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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.12.2019

Romantisch und herzerwährmend

Weihnachten am Siljansee
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Inger und Malena führen ein Kinderheim am beschaulichen Siljansee in Schweden. Leider ist Augusta gestorben und sie sind in großen finanziellen Nöten, dazu geht ein Teil nach dem anderen kaputt, das sie ...

Inger und Malena führen ein Kinderheim am beschaulichen Siljansee in Schweden. Leider ist Augusta gestorben und sie sind in großen finanziellen Nöten, dazu geht ein Teil nach dem anderen kaputt, das sie ersetzen müssen.

Das Buch fängt sehr schön an. Schwedische Namen, wo man hinsieht, schwedische Landschaften und Schnee. Die Geschichte zieht sich durch typische Märkte und die berühmten Dalarnapferdchen. Ein Lokalkolorit, dass man Weihnachten dort verbringen möchte.

Dazu kommen sehr sympathische und einprägsame Protagonisten. Greta, die eigentlich dement ist oder Alzheimer hat. Warum tut sie das Richtige, vielleicht ist sie doch nicht so verwirrt, wie sie tut. Per, Augustas Neffe, ist total verbittert und taut auf. So richtig schön romantisch.

Der Schreibstil ist so, dass ich schon auf Seite Eins zuhause war. Besser geht gar nicht und dabei denke ich, dass ich die Autorin noch nicht kannte.

Der Roman mit der Romantik ist auch so wunderbar. Ich bin rundum zufrieden mit dem Buch. Ich konnte nicht aufhören zu lesen und hab ne Nachtschicht eingelegt. Außerdem war es humorvoll. Endlich stand das da, was da stehen sollte, auf Seite 256 unten. „Soll ich heißes Wasser kochen?“…. „Wozu?.... Willst du das Baby kochen, wenn es da ist.“ Herrlich.

Dazu das Cover, das so schön weihnachtlich-romantisch ist und man genau bekommt, was man erwartet. Eine 1 mit 10 Sternen. Also besser geht gar nicht.


Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Die beste und perfekte, herzerwärmende, romantische Unterhaltung für die Festtage und schon davor. 10 Sterne für diesen gelungenen Roman.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.12.2019

Wunderschön beschriebene Geschichten in der Geschichte

Merry Ex-Mas - Schöne Bescherung
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Drei Freundinnen, alle Geschieden, haben ihre eigenen Probleme, nur Freundin Nummer vier ist glücklich verheiratet.
Cass freut sich auf die Hochzeit ihrer Tochter, ist aber nicht happy darüber, dass sie ...

Drei Freundinnen, alle Geschieden, haben ihre eigenen Probleme, nur Freundin Nummer vier ist glücklich verheiratet.
Cass freut sich auf die Hochzeit ihrer Tochter, ist aber nicht happy darüber, dass sie ihren Exmann und seine neue Frau in ihrem Haus beherbergen muss.
Charlenes Mann ist mit der Kellnerin durchgebrannt und sie musste ihn auszahlen, das halbe Haus und dazu noch das halbe Restaurant, das ihr gehört. Sie ist nicht gut auf ihn zu sprechen, als er zurückkommt und ihr den Hof macht.
Ella muss mit ihrem Mann zusammen wohnen, bis das Haus verkauft ist. Es ist sehr schwierig, da er immer ein Chaos veranstaltet, wenn potentielle Käufer kommen. Sie geht dafür mit dem Makler aus. Und ihre Mutter ist hochbeglückt, dass sie nun scheinbar den richtigen Mann gefunden hat.

Mir gefielen der Schreibstil und die Charaktere sehr gut. Ich konnte mir alle sehr gut vorstellen. Natürlich waren meine Lieblingscharaktere Cass, Charlene und Ella. Sie waren so lebensecht mit ihren Gefühlen. Logischerweise ist Vorweihnachtszeit und die Hochzeit von Cass’ Tochter macht noch mehr Stress. Die Atmosphäre ist sehr schön in diesem Buch, so schön weihnachtlich, mit sehr vielen gebackenen Sachen. Glücklicherweise gibt es dazu noch viele schöne Cupcake Rezepte. Die Geschichten gefielen mir sehr gut. Es waren quasi drei Geschichten in Einer. Vor allem der kleine Hund von Babette, der neuen (total sympathischen) Frau von Cass’ Mann verursacht viel Chaos. Einerseits lustig, anderseits leidet man mit Cass.

Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Eine schöne Weihnachtsgeschichte mit einigen Liebesromanzen. Mir gefällt der Ausgang und es passt alles so wunderbar. 5 Sterne für dieses Buch.

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Veröffentlicht am 07.12.2019

Ein wunderschöner Provencekrimi

Lavendel-Gift
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Lilo Braque darf ihr letztes Praktikum, zur Commissaire Ausbildung in Carpentras, in der Provence absolvieren. Sie wird zu Schreibarbeiten degradiert und darf Kaffee zubereiten. Man sollte allerdings dazu ...

Lilo Braque darf ihr letztes Praktikum, zur Commissaire Ausbildung in Carpentras, in der Provence absolvieren. Sie wird zu Schreibarbeiten degradiert und darf Kaffee zubereiten. Man sollte allerdings dazu sagen, dass die Kaffeemaschine total modern und etwas kompliziert ist. Als Kaffeeliebhaberin, die Lilo nun mal ist, hat sie diese sofort mit Gebrauchsanleitung „inhaliert“. Eines abends kommt sie heim, um ihrem Vermieter Frédéric Benoit, ein selbstgemachtes Lavendelessen mit Broten zu bringen. Sie findet Benoit tot vor. Kurze Zeit später trifft Simon – ein weiterer Verwandter – ein. Es fragt sich, ist das Zufall oder ist er ein Mörder?

Das Cover ist wunderschön, auch der Rückentext. Ich würde dafür eine 1 * geben. Allerdings der Titel „Lavendelgift“ ist keineswegs zutreffend! Besser wären vielleicht Lavendelrezepte gewesen. Echt schade.

Die Charaktere sind alle prima getroffen. Ich konnte mir alle sehr lebhaft vorstellen. Besonders mochte ich Simon und Lilo. Auch deshalb wünsche ich mir eine Fortsetzung.

Der Lokalkolorit besteht buchstäblich überwiegend aus Lavendel, was nicht schlecht ist. Es gibt massig Beschreibungen, wie französische Gerichte gekocht und mit Lavendel verfeinert werden. In Anbetracht der Seitenzahl von 252 hätte ich mir noch richtige Rezepte mit Mengenangaben gewünscht. Vor allem die Gemüse Rezepte und die Creme Brulet haben bei mir einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Mit Lavendel kochen, das gefällt mir auf jeden Fall sehr gut. Dann gab’s noch ein Lavendelfeld, das berochen werden durfte und ein paar Ortsbeschreibungen. Insgesamt ein schöner Lokalkolorit, der die Provence vor meinen Augen, mitsamt Düften, wieder aufstehen ließ.

Der Schreibstil war locker und leicht. Ich war sofort im Geschehen drin.

Der Krimi war gut geschrieben, wenn es gerade zu keinem Highlight reichte, gab es verschwenderische und wirklich schöne Beschreibungen von Essen und Landschaft.

Liebes-Romanzen deuten sich ja schon zwei Stück an, daher gehe ich von einer Fortsetzung aus und erhoffe sie mir auch.

Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Ein rundum gelungener Provencekrimi mit massig Flair und Lokalkolorit. 5 Sterne dafür.

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Veröffentlicht am 07.12.2019

Ein tolles Theaterstück, spannend mit einem Schuss Romantik

Bodden-Nebel
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Bodden-Nebel ist Teil 2 einer Serie im Fischland, genauer gesagt in Barnstorff. Teil 1 heißt Bodden-Tod und da Corinna Kastner an zwei verschiedenen Serien schreibt, ist Fischland Angst ein Krimi, der ...

Bodden-Nebel ist Teil 2 einer Serie im Fischland, genauer gesagt in Barnstorff. Teil 1 heißt Bodden-Tod und da Corinna Kastner an zwei verschiedenen Serien schreibt, ist Fischland Angst ein Krimi, der beide Serien sozusagen vereint. Das meiste spielt sich im Haus (bzw. Garten) von Greta und Matthias Röwer ab. Alle Beteiligten – die noch leben – kommen zu ihnen ins Haus, so dass es für mich wie ein Theaterstück war, das auch den Spannungsbogen konstant aufrecht erhielt und mit dem Schluss noch einen weiteren Höhepunkt bekam.

Eigentlich geht es um einen Mord, der 1943 geschah, als ein Flieger der Engländer auf dem Rückweg nach Hause über dem Fischland abstürzt. Solche Kriegsgeschichten lese ich ja nicht sehr gerne, aber wenn sie so gut und liebevoll aufbereitet sind, und alle Seiten zeigen, dann mag ich sie schon.

Die Charaktere:
Ich mochte die Charaktere und konnte sie mir sehr gut vorstellen. Irgendwie fand ich Greta und Lennart am allerbesten. Aber auch Magda, Matthias, Arvid, Heinz waren sehr gut dargestellt und sympathisch. Ich konnte sie mir alle im Kopfkino vorstellen. Die Haupt- aber auch die Nebenpersonen waren genial „gezeichnet“.

Lokalkolorit:
Den fand ich schön, weil ich mir den Nebel auf dem Bodden sehr gut vorstellen konnte. Vor allem bei der Schluss-Szene fand ich ihn einfach schön. Die ganze Landschaft, die Charaktere der Menschen, vor allem, wie sie im Krieg handeln passt irgendwie sehr gut zusammen. Da fehlte nicht mal der Einheimische, der „platt“ sprach.

Sonstiges:
Es könnte schon ein Romantikthriller sein. Da es um die Liebe von zwei Menschen ging, auch wenn das schon 1943 war. Alles klingt sehr plausibel, so dass es sich tatsächlich so abgespielt haben könnte. Der Krimi war sehr faszinierend.

Ich kenne die Vorgänger Bücher – noch – nicht und kam mit den Protagonisten trotzdem zurecht. Es wird immer wieder auf die Vorgänger-Bücher verwiesen, was ich sie nicht wirklich brauchte.

Überwiegend wird auf Brutalität und Gewaltszenen verzichtet, was mir auch noch sehr gefiel (wenn man mal vom Kriegsgeschehen absieht, weil es damals ganz andere Zeiten waren). Das zeigt auch das Schluss-Highlight. Es passiert alles ganz von „selbst“, eine ganz natürliche „Falle“, die unabsichtlich aufgestellt wurde. Ich hab in letzter Zeit einige Bücher gelesen, wo ich mich gefragt habe, warum müssen die Hauptcharaktere ständig solche „Unbilden“ erleiden. Bei Matthias hingegen ging es glücklicherweise relativ glimpflich ab. Auch in dieser Hinsicht war es mehr ein Romantik-Thriller. Es erinnerte mich an Victoria Holts Romantik-Thriller, die ich bis heute liebe und immer wieder den einen oder anderen lese.

Gerne lese ich auch weitere Bücher der Serie(n) und ich hoffe sehr, dass die Serie weitergeht und dass ich sie lesen kann.

Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Ein kontinuierlicher Spannungsbogen, da ständig irgendetwas Neues geschieht, mündet in das Schluss-Highlight, so dass es mir nie langweilig wurde. Der Küstenkrimi weist sehr viel Lokalkolorit vor, in dem die Stimmung des Wetters und der Landschaft sehr gut eingeflochten wurde. Mein neuer Lesetipp: Corinna Kaster und Bodden-Nebel, samt ihren anderen Fischlandserienbüchern. 10 Sterne.

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Veröffentlicht am 27.11.2019

Ein Weihnachtsmärchen

Der Weihnachtswald
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Inhalt:
Eva, die erfolgreiche Frankfurter Anwältin, kommt, wie jedes Jahr zu Weihnachten nach München zu ihrer Großmutter Anna. Dort trifft sie ihren Jugendfreund Philipp und die stotternde Waise Antonie. ...


Inhalt:
Eva, die erfolgreiche Frankfurter Anwältin, kommt, wie jedes Jahr zu Weihnachten nach München zu ihrer Großmutter Anna. Dort trifft sie ihren Jugendfreund Philipp und die stotternde Waise Antonie. Als Antonie davonläuft und Philipp und Eva sie im Schneesturm suchen, werden sie ins Jahr 1931 zurückversetzt und befinden sie sich im Garten des Hauses und treffen auf Evas Verwandte.

Schreibstil:
Angelika Schwarzhuber könnte mühelos Krimis schreiben. Der Schreibstil ist flüssig, ich bin immer sofort mitten in der Geschichte und mein Kopfkino läuft auf vollen Touren. Der Roman erscheint für ein Weihnachtsmärchen ziemlich plausibel und so muss man nicht nachdenken und kann sich fallen lassen. Das Herausragende dieser Autorin, ist die Liebe zu den Mitmenschen, die die Autorin in dieser Geschichten erzählt. Auch die Liebesgeschichte sind wunderschön und märchenhaft. Genau das was ich mir in der Vorweihnachtszeit zu lesen wünsche.

Charaktere:
Die Charaktere gefallen mir alle sehr gut, weil sie so wunderbar beschrieben sind. Anna ist so bildlich und alles ist so nachvollziehbar, dass ich das Ganze sehr plausibel finde. Meine Lieblingscharaktere sind Eva und Anna, weil sie deutliche, positive Verwandlungen durchmachen und weil ich verstehen kann, warum sie so reagieren.

Meine Lieblingsszenen:
Als Anna aus dem Eis gerettet wird. Der Blick von Anna zu Eva ist Gold wert und als Großmutter Anna an Weihnachten vom „danach“ erzählt. Natürlich passen die – verstorbenen - Eltern von Antonie perfekt ins Bild. Rundum gelungen!

Das Cover:
Ich glaube, alle Cover sind ähnlich. Also der Weihnachtswald mit der jungen, schlanken Frau, die vor einem Haus und Bäumen in einer Winterlandschaft steht. Das Weihnachtswunder, wo die junge, schlanke Frau in einer Shopping-Mall steht. Und das Weihnachtslied, wo die junge Frau in einer Winterlandschaft steht. Die Cover sind schön, aber ich hätte mir da irgendwie andere gewünscht. Sie passen wohl schon (wobei ich mich auf das Weihnachtslied wohl noch ein, zwei Jahre gedulden muss, bis es meinen Weg kreuzt), aber ich hätte mir – in Kenntnis des Inhalts – einfach was anderes gewünscht. Trotzdem eine 1-2 für das äußere des Buches.

Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Auch dieses Buch bestätigt, dass Angelika Schwarzhuber meine Lieblingsautorin ist. Mit „der Weihnachtswald“ ist ihr wieder ein liebevoll geschriebener, brillanter Roman gelungen. 9 Sterne für dieses wunderbare und schöne Weihnachtsmärchen.