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Veröffentlicht am 22.01.2020

Ungleiches Paar

Palace of Pleasure: Jude (Club der Milliardäre 4)
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Dies ist bereits der vierte Teil der Reihe Club der Milliardäre von Bobbie Kitt, den man aber auch ohne Vorkenntnisse problemlos lesen kann.
Die 21-jährige Jamie verbringt die Semesterferien in der Villa ...

Dies ist bereits der vierte Teil der Reihe Club der Milliardäre von Bobbie Kitt, den man aber auch ohne Vorkenntnisse problemlos lesen kann.
Die 21-jährige Jamie verbringt die Semesterferien in der Villa ihrer Freundin Rebecca. Bisher wusste sie nicht, dass Rebeccas Onkel der berühmt berüchtigte Baseballstar Jude Myers ist. Jude hat sich vor fünf Jahren nach einem Skandal aus dem Profisport und der Öffentlichkeit zurückgezogen und leitet seitdem die Firma von Rebeccas verstorbenem Vater. Auch wenn Jude um einige Jahre älter als Jamie ist, kann sie seiner starken Anziehungskraft nicht widerstehen. Und auch Jude fällt es zunehmend schwer, die Reize der vorlauten Freundin seiner Nichte zu ignorieren. Zumal sie sehr direkt äußert, was sie von ihm will.

Jamie hat wirklich absolut keinen Filter und plappert einfach drauflos. Und so sympathisch das auf der einen Seite auch ist, konnte ich mich zu Beginn eher Judes Ansicht anschließen, dass dies einfach wie eine plumpe Anmache und eher verstörend wirkt. Sie benimmt sich anfangs ziemlich peinlich und total aufdringlich. Zum Glück ändert sich das im Laufe der Zeit und die Geplänkel der beiden machen dann auch Spaß.
Jude ist aufgrund seiner früheren negativen Erfahrungen vorsichtig und zunächst zurückhaltend. Jamie kann ihn mit ihrer frechen Art aber immer aus der Reserve locken. Zwischen dem ungleichen Paar sprühen die Funken und trotz aller Unterschiede scheint es gut zu funktionieren.
Bobbie Kitt hat einen locker leichten Schreibstil, der gut zur Geschichte passt. Die Charaktere sind sympathisch, auch wenn Jamie zunächst etwas gewöhnungsbedürftig ist. Ihr unerschütterlicher Optimismus trotz ihrer Vergangenheit ist beeindruckend. Die Handlung wird abwechselnd aus beiden Perspektiven erzählt, so dass man die Gefühle beider gut nachvollziehen kann.
Wer eine humorvolle und prickelnde Lovestory sucht, ist hier genau an der richtigen Adresse. Von mir gibt es gern eine Empfehlung!

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Veröffentlicht am 12.01.2020

Solider Krimi

Wisting und der fensterlose Raum
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Kommissar Wisting ist ein sympathischer und bodenständiger Ermittler, der ohne das übliche Drama auskommt. Gerade das ist mal eine schöne Abwechslung. Trotzdem ist er nicht langweilig, sondern einfach ...

Kommissar Wisting ist ein sympathischer und bodenständiger Ermittler, der ohne das übliche Drama auskommt. Gerade das ist mal eine schöne Abwechslung. Trotzdem ist er nicht langweilig, sondern einfach besonnen und professionell. In diesem speziellen Fall ist er mir an manchen Stellen im Buch aber etwas zu entspannt und sorglos. Auch wenn Norwegen vielleicht nicht die Verbrechenshochburg ist, erscheinen mir einige Entscheidungen fast naiv. Das hat mich in diesem zweiten Band auch bei seiner Tochter Line etwas gestört. Auch wenn ich es mag, dass die Ermittler nicht ein Paket psychischer Probleme mit sich herumschleppen, hätte ich mir ein paar mehr Worte zu den Charakteren gewünscht. Adrian Stiller bleibt diesmal nur eine Randfigur, zu der man überhaupt nichts erfährt.
Insgesamt laufen die Ermittlungen klassisch und unaufgeregt ab. Die Spannung baut sich eher langsam und unterschwellig im Hintergrund auf, da die Bedrohungslage eindeutig unterschätzt wird. Der Krimi ist vielleicht nicht unbedingt ein Pageturner, aber auf jeden Fall bis zum Ende spannend. Es gibt einige überraschende Wendungen, die ich so nicht erwartet hätte.
Im Vergleich zum ersten Band bleiben hier die Charaktere etwas blass. Der Aufbau und Erzählstil des Krimis gefallen mir persönlich aber gut.
Von mir gibt es gern eine Leseempfehlung und gute 4 Sterne!

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Veröffentlicht am 26.12.2019

Sommerliebe

Madison & Sam – A San Francisco College Romance (College-WG-Reihe 4)
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Der vierte Teil der College WG Reihe von Christiane Bößel hat mir bisher am besten gefallen.
Madison ist die Cousine von Zane. Nachdem sie bei einem Autounfall ihren Vater und ihren kleinen Bruder verloren ...

Der vierte Teil der College WG Reihe von Christiane Bößel hat mir bisher am besten gefallen.
Madison ist die Cousine von Zane. Nachdem sie bei einem Autounfall ihren Vater und ihren kleinen Bruder verloren hat, findet sie ein halbes Jahr später ihre Mutter tot in der Badewanne. Sie zieht zu ihrem Cousin in die WG nach San Francisco, um neu anzufangen und wieder zu leben und nicht nur zu funktionieren. Am Strand lernt sie den Surfer Sam kennen. Zwischen den beiden funkt es sofort und Madison stürzt sich in eine leidenschaftliche Affäre, die von vornherein auf den Sommer begrenzt ist. Madison will sich an niemanden mehr binden und auch Sam will nach dem Sommer weiterziehen.

Madison hat fast alle Menschen verloren, die sie geliebt hat. Zane ist der Einzige, der sie in dieser schweren Zeit noch aufrecht erhält. Seine Freunde aus der WG fangen Madison auf und helfen ihr, wieder zurück ins Leben zu finden. Sie will nur noch im Moment leben und den Augenblick genießen. Daher will sie sich auch nicht wirklich in Sam verlieben. Leider lassen sich Gefühle aber nicht steuern und auch wenn sie sich etwas vormacht, sieht es tief in ihrem Herzen ganz anders aus.
Sam lebt auch für den Moment und macht keine Zukunftspläne. Er bleibt nie lange an einem Ort und genießt einfach seine Zeit. Nur das Haus seiner Granny in San Francisco ist ein regelmäßiger Anlaufpunkt für ihn. Es ist total herzergreifend, wie liebevoll er sich um sie kümmert.
Es dauert natürlich eine Weile bis Madison und Sam begreifen, dass sie zusammengehören. Bis dahin gibt es viele romantische, traurige, dramatische und gefühlvolle Momente. Auch wenn man die Charaktere manchmal schütteln wollte, kann man sich trotzdem in sie hineinversetzen. Der Schreibstil liest sich sehr gut und dieser Band ist definitiv mein Lieblingsteil der Reihe.
Von mir gibt es sehr gern eine Leseempfehlung und gute vier Sterne!

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Veröffentlicht am 20.12.2019

Mehr als eine Lovestory

Liebe ist nichts für Idioten
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„Liebe ist nichts für Idioten“ – zu dieser Erkenntnis gelangt die Protagonistin dieser ungewöhnlichen Liebesgeschichte.
Die Programmiererin Melanie arbeitet seit dem Abschluss ihres Informatikstudiums ...

„Liebe ist nichts für Idioten“ – zu dieser Erkenntnis gelangt die Protagonistin dieser ungewöhnlichen Liebesgeschichte.
Die Programmiererin Melanie arbeitet seit dem Abschluss ihres Informatikstudiums am Helpdesk einer Start-up-Plattform für App-Entwickler. Die Softwareentwickler sind fast ausschließlich männlich, arrogant und nicht unbedingt kompetent. Trotzdem muss sich Mel widerspruchslos deren dumme Sprüche anhören und deren selbst verschuldete Technikpannen beheben. Doch nicht nur beruflich läuft es nicht optimal. Nach dem gefühlt tausendsten miesen Fluttr-Date zuviel kommt Mel die Idee zu „Idiotenalarm“. Auf dieser Website können Frauen ihre miesen Dates bewerten und andere Frauen vorwarnen. Die Seite wird über Nacht zum Erfolg, hat aber auch negative Konsequenzen. Spätestens als ihr netter Kollege Alex, der eigentlich das Zeug zum Traummann hat, dort negativ bewertet wird, kommt Mel ins Grübeln.

Das Buch von Kristin Rockaway ist vielleicht nicht unbedingt die klassische Liebesgeschichte. Im Vordergrund stehen eher andere immer noch ziemlich aktuelle Themen. Mel ist als Programmiererin eine Exotin in der männerdominierten Welt der App-Entwickler. Sie wird nicht ernst genommen und rein nach ihrem Aussehen und Geschlecht beurteilt. Da die Autorin aus der Branche stammt, gehe ich davon aus, dass sie ihre eigenen Erfahrungen einbringen konnte. Manche Schilderungen erscheinen erschreckend realistisch.
Mel findet im Laufe der Handlung den Mut, ihren eigenen Weg zu gehen und für ihre Belange einzustehen. Sie ist tough und braucht nur den richtigen Anreiz, um ihren bisherigen bequemen Pfad zu verlassen. Eine große Unterstützung sind dabei ihre Freundinnen, die ein sehr wichtiger Bestandteil der Geschichte sind. Die Lovestory mit Alex wirkt leider nur wie eine Nebenhandlung. Alex ist zwar ein sympathischer Kerl, aber irgendwie bleibt er zu oberflächlich und blass. Dadurch kann man keine richtige Verbindung zu ihm aufbauen.
Das Buch ist unterhaltsam und amüsant geschrieben. Mel ist definitiv eine Figur, mit der man mitfiebert und deren Geschichte man bis zum Ende gespannt verfolgt.
Ich kann das Buch sehr gern weiterempfehlen und vergebe gute vier Sterne!

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Veröffentlicht am 18.12.2019

Leidenschaftliches Wiedersehen

Dreams & Secrets - Rivalen aus Leidenschaft
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„Dreams & Secrets – Rivalen aus Leidenschaft“ von JC Harroway ist der vierte Band der unabhängig voneinander zu lesenden Club Reihe.
Harley Jacob ist stocksauer. Ein für sie sehr wichtiger Immobilienkauf ...

„Dreams & Secrets – Rivalen aus Leidenschaft“ von JC Harroway ist der vierte Band der unabhängig voneinander zu lesenden Club Reihe.
Harley Jacob ist stocksauer. Ein für sie sehr wichtiger Immobilienkauf liegt auf Eis, denn der Verkäufer ist ausgerechnet Jack Demont. Jack ist kein Unbekannter für sie. Vor neun Jahren war er ihre große und unvergessene Jugendliebe, den sie von heute auf morgen ziemlich rüde und ohne Begründung sitzenließ. Und obwohl die zwischen ihren Familien bestehende Rivalität immer noch hochaktuell ist, lebt die knisternde Leidenschaft zwischen Harley und Jack ab ihrem ersten Aufeinandertreffen sofort wieder auf. Aber sind die Verletzungen der Vergangenheit nicht doch zu tief, um sich ernsthaft aufeinander einzulassen?

Harley ist auch ohne die Unterstützung ihrer reichen Familie auf ihre Art sehr erfolgreich. Sie leidet sehr unter ihrer Dyslexie, die im Laufe der Handlung ständig wieder thematisiert wird. Dadurch ist sie so verunsichert, dass sie trotz ihrer sichtlichen Erfolge immer wieder an sich zweifelt und um die Anerkennung ihres despotischen Vaters kämpft.
Jack hat ihre Zurückweisung damals nie verwunden. Vor allem, da ab diesem Zeitpunkt seine bisher glückliche Familie langsam auseinanderbrach und auch das Familienunternehmen den Bach runterging. Er hat sich mit eigenen Kräften zurück an die Spitze gekämpft und will sich nun an Harley rächen, die er immer noch als Verantwortliche sieht. Da beide leidenschaftlich voneinander angezogen werden, geben sie sich diesen Gefühlen hin. Doch bis zum echten gegenseitigen Vertrauen ist es noch ein langer steiniger Weg.
Die Chemie zwischen den Hauptfiguren stimmt von Anfang an. Meine Sympathien liegen zum überwiegenden Teil bei Harley, da sie mir wegen ihrer Unsicherheiten und der Vorurteile gegen sie einfach leid tut. Jack kann seine Voreingenommenheit zu lange nicht ablegen, aber sein Misstrauen ist teilweise auch nachvollziehbar.
Der Schreibstil von JC Harroway liest sich sehr gut. Die Handlung ist nicht unbedingt überraschend, aber trotzdem sehr unterhaltsam. Mir hat die Lovestory gut gefallen und ich empfehle sie sehr gern weiter.

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