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Veröffentlicht am 20.12.2019

Ganz nett für zwischendurch, aber die großen (Weihnachts-)Gefühle blieben aus

Kiss me in Paris
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Inhalt
Serena hat ihren Aufenthalt genau durchgeplant. Sie möchte mit ihrer Schwester die Hochzeitsreise ihrer Eltern in Paris nacherleben und dabei alle Sehenswürdigkeiten, von denen ihre Eltern erzählt ...

Inhalt
Serena hat ihren Aufenthalt genau durchgeplant. Sie möchte mit ihrer Schwester die Hochzeitsreise ihrer Eltern in Paris nacherleben und dabei alle Sehenswürdigkeiten, von denen ihre Eltern erzählt hatten, ebenfalls besichtigen. Doch als Serena in Paris ankommt, hat ihre Schwester den Plan komplett vergessen und reist mit ihrem Freund nach Spanien. Serena muss daher bei dem Mitbewohner Jean-Luc übernachten. Jean-Luc ist davon überhaupt nicht begeistert, begleitet sie aber auf die komplett, auf die Sekunde genau getaktete Reise durch die Stadt. Serena wiederum ist genervt von Jean-Luc, weil der lieber improvisiert. Doch irgendwann merken sie, dass da mehr, als nur Genervtheit zwischen ihnen sein könnte…

Meine Meinung
Ich muss sagen, dass ich keine großen Erwartungen an das Buch hatte, weswegen ich am Ende auch nicht enttäuscht davon war. Es ist einfach ein netter Jugendroman, den man gut zur Weihnachtszeit einmal lesen kann. Aber mehr leider auch nicht.

Das Cover ist einfach nur ein Traum. Es ist so schön weihnachtlich und lässt einen auf ein wunderschönes Weihnachtsbuch hoffen.

Die Handlung war leicht durchschaubar und vorhersehbar, was aber nicht so schlimm war, da das bei solchen Büchern typisch ist. Was ich spannend und interessant fand war, dass beide ihre Päckchen zu tragen hatten und man selbst als Leser erst nach und nach erfahren hat, was die beiden bewegt. Es war spannend zu sehen, wie sie sich langsam annähern und öffnen.
Schön fand ich auch, die Leichtigkeit, die die Handlung hatte. Es hat einem gute Laune gemacht, die Beiden auf ihre Weise Paris erkunden zu sehen und mit allen Steinen, die Serena in den Weg gelegt wurden.
Leider hat mich das Buch aber nicht gepackt. Ich fand es nett und süß, aber es war nicht spannend oder konnte mich gefühlsmäßig abholen. Es war jetzt keine tiefgründige Geschichte mit einzigartigen Charakteren.

Das Buch ist abwechselnd aus der Sicht von Serena und Jean-Luc geschrieben. Daher wusste man stets, was sie übereinander denken und wie ihre Sichtweisen generell zu den Dingen ist. Sie waren mir beide sympathisch und ich mochte es, dass sie so grundverschieden waren. Allerdings konnte ich mich nicht wirklich gut in sie einfühlen oder mit ihnen mitfiebern, da bei mir leider von den Gefühlen her nichts ankam. Die Geschichte ließ mich da eher kalt zurück. Auch das schöne Weihnachtsgefühl, auf das ich mich gefreut hatte, blieb leider aus, was vor allem daran lag, dass die beiden einfach so durch die Stadt gehetzt sind. Da war leider nicht groß was mit Weihnachten, sie hätten auch zu jedem anderen Tag dort sein können.

Der Schreibstil war einfach und flüssig gehalten, sodass man gut und schnell voran gekommen ist. Leider fehlte mir hier einfach die weihnachtliche Atmosphäre und die Gefühle. Da ist leider nichts bei mir angekommen.

Insgesamt war das Buch ganz nett für zwischendurch, aber man darf hier wirklich nicht zu viel erwarten.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.06.2019

Überzeugende Idee und überzeugender Anfang - danach flaute es ab

Ein Meer aus Tinte und Gold (Das Buch von Kelanna 1)
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Inhalt
Sefia schlägt sich mit ihrer Tante Nin alleine durch, da ihre Eltern beide tot sind. Dann wird Nin plötzlich entführt. Allein ein Buch kann ihr helfen, Nin zu finden. Doch Bücher kennt in ihrer ...

Inhalt
Sefia schlägt sich mit ihrer Tante Nin alleine durch, da ihre Eltern beide tot sind. Dann wird Nin plötzlich entführt. Allein ein Buch kann ihr helfen, Nin zu finden. Doch Bücher kennt in ihrer Welt fast niemand mehr und lesen kann auch fast keiner, genau wie Sefia. Doch als Sefia sich näher mit dem Buch beschäftigt, lernt sie, die Zeichen zu lesen. Als sich dann die Ereignisse überschlagen, findet sie sich plötzlich an der Seite eines stummen Jungen wieder, der ebenfalls ein Geheimnis hütet…

Meine Meinung
Was soll ich sagen? Ich habe mich riesig auf dieses Buch gefreut, weil mir einfach dieses wunderschöne Cover direkt ins Auge gesprungen ist. Als ich es dann aufgeschlagen und kurz einmal durchgeblättert habe, war ich hellauf begeistert: es gibt Anmerkungen in dem Buch, unterschiedliche Schriftarten, Zeichen und Wörter neben den Seitenzahlen. Ich war total gespannt, was das alles zu bedeuten hat und, wie sich das in die Geschichte einfügt. Also die Aufmachung des Buches hat mir schon mal richtig gut gefallen.

Auch der Beginn der Geschichte konnte mich überzeugen. Es wurde schnell Spannung aufgebaut und die Geschichte hatte einfach einen gewissen Reiz, mit ihren versteckten Hinweisen und diesem „rätselhaften“-Teil der Aufmachung.
Doch nach der ersten Euphorie kam die Ernüchterung. Der Handlung fehlte mir persönlich das richtige Tempo. Es schleppte sich nach den ersten Kapiteln so ein bisschen dahin und über allem schwebte die Frage, was das alles zu bedeuten hatte, weswegen man natürlich trotzdem unbedingt weiterlesen wollte. Es wurde teilweise auch etwas verwirrend, da plötzlich Abschnitte nicht mehr aus Sefias Perspektive erzählt waren, sondern aus der Perspektive von Figuren, die man noch gar nicht kannte und man auch nicht einordnen konnte, zu welcher Zeit diese spielen sollten. Gleichzeitig versuchte man möglichst aufmerksam alle Details zu beachten, um bloß nicht diesen „Aha“-Moment zu verpassen. Das war schon etwas anstrengend, vor allem, da die Geschichte eben nur so ein bisschen dahin plätscherte. Wenn man dachte, dass sie jetzt endlich Fahrt aufnimmt, war das Kapitel dann aber beendet und ein Neues aus einer anderen Perspektive begann.
Tja und dann kam das Ende, welches mir einfach zu schnell ging, mit einer Auflösung, die mich persönlich auch nicht überzeugen konnte, da hatte ich mir schon etwas mehr erhofft, nachdem das alles so rätselhaft aufgebauscht wurde. Es wirkte einfach etwas gekünstelt und schnell abgehakt. Vor allem war ich da auch von unserer Hauptfigur Sefia enttäuscht, deren Reaktion am Ende überhaupt nicht zu ihrem vorherigen Auftritt gepasst hatte.

Die Figuren in dem Buch blieben meiner Meinung nach generell irgendwie blass. Sie hatten keine Tiefe und auch ihre Gefühle und Emotionen konnten mich nicht mitreißen, weswegen ich mich auch nicht gut in sie einfühlen konnte. Trotzdem waren sie mir aber irgendwie sympathisch.

In den Schreibstil musste ich mich ebenfalls erst einmal einfinden. Er war etwas gewöhnungsbedürftig, aber nach ein paar Seiten war ich dann drin und bin auch gut in dem Buch voran gekommen.

Insgesamt eine tolle Idee mit vielen tollen Aspekten in dem Buch und einer spannenden Handlung, die sich aber zwischenzeitlich etwas schleppte.

Veröffentlicht am 22.01.2019

Leider eine Enttäuschung

Untamed
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Inhalt
Griffin und die Band sind erfolgreicher denn je. Auch mit Anna läuft es wunderbar. Doch Griffin möchte auch einmal der große Star auf der Bühne sein und nicht nur im Hintergrund als Bassist spielen. ...

Inhalt
Griffin und die Band sind erfolgreicher denn je. Auch mit Anna läuft es wunderbar. Doch Griffin möchte auch einmal der große Star auf der Bühne sein und nicht nur im Hintergrund als Bassist spielen. Daher trifft er eine folgenschwere Entscheidung…

Meine Meinung
Nachdem mir die Thoughtless-Reihe richtig gut gefallen hatte, war ich schon gespannt auf diesen Band aus Griffins Perspektive. Doch leider hat er mich fast komplett enttäuscht.

Ich habe Griffin schon immer als interessante Figur empfunden, wenn man ihn aus Kieras Perspektive erlebt hatte. Ich dachte hinter seiner Macho-Art, der komische Witze reißt und nur auf das eine fixiert ist, steckt viel mehr und, dass er diese übertriebene Art nur nach außen hin trägt und irgendwie scherzhaft meint. Er kam da für mich eher witzig und irgendwie liebenswert rüber. Zumindest hatte ich das so immer empfunden.
Daher konnte ich es fast schon nicht glauben, dass er sich nicht nur so gibt, sondern tatsächlich so ist. Er denkt nämlich auf die gleiche Art und Weise, wie er immer redet. Er meint, er wäre der Größte überhaupt und ist unfassbar selbstverliebt. Irgendwie hatte er eine richtig gestörte Selbstwahrnehmung. Mir ging dieses Gehabe tierisch auf die Nerven. Es war einfach zu viel von allem. Teilweise habe ich mich sogar richtig für ihn fremdgeschämt, weswegen ich einfach nicht verstehen konnte, was Anna an ihm findet. Normal hoffe ich ja immer, dass es sich bei Problemen für die Hauptfigur irgendwie noch zum Guten wendet. Hier habe ich die ganze Zeit gehofft, dass Griffin so richtig auf die Nase fällt. Durch die ersten Seiten musste ich mich daher auch wirklich durchquälen. Ab der zweiten Hälfte des Buches wurde es dann ein bisschen besser.

Die Handlung konnte das Ganze aber tatsächlich noch auffangen. Es hat zwar ein bisschen gedauert, bis das Ganze in Gang kam und zu dem eigentlich Thema kam, wurde das Buch auch spannend und konnte mich fesseln. Nichtsdestotrotz war es an einigen Stellen vorhersehbar, sodass es mit keiner großen Überraschung kommen konnte. Trotzdem konnte mich der Handlungsverlauf bis zum Ende hin überzeugen.
Überzeugen konnten mich auch die Einblicke, die man in die Musikbranche erhält. Es wird deutlich, wie hart es dort zugeht und, dass Künstler es nicht einfach haben. Das hat mir gut gefallen und es hat das ganze abwechslungsreich gemacht.
Schön fand ich auch zu sehen, wie es den ganzen anderen Figuren aus der Reihe in der letzten Zeit ergangen ist und, wie sie ihr Leben leben.

Der Schreibstil ist einfach und flüssig gehalten. Man ist gut im Buch vorangekommen und hat auch ein bisschen etwas von der Stimmung des Buches mitbekommen. Man merkte die Spannungen und Ängste, die in der Luft lagen. Berühren konnte es mich leider nicht, dafür stand ich in einem zu großen Zwiespalt mit Griffin als Hauptfigur.

Insgesamt konnte der Handlungsverlauf für mich einiges rausreißen, aber weil ich einfach mit der Hauptfigur nicht warm wurde, konnte das Buch mich nicht überzeugen.

Veröffentlicht am 09.11.2018

Nicht das, was ich erwartet hatte

Die Heiratsschwindlerin
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Inhalt
Milly möchte ihren Traummann heiraten und nun kurz vor der Hochzeit sind alle in heller Aufruhe und freuen sich auf die Trauung.
Doch was keiner weiß: Milly hat bereits vor 10 Jahren schon einmal ...

Inhalt
Milly möchte ihren Traummann heiraten und nun kurz vor der Hochzeit sind alle in heller Aufruhe und freuen sich auf die Trauung.
Doch was keiner weiß: Milly hat bereits vor 10 Jahren schon einmal geheiratet und dieses Geheimnis scheint nun ans Licht zu kommen…

Meine Meinung
Ich habe nun schon viele Bücher von Sophie Kinsella gelesen und weiß auch eigentlich immer, womit ich bei ihr rechnen kann. Mit diesen Erwartungen bin ich auch an dieses Buch heran gegangen und war deshalb leicht enttäuscht, weil es irgendwie komplett anders war, als gedacht.

Der Einstieg in das Buch ist mir zunächst etwas schwerer gefallen und ich habe ein bisschen gebraucht, bis ich in der Geschichte drin war und mich diese gepackt hat. Anschließend war die Handlung aber durchweg spannend gehalten und nachvollziehbar dargestellt. Es gab Höhen und Tiefen in der Geschichte sowie die eine oder andere überraschende Wendung die dem ganzen noch einmal Schwung gegeben hat.
Die Handlung hatte für mich auch genau das richtige Tempo in Kombination mit den Geschehnissen.
Einziger Kritikpunkt ist für mich, dass ich eher mit einer frischen und spritzigen Geschichte gerechnet hatte. Das hat mir hier völlig gefehlt. Es ging für mich eher sogar in eine komplett andere Richtung, denn die Handlung hatte eher was von einem Familiendrama mit ein paar tragischen Elementen. Das war jetzt am Ende auch nicht schlimm, weil es zur Handlung und dem Buch gepasst hatte und es so eine runde Sache wurde, aber es war halt einfach nicht das, was ich erhofft und erwartet hatte.

Was ich von der Hauptfigur Milly halten soll, weiß ich bis jetzt nicht. Sie bleibt das ganze Buch über total blass und man erfährt fast gar nichts über sie. Das ging mir mit allen Charakteren aus diesem Buch so. Sie werden eher oberflächlich dargestellt und sind sozusagen einfach nur anwesend, weiter nichts.
Noch dazu hatte mich bei Milly gestört, dass sie sich von allen einfach bevormunden lässt. Sie scheint keine eigenen Entscheidungen treffen zu können, sondern lässt sich das alles von anderen abnehmen. Natürlich ist das auch hier der Punkt in der Geschichte und muss ein stückweit auch so sein, aber dann hätte ich mir doch ein bisschen mehr Informationen gewünscht, warum das so ist. So bin ich leider einfach nicht warm mit ihr geworden und konnte mich auch überhaupt nicht in sie hineinversetzen.

Der Schreibstil ist einfach und flüssig gehalten. Doch auch hier fehlten mir einfach der Humor und das Spritzige, das ich von ihren Büchern einfach gewohnt bin. Außerdem hatte ich ein paar Probleme am Anfang damit, dass die Perspektiven zwischen den Figuren so schnell wechselten, dass ich zuerst etwas verwirrt war und nicht wusste um wen es jetzt geht. Daher hatte ich auch anfangs Schwierigkeiten mich in das Buch einzufinden.
Nichtdestotrotz fand ich es gut, dass das Buch an manchen Stellen auch sehr emotional wurde und mich auch berühren konnte.

Insgesamt zwar ein Buch, das mir im Großen und Ganzen von der Geschichte her gut gefallen hatte, aber einfach nicht das war, was ich erwartet hatte und mich in ein paar Punkten auch einfach nicht überzeugen konnte.

Veröffentlicht am 29.10.2018

Leider sehr schwach im Vergleich zu Band 1-3

Selection - Die Krone
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Inhalt
Die Stunde der Wahrheit rückt näher und Eadlyn muss sich zwischen den letzten Casting-Bewerbern nun für ihren zukünftigen Ehemann entscheiden. Wen wird sie wählen? Schafft es einer ihr Herz zu erobern? ...

Inhalt
Die Stunde der Wahrheit rückt näher und Eadlyn muss sich zwischen den letzten Casting-Bewerbern nun für ihren zukünftigen Ehemann entscheiden. Wen wird sie wählen? Schafft es einer ihr Herz zu erobern? Doch nicht nur diese Entscheidung bringt ihr Kopfschmerzen: ihre Mutter ist schwer krank und sie muss das Volk davon überzeugen, dass sie eine gute Königin wird.

Meine Meinung
Da ich von „Die Kronprinzessin“ total enttäuscht gewesen bin, hatte ich gehofft, dass dieser Band das Ruder noch einmal rumreißen konnte, zumal das offene Ende von „Die Kronprinzessin“ wirklich vielversprechend war. Doch leider wurden auch diesmal meine Erwartungen nicht erfüllt.

Die Handlung hatte leider für mich nichts Spannendens an sich. Zuerst passierte fast gar nichts und dann konnte man auch schon mit ziemlicher Sicherheit vorhersagen, für wen sie sich letztlich entscheiden wird. Es hat mich leider überhaupt nicht fesseln können, da außerdem jeder Handlungsstrang, der am Ende des Vorgängerbandes einen hoffen ließ, dass es noch einmal spannend wird, direkt aufgelöst wurde und damit das Problem gelöst war. Klar, es kommen im Laufe der Handlung noch neue Probleme und Herausforderungen auf Eadlyn zu, aber auch diese sind sehr schnell abgehakt, bevor man es überhaupt als Problem/Herausforderung realisieren konnte oder sich eine Spannung darum aufbauen konnte. Noch schlimmer fand ich fast, dass manche dieser Probleme zuvor gar keine waren und ganz plötzlich wurde dann etwas dazu aufgebauscht (fast schon, um künstlich etwas herbeizuführen, was nicht da war), was aber genauso schnell wieder verschwunden/gelöst, wie es aufgetaucht war. Das fand ich wirklich schade, da an sich die Geschichte viel Potenzial hat.

Eadlyn mochte ich leider immer noch nicht. Ich weiß auch gar nicht so genau, woran das lag, aber ihre Art war mir einfach unsympathisch. Vielleicht lag es daran, dass ich nicht mochte, wie sie sich manchmal aufgespielt hat oder, wie sie sich anderen gegenüber verhält. Ich konnte da wirklich ihr Volk verstehen, warum es skeptisch ihr gegenüber war. Ich verstehe schon, dass sie als zukünftige Königin eine gewisse Verantwortung hat und auch nach außen hin souverän wirken muss, aber bei Maxon war das in den ersten drei Bänden auch der Fall und er hat nie so unsympathisch auf mich gewirkt wie sie.
Fast noch schlimmer fand ich aber hier die Darstellung von Maxon und America. Ich habe die beiden in den ersten drei Bänden geliebt. Ihre Art und auch wie sie miteinander umgegangen sind, fand ich einfach toll. Doch in diesem Buch wurde mir das ein bisschen kaputt gemacht. Nicht das sie mir unsympathisch waren oder so, sondern mir fehlte halt einfach dieses gewisse etwas, was die ersten Bände hatte. Die Liebe zwischen ihnen war nicht so greifbar und auch ihre Herzlichkeit hatte mir gefehlt.

Der Schreibstil war flüssig und einfach gehalten, weswegen man trotz der etwas langatmigen Geschichte schnell vorangekommen ist. Leider mangelte es mir an einer gefühlvollen und atmosphärischen Darstellung. Besonders die romantischen oder tragischen Momente, die wirklich Potenzial für große Emotionen hatten, waren zu schnell wieder vorbei, als das wirklich etwas bei mir ankommen konnte.

Insgesamt war ich also schon enttäuscht von dem Buch, vor allem, da mir die ersten drei Bänder der Selection-Reihe so unfassbar gut gefallen hatten.