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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.01.2020

Eine gute und unterhaltsame Fortsetzung

Cyberworld 2.0: House of Nightmares
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Meinung:
Den ersten Teil der Reihe fand ich ja ganz unterhaltsam. Interessante Cyberworld-Beschreibungen, und auch die Charaktere waren ansprechend gestaltet und ich hatte durchaus Lust darauf, sie noch ...

Meinung:
Den ersten Teil der Reihe fand ich ja ganz unterhaltsam. Interessante Cyberworld-Beschreibungen, und auch die Charaktere waren ansprechend gestaltet und ich hatte durchaus Lust darauf, sie noch näher kennenzulernen.

Dies ist bei diesem zweiten Teil auch gegeben, da sich die erste Hälfte komplett in der realen Welt abspielt und sich viel mit den fünf Freunden beschäftigt. So denkt Zack viel darüber nach, wie er geworden wäre, wenn er nicht bei Jamies Familie Unterschlupf gefunden hätte, Ned hat etwas mit den ethischen Fragen seines Bioroboters zu kämpfen, Jemma vermisst ihre Mum, Jaimie hat nach wie vor Selbstzweifel und Will zweifelt auch an den Gefühlen von Jemma. Und dann sind sie auch noch in Schottland bei der schrecklichen Familie eines alten Lords.

Also viel los bei den Fünfen, aber irgendwie war mir das fast ein bisschen zu viel des persönlichen Dramas und etwas zu wenig Spannung. Also nicht falsch verstehen, es war interessant und gut dargestellt, aber etwas zu viel am Stück, weshalb da für mich kleine Längen entstanden sind. Da hätte ich mir dann durchaus schon etwas früher mehr Action gewünscht.

In der zweiten Hälfte geht es dann in die Cyberworld und wie der Spielname „House of Nightmares“ schon sagt, wird es da gleich spannend und sehr atmosphärisch. Dieser Teil hat mir wieder sehr gut gefallen. Ich konnte mir das Game super vorstellen, aber es war auch nicht zu viel und es war ein anderer Blickwinkel wie bei dem Spiel in Teil 1. Und auch in der realen Welt wird es spannender.
Den Schreibstil von Frau Erdmann finde ich sehr angenehm zu lesen. Er ist flüssig, klar und eingängig.

Die Auflösung des Ganzen fand ich ganz ok, auch wenn man da durchaus noch etwas mehr falsche Fährten hätten legen können. Das Ende ist wieder sehr gut für sich abgeschlossen und einfach rund und passend.

Fazit:
Eine gute und unterhaltsame Fortsetzung, die auch viel persönliches von den Freunden zeigt. Dieser Teil hat mir persönlich etwas zu viel Raum am Stück eingenommen und somit ist für mich auch ab und an mal eine kleine Länge entstanden. In der zweiten Hälfe wird es dann aber wieder sehr spannend, der erneute Einblick in die Cyberworld hat mir wieder gut gefallen. Das Ende ist zufriedenstellend und für sich abgeschlossen, auch wenn man doch auch etwas schnell drauf kommt, wer hinter allem steckt. Insgesamt habe ich diese Fortsetzung gerne gelesen und vergebe solide 4 Sterne.

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.01.2020

Auch für Quereinsteiger unterhaltsam und spannend.

Grave - Verse der Toten
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Meinung:
Die Bücher von Preston & Child sind mir schon öfters mal ins Auge gestochen und jetzt habe ich mich doch mal dran gewagt, auch wenn es sich hierbei bereits um den 18. Teil der Reihe rund um den ...

Meinung:
Die Bücher von Preston & Child sind mir schon öfters mal ins Auge gestochen und jetzt habe ich mich doch mal dran gewagt, auch wenn es sich hierbei bereits um den 18. Teil der Reihe rund um den besonderen Special Agent Pendergast handelt.

Aber das hat mich nicht abgeschreckt, denn Krimis kann man ja zum Glück meistens ganz gut außerhalb der Reihe Hören.

So bin ich auch wirklich gut in die Geschichte gekommen. Schon zu Beginn merkt man, dass Protagonist Pendergast wirklich sehr eigen und verschroben ist. Aber doch irgendwie auf eine interessante Art, die man als Leser bzw. Hörer gern begleitet. Ich fand seine Figur schon ziemlich interessant, auch wenn ich ihn jetzt erst kennengelernt habe und mir bestimmt viel Vorwissen fehlt, aber das hat beim Hören nicht gestört. Auch so konnte ich ihn ausreichend kennenlernen und mir ein erstes Bild von seinen Marotten machen.

Die anderen Figuren fand ich auch alle recht gut dargestellt. Einzig Pendergasts Chef mochte ich nicht wirklich, aber das war wohl auch Sinn der Sache. Da hat auch seine Kehrtwendung am Ende auch nicht mehr viel wett gemacht, aber da sich das Thema wohl eh erledigt hat, ist es egal.

Die Handlung fand ich ziemlich spannend und vor allem auch die Suche nach den Hintergründen und Zusammenhängen, die gar nicht so einfach zu finden waren. Die Auflösung des Ganzen wurde dann zwar ein bisschen schnell abgehandelt, gleichzeitig war der Showdown am Ende schon ziemlich actiongeladen und fast ein bisschen zu viel, aber insgesamt war ich doch zufrieden und hab die Geschichte gerne gehört.

Auch wenn es am Ende leider nicht alle erhofften Antworten gab, aber die Begründung dafür war sehr realitätsnah und glaubhaft, weshalb ich ganz gut damit leben kann und es passend finde. Dafür gabs doch noch ein paar interessante Wendungen, von der ich eine schon so im Gefühl hatte. Das hat aber kein Gefühl von Vorhersehbarkeit geweckt, sondern ich hab mich eher gefreut, dass ich den richtigen Riecher hatte.

Sprecher Detlef Bierstedt macht wie immer einen guten Job. Man versinkt gänzlich in der Geschichte und ist mittendrin.

Fazit:
Auch wenn ich die vorherigen Teile der Reihe nicht kenne, hat mir Kennenlernen mit dem besonderen Special Agent Pendergast gut gefallen. Interessante Figuren, ein spannender Fall, gute und teils ungewöhnliche Ermittlungen, ein toller Sprecher und einfach rundum gute Unterhaltung. Dabei war mir der Showdown am Ende fast ein bisschen zu viel des Guten, aber das Autorenduo hat die Kurve noch gut bekommen und obwohl es am Ende nicht alle erhofften Antworten gibt, bin ich zufrieden damit, wie es begründet wurde. Insgesamt hab ich die Geschichte gerne gehört, vergebe deshalb solide 4 Sterne und würde auch zu einem weiteren Teil der Reihe greifen.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.12.2019

Ein fantasievolles Wintermärchen

Rabenherz und Eismund
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Meinung:

Da ich nun schon länger kein Buch mehr von Nina Blazon gelesen habe, war ich sehr gespannt auf ihr neues Werk.

Ich bin jetzt ja eigentlich nicht so der Winterfreund, aber in Büchern lasse ich ...

Meinung:

Da ich nun schon länger kein Buch mehr von Nina Blazon gelesen habe, war ich sehr gespannt auf ihr neues Werk.

Ich bin jetzt ja eigentlich nicht so der Winterfreund, aber in Büchern lasse ich mich passend zur Jahreszeit schon ganz gern mal davon gefangen nehmen und dafür ist „Rabenherz & Eismund“ wirklich das passende Buch. Denn, die Geschichte spielt fast die ganze Zeit in einer Welt in der dauerhafter Winter herrscht und in der es einen Winterkönig, sowie Schneewesen gibt. Und auch noch andere mystische Wesen wie Nixen, Firnfrauen und Todesfeen.

In Verbindung mit dem extrem atmosphärischen und bildgewaltigen Schreibstil von Nina Blazon ist damit einfach ein richtiges Wintermärchen entstanden, das den Leser immer wieder etwas neues entdecken lässt und das eigene Vorstellungsvermögen sehr fordert.

Auch die Handlung ist märchenhaft, wenn auch durchaus mit einem düsteren Touch. Protagonistin Mailin gelangt eher durch Zufall in diese fremde Welt und ist dort auf sich allein gestellt, findet aber schnell einige Begleiter, die unterschiedlicher nicht sein könnten und mit der Zeit zu wahren Freunden heranwachsen.
Diese Darstellung der unterschiedlichen Charaktere und ihrer Entwicklungen fand ich sehr gut, auch wenn sie sehr viel Zeit einnehmen und eher langsam vorangehen. Dabei mochte ich die mutige, aber doch auch sehr starrköpfige Mailin zwar ganz gerne, aber ab und an hat sie mir mit ihren emotionalen Entscheidungen doch einiges an Geduld abverlangt.

Insgesamt hätte ich mir im Mittelteil doch etwas mehr Action gewünscht, aber auch die sehr ruhigen Passagen haben sich dank des Schreibstils und den tiefgründigen Entwicklungen wirklich gut lesen lassen. Es gab auch immer wieder neue Einzelheiten und die Autorin hat neben den logischen Entwicklungen auch die ein oder andere unerwartete Wendung eingebaut.

Am Ende gibt’s dann nochmal den erwarteten Showdown, aber auch ersehnte und stimmige Antworten und ein Wiedersehen, sodass man den Roman mit einem zufriedenen Gefühl schließen kann.

Natürlich gibt es auch eine Liebesgeschichte, diese war aber angenehm verpackt und die meiste Zeit doch auch eher im Hintergrund präsent.

Fazit:

Ein wahres Wintermärchen mit einem extrem fantasievollem Setting, das durch den bildgewaltigen Schreibstil der Autorin zum Leben erweckt wird. Dabei gibt es immer wieder viel zu entdecken, vor allem das Zusammenwachsen der unterschiedlichen Figuren ist schön zu begleiten, auch wenn es im Mittelteil schon etwas viel Raum einnimmt und ich mir da doch noch etwas mehr Spannung gewünscht hätte. Das Ende bietet aber nochmal einiges an Action, viele Antworten, sowie einige Wendungen und lässt den Leser zufrieden zurück. Ich habe das Buch gerne gelesen und vergebe solide 4 Sterne.

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.12.2019

tolle Ideen, phantastische Atmosphäre und großes Wohlfühlgefühl beim Lesen

Thalam
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Meinung:
Die Kurzbeschreibung hat mich sofort angesprochen. Es klang nach einem tollen Abenteuer und das habe ich mit kleinen Abstrichen auch bekommen.

Die Grundidee des Romans finde ich richtig gut. ...

Meinung:
Die Kurzbeschreibung hat mich sofort angesprochen. Es klang nach einem tollen Abenteuer und das habe ich mit kleinen Abstrichen auch bekommen.

Die Grundidee des Romans finde ich richtig gut. Je mehr man von den verschiedenen Welten, ihren Bewohnern, Aufgaben und Besonderheiten erfahren hat, desto mehr wurde ich in die Geschichte gezogen. Die doch komplexen Zusammenhänge werden ganz einfach dargestellt und dem Leser so verständlich gemacht, dass er sich was darunter vorstellen kann. Dabei gibt es einige märchenhaft schöne Ideen, zum Beispiel ganz eigene Erklärungen wie ein Regenbogen entsteht, oder was Sterne wirklich sind, die beim Lesen verzaubern.

Auch der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Er ist flüssig, lebendig, extrem atmosphärisch und bildgewaltig. Obwohl die Sprache eher einfach ist, entsteht von Beginn an eine richtig tolle Wohlfühlatmosphäre und das nicht nur für Kinder. Erzählt wird die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven, sodass der Leser einen guten Gesamtüberblick über die Handlung und die wichtigsten Figuren bekommt.

Auch bei den Charakteren zeigt sich eine bunte Vielfalt. So gibt es neben unseren 4 Avantgarden auch noch Bösewichte und nette Nebenfiguren wie eine asthmatische Raupe oder einen kussscheuen Frosch. Dabei muss man ehrlich sagen, dass die Nebenfiguren am meisten überzeugen. Die „guten“ Protagonisten sind auch noch recht solide gelungen, auch wenn hier, abgesehen von Leonas erfrischend wilder Art, noch ein paar Ecken und Kanten schön gewesen wären. Bei den Bösewichten wird es dann schon etwas sehr eindimensional. Es ist zwar schön, dass man auch in ihre Gedanken Einblicke bekommt, aber da wäre durchaus noch etwas Potential vorhanden gewesen.

Die Handlung ist vom Prinzip her spannend und ansprechend und wie bereits erwähnt, mit vielen netten Ideen gespickt. Jedoch wurde hier vieles oft ein bisschen zu kurz und zu einfach abgehandelt. Vor allem beim Ende ist dies sehr auffällig und da hätte ein bisschen mehr Widerstand dem Ganzen nicht geschadet. Abgesehen davon ist das Ende in sich abgeschlossen, lässt aber auch noch viel Raum für eine Fortsetzung.

Fazit:
Ein Debüt, das vor allem durch seine tollen Ideen, die phantastische Atmosphäre, das Wohlfühlgefühl beim Lesen und faszinierende Nebencharaktere besticht. Da fallen dann auch ein paar noch nicht so perfekte Punkte, wie etwas zu einseitige Bösewichte oder etwas zu leicht abgehandelte Probleme, nicht so sehr ins Gewicht. Obwohl es durchaus noch Potential gibt, habe ich mich gut unterhalten gefühlt und kann mir auch vorstellen, dass „Thalam – Die Hüter der Erde“ bei der Zielgruppe ab 10 Jahren gut ankommt.

Veröffentlicht am 28.12.2019

Gute Unterhaltung mit einer lebensnahem Protagonistin und einem schwierigen Thema

Der K.A.I.N.-Widerstand
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Meinung:
Klonen ist ja immer noch ein sehr umstrittenes, aber interessantes Thema und ich könnte mir gut vorstellen, dass es irgendwann mal legal wird und die im Klappentext beschriebene Situation eintritt. ...

Meinung:
Klonen ist ja immer noch ein sehr umstrittenes, aber interessantes Thema und ich könnte mir gut vorstellen, dass es irgendwann mal legal wird und die im Klappentext beschriebene Situation eintritt. Deshalb hat mich das Buch auch gleich angesprochen und ich war sehr auf die Umsetzung gespannt.

Der Start in die Geschichte ist eher ruhig und die Autorin gibt ihren Lesern lange die Möglichkeit sich ein Bild von den Veränderungen in der Welt zu machen und sich mit Protagonistin Sam anzufreunden. Man lernt Sam ganz genau kennen, beginnt ihre Lage zu verstehen und kann sich gut in sie hineinversetzten. Im Laufe der Geschichte muss sie sich selbst klar werden, wieweit sie für manche Sachen gehen will und was das alles für Folgen hat.
Und auch die Nebencharaktere sind recht gut beschrieben.

Man muss ja wirklich sagen, dass es schon etwas dauert, bis die Geschichte wirklich Fahrt aufnimmt. Dazu kommt, dass viele Entwicklungen schon ziemlich früh offensichtlich werden, es im Roman aber oft etwas länger dauert, bis es wirklich dazu kommt. Jedoch treten trotzdem eher selten wirkliche Längen auf, da man sich durch die gute Beschreibung der Figuren und der Welt einfach mitten im Roman wiederfindet und manchmal das Gefühl hat, alles selbst zu erleben und zu fühlen.

Dabei wurde das Grundthema und die daraus entstehenden Konflikte und moralischen Bedenken auch wirklich interessant dargestellt, jedoch hätte man durchaus noch ein bisschen deutlicher werden und mehr schockieren können. Dies hätte aufgrund der leichten Vorhersehbarkeit der Handlung den Roman perfekt ergänzt.

Gut fand ich, dass sich die Liebesgeschichte sehr angenehm dargestellt und mich teilweise sehr positiv überrascht hat. Obwohl sie immer präsent ist, nimmt sie nie zu viel Raum ein und entwickelt sich eher unerwartet. Und auch die Handlung an sich entwickelt sich, trotz der gewissen Vorhersehbarkeit, am Ende doch etwas anders wie gedacht. Auf den letzten Seiten kommt dann nochmal richtig Spannung auf und der Schluss war für mich auf jeden Fall überraschend, vielleicht etwas zu schnell erledigt, aber durchaus passend und zufriedenstellend.

Der Schreibstil ist gut lesbar, manchmal aber auch ein bisschen anspruchsvoller. Man merkt einfach, dass hier eine Frau vom Fach am Werk ist.

Fazit:
Eine interessante Geschichte mit einer lebensnahen Protagonistin, bei der das Gelesene fast real wirkt. Die Handlung an sich ist manchmal etwas vorhersehbar, aber dafür können sowohl die Liebesgeschichte, als auch das Ende mit einigen Überraschungen und viel Spannung punkten. Die dargestellten Konflikte sind anschaulich, hätten aber durchaus auch noch mehr hergeben. Alles in allem habe ich mich aber trotz der kleineren Kritikpunkte gut unterhalten gefühlt und vergebe solide 4 Sterne.