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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.12.2019

Interessante Konstellation

Sinking Ships
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Vorweg möchte ich erwähnen, dass ich diese Reihe gleich mit dem zweiten Teil begonnen habe. Zwar wurde ich als Unwissende hineingeworfen und musste mich zu Beginn durch eine paar Namen kämpfen, doch sind ...

Vorweg möchte ich erwähnen, dass ich diese Reihe gleich mit dem zweiten Teil begonnen habe. Zwar wurde ich als Unwissende hineingeworfen und musste mich zu Beginn durch eine paar Namen kämpfen, doch sind diese leicht zu unterscheiden und werden gut genug beschrieben (dies ist leider nicht immer der Fall).
Charakterlich sind die typischen Rollen in diesem Buch vertauscht. Der "zu nette und zu gute" Mitchell versucht die verschlossene, abweisende Carla für sich zu gewinnen. Die, je näher er ihr und ihren Geheimnissen kommt, ihn immer und immer wieder von sich stößt. Dies verleiht der Geschichte einen besonderen Charme.
Obwohl Carla Mitchell über lange Zeit kennt und ihn ansich gut einschätzen kann, unterstellt sie ihm (sobald er sich ihr nähert) hinterhältige Absichten. Dies erscheint mir manchmal ein wenig paranoid, zumal man doch dazu neigt, Personen, für die man Gefühle entwickelt, etwas Vertrauen zu schenken. Carlas abweisendes Verhalten schafft eine Distanz, die ich beim Lesen/Hören anfänglich schwer überwinden konnte. Erst ab der Hälfte ca. würde ich langsam mit ihr warm, als sie anfängt sich zu öffnen und ihre Ängste offenbart. Dann jedoch war es leicht Carla zu mögen.
Mitchell mit seiner sanften, fürsorglichen und schüchternen Art, kann man einfach nur lieben. Allein schon deshalb, wie er sich um Carla und ihre Sorgen und Ängste kümmert.

Die Emotionen mitzfühlen war nicht so einfach, dies mag unter anderem Carlas eigensinniger Verschlossenheit liegen. Doch war die Spannung zwischen Carla und Mitchell spürbar.

Gegen Ende war ich mir sehr unsicher, ob die Geschichte nach Schema verläuft, oder die Auflösung interessant gestaltet ist. In diesem Fall wurde ich positiv überrascht und konnte das Werk mit einem Lächeln beenden.

Gesprochen wird das Hörbuch von Fanny Bechert und Oliver Dupont.
Fanny Bechert konnte mich sofort mitreißen und Carla zum Leben erwecken. Ihre Stimme ist eine sehr gut gewählte Besetzung.
Mit Oliver Dupont hatte ich bis zur Hälfte ca. meine Schwierigkeiten. Seine facettenreiche Stimme war zu Beginn sehr ungewohnt, doch passte diese immer besser zu Mitchell. Vielleicht weil sich Oliver Dupont auf den Charakter eingesprochen hat, oder die Stimmlage den viel zu gutmütigen Kern von Mitchell reflektiert, auf jeden Fall passt es besser je weiter die Geschichte voran geht und je mehr man Mitchell kennenlernt.

Während ich die erste Hälfte eher bei drei Sternen sah, gewann die Erzählung immer mehr dazu und konnte mich zum Ende hin immer mehr einnehmen.

Die Serie geht weiter, Teil drei mit dem Titel Hiding Hurricane folgt im Juni 2020, mit der Geschichte zu Lenny und Creed. Diese beiden konnte man bereits etwas kennenlernen und haben meine Neugier geweckt. Ich bin gespannt, was sich Tami Fischer für die beiden ausgedacht hat.

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Veröffentlicht am 09.12.2019

Ein gelungenes Debüt

Keeping Faith – Farben der Liebe
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Der Einstieg in die Geschichte ist mir sehr leicht gefallen. Schnell würden mir die Protagonisten sympatisch. Gerade Ben der (zu meiner Freude) ganz gegen den Trend der aktuellen Romanhelden weder zu selbstverliebt ...

Der Einstieg in die Geschichte ist mir sehr leicht gefallen. Schnell würden mir die Protagonisten sympatisch. Gerade Ben der (zu meiner Freude) ganz gegen den Trend der aktuellen Romanhelden weder zu selbstverliebt noch überheblich oder superreich ist konnte durch seine realistische Art überzeugen. Um ehrlich zu sein hatte ich die ganze Zeit damit gerechnet, einen Perspektivwechsel zu erhalten, doch alle Kapitel sind aus Bens Sicht geschrieben. Dies war zwar unerwartet, doch gleichzeitig sehr erfrischend.

Das Setting selbst spielt in Chicago doch abgesehen vom Krankenhaus und dem Wohnhaus bekommt man wenige Eindrücke von der Umgebung vermittelt. Doch gerade diese intensive Reduzierung auf die wenigen Schauplätze und die wenigen, dafür sehr durchdachten, Charaktere geben der Geschichte einen besonderen Charme.

Die Gefühle der Protagonisten könnten mich nicht so gut erreichen, dies ist allerdings ohne Perspektivwechsel meist schwieriger. Die Entwicklung von Ben und die wachsende Anziehung zu Faith fand ich spannend. Diese Anziehung zwischen den beiden basiert auf den Persönlichkeiten und nicht auf rein körperliches Verlangen. Die wenigen erotischen Momente sind romantisch gehalten und gehen nicht ins Detail.


Das Ende ist ungewohnt schnell, wie eine abschließende Momentaufnahme. Einen Ausblick auf die Weiterentwicklung zwischen den beiden und die Fortschritte in der Problembewältigung hätten mir noch gut gefallen. Doch andererseits passt es so sehr gut zu dem Stil der Geschichte.


Insgesamt ein gelungenes Debüt mit sympathischen Charakteren und einer ungewohnten Perspektive. Ich bin gespannt welche Erzählungen noch folgen

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Veröffentlicht am 09.12.2019

Schöne Geschichte

Maybe this Christmas - Und dann war es so viel mehr
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Obwohl ich die vorherigen Teile der Serie nicht kenne, konnte mich das Buch schnell abholen und für die Geschichte von Ash in Emma gewinnen. Wer allerdings nach typischer weihnachtlicher Romantik sucht, ...

Obwohl ich die vorherigen Teile der Serie nicht kenne, konnte mich das Buch schnell abholen und für die Geschichte von Ash in Emma gewinnen. Wer allerdings nach typischer weihnachtlicher Romantik sucht, wird vom Titel etwas fehlgeleitet. Zwar spielt alles um die Weihnachtszeit, doch wird eher die winterliche als die weihnachtliche Atmosphäre aufgegriffen.

Dafür konnten mich die Charaktere umso mehr überzeugen. Der innere Kampf zwischen sportlichen und privaten Zielen oder Wünschen wird sehr gekonnt aufgegriffen. Ebenfalls ist die Thematik das Beste für jemanden zu wünschen oder besser zu wissen, was das Beste ist herausgearbeitet. Hier haben Emmas Schwester und Ash ganz unterschiedliche Ansichten.

Die Emotionen konnten mich ebenfalls abholen. Die Achterbahn und das hin und her der Gefühle waren überzeugend. Die erotischen Szenen sind prickelnd geschrieben und über die gesamte Geschichte verteilt.

Insgesamt eine reizvolle Geschichte, die mein Interesse an den vorherigen Bänden geweckt hat.

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Veröffentlicht am 09.12.2019

Ein vielversprechender Auftakt

King's Legacy - Alles für dich
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Dies war mein erstes Buch der Autorin. Da es mittlerweile öfter vorgekommen ist, dass eine neue Reihe eher wie in Spinn-off zu erfolgreichen Vorgängern zu werten ist, war ich Recht gespannt darauf wie ...

Dies war mein erstes Buch der Autorin. Da es mittlerweile öfter vorgekommen ist, dass eine neue Reihe eher wie in Spinn-off zu erfolgreichen Vorgängern zu werten ist, war ich Recht gespannt darauf wie leicht ich in die Geschichte abtauchen kann.

Der Auftakt dieser neuen Reihe wirkt völlig autark und kann ohne weitere Vorkenntnisse anderer Bücher von Amy Baxter gelesen werden.

Der Schreibstil ist äußerst angenehm zu und lässt einen leicht durch die Seiten fliegen.

Das Setting in New York ist außergewöhnlich gut erfasst. Man hat fast das Gefühl selbst durch die Straßen zu schlendern und die City mit all ihren Eigenheiten wahrzunehmen. Selten habe ich in vergleichbaren Büchern einen so guten Bezug zu den jeweiligen Orten vermittelt bekommen.

Mit sehr viel Leichtigkeit greift die Autorin die Probleme der Protagonisten auf und steigert diese zu einer überzeugenden Ernsthaftigkeit. Sehr gekonnt bringt sie auf die gegebene Situation verschiedene Blickwinkel und regt zum Nachdenken an.

Die Charaktere selbst waren ebenfalls überzeugend. Durch den Perspektivwechsel zwischen Hope und Jaxon konnte man die briden leicht und schnell ins Herz schließen und die körperliche Anziehung spüren. Emotional hätte es für mich noch etwas mehr Tiefe geben können.

Die erotischen Szenen sind angenehm umschrieben, prickelnd und nicht zu häufig gesetzt.


Auf den nächsten Band der Reihe muss man zum Glück nicht allzulange warten "King's Legacy - Nur mit dir" erscheint voraussichtlich im Januar 2020 mit Logan als Protagonist, den man in diesem Band bereits kennenlernen dürfte.

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Veröffentlicht am 24.05.2023

Eine Geschichte mit ernsten Themen

Happy Place
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Bei Happy Place habe ich eine unterhaltsame Geschichte erwartet mit Humor und viel Romantik.
Harriet und Wyn sind getrennt, doch ihre Freunde wissen es nicht. Da die Beziehung von Harriet und Wyn bei ...

Bei Happy Place habe ich eine unterhaltsame Geschichte erwartet mit Humor und viel Romantik.
Harriet und Wyn sind getrennt, doch ihre Freunde wissen es nicht. Da die Beziehung von Harriet und Wyn bei allen anderen den Glauben an die Liebe festigt, sollte es den beiden jedoch leicht fallen, ihren Freunden ein paar Tage lang etwas vorzumachen.
Der Einstieg hat mir gut gefallen, durch den atmosphärischen Erzählstil wurde ich schnell abgeholt und konnte Harriets Erlebnissen folgen. Da die Geschichte aus zwei Zeitleisten besteht, wird zum einen die Liebesgeschichte von Harriet und Wyn erzählt und auf der anderen Seite die aktuelle Situation im Urlaub dargestellt.
Ich muss gestehen, der Verlauf der Erzählung war anders als erwartet. Die Autorin greift mit ihrer Geschichte den Raum zwischen New Adult und Adult auf. Wie sich Freundschaften verändern oder entwickeln, wie man zusammenfindet oder sich auseinandergelebt hat und andere Probleme. Hier schwingt mehr Ernsthaftigkeit mit, als ich erwartet habe. Die Umsetzung hat mir gefallen, auch wenn die Geschichte eine gewisse Schwere hat.
Die Emotionen von Harriet konnte ich gut aufgreifen und mich auf ihre Gefühle einlassen. Für meinen Geschmack wird jedoch die körperliche Anziehung zu Wyn zu sehr herausgestellt. Fehlende Kommunikation ist das Hauptproblem, da hätte ich gerne etwas mehr gehabt.
Das Ende lässt mich zufrieden zurück.
Insgesamt eine interessante Geschichte mit mehr Tiefgang als ich erwartet habe. Für eine schöne Sommerlektüre etwas schwer.

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