach den turbulenten Ereignissen des ersten Teils, bis hin zum - hoffentlich - großartigen und bombastischen Finale des abschließenden Bandes.

Einige Geheimnisse und Ungewissheiten werden geklärt und ergaben im Nachhinein mehr Sinn, wenngleich ich teilweise Schwierigkeiten hatte mich an einige Fakten zu erinnern, da der erste Band schon ein paar Jahre zurücklag. Dennoch bin ich schnell wieder in die Geschichte gekommen, nur hat mir die Verbindung zu den Charakteren und der Funke zwischen den Charakteren total gefehlt, sodass sie nicht echt und greifbar wirkten. In diesem Punkt hat der zweite Band leider deutlich abgenommen.

Die Illustrationen innen sind wieder einmal wunderschön anzusehen und das ganze Buch ansehnlich, sodass ich es gerne in die Hand genommen habe, trotz der mauen Geschichte.

Nichtsdestotrotz werde ich den dritten Band lesen, der hoffentlich wieder genauso toll wird, wie der erste.